PR: Hausärztliche Leitlinie: Multimedikation

30.05.2014
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Stand: 16.04.2014 , gültig bis 15.04.2019

Gründe für die Themenwahl:
Krankheitsbezogene Leitlinien geben wenig Hinweise zum Vorgehen bei Multimorbidität

Zielorientierung der Leitlinie:
Hilfestellung zur hausärztliche Versorgung multimorbider Patienten

Langfassung der Leitlinie "Hausärztliche Leitlinie: Multimedikation"

Multimorbidität geht in der Regel mit Multimedikation einher. Diese ist z.B. durch Interaktionen oder Fehlanwendungen mit Risiken verbunden und stellt an den Hausarzt als Koordinator der Medi kation, aber auch an den Patienten erhöhte Anforderungen. Voraussetzung für eine sichere Arzneitherapie und Grundlage jedes Medikationsmanagements stellt ein aktueller Medikamentenplan dar.

Die Leitliniengruppe unterscheidet eine aufgrund der Erkrankungen des Patienten notwendige Multimedikation von unerwünschter Multimedikation. Letzteres hat vielfältige Ursachen wie unkoordinierte Therapie verschiedener Behandlungen, Selbstmedikation, Weiterführen von Akutbehandlungen, nichterkannte Verordnungskaskaden u.a.m. Hier finden sich Ansatzpunkte für eine Reduktion der Zahl der Arzneimittel.

Die Empfehlungen der Leitlinie beruhen auf einer Literaturrecherche zu Studien zum Medikamentenreview. Diese wurden nicht im Setting einer Hausarztpraxis in Deutschland durchgeführt und weisen auch hinsichtlich des Nutzens durchaus widersprüchliche Ergebnisse auf. Dennoch empfiehlt die Leitliniengruppe ein Medikamentenreview, da hierdurch nachweislich Therapieprobleme aufgedeckt, die Arzneimittelsicherheit und
Lebensqualität erhöht werden können.

Fachgesellschaft:
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

Quelle: AWMF

 

Bildquelle: AWMF

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.05.2014.

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Aus: AWMF
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