Ein Bett von der Apotheke

02.05.2014
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Die Kundin, die immer sehr kompliziert tut und immer alles von anderen gemacht haben will, verlangt, dass wir der Krankenkasse anrufen, weil sie ein neues Bett will.

Frau: “Ich habe Anspruch auf ein Bett habe ich gehört – Sie wissen ja, dass ich Sozialhilfe beziehe und darum nicht viel Geld habe. Und Sie schauen, dass ich das bekomme.”

Pharmama: “Sie wollen ein Pflegebett? Haben Sie eine Operation oder etwas vor sich, nach dem sie länger nicht mehr aufstehen können?”

Notabene: die Frau ist nicht bettlägerig und gut mobil.

Frau: “Nein, ein einfaches Bett. Ich habe gehört, die Krankenkasse übernimmt das.”

Pharmama: “Ich bin ziemlich sicher, die Krankenkasse zahlt das nicht, wenn es sich nicht um ein Pflegebett handelt … und selbst dann bin ich nicht sicher, wie das übernommen wird.

Frau: “Und wenn ich ein Rezept dafür bringe?”

Pharmama: “Ich bezweifle sehr, dass der Arzt das ohne medizinischen Grund ausstellt – und: Nein, ich frage ihn nicht an.”

(Ich kenne sie – wenn sie irgendetwas abschieben kann, dann macht sie das).

Frau: “Ach, dann frag’ ich ihn einfach morgen selber, wenn ich dort bin.”

“Bett” findet sich nicht auf der Mittel-und Gegenstände-Liste, demnach ist das etwas was die Krankenkasse nicht übernehmen muss. Zusatzversicherung wäre eine Möglichkeit, aber selbst da fragt man am besten vorher an. Aber da ich “Bett” nicht bekomme von unserem Lieferanten kann ich das auch nicht abgeben. Auch nicht auf Rezept.

Im Endeffekt war es ihr dann zu viel Aufwand und sie hat es gelassen. Obwohl sie “es zugute hätte!” Nach ihrer Ansicht jedenfalls.

Bildquelle: Bett: polgonchik, thinkstock

Artikel letztmalig aktualisiert am 27.05.2014.

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Pharmazie
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Gast
Zu #3: Wenn die PKA weniger Geld zur Verfügung hat als ein H-4-Empfänger, sollte sie sich an das Jobcenter wenden. Denn dann hat sie ein geringeres Einkommen, als das Gesetz für sie und ihre Familie als "angemessenen" Lebenshaltungs- und Unterkunftskostenbetrag vorsieht - und schon ist die "Balance" gewahrt. Ich selber bin Anwalt, insbesondere im Sozialrecht; ggf. könnte ich jener PKA helfen, für sich und ihre Familie besser über die Runden zu kommen!
#6 am 27.05.2014 von Gast
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Wenn Sie den Blog so flach und trivial finden, lesen Sie Ihn doch einfach nicht! Nutzen Sie Ihre Zeit doch mit anderen Dingen als den Blog zu lesen und dann noch sinnlos zu kommentieren...
#5 am 10.05.2014 von Gast (Gast)
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Gast
Dieser Blog war schon immer recht flach u. trivial. Was fehlt dieser Pharmama? Gute Besserung
#4 am 10.05.2014 von Gast
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Gast
Ein ALG-II Bezieher hat inkl. Zuschüsse etwas mehr Geld zur Verfügung als eine normale PKA. Die kaufen sich auch selbst Betten.
#3 am 09.05.2014 von Gast
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Gast
finde es ja eher traurig :( da kann sich jemand egal wie penetrant er sein mag kein vernünftiges bett leisten, denn seine wir ehrlich: wer würde freiwillig auf ner 50 euro matratze schlafen und selbst das ist für sozialhilfeempfänger viel geld
#2 am 08.05.2014 von Gast
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Deutschland heute. Aber, als Hausarzt, auch schon erlebt und da ich das abgelehnt habe wurde ich dann als unfreundlicher Arzt bezeichnet.
#1 am 07.05.2014 von Dieter Döring (Arzt)
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