Warum Placebos wirken

06.04.2014
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Ein Kommentar zur Talkshow "Hart aber fair" über Homöopathie, der sich bewusst kritisch und auch polemisch zu dieser Heilmethode äußert, hat eine hitzige Diskussion ausgelöst. Nicht zuletzt die Aussage, dass es sich bei der Wirkung homöopathischer Präparate lediglich um einen Placeboeffekt handelt, wird angegriffen. Dabei bestätigt diese Annahme sogar, dass es eine messbare Wirkung gibt.

Was ist ein Placebo? Wörtlich übersetzt bedeutet es "ich werde gefallen" und ist die Bezeichnung für ein Scheinmedikament (oder im weiteren Sinne auch eine Scheinintervention), welches keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine pharmakodynamische Wirkung haben kann. Trotzdem wissen wir seit langem, dass die Einnahme eines Placebos sowohl eine positive Auswirkung auf das subjektiven Befinden haben, als auch objektiv messbare Veränderungen körperlicher Funktionen hervorrufen kann. Dieses Phänomen wird als Placeboeffekt oder Placebowirkung bezeichnet.

Wissenschaftlich genutzt werden Placebos unter anderem, um im Rahmen klinischer Studien die therapeutische Wirksamkeit eines Präparates statistisch zu erfassen, indem versucht wird, einen signifikanten Unterschied zur Placebobehandlung nachzuweisen, wobei eine placebokontrollierte Studie heutzutage nur noch dann ethisch zulässig ist, wenn es keine andere wirksame Therapie gibt. Nichtsdestotrotz werden einer kontrollierten Doppelblindstudie die höchste Validität und der höchste Evidenzgrad zugemessen.

Mehrere randomisierte Studien konnten jedoch auch die Überlegenheit einer Placebobehandlung gegenüber einer Nichtbehandlung nachweisen. In Studien, in denen Patienten davon überzeugt sind, eine wirkliche Behandlung zu erhalten, wirkt der Placeboeffekt sogar stärker als wenn sie glauben, nur vielleicht das Verum zu erhalten.

Der dunkle Bruder des Placebos ist der Noceboeffekt, welcher das Auftreten unerwünschter Wirkungen durch eine Scheinbehandlung bezeichnet. Ein Beispiel für einen extremen Noceboeffekt sind Todesurteile, die von Voodoo-Priestern verhängt werden: Es wird vermutet, dass die Opfer durch ihren Glauben an den Fluch aus Resignation und Angst tatsächlich erkranken und letztlich auch sterben können. Kontrollierte Studien zeigen immer wieder, dass auch unter Placebo Nebenwirkungen auftreten.

Letzlich bewirken bei Placebos psychische Faktoren durch neuronale Veränderungen im Gehirn somatische Veränderungen, wobei die Erwartungshaltung des Patienten, aber auch Konditionierung eine Rolle spielen. Diese neuronale Aktivierung kann dann beispielsweise über neuroendokrine Signalwege auch den Stoffwechsel beeinflussen.

Der positiven Erwartungshaltung gegenüber der Behandlung wird hierbei eine entscheidende Bedeutung zugemessen und spielt auch bei der Verumtherapie eine additive Rolle. Hier fließen Faktoren wie Auto- und Fremdsuggestion ein. Die grundsätzliche individuelle Einstellung zu einer Behandlungsmethode oder einem Therapeuten, die Meinung über die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit sowie über die Heilbarkeit einer Krankheit, aber auch der Status und Ruf des Behandlers und die Art der Therapie haben hierauf einen Einfluss. Dabei kann der Therapeut die Erwartungshaltung dadurch positiv beeinflussen, dass er sich für den Patienten Zeit nimmt, auf seine Bedürfnisse eingeht und Empathie zeigt. Und umgekehrt. 

Bei der klassischen Konditionierung wird die Reaktion auf einen zunächst neutralen Reiz erlernt. Wer beispielsweise gelernt hat, dass er nach Einnahme eines Hypnotikums schlafen kann, wird möglichweise auch durch eine identisch aussehende Placebo-Tablette einschlafen, weil er den Zusammenhand zwischen Tabletteneinnahme und Schlaf "gelernt" hat.

Die genauen Wirkmechanismen von Placebos sind noch nicht ausreichend erforscht. Bei der analgetischen Wikrung dürfte unter anderem die Auschüttung von Endorphinen eine wichtige Rolle spielen. Hierfür spricht, dass sich die schmerzlindernde Wirkung von Placebos durch die Blockade des Morphinrezeptors durch Naloxon teilweise aufheben lässt. Ferner konnte gezeigt werden, dass Placebos die Aktivität von Nocizeptoren auf Rückenmarksebene hemmen können. Auch eine Senkung des endogenen Kortisol- und Kathecholamin-Spiegels durch Placebos konnte nachgewiesen werden, welches für eine Stressreduktion sprechen würde, wobei der Effekt bei Probanden, die initial eine mittlere Stressreaktion zeigten am größten war. Hierfür dürfte die Beeinflussung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse über das Großhirn verantwortlich sein. 

Hier schließt sich meines Erachtens dann auch wieder der Kreis zur Homöopathie. Denn was für Placebos gilt, kann man eins-zu-eins auch auf Globuli und homöopathische Tropfen übertragen: Es wirkt (wie Placebo) umso besser, je mehr man daran glaubt und je empathischer der Therapeut ist.

Bildquelle (Außenseite): Jannis Andrija Schnitzer, flickr

Bildquelle: joakant / PIXELIO.de

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.06.2014.

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Jenny
Interessanter Artikel. Das habe ich dazu gefunden. :D http://plazebos.de Gruß Jenny
#43 am 10.09.2016 von Jenny (Gast)
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Wissenschaftlichkeit der Akupunktur, naja! Lieder kann ich die Quelle nicht zitieren, aber in einer Untersuchung wurden ausgebildete Akupunkteure und diesbezügliche Laien gebeten Nadeln zu stechen. Entweder an den dafür vorgesehenen "Meridianen" oder eben beliebig da, wo sie meinten, dass die Nadeln hingehören könnten, ohne dass die Patienten wussten zu welcher Gruppe ihre Therapeut gehörte. Interessanterweise bestand im Hinblick auf die Therapieerfolge zwischen beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied.
#42 am 22.06.2014 von Gast (Gast)
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Fortsetzung: Mit ein wenig Übertragungsleistung wäre es möglich gewesen zu verstehen, dass die Möglichkeit besteht, dass die Wirkung von Homöopathie vioelleicht nur deshalb noch nicht entdeckt wurde, weil die Wissenschaft hier noch klare Mängel aufweist. Denken Sie doch einfach nur an das Beispiel Akupunktur. Es wirkt und es ist sogar eine Kassenleistung. Und weil Ärzte damit Geld verdienen ist es auch o.k. Warum es wirkt ist doch genauso unklar. Meridiane gibt es doch in der Schulmedizin überhaupt nicht. Obwohl ihre Existenz wissenschaftlich bereits nachgewiesen wurden. Wenn Menschen über tausende von Jahren Heilwissen weiter geben, weil es wirkt, ist doch doch sehr anmaßend zu behaupten, dass es alles "nur" Placeboeffekte sind. Und wie erklären sich überhaupt Placeboeffekte? Ist ja komisch, dürfte doch eigentlich gar nicht wirken!!!
#41 am 06.05.2014 von Gast (Gast)
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Ach, Herr Dr. med Frank Bolling, Mitte des 19. Jahrhunderts war die Industriealisierung bereits weit vorangeschritten. Die Menschen wurden ausgebeutet, mangelhafte Hygiene und Belastungen durch Toxine. Wie soll man da besonders alt werden? Wissen Sie eigentlich, wie alt man vor 2000 Jahren sein musste um in den römischen Senat gewählt werden zu können? Da gab es unsere Schulmedizin noch gar nicht. Wie erklären Sie sich die genauso hohe Lebenserwartung zu dieser Zeit? Ist das vielleicht auch ein Verdienst der Chemiekeulen, die uns heute als so heilbringend angepriesen werden?
#40 am 06.05.2014 von Gast (Gast)
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P .S. Noch ein Kommentar zu Ihrem letzten Satz. Zitat: "die anderen werden wohl mit der Naturheilkunde oder diversen anderen Alternativen zur "wissenschaftlichen" Schulmedizin ein langes und beschwerdefreies Leben l e b e n. " Mitte des 19. Jahrhunderts - als die Homöopathie in Europa schon weit verbreitet war - betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland 35 Jahre. Aktuell liegt sie bei 80 Jahren.
#39 am 14.04.2014 von Dr. med. Frank Bollig (Arzt)
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Lieber Gast, DASS Hummeln fliegen können, ist ja wohl unbestritten (unabhängig von der Frage WIE sie es können). Anders bei der Homöopathie (da gehört jetzt ein bisschen Denkleistung dazu......:-)) Zum besseren Verständnis: Sie suggerieren mit Ihrem Beitrag, dass es nur noch um die Frage des "Wie" geht. Dabei fehlt jeglicher Beweis, dass es überhaupt eine Wirkung von Homöopathie gibt (die über Placebo hinaus geht).
#38 am 14.04.2014 von Dr. med. Frank Bollig (Arzt)
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Nur gut, dass die Hummeln über so viele Jahre nicht wussten, dass sie nicht fliegen konnten, weil unsere hochgepriesene Wissenschaft sehr lange nicht in der Lage war, dieses Phänomen zu erklären. Und dabei handelte es sich "nur" um ein "bißchen" Strömungslehre. Geflogen sind sie trotzdem. Nur weil unsere scheinbar so potente Wissenschaft nicht in der Lage ist, etwas zu erklären kann es nicht sein? Wer es glauben will, der soll es tun, die anderen werden wohl mit der Naturheilkunde oder diversen anderen Alternativen zur "wissenschaftlichen" Schulmedizin ein langes und beschwerdefreies Leben l e b e n.
#37 am 14.04.2014 von Gast (Gast)
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Paul Schlemmer
@ B. Klava: Das sind Symptome/Erkrankungen, die in der Regel selbstlimitierend sind. Mit Homöopathie dauert eine Erkältung eben sieben Tage, ohne eine Woche.
#36 am 10.04.2014 von Paul Schlemmer (Gast)
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Wer bei einem akuten Fließschnupfen mit evtl.tränenden Augen schon mal Allium cepa oder Euphrasia oder auch Schüssler-Salz Nr.8 genommen hat, braucht keine Studie mehr, er erlebt, das seine Beschwerden verschwinden, ganz akut.
#35 am 10.04.2014 von Barbara Klava (Heilpraktikerin)
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@18, 32: Wer behauptet, dass Placebo hilft, sollte die Metastudie von Hróbjartsson et al. widerlegen. Wenn er es kann, Respekt. Ansonsten: Weisheit durch Schweigen zeigen.
#34 am 09.04.2014 von Dr. Norbert Guggenbichler (Zahnarzt)
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Das Haupttherapeutikum bei der klassischen Homöopathie (und vielen anderen Alternativmedizinen) ist doch letztlich der Therapeut, der sich mehr Zeit für den Patienten nehmen kann als der Schulmediziner, der das empathische, beruhigende und Zuversicht schenkende Gespräch nicht oder nur unzureichend honoriert bekommt. Und als Patient gebe ich doch lieber zu, dass ich 100€ für wirkungslose Zuckerkügelchen als ein aufmunterndes Gespräch ausgegeben habe. Es hilft halt.
#33 am 09.04.2014 von Gast (Gast)
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Urodoc
@ Henner Kohl: Eine klinische Studie, die letztlich nur 58 Probanden beendet haben und das Crossover bereits nach sechs Wochen stattfand noch dazu bei einer psychischen Störung die manche als "fabrizierte" Erkrankung oder Normvariante kritisieren würde ich nicht als valide erachten.
#32 am 09.04.2014 von Urodoc (Gast)
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zu Nr 30: 1. und 2. kann gegoogelt werden! 2. möglicherweise ein Wirksamkeitsnachweis von Hochpotenzen auf Wasserlinsen - Placeboeffekt? MfG
#31 am 08.04.2014 von Henner Kohl (Altenpfleger)
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1. Heiner Frei, Regula Everts, Klaus von Ammon Franz Kaufmann, Daniel Walther, Shu-Fang Hsu-Schmitz, Marco Collenberg, Katharina Fuhrer, Ralph Hassink, Maja Steinlin, Andre Thurneysen, „Homeopathic treatment of children with attention deficit hyperactivity disorder: a randomised, double blind, placebo controlled crossover trial“, Springer-Verlag 2005. „Paediatric Journal Europe“ 2. „informationen-zur-homoeopathie.de“, in „Interview mit Dr. Stephan Baumgartner zur homöopathischen Grundlagenforschung“ v. 1.Mai 2011
#30 am 08.04.2014 von Henner Kohl (Altenpfleger)
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Ich bin auch dafür, alternative Heilmethoden da zu nutzen, wo sie Kosten im Gesundheitswesen senken können (weil einigermaßen billige Suggestivmedizin, die in der Regel nebenwirkungsfrei ist). Ich habe eine Bitte an diejenigen, die behaupten, dass die Wirkung von Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus geht: Wenn Sie schon “Ergebnisse“ bzw. “Studien“ für Ihre Argumentation heran ziehen (siehe z. B. Beitrag 5, 15, 22): BITTE ZITIEREN SIE DIESE MIT ANGABE DER GENAUEN QUELLE!! P. s. Ungeprüfte Fallbeschreibungen in Buchbeiträgen sind KEINE Studien. Mit freundlichen und kollegialen Grüßen, Dr. med. Frank Bollig
#29 am 08.04.2014 von Dr. med. Frank Bollig (Arzt)
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Was in der Diskussion zu kurz kommt: jeder, der klassische Homöopathie wirklich betreiben will, muss den Patientienten lange, intensiv und genau befragen und untersuchen. Klassische Homöopathie diszipliniert den Therapeuten, sich auf sein Gegenüber stärker einzulassen, sich hinzuwenden, aufzuschauen vom Rezeptblock. Ich bin überzeugt davon, dass das einen deutlichen Effekt auf die ärztliche Leistung hat.
#28 am 08.04.2014 von Dr. Gero Beckmann (Tierarzt)
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Habe als Orthopäde in freier Praxis überwwiegend mit Homöopathie behandelt, die Krankenkassenstatistik zeigte iendeutig die Erfolge, denn Arbeitsunfähigeitstage bis zu 50% vermindert, stationäre eineisungen nur 10% des Durchschnittes bei überdurchschnittlich großer Praxis. habe dann acuh Kühe, Pferde, katzen und Hunde mit der Homöopathie behanelt, mit Erfolg. Habe in den letzten Tagen C.G.Jung gelesen und weiß nun, warum die Homöoopathie nicht wirken kann und weshlab die Diskussion emotional geführt wirs. Das derzeitige VErständnis der Naturwissenschasft kann die Wirkung der Homöopathie nicht erklären, aber wiwr dürfen nur glauben und akzeptieren, was wwir naturwissenschaftlich belegen können. Es ist also ein Glaubenskrieg, der hier ausgetragen wird.
#27 am 08.04.2014 von Dr Paul-Ulrich Eckhoff (Arzt)
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Und mal was zum Noceboeffekt: V.a. aus der Orthopädie kommt immer wieder die Aussage: "Herr/Frau ......., in 5 Jahren haben Sie ein neues Hüftgelenk!" Ein Schelm der Böses dabei denkt....
#26 am 08.04.2014 von Alexander Schell (Heilpraktiker)
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Die Wissenschaft beruht auf wiederbelegbare Tatsache. Es gibt auch Dinge, die nicht da rein passen und trotzdem ihre Daseinsberechtigung haben. Wir werden in 100 Jahren bestimmt schlauer sein. Bis dahin alles bleibt offen... ;-)
#25 am 08.04.2014 von Arnaud Hladnik (Heilpraktiker)
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Es gab auch schon eine (pseudo-)wissenschaftliche Studie, die angeblich belegte, dass Pflanzen über eine Art telepathische Fähigkeiten verfügen. Die Ergebnisse waren nur nicht reproduzierbar. Trau halt keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
#24 am 08.04.2014 von Gast (Gast)
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@ Helmut Boehnke: Auf welche Studien beziehen Sie sich?
#23 am 08.04.2014 von Dr. Norbert Guggenbichler (Zahnarzt)
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Es gibt Dutzende wisenschaftliche Studien, die die Wirkung der Homöopathie unabhängig von Placebo beweisen. z.B. Studien mit Tieren un dPflanzen, oder glauben Sie, das auch bei Pflanzen die homöopathische Gabe einen Placeboeffekt auslöst? H Boehnke , Heilpraktiker und Homöopath
#22 am 08.04.2014 von helmut Boehnke (Heilpraktiker)
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@Marion Wolf: Es gibt auch bei Homöopathie Therapieversager, die Quote wird mit bis zu 30 % angegeben. "Homöopathie wirkt an jedem beseelten Wesen." - ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.
#21 am 08.04.2014 von Dr. Norbert Guggenbichler (Zahnarzt)
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Gast
gähn, solche artikel gibt es doch schon zuhauf und inzwischen langweilen sie mich wirklich... diejenigen, die aus erfahrung und anwendung WISSEN (so wie ich), das homöopathie und ganz viele andere therapien helfen, wissen auch schon lange, das eine günstige, nebenwirkungsarme hilfe für den patienten von der pharmaseite doch GAR NICHT ERWÜNSCHT ist, oder? schließlich wird krebs am patienten von ärzten und pharmaindustrie schon seit über 100 jahren höchst erfolgreich gezüchtet. also wird es in der folge auch immer wieder solche artikel geben. dafür würde die pharmaindustrie allein schon sorgen, hätte sie nicht eh genug schulmediziner und medizinischen journalisten, die völlig blind in das gleiche horn stoßen, wenn es um themen wie alternative medizin geht. wäre es der menschheit endlich möglich, schulmedizin und alternative heilmethoden SINNVOLL zu VERKNÜPFEN und MITEINANDER statt gegeneinander zu arbeiten, hätten alle was davon. gibt's denn dafür keinen guten placeboeffekt???
#20 am 08.04.2014 von Gast
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Diese vielen Diskussionen sind doch absolut überflüssig. Homöopathie wirkt an jedem beseelten Wesen. Irgendwann werden wir auch das wissenschaftlich nachweisen können, dann haben es die Befürworter endlich leichter. Bis dahin lassen Sie uns doch bitte in gegenseitiger Achtsamkeit miteinander umgehen, solche Diskussionsforen sind doch dazu da seine Meinung äußern zu können. Soweit ich weiß, lebt eine Demokratie von Meinungsfreiheit.
#19 am 08.04.2014 von Heilpraktikerin Marion Wolf (Heilpraktikerin)
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"Die verbreiteten Literaturangaben zu Größe und Häufigkeit des Placeboeffekts [sind] in hohem Maße übertrieben, wenn nicht gänzlich falsch." vgl.: Kienle GS, Kiene H (1996) Placeboeffekt und Placebokonzept – eine kritische methodologische und konzeptionelle Analyse von Angaben zum Ausmass des Placeboeffekts. Forsch Komplementärmed 3: 121–138 Placebos hatten bei einer Reihe von Krankheiten keine messbaren Effekte auf den Verlauf. Vgl.: Hróbjartsson, Asbjørn M.D. & Gøtzsche, Peter C. M.D.: Is the Placebo Powerless? — An Analysis of Clinical Trials Comparing Placebo with No Treatment N Engl J Med 2001; 344:1594–1602 May 24, 2001
#18 am 08.04.2014 von Dr. Norbert Guggenbichler (Zahnarzt)
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Gast
Natürlich ist eine homöopathische Behandlung unter Zeitdruck idR nicht angesagt - wie auch? Schließlich wird bei dieser Art der Behandlung die Ursache therapiert und nicht das Symptom (wie in der klassischen Medizin). Und die Ursache hat sich üblicherweise über einen längeren Zeitraum entwickelt und ist somit auch nicht in kürzester Zeit wieder "wegzuzaubern".
#17 am 08.04.2014 von Gast
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Gast
Die homöopathische Behandlung ist genauso wirksam wie Beten um Regen. Man muss nur solange beten bis es regnet. Wenn von Erfolgen homöopathischer Behandlung nach nur 3 Jahren Dauer berichtet wird, frage ich mich schon was da der Erfolg ist. Behandlungen unter akutem Zeitdruck sind homöopathisch nicht zu schaffen.
#16 am 08.04.2014 von Gast
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M.E. gibt es eine Studie, die belegt, daß Homoiopathische Behandlung dem Placebo- Effekt klar überlegen ist, abgesehen davon,daß die Placebowirksamkeit schon mindestens 30% beträgt! Dr. Michael Jacobi.
#15 am 08.04.2014 von Dr. med. Michael Jacobi (Arzt)
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Die Medizin von morgen!!! ;-) "Placebo" hört sich immer pejoratif an. Wir nennen es Placebo weil die Einflüsse des Geistes noch kaum erforscht sind. Es ist so eine Art von oben nach unten zu operieren anstatt von unten nach oben wie die Klassische Medizin es zur Zeit tut. Optimal ist natürlich von beiden Seiten, eine Wechselwirkung zwischen Materie und Geist. was gibt den besseres?
#14 am 07.04.2014 von Arnaud Hladnik (Heilpraktiker)
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Ich verordne Mittel bis max. D 6 und mir sind viele gute Ergebnisse bekannt.Die Diskussion finde ich,ebenso wie die alle Jahre mal wieder aufgewärmten Fernsehsendung lächerlich.
#13 am 07.04.2014 von Heilpraktiker Burkhard Aller (Heilpraktiker)
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Alle nutzen den Plazeboeffekt ,nicht nur die Homöpathie auch die traditionelle chinesische Medizin mit Akupunktur und Meridianen ,Ayurveda mit Chakren, die Schulmedizin mit theatralischen Inszenierungen ,man denke nur an den Personenkult der Chefarztvisiten und alles hoch wissenschaftlich. Am besten alle mindesten habilitiert . Eine tolle Show , die alle im Gesundheitssystem abziehen. Nun der Placeboeffet liegt immerhin bei 30-35 %:
#12 am 07.04.2014 von Dr.med Wolfgang Sanwald (Arzt)
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Gast
Die Placebo-Theorie wird immer wieder hervorgeholt und wirkt nur auf den ersten Blick bestechend. Denn sie kann unter anderen eine Frage nicht befriedigend beantworten: Warum die Placebo-Wirkung nicht eintritt, wenn man als Behandler das falsche Mittel gewählt hat, aber der Erfolg sich einstellt, wenn man seine Verordnung korrigiert.
#11 am 07.04.2014 von Gast
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Eines ist sicher, Dummheit und Ignoranz sind kein Placebo.
#10 am 07.04.2014 von Richard Blau (Heilpraktiker)
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Gast
Ich weiss, Sie wussten es auch...... Placebos wirken überall, nicht nur bei Homöo sondern auch in der ganz klassischen Schulmedizin. Beispiele daf'ür gibt es genug. Aber dies wissen Sie auch. Vom Markt her gibt es doch eine einfache Regel. Was nix bringt, kauft der Kunde nicht mehr und es verschwindet vom Markt. Homöo ist über hundert Jahre alt, und überlebt diese "Wirtschaftsregel"!. Wie denn das? Weil es wirkt, obwohl es nicht im "Schulbuch" steht! . Sie denken, dies sei doch nur Placebo? Fragen Sie einfach mal unseren Hund. Er hat Epilespie und viele andere Krankheiten nicht nur überlebt, nein sie sind ganz verschwunden. Warum ? Er ist ein "Tausendassa" und unterscheidet sehr genau "zwischen "Wirklichkeit" und "Placebo" !!!!! Darum wirkt es!!! Mehr ist da nicht zu sagen.
#9 am 07.04.2014 von Gast
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Gast
Placebo hin oder her; Wer heilt hat Recht. Ein krankes Kind interessiert sich höchstwahrscheinlich noch weniger für Placebo- Effekte als ein kranker Erwachsener. Was ist mit Haustieren? Reicht es wenn Herrchen oder Frauchen glauben, dass es hilft? Auch die Kaulquappen haben sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber gemacht. Zumindest stand in der Arbeit davon nichts. Es tut mir wirklich leid, aber ich habe für Diskussionen dieser Art nicht viel Verständnis. Wenn es hilft und unnötige Risiken ausgeschlossen sind, ist es doch gut. Wichtig ist doch Risikominderung oder Vermeidung und den Patienten in einem sicheren Netz zu wissen, das all das auffängt was eine Erkrankung mit sich bringt. Wie wäre es mit Kooperation und interdisziplinärer Arbeit? Wäre es nicht besser sich um das Wohl von Patienten zu kümmern, statt um die wissenschaftlichste Form der Behandlung? Wäre ein Austausch von Erkenntnissen nicht nützlicher für Alle, anstatt sich gegenseitig die Kompetenz abzusprechen. Mir persönlich konnte auch keiner der Ärzte helfen die nur ihre eigenen Ideen gelten lassen und von Standarts und Richtlinien habe ich nichts wenn es partout nicht hilft und ich gesagt bekomme, dass ich nicht ins Lehrbuch passe.
#8 am 07.04.2014 von Gast
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Was für ein schwacher Artikel!!!
#7 am 07.04.2014 von Dr. med. Christoph S. Berwanger (Arzt)
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Gast
Gut, dass im Fazit "meines Erachtens" steht, denn die danach getroffene Schlussfolgerung ist (mal wieder) durch den vorangegangenen Artikel keinesfalls belegt. Wundert mich irgendwie nicht ... auf diesem Niveau bewegen sich eine Vielzahl der doccheck-Artikel zur komplementären Medizin.
#6 am 07.04.2014 von Gast
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Gast
Merkwürdig, dass immer wieder scheinbar bewusst verschwiegen wird, dass es Promotionsarbeiten gibt, in denen eindeutig belegt wird, dass Homöopathie auf der physikalischen Informationsebene wirkt. An Kaulquappen wurde nachgewiesen, dass mittels Hormonen, die unter die Lohschmidt´sche Zahl D23 "verdünnt" bzw. "potenziert" wurden, Wachstumsprozesse gezielt gefördert oder gebremst werden konnten. Das funktionierte übrigens auch mit einer elektronischen "Kopie". s. Peter C. Endler: Expedtitiom Homöopathie
#5 am 07.04.2014 von Gast
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Gast
Na gut, dann bin ich eben ein geschickter Placebo - Therapeut, aber meinen Patienten hat das oft geholfen. Siehe dazu mein Buch: "Spirituelle Hypnose, durch Begegnungen mit Engeln, Verstorbenen und der Güttlichen Welt in uns. Carlo L. Weichert, Heilpraktiker, Gesprächs- u. Hypnosetherapeut
#4 am 07.04.2014 von Gast
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Gast
Daß der Placebo-Wirkung hier nun eine valide Rolle in der Behandlung eingeräumt, zumindest andeutungsweise, ist ja schon mal dankenswert. Die letztlich spannendste Erkenntnis, die darauf aufbaut, ist doch die, daß der Organismus zu bemerkenswerten Selbstheilungen in der Lage ist - und hier sind neben der so vielfach betonten Empathie durch den Behandler (siehe auch Psychotherapie) auch Faktoren wie Glaube/Hoffnung , Gesehen werden, Verstehen/Mentalisieren (eines psychosomatischen Zusammenhanges bzw. inneren Prozesses) als Faktoren zu nennen, über die sich in der so massiv somatisch fixierten Schulmedizin allzu wenig Gedanken gemacht werden. Einer der Gründe dürfte der sein, daß sie sich so schlecht messen, wiegen, zählen, objektivieren lassen...
#3 am 07.04.2014 von Gast
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Vielleicht sollten Sie erst konkreter definieren, was ein Placebo ist bzw. was als Placebo eingesetzt wurde und wird, bevor Sie darüber schreiben. Was zu Beginn der Placebo-Forschung benutzt wurde, ist mittlerweile obsolet, aber trotzdem werden die damaligen Studien zu wenig hinterfragt.
#2 am 07.04.2014 von Dr. Norbert Guggenbichler (Zahnarzt)
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ja, ja, die Psüche
#1 am 07.04.2014 von Gast (Gast)
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