Science-O-Tainment

14.02.2014
Teilen

Wissenschaftliche Informationen unterhaltsam vermitteln kann längst nicht jeder und wird einem Forscher auch im Rahmen einer Habilitation nicht wirklich beigebracht. Leider! Doch es gibt Naturtalente.

Wer erinnert sich nicht an Vorlesungen aus dem Medizinstudium oder wissenschaftliche Vorträge von Kongressen über Themen, die einen eigentlich interessieren, die aber didaktisch so miserabel und so langweilig dargeboten wurden, dass man fast eingeschlafen wäre oder den Saal sogar verlassen hat. Andererseits gibt es Dozenten, die ihr Anliegen so spannend verpacken können, dass man als Zuhörer gefesselt ist und bis zum Ende aufmerksam bleibt, obwohl einen vielleicht dieser spezielle Sachverhalt gar nicht dem entsprechend interessiert. Humor und Rhetorik sowie der geschickte Aufbau einer Präsentation spielen dabei oft eine entscheidende Rolle. Leider bringt dies angehenden Wissenschaftlern kaum jemand bei, und didaktische Fähigkeiten sind bei der Vergabe von Lehrstühlen in Deutschland wohl eher zweit- oder drittrangig, ansonsten gäbe es manchen Professor nicht.

In den USA sieht das häufig anders aus, was unter anderem auch daran liegt, dass Dozenten von ihren Studenten, die horrende Studiengebühren zahlen müssen, bewertet werden und diese Noten für eine Vertragsverlängerung mitentscheidend sein können, da die Universität ein vitales Interesse an guten Lehrern hat. Es wäre wünschenswert, wenn auch in Deutschland mehr auf diese Qualitäten geachtet würde, da ein schlechter Redner einem ein Thema auch verleiden kann. Ein Blick in den Hörsaal zeigt oft schon, wie gut eine Vorlesung ist: Volle Ränge sind nicht selbstverständlich. Andererseits können gute Lehrveranstaltungen selbst zu ungünstigen Tageszeiten rege besucht sein.

Doch zum Glück gibt es auch Naturtalente, wie dieses Video vom 6. Freiburger Science Slam beweist:

Der Beitrag "Darm mit Charme" von Guilia Enders gewann übrigens verdient den ersten Platz.

 

Titelbild: © theilr, flickr / CC by-sa

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.06.2014.

63 Wertungen (4.92 ø)
1008 Aufrufe
Die maximale Zeichenanzahl für einen Kommentar beträgt 1000 Zeichen.
Die maximale Zeichenanzahl für ein Pseudonym beträgt 30 Zeichen.
Bitte füllen Sie das Kommentarfeld aus.
Bitte einen gültigen Kommentar eingeben!
@ Robert Norden: Ja, ein Buch mit dem gleichen Titel "Darm mit Charme". Steht (oder stand?) auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
#6 am 22.06.2014 von Gast (Gast)
  0
Robert Norden
Gibt's mehr von Guilia Enders?
#5 am 26.02.2014 von Robert Norden (Gast)
  0
Like!
#4 am 18.02.2014 von Felix Becker (Student)
  0
Gast
Genial, das begeistert auch noch einen Lehrer. So wird Wissen leicht vermittelt und unvergesslich :-)
#3 am 18.02.2014 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
  0
Einfach ausgezeichnet. Es sollte einen Lehrstuhl "didaktischer Kommunikation" in der Medizin zu schaffen.
#2 am 18.02.2014 von Priv. Doz. José Rafael Iglesias-Rozas (Arzt)
  0
Jaaa, die junge Dame ist super! Ihr Video "geistert" schon länger bei uns in Heilpraktikerkreisen rum ;-)
#1 am 18.02.2014 von Stefanie michel (Heilpraktikerin)
  0
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Immer häufiger sieht man überall Menschen, die mithilfe von E-Zigaretten teils gewaltige und mitunter mehr...
„Das Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Und dazu gehört leider auch mehr...
Penisringe gibt es aus Leder, Latex, Gummi, Silikon, weichem Kunststoff, aber auch aus Metal und können je nachdem mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: