Jaja heisst ...

21.03.2014
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Mann in der Apotheke zu meiner Pharmaassistentin (PA): "Einmal Aspirin und Bexin Tabletten!"

PA: "Ist es für sie selber?"

Mann: "Für meine Frau."

PA: "Ist sie vielleicht schwanger?"

Mann: "Nein, aber sie stillt."

PA: "Dann sollte sie aber kein Aspirin nehmen – und Bexin ist auch …"

Mann: "Ach, das macht nichts, geben sie es mir einfach!"

PA: "Wirklich, das ist nicht gut für das Baby."

Mann: "Jaja"

(Laut Werner heisst das ja: leckmichdocham… und genauso hat sich das von ihm auch angehört).

Mann (lässt sie nichts weiter sagen): "Ich bin von der Spitex, bekomme ich hier Prozente?"

(Das ist die Hauspflegehilfe hier).

PA: "Tut mir leid, nein."

Der Mann dreht sich wortlos um und zieht aus der Apotheke.

Die PA war noch fast froh, hat das doch weitere Diskussionen wegen dem Aspirin und Bexin in der Stillzeit erspart. Das ist nämlich Kontrainduziert (lies: das sollte man wirklich, wirklich nicht nehmen) und sie hat sich schon gefragt, ob sie die Abgabe verweigern sollte, wenn er doch so deutlich sagt, dass es für die stillende Frau ist.

Und der ist bei der Spitex? Brrrr.

Die machen ja einiges medizinisches in der Ausbildung, allerdings bestätigt mich diese Begegnung einmal mehr, dass es mit dem Wissen um Medikamente dabei nicht allzu weit her ist. Und sozialkompetenz? Spreche ich dem hier auch ab.

Artikel letztmalig aktualisiert am 19.04.2014.

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Pharmazie
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Ich verstehe nicht, aus welchem Grund Spitexmitarbeiter oft betonen sie bräuchten keine Beratung, weil Sie mit Medikamenten arbeiten. Das machen Ärzte auch, sie verschreiben sie sogar, und dennoch passieren Fehler und Missverständnisse besonders bei Dosierung (!)Anwendung und Lagerung....
#6 am 19.04.2014 von Gast (Gast)
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"kontraindiziert" - nicht "Kontrainduziert"
#5 am 26.03.2014 von Dipl.-Übersetzerin Ulrike Heiß (Weitere medizinische Berufe)
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Kommentar 2 muss ich vehement widersprechen: es wird sehr wohl und auch (fast) immer nachgefragt - W-Fragen! und da sprech ich nicht nur für mich und meine Kollegen sondern so ist es mir auch in anderen Apotheken ergangen! Natürlich gibt es Ausnahmen, kommt ja auch immer auf die Situation an, und die gibt es sicher auch in unseren Nachbarländern!!!!
#4 am 26.03.2014 von Verena Handel (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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Gast
Kontraindikationen zu Klangschalen und bioenergetischer Resonanz sind mir leider auch zur Gänze unbekannt! Auch sind Apotheker ein bischen auf Input angewiesen und wir können leider keine Telefondiagnosen erstellen wie viele selbsternannte "Fachleute"
#3 am 25.03.2014 von Gast
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in Deutschland hat mich noch nie ein Apotheker/in über Wirkungsweise oder Kontrainduzierung hingewiesen! In Frankreich oder Holland werden bei Verkauf immer Hinweise gegeben...
#2 am 25.03.2014 von Fachberaterin für holistische Gesundheit Marijke Zimmermann (Medizinische Fachhändlerin)
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Gast
Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig und notwendig eine eingehende Beratung zu geäußerten Wünschen eines Patienten( Kunden) bezüglich freiverkäuflichen Azneimitteln ist. Zudem scheint er keinerlei Rücksicht auf Situation seiner Frau nehmenzu wollen; obwohl der Kunde selbst "fachkundig" sein sollte. Ich kenne "Fa.Spitex" nicht,aber werd mich gleich mal schlau googeln. Gut gemacht werte PA. Lob sollte auch mal sein!
#1 am 25.03.2014 von Gast
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