Absetz-Phänomene unter Antidepressiva

09.01.2014
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Man liest immer mal wieder von Absetz-Phänomenen unter Antidepressiva. Damit ist gemeint, dass Patienten, die über eine längere Zeit ein Antidepressivum erhalten haben, nach dem Absetzen unerwünschte Symptome wahrnehmen. Insbesondere wird über Unruhe, Schlafstörungen und eine schlechtere Stimmung geklagt.

Man liest immer mal wieder von Absetz-Phänomenen unter Antidepressiva. Damit ist gemeint, dass Patienten, die über eine längere Zeit ein Antidepressivum erhalten haben, nach dem Absetzen unerwünschte Symptome wahrnehmen. Insbesondere wird über Unruhe, Schlafstörungen und eine schlechtere Stimmung geklagt.

Pharmakopsychiatrisch kann es für so ein Absetz-Phänomen nur eine Erklärung geben: Rezeptoren, die durch längere Stimulation in ihrem Gleichgewicht verändert worden sind, reagieren, wenn diese Stimulation abrupt endet. Typischerweise trifft das bei histaminergen Substanzen zu, manchmal auch bei Alpha-adrenergen Substanzen.

Absetz-Phänomene unter älteren Antidepressiva

Unter den älteren Antidepressiva wie Amitriptylin gibt es genau diese Absetz-Phänome unzweifelhaft. Amitriptylin zum Beispiel hat eine deutliche histaminerge Wirkkomponente. Diese histaminerge Wirkkomponente beruhigt und macht müde, und diese Wirkung tritt nach jeder Einnahme des Medikamentes sofort ein.

Wenn der Körper sich nun durch längere regelmäßige Einnahme von Amitriptylin an diese histaminerge Stimulation gewöhnt hat, ist es nur allzu verständlich, dass das plötzliche Absetzen dieser Substanz zum genauen Gegenteil führt, also zu Unruhe, Getriebenheit und Schlafstörungen.

Ich selbst habe diese Absetz-Phänomene nach plötzlichem Absetzen von Amitriptylin schon bei vielen Patienten beobachtet.

Dieses Phänomen klingt innerhalb weniger Tage nach Absetzen des Medikamentes wieder ab, was aus pharmakopsychiatrischer Sicht auch naheliegt, da sich Histamin-Rezeptoren schnell (und Alpha-adrenerge Rezeptoren noch schneller) wieder in ihr altes Gleichgewicht einfinden.

Um Schlafstörungen und Unruhe beim geplanten Absetzen von einer höheren Dosis Amitriptylin zu vermeiden, sollte man daher die Dosis schrittweise über zwei bis vier Wochen reduzieren und das Medikament dann schließlich ganz absetzen.

Absetz-Phänomene unter SSRI

Anders sieht es bei der Behandlung mit reinen SSRI wie Citalopram oder Escitalopram aus. Diese haben praktisch keine histaminerge oder Alpha-adrenerge Wirkung. Der oben beschriebene Mechanismus kann hier also nicht auftreten.

Es ist sehr fraglich, strittig und meiner Kenntnis nach nicht gut untersucht, ob das Absetzen eines reinen SSRI überhaupt zu Absetz-Phänomenen führen kann. Die Erklärung müsste dann ja sein, dass der Abfall der Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt zu bestimmten Symptomen führt.

Meine Beobachtung ist, dass in den ersten Tagen einer Behandlung mit einem reinen SSRI wie Citalopram überhaupt keine Wirkung festzustellen ist. Das spräche dafür, dass nach einem plötzlichen Absetzen auch überhaupt kein Absetz-Phänomen zu erwarten ist.

Ich selbst habe bei den von mir behandelten Patienten noch nicht erlebt, dass es nach dem abrupten Absetzen eines reinen SSRI wie Citaloprams zu erkennbaren Absetz-Phänomenen gekommen wäre.

Eure Erfahrungen mit Absetz-Phänomenen unter Antidepressiva?

Aber man sieht ja auch nur, was man kennt, und ich selbst kenne die Frage nach Absetz-Phänomenen unter SSRI erst aus wiederholten Anfragen und Kommentaren in diesem Blog.

Daher möchte ich euch fragen: Habt ihr an euch selbst oder an von Euch behandelten Patienten, die Citalopram oder Escitalopram oder ein anderes reines SSRI erhalten haben, das plötzlich abgesetzt wurde, Absetz-Phänomene beobachtet? Wenn ja, welche? Kennt jemand eine vernünftige Studie dazu?

Artikel letztmalig aktualisiert am 06.10.2015.

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Medizin, Psychiatrie
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Gast
Citalopram vor zwei wochen von 20 mg auf 10 mg reduziert, übelkeit und seit zwei tagen herzklopfen
#47 vor 12 Tagen von Gast
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Gast
Absetzen von Escitalopram: durchgängig Übelkeit bis jetzt- jeden Tag- 3 Wochen lang. Kopfschmerzen, Kraftlosigkeit, starker Schwindel, Sehbeeinträchtigung, Stimmungseinbrüche, Depression und Manie im Wechsel, Aggression und Blitze im Kopf. Teufelszeug, nie wieder.
#46 vor 38 Tagen von Gast
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Gast
Das gleiche hatte ich auch unter Cymbalta. Das war sehr schlimm!!! Vor allem die Übelkeit und die Blitze und rasseln im Kopf! Ich drücke dir die Daumen, dass du es schnell hinter dir hast. Bei mir hat es 2 Wochen gedauert, dann war ich wieder in der Spur.
#45 am 05.10.2017 von Gast
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Gast
cymbalta vor 8 tg abgesetzt und seither schlimmste zustände . . . panikattacken, herzrasen, depressives gefühl, übelkeit, blitze im kopf usw. . . . wie lange das wohl noch anhält ??? gibts jemanden der das erfolgreich abgesetzt hat ?
#44 am 03.10.2017 von Gast
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Gast
Hallo habe fast 1 Jahr Venlafaxin genommen und Anfang des Jahres haben wir das Medikament von 175 bis vor 14Tagen langsam runter gefahren auf 0 die erste Woche ging es mir noch einigermaßen Schwindel Schlafproble und innere Unruhe aber diese Woche sind meine Magennerven nur an zittern und der Ganze Körper so schlecht habe ich mich schon lange nicht gefühlt war heute beim Arzt hat mich erstmal Krank geschrieben
#43 am 16.08.2017 von Gast
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Gast
Hallo, nach stufenweise Absetzen von Cytralopram ,vorher hatte ich 60mg dann 30mg. bekam ichEinschlafstörung,schreckliche Alpträume,Schwitzen,Übelkeit,Magenschmerzen,Durchfall und Drehschwindel.Hoffe das es bald vorbei ist,dass alles ist sehr belastend,hoffe dass das bald vorbei ist.
#42 am 13.08.2017 von Gast
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Gast
Nehmen wir an ein Patient nimmt Amitryptilin ein. Aufgrund der sedierenden Nebenwirkung und einem besseren Nebenwrkungsprofil eines SSRI möchte man nun auf Citalopram umstellen. Wie ist dies praktisch durchzuführen? Wird das Amitryptilin ausgeschlichen und erst nach komplettem Absetzen Citalopram gegeben? Oder ist es möglich Amitryptilin auszuschleichen und während dessen mit Citalopram zu beginnen?
#41 am 25.07.2017 von Gast
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Liebe Leser, wir möchten darauf aufmerksam machen, dass DocCheck ein medizinisches Fachportal und kein Patientenforum ist. Leider können hier keinerlei medizinische Auskünfte oder Behandlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Viele Grüße Die DocCheck Redaktion
#40 am 13.06.2017 von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
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Gast
Hallo, ich würde gerne schwanger werden. Nehme momentan 10 mg Escitalopram. Hatte auch schon auf 5 mg reduziert, hat aber leider nicht funktioniert, das heißt ich werde es wohl nicht ganz absetzen können :( Hat irgendjemand Erfahrungen mit Antidepressiva und Schwangerschaft??? Würde mich sehr über Antwort freuen! LG Chrissy
#39 am 13.06.2017 von Gast
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Gast
Hallo. 2007 mit Seroxat wegen Panikattacken angefangen. Bis heute die Präparate wegen Schwangerschaft oder Unwirksamkeit immer wieder gewechselt (Citalopram, SNRI). Seit zwei Jahren Sertralin. Zwischendurch habe ich immer mal wieder die Tabletteneinnahme vergessen. Habe heute auf den Tag genau 5 Tage keine mehr genommen. Bin normal emotional, bzw. kann Gefühle zulassen. Fühle mich psychisch sehr gut. Körperlich Liftschwindel, Schwankschwindel, Brain Zaps, Gangunsicherheit, Durchfall und Reizblase, Nackenschmerzen und Parästesien. Alles in Allem versuche ich mir und meinem Körper Mut zu machen und will das durchstehen. Lieber ein paar körperliche Diskrepanzen haben als ein liebloser Eisklotz sein. Leute traut euch. Es kann nur besser werden :)
#38 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
Also unter Paroxetin traten bei mir zweifelsfrei Absetzsymptome auf - diese bezogen sich weniger auf die Stimmung oder auf den Schlaf. Dafür hatte ich aber gute 10 Tage mit nur sehr langsam schwächer werdendem Schwindel zu kämpfen - trotz Ausschleichen mit zum Schluss nur noch 5 mg. Nachdem ich auch die 5 mg nicht mehr genommen habe, trat der Schwindel auf. Deutlich stärkeren Schwindel hatte ich im Übrigen in der Vergangenheit schon einmal bemerkt, als ich eine Einnahme vergessen hatte - der besserte sich innerhalb einer Stunde, nachdem ich die Einnahme nachgeholt hatte. Nach ca. 10 Tagen war der Schwindel dann vorbei und mir ging es gut.
#37 am 06.06.2017 von Gast
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Gast
Mirtazapin 7,5 mg habe ich erfolgreich nach 6 Wochen regelmäßiger Einnahme Anfang des Jahes wieder abgesetzt. Es hat ca. 1,5-2 Wochen gedauert bis sich die Absetzerscheinungen zurück gebildet haben. Diese waren Durchfall, Kreislaufprobleme, niedrigere Reizschwelle, Schlafstörungen. Escitalopram 10 mg, um auf die Frage zurück zu kommen, habe ich einmal versucht abzusetzen nach 5 Monaten und nach 1 Woche aufgegeben. Ich war so gereizt und durch, dass es zum Risiko in meinem Job wurde, weil ich so unruhig und gereizt war. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich nun nach 7 Monaten einen neuen Absetzversuch von Escitalopram starten soll. Fazit: Egal ob Tetrazyklika / dual wirksame Medis (Mirtazapin) oder SSRI (Escitalopram). Ein Zusammenhang zwischen Medikation und Absetzerscheinungen besteht, auch wenn sich das wohl nicht auf alle Patienten verallgemeinern lässt und patientenindividuell ist. Bei mir bestanden definitiv SSRI-bedingt Absetzerscheinungen.
#36 am 21.05.2017 von Gast
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Gast
Ich habe 2 jahre Citalopram genommen (20mg) und vor zwei Wochen ausschleichen lassen. Seit ca. 4 tagen habe ich Schwindelgefühle, herzrasen, Gefühlschaos (von übertrieben gut drauf bis aggressiv) und sporadisch auftretende Zuckungen. Es ist extrem unangenehm und bereue es überhaupt wieder mit dem Zeug angefangen zu haben.
#35 am 28.04.2017 von Gast
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Gast
Hallo, mittlerweile nehme ich seit über 6 Monaten kein cymbalta und opipramol mehr und es geht mir langsam etwas besser. Psychisch geht es mir gut körperlich musste ich viel ertragen. Habe immer wieder Tage an denen es mir echt mies geht aber die guten Tage überwiegen. Ich wollte oft abbrechen da es mir so lange so schlecht ging. Nun fühle ich mich befreit, klar und voller Lebensfreude. Aber ich habe noch immer Symptome wie Schlafstörungen, Übelkeit, Schwindel uvm. Man braucht einen starken willen und Geduld.
#34 am 14.04.2017 von Gast
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Blubb
Über zwei jahre sertralin nun vor über einer Woche abgesetzt und seither: Schlafstörungen, vermehrt Antriebslos und vor allem sehr reizbar und aggressiv was ich mit dem zeug eben nicht war. Wer mir erzählen will das sowas nicht von sowas kommen kann... am arsch!
#33 am 03.04.2017 von Blubb (Gast)
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Gast
Die Symptome nach dem ausschleichen von cymbalta sind nach 4 monaten noch immer stark. Ich leide unter Durchfall oder Verstopfung, Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen, Übelkeit, Schwindel, elektrisierende schmerzen in allen Gliedmaßen, herzrasen, schweissausbrüchen, krank fühlen, ziehende schmerzen in den Beinen, Störungen beim wasserlassen, magenkrämpfen, stechende schmerzen im ganzen Körper, Schluckbeschwerden, Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Alpträume, Schlafstörungen, leicht genervt, oft sehr müde und erschöpft, kaum auf den Beinen halten können, Gelenkschmerzen, abends kaum laufen können, zucken im Kopf uvm. Es ist erschreckend was das alles auslöst. Ich war oft kurz davor wieder damit anzufangen halte aber durch. Ich will dieses Gift nicht mehr zu mir nehmen. Darum wurde mir auch immer davon abgeraten damit aufzuhören. Es wurde mir als harmlos verordnet und hat auch schnell geholfen. Doch ich nehme sowas nie mehr!!! Gewichtszunahme insgesamt 30kg.
#32 am 05.03.2017 von Gast
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Gast
Hallo, 7 Jahre cymbalta genommen und innerhalb von 4 Wochen ausgeschlichen. Habe mit Schwindel, Übelkeit. Brechreiz, tinitus, schmerzen, elektrisierenden schmerzen, Zuckungen, Magenkrämpfen, Alpträumen, Schlafstörungen um. zu kämpfen.
#31 am 05.03.2017 von Gast
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Loni309
Ich nehme seit knapp 20 Jahren Amytriptilin 75 mg und versuche jetzt zum dritten Mal endlich von diesem Teufelszeug wegzukommen. Schon bei 5 mg weniger ändert sich der Schlaf total. Bin immer noch auf der Suche nach einem Schlaf-oder Beruhigungsmittel, das am besten pflanzlich oder homöopathisch ist und mir in dieser schweren Zeit das Schlafen vereinfacht. Hat jemand eine Idee oder evtl. eigene Erfahrungen mit solchen Medikamenten?
#30 am 01.03.2017 von Loni309 (Gast)
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Gast
Habe 1,5 J. lang Amitryptilin genommen und diese vor einer Woche abgesetzt, null Probleme, bei Paroxetin bekomme ich Probleme wenn ich eine Dosis auslasse.
#29 am 18.01.2017 von Gast
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Gast
Hallo, ich nähme seit einem Jahr Sertralin 100mg/d. Ich habe eigenhändig versucht, das Medikament über vier Monate auszuscheleichen. Hier meine "traurigen" Resultate: • extreme Schwindelattacken(ich wanke richtig durch die Gegend!!) •beim aprupten zur Seite drehen das gleiche • die "Stromschläge" als ob irgendetwas in meinem Kopf zu langsam umschaltet •ich wache Nachts auf und schwitze dermassen, dass ich meine Anzuehsachen auswringen kann!! •Stimmung hält sich noch in Grenzen, nur Fälle ich in bestimmten Situationen wieder in alte Verhaltensmuster Ich muss sagen, ich bin absolut sauer, dass man einfach etwas verschrieben bekommt, von dem man sagt, nein... es gibt absolut keine Abhängigkeit. Entschuldigung, aber wie man das auch betitelt, es sind doch genau die Symptome, die jemand hat, dem ein bestimmter Stoff fehlt. Dem Kind einen anderen Namen zu geben, macht es doch nicht besser!! Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr Gleichgesinnte lesen/hören könnte. Liebe Grüße
#28 am 07.01.2017 von Gast
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Gast
Ich nahm bis vor 4 Tagen täglich 25 mg Amitryptilin gegen chronische Kopfschmerzen, seit 2,5 Jahren. Bin gleichzeitig wegen multiplen Traumata in Psychotherapie. Gut ich werde nicht mehr müde, bin morgens ohne Kaffee innerhalb von Sekunden fit, habe keine Fressattacken mehr. Schneller gereizt, aber nicht schlimm.
#27 am 01.01.2017 von Gast
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Gast
Letztes Jahr hab ich mit Escitalopram angefangen und wurde umgestellt auf Venlafaxin (75mg). Diese hab ich vor drei Tagen komplett abgesetzt. Der erste Tag (Montag) verlief ganz okay. Seit Dienstag hab ich ein ganz komisches Gefühl im Kopf und Körper, fühlt sich an, als würden Stromschläge durch den Körper gehen. Ganz schlimm ist es, wenn ich die Augen oder den Kopf von links nach rechts drehe. Auch heute hab ich dieses Gefühl. Das ist wirklich äußerst unangenehm und manchmal spielt der Kreislauf dann ganz und gar nicht mit.
#26 am 23.11.2016 von Gast
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Gast
Ich habe Escitalopram schrittweise nach ärztlicher Anweisung hin abgesetzt. Ich wache morgendlichen traurig, verzweifelt und verschwitzt auf. Ausserdem ist mir ständig schwindelig, ich habe fast durchgehend Kopfschmerzen. Aber das Schlimmste sind diese plötzlich auftretenden Stromschläge im Kopf, die zum Glück nach wenigen Minuten wieder weg sind.
#25 am 19.11.2016 von Gast
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Gast
Habe viele jahre amitriptylin 10mg genommen, dann von heute auf morgen abgesetzt. Seit 5 monaten habe ich nun brennen im körper, stromschläge, gelenkschmerzen und panik. Ich weiss nicht, was noch auf mich zukommt und ob das wieder weggeht. Hat jemand positive erfahrungen gemacht und solche absetzsymptome überwunden. Würde mich sehr interessieren.
#24 am 13.10.2016 von Gast
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Gast
Die absetzerscheinungen sind fatal. Können bei langzeiteinnahme ewig dauern und das leben völlig einschränken. Es ist eine lüge das dieses medi keine entzugserscheinungen macht. Von aufkommenden inneren Unruhen über starke Kopfschmerzen und angst gefühlen, schwitzen, schwindel suizidgedanken bis zur starken gangunsicherheit. Und nichts hilft dagegen ausser der zeit. Ein hölle zeug was einfach so über psychater oder gar hausärzte verschrieben wird. Infos kommen nur von der pharmaindustrie. Und die freuen sich über nen fetten geldbeutel. Wo sind da die Langzeit Studien um die Menschen zu schützen. Warum meinen viele ärzte selber an den unfug anstatt mal auf den patienten zu hören. Aber der hat ja keinen weissen kittel.
#23 am 29.09.2016 von Gast
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Gast
Das empfinde ich schon ein wenig als Märchenstunde dieses "habe ich bei den von mir behandelten Patienten noch nicht erlebt" .... mal selbst schlucken und einfach absetzen.
#22 am 24.08.2016 von Gast
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Gast
Ich habe fast 2 Jahre Citalopram 20 mg genommen. Die ersten Wochen waren die Hölle. Konnte nicht schlafen nicht essen und bekam ständig Panikattacken. Die letzten Monate habe ich die Einnahme hin u wieder vergessen, dann bewusst nur alle 2 Tage dann alle 3 Tage usw. Mittlerweile nehme ich gar nichts nichts mehr seit ca 4 Wochen. Nebenwirkungen? Keine! Aber jeder reagiert anders. Bei mir war die Anfangszeit der Einnahme schlimm bei anderen das Absetzen...
#21 am 07.08.2016 von Gast
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Gast
Ich habe letztes Jahr in den Ferien von 20 mg auf 0 reduziert. Nichts passiert. Allerdings hatte ich das Gefühl im Job Alltag wieder Unterstützung zu brauchen und bin von 10 auf 20 mg abends. Ich möchte Citalopram loswerden, da ich gelesen habe dass dadurch Herzpropleme mit Todesfolge auftreten können. Leider hatte ich beim halbieren der Dosis das Gefühl, dass ich hyper sensibel, gereizt reagierte. Scheint doch nicht so einfach zu sein. Ich versuche es im Urlaub erneut.
#20 am 01.08.2016 von Gast
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Gast
Sehr schlimme Absetzt Symptomatik nach anbsetzten von Paroxetin. Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Depressionen mit suizidalen Gedanken, extreme weinerlichkeit, nicht klar denken können unruhe bis panikattacken Und vieles mehr. . Kein schöner Zustand.. das schlimmste ist die Depression die ich vorher nicht kannte. . Ein sehr befremdliches Gefühl. . Ja alles Dank paroxetin.. ich hab es 3 Jahres genommen und es relativ langsam runter dosiert.
#19 am 18.07.2016 von Gast
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Bjock
SSRI und keine Absetzsymptome?Ich habe das Mistzeug nur 3 Monate genommen und komme nur in 0,5 mg Schritten davon weg.Wirkung hat es nie gezeigt und das einzige waren NW, wie z.B. Null Libido, Alpträume u.a. Also, von 10 mg auf 5 mg runter...Ergebnis:Plötzlich sass ich heulend vor einem Papier und schrieb mein Testament!!! Also wieder rauf auf 7,5 mg und nun 8 Wochen später runter auf 2 mg... Das Zeug ist die Hölle...seid vorsichtig und lasst Euch nicht vom Arzt überreden... Seit heute auf 1 mg...totale Weinkrämpfe... Jeder weiss es, aber die Ärzte bezweifeln es...unfassbar! Übrigens...ich arbeite für die Pharma-Industrie...NOCH!!!
#18 am 05.07.2016 von Bjock (Gast)
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Hallo Zusammen, auch ich habe versucht Zitalopram nach 5 jähriger Einnahme langsam ab zu setzten.Nach so vielen Jahren, dachte ich, dass es an der Zeit wäre es ohne Medikament zu versuchen. HAbe bis zu einer viertel Tablette im drei-Wochen Rhyhtmus abgesetzt. Nach ca. vier Wochen, wußte ich, ich muss sie weiter nehmen. Leider haben sich so ziemlich alles Symtome, weshalb ich diese Präparat eingenommen habe, wieder gezeigt. Unruhe, Überempfindlichkeit in der Komunikation mit Gesprächspartnern+Familie, Schlafstörungen +Alpträume,viele vergossene Tränen "ohne Grund",Suizidgedanken... ! An Gesprächsrunden/Physiotherapeutische Gespräche habe ich nicht teilgenommen,da ich keine wirklich erkennbaren Probleme hatte. Mein Neurologe/Nervenarzt hat mir solche auch nicht vorgeschlagen, bzw.angeboten.
#17 am 04.07.2016 von Simone Markstein (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Hallo alle zusammen, also ich habe mich in Eigenregie aus Citalopram ausgeschlichen. Mir geht es gar nicht gut. Ständige Stromschläge im Kopf, die sich bis in die Fingerspitzen ziehen. Schwindelgefühl und Übelkeit sind ständige Begleiter. Ich hoffe es ist bald vorbei. Gott sei Dank muss ich momentan nicht arbeiten. Die Gefühlswelt steht auf dem Kopf ein ständiges auf und ab.
#16 am 28.06.2016 von Gast
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Gast
Ich nahm ca. 2 Jahre lang 10mg Citalopram. Seit Anfang diesen Monats habe ich das Citalopram ausgeschlichen und 2 Wochen lang 5mg genommen. Ich nehme es seit ca. 1/2 Wochen gar ich mehr und habe seit einer Woche ziemlichen Schwindel und Schweißausbrüche..
#15 am 28.06.2016 von Gast
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Gast
einfach so absetzen hat bei mir zu extremer müdigkeit und schwindel (mein freund musste mich wörtlich vom sofa ziehen), brainzaps (stromschläge), sich "psycho" fühlen (das bedürfnis ängstlich umher zu schauen) und vor allem hohe aggressivität gegenüber meinem Freund geführt. innerhalb ein paar wochen war ich ein wrack und hab mich schwitzend und zitternd zum arzt geschleppt. NICHT ABRUPT ABSETZEN! einfach nicht! jetzt setze ich sie langsam ab von 20 auf 15 von 15 auf 10 usw im dreiwochentakt. ich muss sagen dass es mir stimmungsmäßig ok geht, mehr schwankungen als sonst aber ich komme damit klar und genieße auch dass sich freude irgendwie ehrlicher anfühlt. nach dem runtersetzen (jetzt bin ich auf 10...hab vor ein paar tagen reduziert) kommt es zu ein paar schwierigen tagen wie heute. mir ist schwindelig, ich bin müde und eher schlecht drauf. bin unzufrieden und lustlos. allerdings alles nicht so schlimm wie die depression, das renkt sich nach ein paar tagen auch wieder ein.
#14 am 31.05.2016 von Gast
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Gast
Starke Nebenwirkungen ... oder eigentlich sind es ja Wirkungen von allen SSRI's und SNRI's ... Keine Absetzerscheinungen? Der Schreiber sollte mal monatelang Antidepressiva "fressen" - dann ausschleichen oder kalt absetzen und sehen was mit ihm passiert! Wochenlang schwach, schwindelig, Stromschläge im Kopf, schmerzen überall, Übelkeit, Unruhe, Suizidgedanken usw. Keine Absetzerscheinungen - der Artikel kann nur von Pharmafirmen stammen ... eine Frechheit!
#13 am 18.02.2016 von Gast
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Gast
Hallo, mache gerade das zweite mal das Absetzphänomen durch. Beim ersten Mal abruptes absetzen von Citalopram, dieses Mal ausschleichen von cymbalta. Nach 2 Tagen geht es mir über ca. 10 Tage sehr elend. Drehschwindel, kleine Stromschläge im ganzen Körper, Schlaflosigkeit, starke innere Unruhe, Grippesymtome, Übelkeit und Verzögerung beim Sprechen ist wohl bei mir das volle Programm.
#12 am 21.12.2015 von Gast
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Gast
falls nicht schon bekannt, hier ein kleines Video zu SSRI-Problematiken http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/aktuellesvideo-antidepressiva-100.html (in dem u.a. auch der ehem.Vorsitzende u. jetziges Ehrenmitglied der Arzneimittelkomission Herr Prof. Dr. Müller-Oerlinghausen zu Wort kommt) sowie ein Referat eines Mediziners aus Freiburg http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=4718 MfG, Nutzerin aus OWL
#11 am 23.10.2015 von Gast
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Gast
Hallo, es gibt leider sehr, sehr viele Absetzsymptome, GERADE auch bei SSRI`s (Paroxetin, etc.) und SNRI/ Venlafaxin. Dieses erstaunlicherweise gerade in den UNTERSTEN ReduzierungsSchritten, und AUCH, wenn die Dosierung in MiniSchritten, also LANGSAM abgesetzt wurde. Die AbsetzSymptome bestehen neben psychischen auch aus ganz seltsamen körperlichen Beschwerden (Drehschwindel, Blick-nachziehen, GrippeSymptome, Schwäche, Zaps=stromschlagartige Misempfindungen,etc.) Die Beschwerden vergehen sofort wieder, wenn die gerade reduzierte Dosis wieder eingenommen wird oder nach ein paar Wochen, in denen der Körper sich offensichtlich an die veränderten hirnphysiologischen Bedingungen wieder anpasst. Für viele Betroffene ist dies leider mit gravierenden Beeinträchtigungen verbunden. Dazu mehr unter adfd.de (Forum f. Antidepressiva-Absetzen) und auch im Arzneitelegramm wurde vor Absetzsymptome von Paroxetin und Venlafaixin bereits 2003 erwähnt gewarnt ! MfG, Nutzerin aus OWL (Biologin,kfm.)
#10 am 23.10.2015 von Gast
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Gast
..
#9 am 23.10.2015 von Gast
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Gast
ich bin gerade dabei escitalopram abzusetzen das ich seit ca 5 Jahren nehme. niemand weiß überhaupt ob ich noch Depressionen habe.. es wurde nie kontrolliert nur verschrieben. merken tue ich eigentlich nichts.
#8 am 06.10.2015 von Gast
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Gast
5 Monate Citalopram, dann abgesetzt. Kann seit mehreren Tagen nicht schlafen. Schweiß, Innere Unruhe, nervös, Herzklopfen, beim Versuch zu schlafen. Bekomme Zopiclon, nur dann geht es mit schlafen. Dieser Bericht sollte überarbeitet werden.
#7 am 28.09.2015 von Gast
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Gast
Escitalopram: nach plötzlichem absetzten tagelange Schlafstörung ständiges Schwindel Gefühl und Unwohlsein.
#6 am 02.08.2015 von Gast
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Gast
Bei citalopram...schlafstörungen und Durchfall definitiv Symptome die ich nicht übersehen kann
#5 am 09.07.2015 von Gast
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Gast
Es gibt sehr wohl Nebenerscheinungen bei Beginn einer Therapie mit SSRI, genauso wie Absetzerscheinungen. Spreche aus Erfahrung und bin momentan kurz vor dem Durchdrehen dank bleiernder Müdigkeit u.A.! Aber jeder Patient reagiert da anders!
#4 am 30.03.2015 von Gast (Studentin der Pharmazie)
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Gast
#3 am 30.03.2015 von Gast (Studentin der Pharmazie)
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pitterche
habe nach dem Absetzen (50 mg), -von heute auf morgen, was sicherlich falsch ist- unglaubliche Albträume gehabt, sodaß ich das Medikament wieder genommen habe.
#2 am 27.02.2015 von pitterche (Gast)
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Gast
Hallo, Absetzphänomen und das abrupt,sollte nie allein durchgeführt werden. Die Botenstoffe im Hirn geraten dermaßen durcheinander,das es zu Herz/Kreislauf Problemen kommen kann.Also Vorsicht!! Alle verordneten Antidepressiva sollten kontrolliert durch einen Facharzt abgesetzt werden. Auch eine Dosis die verändert wird bedarf einer ärztlichen Kontrolle. Eine Unruhe über Wochen und Monate sind nicht bekannt. Gruß
#1 am 11.02.2015 von Gast
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