Ich bin Kunde, geben sie mir das gratis !

08.01.2014
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Mann kommt in die Apotheke mit einem Blister Tabletten, mit dem er kurz unter meiner Nase fuchtelt.

„Ich bin Kunde bei ihnen ... Meine Frau hat die hier bekommen und soll sie halbieren. Haben Sie ein Messer oder etwas, zum Tabletten teilen? Meine Frau hat empfindliche Fingernägel.“

Pharmama: „Nun wir haben Tablettenteiler, aber ..." (weiter komme ich nicht)

Mann: „Könnte ich die Teiler mal sehen? Ich bin übrigens Kunde hier ... bekomme ich ihn dann gratis?“

Ugh –

Ich zeige ihm den Teiler.

Und auch, dass der etwa 10 Franken kostet.

Pharmama: „Nein, der kostet etwas ...

Aber zeigen Sie mir mal die Tabletten.“

Nur mit Mühe lässt er sie mich sehen, aber es reicht, dass ich sehe, dass es MetoZerok sind ... und die sind tatsächlich ziemlich gut teilbar, wie ich beim Dosette-richten schon bemerkt habe. Auch ohne Teilgerät. Sie sind länglich, gut greifbar ... und brechen schön.

Pharmama: „Diese Tabletten sind auch gut ohne Teiler zu brechen, hat Sie es denn schon versucht?“

Mann: „Nein.“

Pharmama: „Dann würde ich vorschlagen, das erst mal auszuprobieren, es sollte gut gehen. Und wenn nicht, können sie immer noch den Teiler kaufen kommen.“

Die Apotheke. Guter Rat ist immer noch gratis. Aber für lau Sachen herausgeben – kann ich nicht mehr.

Und ... ich will es ja nicht verschreien, aber ... ich glaube die Tabletten hatte die Frau auch nicht von uns. Er hat ja auch nicht gesagt, dass seine Frau hier Kundin ist ... nur er.

Artikel letztmalig aktualisiert am 12.01.2014.

35 Wertungen (3.8 ø)
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Pharmazie
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Wie wäre es denn, wenn die Pharmaz. Unternehmen statt Geld in Werbung und Ähnliches mal in ein paar mehr kostenlose Tablettenteiler investieren? Es gibt durchaus auch die andere Sorte Patienten, die davon positiv überrascht wäre. Man könnte natürlich den Patienten direkt fragen, ob er die Tabletten wirklich in dieser Apo geholt hat und bei denen, die antworten "Nein, die hat mir der Arzt gleich mitgegeben" erwidern, dann könne der Arzt ihnen ja damit auch sicher weiterhelfen. Das Image, dass es in der Apotheke immer etwas gratis gibt, werden Apotheken wohl auch nie loswerden, wenn einige es mit den Präsenten übertreiben.
#5 am 12.01.2014 von Cordula Grimm (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
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agnostia
Ich habe mit dem Vergleich von Arztpraxis und Apotheke immer ins Schwarze getroffen. Den Leuten fliegt zwar erstmal die Kinnlade runter, aber dann merken sie plötzlich, dass sie sich etwas mässigen sollten...... :-)
#4 am 11.01.2014 von agnostia (Gast)
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Die Apotheker sind an dem Dilemma doch selber schuld! Verkünden Sie doch, dass Sie dieses Jahr das Geld für ein soziale Zwecke verwenden und geben Sie nur eine Sorte Kalender aus. Dann sind Sie allen Ä Ärger los und die Kundschaft findet das gut! Und keiner geht deswegen zur Konkurenz!
#3 am 10.01.2014 von Christa Fraatz (Selbstst. Apothekerin)
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Gast
Solange das Publikum das Märchen glaubt,wir hätten das Geld in Säcken im Keller,hören die Ansprüche nicht auf. Ich arbeitete als Vertretung zu Weihnachten in einer Apotheke. Frage eines Kunden: Was gibts denn bei Ihnen dieses Jahr zu Weihnachten?" "Einen Kalender," "Sonst nichts?" "Wir haben 8 Kalender zur Auswahl, den Notdienstkalender,einen Kleider mit Heilpflanzen, einen mit Gebirgslandschaften, einen mit Tieren, einen in Langfomat für Termine und 2 Taschenkalender, einen blauen und einen roten." Der Kunde: "dann geben S`mir am besten von jedem einen,dann habe ich was zum Verschenken". Antwort-Empfehlung für nächste Weihnachtszeit: auf die Frage, was gibt es denn zu Weihnachten antworte man: "Wir machen es diese Jahr wie Ihr Arzt" (von dem kriegt der Patient nichts, eher umgekehrt).Mal sehen, wie das klappt!
#2 am 10.01.2014 von Gast (Apotheker)
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Schweizer trifft eben Schweizerin!
#1 am 09.01.2014 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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