Ärzte nehmen Drogen?!

02.12.2013
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Eine Studie besagt, dass 20% der befragten Chirurgen mindestens einmal in Ihrer Laufbahn Drogen zur Leistungssteigerung eingenommen haben. Aber stimmt diese Zahl auch? Dr. Johannes geht in seinem Videoblog dieser Frage einmal nach.

Ärzte nehmen Drogen?!

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.07.2015.

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Gast
welch ein befreiendes Urteil für die Mediziner ! Ich wohne in einer Kleinstadt /25 tsd./ am Bodensee und kenne 3 Personen (Arzt,Krankenschwester,Pfleger) welche jahrelang in Maßen, in Deutschland unerlaubte Medikamente konsumieren. Ein ehemaliger Top-Chirurg mußte leider in die Schweiz umziehen, um seinen Beruf weiter ausüben zu können. Wir haben in Deutschland eine mißerable Drogenpolitik. Und Sie erzählen hier von den Grimms Märchen !!?? Sogar im Hinterland wird Kuhscheisse geraucht, würde diese schmecken.
#10 am 04.05.2015 von Gast
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Gast
warum diese komische Frage? Mediziner sein ist nur ein Beruf, wie jeder andere auch. Drogenkonsumenten werden nicht nach Berufsbildern eingeteilt. Es sind die Umstände, die es medizinischem Personal erleichtert, inkognito die Drogen zu konsumieren, ohne dass sie das Methadonprogramm befolgen müssen. Übrigens werden Methadonkonsumenten einem Regelwerk unterworfen, das mich an die NS-Zeit erinnert. Da werden Patienten in unverschämter Weise stigmatisiert, ihre Freiheit wird eingeschränkt wegen täglicher Abgabe, Urlaubszeit wird zeitlich eingeschränkt, wegen Erlaubnis von Mitnahme dieses Medikamentes von nur 3-4 Wochen. Dadurch werden Pensionisten/Rentner ihren wohlverdienten Lebensabend auch noch reglementiert. Einem Kinderschänder zum Beispiel wird kein solch stigmatisierendes Regelwerk übergestülpt. Aber wehe den Methadonkonsumenten. In der NS-Zeit waren es die Juden, auf die die Gesellschaft drauf hauen durften, heute sind es M-Patienten, welche keinem etwas zu leide tun.
#9 am 04.05.2015 von Gast
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Jens
Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. Nä, Herr Dr..
#8 am 03.05.2015 von Jens (Gast)
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Das ist ein wirklich beeindruckender Kommentar, der vor allem zeigt, dass es das ein oder andere aufzuarbeiten und zu diskutieren gibt!
#7 am 07.12.2013 von Dr. med. Johannes Wimmer (Arzt)
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Gast
ich kenne Chirurgen die sogar intensiv diverse Drogen zu sich nahmen, einer starb z. B. während einer OP-Pause sogar an einer Überdosis. Auch von Pflegepersonal wurde vielfach berichtet, das es starke Hinweise auf Drogenkonsum der Ärzte gab. datenquelle: Supervisonssitzungen in Krankenhäusern, Angehörigenberatung etc.
#6 am 06.12.2013 von Gast (Psychotherapeut)
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Gast
Also ich denke 20% der befragten Chirurgen die mindestens einmal in Ihrer Laufbahn Drogen zur Leistungssteigerung konsumiert haben ist eine eher geringe Zahl. Aus eigener Erfahrung sind mir aus dem Medizinstudium viele bekannt die Drogen konsumiert haben, und bestimmt nicht einfach nur damit aufhören weil sie die Approbation erhalten haben... hier steht ja auch nur dass sie es mindestens einmal konsumiert haben, in internationalen Studien wird die Suchtrate unter Medizinern als bis zu 2-3fach erhöht gegenüber der Allgemeinbevölkerung beschrieben. (über Deutschland gibt es ja kaum vernünftige Studien in diesem Bereich, auch nicht über die Suizidraten (die international auch meist erhöht beschrieben werden) etc... Ich finde ja eher dass man darüber sprechen sollte warum dies so ist, und nicht versuchen sollte das Problem zu verleugnen!
#5 am 03.12.2013 von Gast (Ärztin)
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Der Bergriff "Drogen" ist sehr weit gefasst, leistungssteigernde Substanzen fangen schon beim Koffein an. Dieses dürfen Sportler z. Bsp. nicht unbegrenzt bei einem Wettkampf einnehmen, sich also nicht viel Kaffee zuführen. darf sich also ein Arzt legal "dopen", wo es ein Sportler nicht darf? Und entsteht nicht auch bei so "harmlosen" Substanzen wie Koffein / Kaffee möglicherweise ein psychische Abhängigkeit? Was ist, wenn der Kaffee gerade mal aus ist? D. h., daß es hier eine Grauzone gibt, die aber letztlich zum Nachteil des Patienten führen kann. Denn irgendwann hilft auch kein Kaffee o. ä. mehr bei zu langen Dienstzeiten mit Übermüdung. Und wenn dann die Konzentration gerade während einer OP massiv nachlässt, was dann? Die Ausführungen von Frau Graf gehen da schon in die richtige Richtung.
#4 am 03.12.2013 von Ernst Pawlowsky (Biologe)
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Vielen Dank für die Kommentare! Ein ungewohntes Thema... ich war in erster Linie überrascht und natürlich (ähem) erschüttert! Die Studie gibt es hier: Franke AG, et al: BMC Med. 2013;11:102. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3635891/ oder auch zusammengefasst unter http://www.medscapemedizin.de/artikel/4901231 auch wenn der Begriff Neurodoping etwas hinkt...
#3 am 03.12.2013 von Dr. med. Johannes Wimmer (Arzt)
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Naja, ich würd jetzt eher mal an die jüngeren Kollegen denken weil leistungssteigernde Drogen während der Ausbildung waren und sind ja auch hier immer wieder eiinmal ein Thema. Was ich nachvollziehen kann ist, dass das Wissen darüber welche Substanzen wie wirken natürlich ein verlockender Faktor sein können - schon bei uns Psychologen, die nur einige Stunden darüber im Curriculum haben - dazu noch die wahnsinnigen Dienstzeiten und der erleichte Zugang, da kann ich mir die Zahl schon annähernd vorstellen. Frage ist eben immer die nach der Grundgesamtheit bzw. der Erhebungsmethode in der Originalstudie (Verweis darauf wäre super). Woran ich mich noch aus einer Vorlesung sehr gut erinnern kann ist, dass sowohl die Sucht-, als auch die Suizidrate bei Anästesisten am höchsten liegt (unter Ärzten) . Würde man jetzt daraus schließen, dass die Zugangsmöglichkeit und die Arbeitsbedingungen die ausschlaggebenden Variablen sind ist der Prozentsatz für mich nicht mehr so hoch. Lg
#2 am 03.12.2013 von Miriam Graf (Studentin)
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Frank Steudte
Danke für diesen netten Beitrag, auch wenn er das angesprochene Ergebnis der Studie weder bestätigen noch entkräften kann, denn: 1. eine direkte Ansprache wird wohl kaum zu einem ähnlichen Ergebnis führen wie eine diskrete Studie und 2. man sieht den meisten Leuten Drogenkonsum erst an wenn es eigentlich schon zu spät ist - wer die Substanzen wirklich kennt und über einen IQ etwas oberhalb der Körpertemperatur verfügt, weiß um deren teilweise schädliche Eigenschaften und wird zumindest versuchen diese Stoffe nicht exzessiv einzusetzen. Oder andersherum: seien Sie froh das Sie es all Ihren Kollegen nicht zutrauen könnten - das spricht für deren Eigenverantwortung. Ich persönlich denke außerdem, wenn man die Worte "zur Leistungssteigerung" aus der Frage entfernt hätte, würde der Prozentsatz wohl noch etwas höher liegen...
#1 am 02.12.2013 von Frank Steudte (Medizinjournalist)
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