Kaffeeklatsch

01.12.2013
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"Es wäre eine Sünde, ein so köstliches Getränk den Ungläubigen zu überlassen." (Papst Clemens VIII. über den sogenannten Trank des Satans, als er Kaffee mit einem Kirchenbann belegen sollte.)

"Also, wissen Sie, Herr Doktor", echauffierte sich Frau Sch. aus T. bei K., deren Gatte Willi neben ihr saß. "Ich habe meinem Mann schon oft gesagt, er muss weniger Kaffee trinken. Seit er sich diese sündhaft teure Espressomaschine gekauft hat – ich meine 1.500 Euro für eine Kaffeemaschine und noch mal 500 Euro für eine Kaffeemühle, das ist doch Wahnsinn, und dann noch diese sündhaft teuren Kaffeebohnen – jedenfalls seitdem trinkt er morgens ein bis zwei Cappuccinos zum Frühstück, jeweils aus einem doppelten Espresso, dann im Laufe des Vormittags einen Espresso macchiato, nach dem Mittagessen einen doppelten Espresso und dann über den Nachmittag bis nach dem Abendessen – wir essen meistens abens noch einmal warm – nochmal zwei bis drei. Das ist doch zuviel! Das kann nicht gesund sein. Aber er hört einfach nicht auf mich."

Eigentlich hatte ich Herrn Sch. gefragt, wie es ihm ginge. Aber bevor Willi hatte antworten können, hatte seine Ehefrau schon zu ihrer Litanei angesetzt.

"Et schmeckt mir halt jot." bemerkte Herr Sch.

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Zum Hintergrund der Geschichte: Herr Sch. hatte sich kürzlich wegen einer Nierenkolik in unserer stationären Behandlung befunden, verursacht durch einen etwa drei Millimeter großen Harnleiterstein, welcher letztlich spontan abgegangen war, ohne dass wir eine Chance gehabt hätten, invasiv tätig zu werden. Für den Patienten ein erfreulich unkomplizierter Verlauf, DRG-technisch eher ein Desaster: Notaufnahme, Analgetikainfusion, Computertomographie, Steinabgang und Entlassung innerhalb von 24 Stunden. Jetzt war Herr Sch. in unsere Sprechstunde gekommen, um sich noch einmal beraten zu lassen, wie er einer erneuten Steinbildung vorbeugen könnte. Da er zwar privatversichert war, jedoch mit Regelleistung ohne Chefarztbehandlung, war er nicht beim Professor, sondern bei mir gelandet.

Nun, die Beratung zur Harnstein-Metaphylaxe war relativ einfach erledigt: ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und vor allem viel Trinken (einschließlich Kaffee). Doch dieser Fall bewog mich, doch noch einmal den Zusammenhang von Kaffeekonsum und Gesundheit zu recherchieren.
 


"Der regelmäßige Genuss von drei, vier oder mehr Tassen Kaffee übt auf zahlreiche Organe und Körperfunktionen einen positiven Einfluss aus. Bei manchen Erkrankungen scheint Kaffee sogar einen deutlichen vorbeugenden oder schützenden Effekt zu haben. Grundsätzlich muss also in den meisten Fällen aus medizinischen Gründen nicht auf Kaffee verzichtet werden. Im Einzelfall sollte man aber noch einmal mit einem Arzt Rücksprache halten. Insbesondere gilt dies für Frauen in der Schwangerschaft." (Deutsches Grünes Kreuz, 2009)


 

Kaffee zählt in Deutschland, aber auch weltweit zu den beliebtesten Getränken: Etwa dreiviertel der Deutschen über 18 Jahren trinken ihn täglich. Trotzdem hält sich hartnäckig – durchaus auch unter Ärzten – das Vorurteil, Kaffeekonsum könne der Gesundheit schaden, obwohl sich dies nicht unbedingt objektivieren lässt.

Kaffee besteht zunächst einmal aus Wasser. Darin befinden sich als Lösung und bei Espresso oder French Press auch als Emulsion und Suspension in abnehmender Konzentration aufgelistet unter anderem Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Chlorogensäuren, Mineralstoffe und Koffein. Kaffee ist aber auch ein nicht zu unterschätzender Lieferant von antioxidativen Substanzen, worauf eine Vielzahl seiner positiven Wirkungen zurückgeführt wird. Röstkaffee soll einen stärkeren antioxidativen Effekt haben als grüner Tee. Bereits eine Tasse deckt 10% des Tagesbedarfs an Niacin (Vitamin B3).

Die pharmakologischen Wirkungen von Kaffee sind daher vielfältig: Das Alkaloid Koffein blockiert im Köper den Adenosin-Rezeptor, worüber die stimulierende (anregende und konzentrationsfördernde) sowie leicht antidepressive Wirkung erklärt wird, da es zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und Dopmain kommt. Das Vorurteil, Kaffee steigere bei Gesunden das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere der arteriellen Hypertonie, so dass bereits Erkrankte keinen Kaffee mehr trinken dürften, ist allerdings in dieser Form nicht haltbar. Tatsächlich steigt nach dem Kaffeegenuss der Blutdruck insbesondere bei Menschen, die ihn nicht regelmäßig trinken, kurzfristig leicht an. Ein Langzeiteffekt konnte jedoch bisher weder bei Gesunden, noch bei Hypertonikern nachgeweisen werden. Lediglich bei übergewichtigen Männern im Alter von über 70 Jahren, die zusätzlich Koffein genetisch bedingt langsamer verstoffwechseln als normal, ist Vorsicht geboten. Auch das Risiko von Hertrhythmusstörungen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen wird wahrscheinlich gesenkt, wobei der schützende Effekt mit der Menge des konsumierten Kaffees teilweise eher zuzunehmen scheint.

Eine ähnliche Korrelation konnte für das Risiko, an einem Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, gezeigt werden. Ferner gibt es Hinweise, dass Kaffee nicht nur dem Progress einer Leberzirrhose entgegen wirkt, sondern möglicherweise sogar das Leberzellkarzinom-Risiko senkt. Eine generelle Empfehlung, dass Patienten mit gastroösophagealem Reflux auf Kaffee verzichten sollten, ist nicht evidenzbasiert, sondern scheint auf entsprechend empfängliche Patienten beschränkt zu sein. Im Hinblick auf gastointestinale Karzinome konnte bisher keine negative Wirkung von Kaffee festgestellt werden; auch ein Zusammenhang mit Dyspepsie ergab sich nicht. Kaffeetrinker haben dafür offenbar ein geringeres Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken. Kaffeeextrakte können nachweislich die 11-Betahydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 1 hemmen, welche Cortison in das biologisch aktive Cortisol umwandelt und derzeit im Fokus der Forschung über Diabetes mellitus Typ II und das metabolische Syndrom steht. Obwohl Koffein im Körper zu Harnsäure abgebaut wird, soll ein hoher Kaffeekonsum den Harnsäurespiegel im Blut senken und würde somit vor Gicht schützen.

Auch die diuretische Wirkung von Kaffee ist geringer als angenommen: Zwar erhöht Koffein kurzfristig die Flüssigkeitsdiurese der Nieren, dieser Effekt lässt jedoch rasch nach. Etwa 84 % der durch Kaffee aufgenommenen Flüssigkeit scheidet der Körper wieder über den Urin aus; bei Wasser sind es bis zu 81 %. Eine vernachlässigbarer Differenz, so dass Kaffee in die tägliche Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden kann.

Chlorogensäure ist eine antioxidative Substanz, deren Isomere schützen die DNA vor Schäden schützt, ein Effekt, der in Vitro sogar wirksam gegen Schäden durch Gammastrahlen nachweisbar war. Sie verlangsamt die postprandiale Aufnahme von Glucose ins Blut. Dies unterstützt die Beobachtung, dass Chlorogensäure im Tiermodell eine antidiabetische Wirkung zeigte. Außerdem wurde ein antihypertensive Effekt bei gesunden Menschen entdeckt.Chlorogensäure hemmt die Thrombozytenaggregation. Im Tierversuch an schwedischen Mäusen wurde an verschiedenen Magenulcusmodellen eine positive Wirkung nachgewiesen.

Auf der Negativseite steht, sofern man dies überhaupt so werten kann,  dass Kaffee mit seinem Hauptwirkstoff Koffein eine leichte Abhängigkeit erzeugt. Abruptes Absetzen kann daher – meist milde – Entzugserscheinungen auslösen, welche Symptome wie Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schläfrigkeit, Unzufriedenheit, depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen und/oder Reizbarkeit umfassen kann. Diese Beschwerden setzen 12 bis 24 Stunden nach dem letzten Koffeinkonsum ein, erreichen nach 24 bis 48 Stunden ein Maximum und halten etwa zwei bis neun Tage an. Da Kaffee jedoch eine legale, frei verfügbare Droge ist, stellt diese Sucht in der Regel kein Problem dar. Ferner scheint ungefilterter Kaffee durch das enthaltene Cafestol und Kahweol in Einzelfällen den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Und Koffein stimuliert die Magensäure-Sekretion und die Kontraktion der Gallenblase.

Forscher, die an einer seit 22 Jahren laufenden Studie der Harvard School of Public Health beteiligt sind, kommen daher zu dem Schluss, dass insgesamt der gesundheitliche Nutzes des Kaffeekonsums die Risiken übersteigt.

Die Gefahr einer Koffeinintoxikation mit Symptomen wie Unruhe, Erregung, psychische Veränderungen, Tachykardie, Harndrang und Schlafstörungen ist bei normalem Kaffeekonsum nicht gegeben. Für gesunde Erwachsenen wird die letale Dosis mit etwa 10 g Koffein angegeben, was etwa 200 Tassen doppelten Espressos entspricht. Erste Vergiftungserscheinungen können jedoch bereits – je nach Gewöhnung – ab 1 g Koffein auftreten. 1 g Koffein sind in 10 Liter handelsüblicher Cola oder etwa zwölf Dosen handelsüblicher Energy-Drinks enthalten. Interessanterweise unterscheidet sich der Koffeinmetabolismus von Kindern nicht von Erwachsenen. Latte macchiato ist in Italien ein typisches Kindergetränk.

Abschließend sei noch bemerkt, dass ich Herrn Sch. nicht geraten habe, seinen Espresso-Konsum aufgrund seiner Urolithiasis einzuschränken.

Zum Leidwesen seine Gattin: "Ach?"

 

Literatur:
N.N. (2013). Kaffee und Gesundheit – das sagen neue Studien. Hrsg.: Deutsches Grünes Kreuz.

Caldeira D, et al. (2013). Caffeine does not increase the risk of atrial fibrillation: a systematic review and meta-analysis of observational studies. Heart, Vol 99(19):1383-9. DOI: 10.1136/heartjnl-2013-303950.

Floegel A, et al. (2012). Coffee consumption and risk of chronic disease in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Germany study. American Journal of Clinical Nutrition, published online ahead of print as DOI: 10.3945/ajcn.111.023648.

Greenberg JA, et al. (2008). Caffeinated Coffee Consumption, Cardiovascular Disease, and Heart Valve Disease in the Elderly (from the Framingham Study). American Journal of Cardiology 102(11): 1502-1508.

Kim B, et al. (2012). Coffee consumption and stroke risk: a meta-analysis of epidemiologic studies. Korean Journal of Family Medicine, Volume 33 (6):356-65. DOI: 10.4082/kjfm.

Arauz J, et al. (2013). Caffeine prevents experimental liver fibrosis by blocking the expression of TGF-β. Eur J Gastroenterol Hepatol. 2013 Jul 30. [Epub ahead of print]

Leung WW, et al. (2011). Moderate coffee consumption reduces the risk of hepatocellular carcinoma in hepatitis B chronic carriers: a case-control study. Journal of Epidemiology and Community Health 65(6): 556-558.

Kaltenbach T, et al. (2006). Are lifestyle measures effective in patients with gastroesophageal reflux disease? An evidence-based approach. Arch Intern Med. 166(9):965-71.

Choi, Hyon K.,  Curhan, Gary (2007). Coffee, tea, and caffeine consumption and serum uric acid level: The Third National Health and Nutrition Examination Survey. Arthritid Care and Research 57, (5), 816-821.

Saito M, et al. (2011). Coffee consumption and cystatin-C-based estimated glomerular filtrationrates in healthy young adults: results of a clinical trial. Journal of Nutrition and Metabolism: 146865. Published online 2011 June 16. DOI: 10.1155/2011/146865.

Eskelinen MH, et al. (2009). Midlife coffee and tea drinking and the risk of late-life dementia: a population-based CAIDE study. Journal of Alzheimer’s Disease 16(1): 85-91.

L. M. Juliano, R. R. Griffiths (2004). A critical review of caffeine withdrawal: empirical validation of symptoms and signs, incidence, severity, and associated features. In: Psychopharmacology, Berlin, Oktober 2004; 176(1), S. 1-29

J. G. Xu, Q. P. Hu, Y. Liu (2012). Antioxydant and DNA-Protective Activities of Chlorogenic Acid Isomers. J Agric Food Chem 60 (46): 11625–11630.

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Silverman, K; Evans, SM; Strain, EC; Griffiths, RR (1992). Withdrawal syndrome after the double-blind cessation of caffeine consumption. New Engl J Med 327 (16): 1109–1114.

Bente Halvorsen, Trine Ranheim, Marit S. Nenseter, Anthony C. Huggett und Christian A. Drevon (1998). Effects of coffee lipids (cofestol) on cholesterol metabolism in human skin fibroblasts. J Lipid Reseach 39: 901–912.

 

Fotos: © Jungfernmühle (1), knipseline (2) / PIXELIO

Artikel letztmalig aktualisiert am 21.01.2015.

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Da bekommt der Begriff Morgenlatte doch eine ganz andere Bedeutung. ;-) Jedenfalls schmeckt mir mein Kaffee jetzt nich besser. Danke!
#14 am 26.12.2013 von Gast (Gast)
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Einer meiner Lehrer (Dr. Jürgen Becker) hat sich sehr mit Kaffee beschäftigt und meinte: Ohne Kaffee hätte es bei uns keine industrielle Revolution gegeben. Denn davor trank man täglich Bier, was bekanntlich durch den Hopfengehalt schläfrig macht. Dr. Jürgen Becker nennt Kaffee die Sekräterinnen-Droge. Sie ermöglicht es uns, über das normale Maß, d.h. unsere normalen Energiereserven (ATP!) zu arbeiten. Wenn man sich gut beobachtet, meistens nicht für sich selbst, sondern für jemand anderen. Wenn wir meinen, das sollte so sein, dann nur zu!
#13 am 11.12.2013 von Silke Lauffer (Heilpraktikerin)
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Susanne Krause-Coché, Heilpraktikerin
Vielen Dank für diesen Artikel! Ich arbeite bei der Colon-Hydro-Therapie mit Kaffee-Einläufen mit dem Ziel die Entgiftungsarbeit der Leber zu unterstützen. Fragwürdig erscheint mir die positive Wirkung von Kaffee (oral) in Verbindung mit Milch. Gibt es hier fundierte Erkenntnisse?
#12 am 06.12.2013 von Susanne Krause-Coché, Heilpraktikerin (Heilpraktikerin)
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Espresso-Trinker
Schon Paracelsus sagte: Die Dosis macht das Gift. Und diese toxische Dosis scheint bei Kaffee eben höher zu sein. Ich denke, es geht auch nicht darum, Kinder zum Trinken koffeinhaltiger Getränke zu animieren, sondern lediglich darum, dass es kein Fall für die Giftnotrufzentrale ist, wenn sie an einer Cola o.ä. nippen.
#11 am 05.12.2013 von Espresso-Trinker (Gast)
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Gast
Frage: Wie steht es damit, dass Koffein die ATP-Speicher vermehrt öffnet und den Energievorrat damit schneller leert als er gefüllt werden kann.
#10 am 05.12.2013 von Gast (Sonstige)
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Nicht immer nur den Papst fragen, sondern auch mal einen alten chinesischen Weisen. Dr murmelt nämlich was von Leber und Energieproduktion und Energiefluß. Und in diesem Erklärungsmodell wird dann sehr schön abgeleitet, dass Kaffeegenuß im Alter nach 16 Uhr durchaus Nebenwirkungen in Form von Schlafstörungen nach sich ziehen kann. Nicht alles ist Psyche, wenn es mit den Erkenntnissen der westlichen Medizin nicht zu erklären ist. Ansonsten soll jeder nach seinem Dafürhalten sich an Kaffee freuen.
#9 am 05.12.2013 von Dr Paul-Ulrich Eckhoff (Arzt)
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Insgesamt ein sehr guter zusammengestellter Artikel. Anderseits kann ich ein paar der Kritikpunkte auch gut nachvollziehen, so wären ein paar mehr Details z.B. zu den Chlorogensäuren (immerhin an 4. Stelle in der Liste der Inhaltsstoffe, Koffein erst an 6.) willkommen. Ansonsten bestätigen Ausnahmen die Regel (#5 und 6) und alles in Maßen statt in Massen (#7) ist sicher auch immer ein guter Ratschlag.
#8 am 05.12.2013 von Dr. Eike Grieß (Naturwissenschaftler)
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Gast
Na Hilfe, wo sind wir denn da gelandet? Ist das ein Portal der Kaffeesüchtigen? Muss da ein Papst aus dem Mittelalter zitiert werden? Ich halte es da lieber mit meinem gesunden Menschenverstand und mit alten Volksweisheiten (Kanon "C-A-F-F-E-E....)(die zugegebenermaßen auch oft falsch sind). Zu viele Fragen sind da offen: Was ist z. B. mit den gallereizenden Röststoffen, der entmineralisierenden Wirkung, der Wirkung der Kaffeesäuren auf die Magenschleimhaut, der Wirkung auf den Harnsäurestoffwechsel...? Wie kann man Kindern, deren Organe sich noch im Wachstum befinden, die Einnahme eines alkaloidhaltigen Genussmittels empfehlen? Was ist nun mit dem "Süchtigmachen"? (Da muss ich immer an die spöttische Reaktion eines schwer alkoholkranken Bekannten denken, wenn mal jemand wenig Alkohol "verträgt".) Können wir denn nicht mal auf einem Gebiet Maß halten? Genügt nicht die eine Tasse früh und nachmittags oder überhaupt nur mal bei Bedarf oder zum Genuss? Ist der Kaffee, den wir trinken, fair gehandelt? Wollen wir nicht versuchen unsere nötige "Anregung" durch ausreichend Schlaf und Bewegung an frischer Luft holen und wollen wir "Heilberufler" da nicht versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen? Fragen über Fragen...
#7 am 05.12.2013 von Gast (Heilpraktikerin)
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Gast
Das gilt nun mal wieder alles leider nur für den (kardiologisch) Gesunden. Bei vorliegenden HRS (auch >300 (S)VES/Tag sind das) aufgrund zB eines mehrschenkligen AV I. kann Koffein das Risiko von konsekutiven (S)VES massiv erhöhen.
#6 am 04.12.2013 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
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Rauchen wurde auch einmal nur für harmlos erachtet. Ich glaube nicht, dass ein ungezügelter Missbrauch von Coffein keine Auswirkung auf die Gesundheit hat. Was ist mit Unruhe, Schlaflosigkeit, psychischen Störungen wie Angstgefühlen und der Umstieg auf Taurin und andre Energy-Stoffen. Vorstufen zu Antivitaminen? Ich glaube Mr. Tchibo nicht auch, dass es einen Missbrauch ohne Reue gibt. Eines Tages wird auch diese Lobby durchbrochen werden. Aber noch wächst dieser Industriezweig und das bedeutet don`t touch die heilige Kuh. Viel Spaß bei dem abgesegneten Missbrauch!
#5 am 04.12.2013 von Wolfgang Hoffmann (Mitarbeiter Industrie)
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Vielen dank für den Artikel, das lässt den morgendlichen Espresso gleich viel besser schmecken!
#4 am 04.12.2013 von Dr. med. Andrea Schillings (Ärztin)
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Wenn das der Papst schon gesagt hat, muss es ja stimmen denn dieser ist ja schließlich der Stellvertreter Gottes auf Erden. Da Gott bekanntlich alles weiß, dann muss Kaffe einfach gesund sein. Und wer es nicht glaubt, wird demnächst aus der Kirche ausgestoßen in die ewige, kaffelose Verdammnis.
#3 am 04.12.2013 von Dr Matthias Kratofiel (Zahnarzt)
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Wunderbar zusammengetragen, vielen herzlichen Dank! Diese Erkenntnisse nehme ich auf in die 3.Auflage meines Koch-und Gesundheitsbuches "Tomatenrot+Drachengrün" !
#2 am 04.12.2013 von Dr. med. Susanne Bihlmaier (Ärztin)
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Toll recherchierter Artikel - Als kaffetrinker (ca. 10-12 Tassen tgl.) konnte ich noch keine nachteiligen Wirkungen feststellen - außer die diuretische Wirkung - aber bei dieser Menge logisch. HF bewegt sich normal bei ~70/min-75/min, auch gesteigerte Nervosität ist nicht erkennbar - keine Dysomnien etc. - übrigens habe ich gehört, dass die Wirkung von Koffein bereits nach 30 Minuten nachlässt. Und die Mähr, dass man nach einem Kaffee nicht einschlafen kann, liegt womöglich an anderen psych. , phys. od. selischen Parametern.
#1 am 02.12.2013 von Günter Grad (Krankenpflegehelfer)
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