PR: So lange müssen Sie Patientenunterlagen wirklich aufbewahren

22.01.2019

Patientenunterlagen müssen Sie immer 10 Jahre lang aufbewahren? Falsch! In vielen Fällen gelten andere Fristen.

 

Laut Gesetz müssen Patientenunterlagen 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Die rechtliche Grundlage sind die Musterberufsordnung für Ärzte (MBO-Ärzte) § 10 Absatz 3 und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) § 630f Absatz 3.

Es gibt aber eine Reihe von Ausnahmen mit kürzeren und längeren Fristen. Ein Beispiel:

Während Sie Präparate und Befunde der Krebsfrüherkennungsuntersuchung 10 Jahre lang aufbewahren müssen, dürfen Sie die Berichtsvordrucke nach Krebsfrüherkennungsrichtlinien schon nach 5 Jahren entsorgen.

 

Die 10 Jahresfrist gilt vor allem für folgende Dokumente:

 

und wenn Sie in eigener Praxis tätig sind auch für:

 

Die wichtigsten Aufbewahrungsfristen, die von der 10-Jahres-Regel abweichen, sind:

 

Art der Unterlagen

Aufbewahrungsfrist in Jahren

Abrechnungsunterlagen (aus Steuergründen – z. B. von der KV übermittelte EDV-Abrechnung)

6

AU-Bescheinigung

1

Aufzeichnungen über Spenderentnahmen, Anwendung von Blutprodukten

15

Berichtsvordrucke für Gesundheitsfrüherkennung und Krebsfrüherkennung

5

Betäubungsmittelabgabe (Rezeptdurchschrift), Betäubungsmittelbücher und -Karteikarten

3

D-Arzt-Verfahren (Behandlungsunterlagen, Röntgenunterlagen)

15

Geschlechtskrankheiten, Stammblatt gemäß Formblatt, Anlage 2

5

H-Arzt-Verfahren (Behandlungsunterlagen, Röntgenunterlagen)

15

Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (Durchschrift)

5

Labor-Qualitätssicherung (interne Kontrollkarten, externe Zertifikate)

5

Strahlenschutzverordnung- bzw. Röntgenbehandlung (Aufzeichnungen, Berechnungen)

30

Überweisungsscheine

1

Zytologische Befunde (im Rahmen der Krebsfrüherkennung)

5

 

Die wichtigsten Infos haben wir in dieser Infografik zusammengefasst:

m_1548166165.jpg

 

Haben Sie noch Fragen zu Aufbewahrungsfristen? Haben wir eine wichtige Frist vergessen? Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

 

Der NAV-Virchow-Bund berät niedergelassene und ambulant angestellte Ärztinnen und Ärzte zum Arbeitsrecht und allen weiteren rechtlichen Fragen rund ums Praxis-Management und die Niederlassung. Als Mitglied im Verband der niedergelassenen Ärzte können Sie diesen und viele weitere Services kostenlos nutzen. Rechnen Sie nach: Es lohnt sich für Sie!

 


 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.02.2019.

0 Wertungen (0 ø)
146 Aufrufe
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Seit Jahresbeginn haben gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland einen Anspruch auf eine e-Akte. Die Techniker mehr...
  Ob Sie in den Ruhestand gehen oder die Praxis aus einem anderen Grund verlassen: Sie müssen rechtzeitig für mehr...
  Es gibt einen Zusammenhang zwischen sozialem Status und Gesundheit, oder genauer: Morbidität und Mortalität. mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2019 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: