PR: Der phlebologische Kompressionsverband – Die Technik macht’s

14.12.2018

Die Kompressionstherapie ist zur Behandlung chronischer Wunden und Ödeme unabdingbar. Doch ist der Verband nicht leitliniengerecht angelegt, ergeben sich Risiken für den Patienten. Das Beachten von Anlagetechniken, Polsterung und die richtige Auswahl angepasster Kompressionsmaterialien helfen dabei, die Therapie effizient und für den Patienten angenehm zu gestalten.

 

Um das Bein gewickelt – Wesentliche Anlageprinzipien1,2,3

Für eine erfolgreiche Kompressionstherapie ist die Wahl des richtigen Kompressionsverbandes essentiell. Doch das alleine ist nicht ausreichend. Erst die leitliniengerechte Verbandanlage ermöglicht eine optimale Wirkung des Verbandes. Ist dieser nicht korrekt angelegt, können Falten oder Druckstellen entstehen, die Schmerzen verursachen und die Wirksamkeit der Therapie reduzieren. Auch schwerwiegende Gewebeschäden, Nekrosen oder Druckschäden an peripheren Nerven können auftreten. Um dies zu verhindern, müssen einige grundlegende Prinzipien der Anlage eines Kompressionsverbandes eingehalten werden. Unter anderem muss das Sprunggelenk des Patienten bei der gesamten Verbandsanlage im rechten Winkel (90°) positioniert sein. Die Anlage der Binden mit 50 Prozent Überlappung sorgt für den korrekten Druckverlauf. Bei der richtigen Anlage des Kompressionsverbandes nimmt der Kompressionsdruck von distal nach proximal ab. Die Auswahl der Technik und des Materials richten sich dabei neben der Grunderkrankung nach eventuellen Begleiterkrankungen des Patienten und seinen Bedürfnissen.

Die erste Lage des Verbandes bildet der Hautschutz. Für diesen können neben Schlauchverbänden auch Polsterbinden mit integriertem Hautschutz genutzt werden.  Als zweite Schicht des Verbandes folgt die Unterpolsterung, die Druckstellen zusätzlich verhindert und für eine optimale Druckverteilung sorgt. Sie beginnt am Zehengrundgelenk und endet am Fibulaköpfchen, ungefähr zwei Finger breit unter der Kniekehle. Die Anlage ist dabei abhängig von der Wickeltechnik. Im Anschluss an die Polsterung werden dann die Kompressionsbinden angelegt.  Um die richtige Bindenbreite auszuwählen, ist eine einfache Faustregel hilfreich:

Kompressionsbinden haben eine Breite von 4 bis 12 cm. Zur richtigen Anlage ist wichtig, dass das Zehengrundgelenk und die komplette Ferse mit eingebunden sind. Folgen einer fehlerhaften Anlage können Stauungen im Vorfußbereich sowie Fensterödeme sein. Zusätzlich kann zu straffes Anziehen einzelner Bindentouren das Druckgefälle stören und so zu einer venösen Stauung führen. Statt der mitgelieferten Verbandklammern werden Pflasterstreifen zur Fixierung des Verbandes verwendet. Die Klammern dienen lediglich der Sicherung der Binden während des Transportes und sind aufgrund des möglichen Verletzungsrisikos nicht für die Fixierung des Verbandes einzusetzen. Nicht zu vernachlässigen ist auch die richtige Hautpflege, um zu verhindern, dass die Haut unter dem Kompressionsverband Schaden nimmt.

 

Achtung bei Grunderkrankungen1

Vor der Durchführung der Kompressionstherapie sollte besonders auf die Grunderkrankungen des Patienten geachtet werden, da bei bestehenden Erkrankungen erhöhte Risiken auftreten. Diese können zum Beispiel Schäden am Gewebe zur Folge haben. Bei den absoluten Kontraindikationen fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), dekompensierte Herzinsuffizienz und Phlegmasia coerulea dolens darf keine Kompressionstherapie angewendet werden. Andere Erkrankungen, wie schwere Sensibilitätsstörungen der Extremitäten oder kompensierte pAVK, erfordern das genaue Abwägen der Kompressionstherapie mit verschiedenen Therapieoptionen.

 

Die verschiedenen Techniken4

Für die Anlage der Kompressionsbinden gibt es verschiedene Techniken. Grundsätzlich kann jede gängige Anlagetechnik mit jeder kurzzügigen Kompressionsbinde durchgeführt werden. Im Folgenden wird auf die weit verbreitete Technik modifiziert nach Sigg eingegangen. Bei der Anlagetechnik nach Sigg werden nach Hautschutz und Polsterung zwei Kurzzugbinden, meist 8 cm und 10 cm Breite, verwendet, von denen die kleinere Binde vom Zehengrundgelenk über den Fuß und unter Einschluss der Ferse bis zur Wade zirkulär gebunden wird. Die Lagen der Binde überlappen sich dabei ungefähr zu 50 Prozent. Ist die erste Binde beendet, wird die Anlage mit der zweiten Binde in Achtertouren bis zum Fibulaköpfchen fortgesetzt und dort fixiert. Durch diese Art der Anlage ergibt sich das therapeutisch notwendige Druckgefälle von distal nach proximal mit dem höchsten Druck im Bereich der Fessel.

 

Mit Rosidal SC und Rosidal Elko Kompressionsverbände einfach anlegen

Die Auswahl der Bindenmaterialien kann die Therapie angenehmer und effizienter gestalten. Die Kombination von Rosidal SC und Rosidal Elko bietet zusammen mit einer korrekten Anlage die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kompressionstherapie.
Rosidal SC ist als Unterzugskompressionsbinde unter den Kurzzugbinden anzuwenden und bringt viele Vorteile mit sich. Die textile Unterseite mindert das Rutschen der Binde und dient zusätzlich dem Hautschutz. Auch die Druckverteilung wird durch die Polsterung verbessert und optimiert. Das dehnfähige, atmungsaktive und wasserdampfdurchlässige Material der Schaumstoffbinde wird dabei unter den in der Sigg-Technik angelegten Kurzzugbinden bis zu wenigen Zentimetern unter die Kniekehle angelegt.

Bei Rosidal Elko handelt es sich um eine Kombination aus zwei Rosidal K-Binden, mit einer Breite von 8 und 10 cm. Rosidal K ist eine kräftig komprimierende und dehnungsfähige Kurzzugbinde, die einen hohen Arbeitsdruck ausübt. Sie kann sowohl zur phlebologischen Therapie, bei akuten und chronischen Lymphödemen als auch in der Traumatologie und Sportmedizin angewendet werden. Das Material der Binde ist luftdurchlässig und die hohe Griffigkeit verhindert das Rutschen des Verbandes.

 

Die Kompressionstherapie ist fester Bestandteil der Behandlung der Grunderkrankung eines Ulcus cruris venosum, der chronisch venösen Insuffizienz (CVI). Um Schmerzen, Druckstellen oder sogar schwerwiegende Folgen zu verhindern ist es jedoch wichtig, dass eine leitliniengerechte Anlagetechnik beachtet wird. So fördert die Kompression den positiven Verlauf der Therapie und  eine verbesserte Wundheilung.

 

Referenzen

[1] AWMF. Leitlinie Phlebologie Stand 2009.
[2] Rabe,E ., Gerlach, H. Praktische Phlebologie, Georg Thieme Verlag, 2006.

[3] Dissemond, J., Protz, K., Assenheimer, B. et al. Informationsleitfaden für Fachpersonal – Kompressionstherapie bei Patienten mit Ulcus cruris venosum.

[4] Protz, K. Moderne Wundversorgung 8. Auflage, 2016.

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.12.2018.

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