PR: Maricann erntet erstmals Cannabispflanzen zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland

21.11.2018

Ebersbach, 19. September 2018 – Mariplant, Tochtergesellschaft des kanadischen Herstellers von medizinischem Cannabis Maricann hat auf einer Fläche von fast 170 Hektar nordwestlich von Dresden mit der Ernte von Cannabispflanzen für kommerzielle Zwecke begonnen. In der Nähe des erst kürzlich erworbenen Firmengeländes in Ebersbach wachsen seit April fünf verschiedene Cannabissorten mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) heran.

Der Anbau erfolgte nach strengen ökologischen Standards. Für die Ernte der bis zu fünf Meter hohen Cannabispflanzen testete Mariplant in den letzten Wochen verschiedene spezielle Erntetechniken. Denn für die Weiterverarbeitung zu frei verkäuflichen CBD-Produkten werden nur die Cannabisblüten benötigt. Mittels einer umgebauten Maiskolben-Erntemaschine wird die Blütenspitze vom Rest der Pflanze getrennt und danach auf eine Größe von drei bis fünf Zentimetern zerkleinert. Nach der Extraktion kann die Blüte zusammen mit der hochinnovativen und patentierten VESIsorb®-Technologie zu Öl in Gelkapseln weiterverarbeitet werden.

„In diesem ersten Anbau- und Erntejahr haben wir verschiedene Cannabissorten getestet, um herauszufinden, welche Sorte möglichst hohe CBD-Konzentrationen liefert. Zudem wissen wir nach der ersten Erntesaison nun, wie viele Pflanzen pro Quadratmeter gesetzt werden können, um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen“, erklärt Josef Späth, General Manager von Maricann. Trotz der Hitzewelle in diesem Sommer wachsen die Cannabispflanzen sehr gut – manche Sorten sogar bis zu 13 Zentimeter am Tag. Denn die großen Blätter mit ihrer faserigen Konsistenz können die nächtliche Feuchtigkeit von Tau und Nebel speichern. Damit ist die Cannabispflanze sehr robust gegen Trockenheit. Diese faserige Konsistenz stellt jedoch für die Ernte eine große Herausforderung dar. „Im Verlauf des Mähens bildeten sich immer wieder lange Fäden, welche die Maschine nach einer gewissen Zeit verstopften. Mit der eigens für diese Bedingungen umgebauten Erntemaschine gelingt es uns nun, den nicht benötigten Pflanzenhalm nach unten hin wegzuziehen und nur die Blüten in die Maschine zu befördern“, ergänzt Dr. Heinz-Friedrich Schönleber, leitender Vertragslandwirt.

Am Firmensitz in Ebersbach kommt eine eigens entwickelte Trockenanlage zum Einsatz, die in der Lage ist, ca. drei Tonnen Cannabis pro Stunde zu trocknen. Die Ernte dauert voraussichtlich noch bis Mitte Oktober an. Anschließend werden die Felder für die nächste Aussaat im Frühjahr vorbereitet. Das Unternehmen plant, den Anbau auf eine Fläche von 1.000 Hektar zu erweitern. Zusätzlich möchte Maricann in neue Anbaumethoden von Cannabis investieren und an der Entwicklung neuer Cannabissorten forschen.

Neben dem Anbau der CBD-haltigen Cannabispflanzen plant Maricann den Import von getrockneten Cannabisblüten aus Kanada. Das Unternehmen verfügt bereits über eine GMP-Zertifizierung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Voraussetzung für den Import ist und sicherstellt, dass Arzneimittel konsequent mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Reinheit hergestellt und kontrolliert werden. Ein weiteres geplantes Standbein ist der Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke. Gerade erst hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein neues Vergabeverfahren für die Lizenzen zum Anbau von Cannabis in Deutschland gestartet. Maricann beteiligt sich gemeinsam mit seinen Joint Venture Partnern an der Ausschreibung. Sollte das Unternehmen einen Zuschlag erhalten, wird in Ebersbach auch medizinisches Cannabis mit dem Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (THC) legal indoor produziert. Bis 2020 sollen rund 25 Millionen Euro in den Ausbau von Hightech-Pflanz- und Weiterverarbeitungsanlagen am Standort in Ebersbach investiert werden. Es entstehen rund 100-200 Arbeitsplätze in der Region.

Artikel letztmalig aktualisiert am 21.11.2018.

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Das CBD Öl ist als solches meiner Meinung nach durchaus als etwas Positives zu betrachten. Ich kenne sogar einige aus meinem eigenen Freundeskreis, welche nach eigene Aussagen unter Panikattacken litten und dieses Öl aus diesem Grund von verschiedenen Herstellern, wie https://hemplix.de/ beziehen. Nach Einnahme des CBD Öls weisen die gleichen Personen weitaus weniger Symptome auf. Die Nachricht, dass dieses Öl also auch bei schizophrenen Menschen helfen kann, wundert mich also in keinster Weise. Ich finde es schade, dass bei einigen noch eine negative Assoziation zu "Drogen" besteht, weshalb noch viele von diesem Mittel abschrecken, was aber keine wirkliche Grundlage hat. Das CBD Öl als solches wird keine Abhängigkeit verursachen und hat auch nicht die gleichen Nebenwirkungen, wie beispielsweise das Rauchen von Cannabis.
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