Wenn Zucker zur Gefahr wird

16.11.2013
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Diabetes betrifft längst nicht mehr nur die ältere Generation. Laut Statistik des Robert-Koch-Institutes leidet unter den Fünfzig- bis Neunundfünfzigjährigen bereits jeder Elfte an der Zuckerkrankheit. Acht Millionen wissen, dass sie krank sind, weitere zwei bis vier Millionen nicht. Dabei ist es sehr wichtig den Diabetes früh zu erkennen, um Folgeschäden vorzubeugen.

Wenn ein Gesunder zu viel Zucker isst, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus und der Zuckerspiegel wird reguliert. Bei einem Diabetiker funktioniert das nicht mehr. Die Folge ist, dass im Blutkreislauf zu viel Zucker schwimmt. Der verteilt sich, lagert sich in die Innenschicht der Blutgefäße und schädigt dort die Zellen. „Bis die Diagnose gestellt wird, können leider bis zu 20 Jahre vergehen. Zu dem Zeitpunkt haben die Hälfte aller Patienten bereits Folgeschäden an den Gefäßen“, erklärt Harald Pohlmeier, Arzt im Zentrum für Diabetes und Gefäßerkrankungen im Franziskus Carré.

Weil wir überall im Körper Gefäße haben, können die Schäden auch an allen Organen auftreten.

„Diabetes ist eine Erkrankung mit Vor- und Nachteilen. Ein Nachteil ist, dass sie nicht weh tut und dadurch meist sehr spät erkannt wird. Das liegt daran, dass der am häufigsten vorkommende Typ 2-Diabetes schleichend entsteht. Vorteil gegenüber vielen anderen Erkrankungen ist, dass man dem Diabetes nicht ausgeliefert ist, man kann ihn gut behandeln und jeder kann selbst etwas tun“, sagt Harald Pohlmeier. Wenn man beispielsweise eine Stunde Sport mache, so der Experte, könne der Zucker für vierundzwanzig Stunden besser aufgenommen werden.

 

Bauchspeck ist gefährlich

 

Die überflüssige Energie aus dem Essen speichert der Körper in Form von Fett in Zellen ab. Das kann vor allem am Bauch gefährlich werden. Sobald die Fettzellen dort voll sind, verfetten auch innere Organe, wie beispielsweise die Bauchspeicheldrüse. Folge kann sein, dass die Organzellen geschädigt werden und dann nicht mehr richtig arbeiten. „Die Symptome kommen aber erst, wenn ein großer Teil der Bauchspeicheldrüse kaputt ist“, erklärt Pohlmeier. Deshalb sollte ab dem Fünfundvierzigesten Lebensjahr jeder zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung gehen.

„Bei der Behandlung des Diabetes ist es wichtig neben dem Blutzucker auch den Blutdruck und die Blutfette im Auge zu haben, um die Gefäße nicht zusätzlich zu belasten. Aber: Jeder Diabetiker wird zu neunzig Prozent von sich selbst behandelt. Durch das richtige Maß an Bewegung und einer gesunden Ernährung“, sagt Harald Pohlmeier.

 

 

 

 

veröffentlicht in der Sonderbeilage der Hallo Münster, Unternehmensgruppe Aschendorff

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.11.2013.

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Medizin, Diabetologie
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