Der große Frust: Ärzte machtlos im Kampf gegen ungesunde Ernährung

02.11.2018

Essen, bis der Arzt kommt? Es steht noch schlimmer: Deutsche Hausärzte fühlen sich weitgehend machtlos, wenn es darum geht, Patienten zu einer gesunden Ernährung zu bewegen. Gegen Disziplinlosigkeit und mangelnde Einsicht ist ihnen zufolge kein Kraut gewachsen, konsequente Schulungsprogramme braucht das Land. Dies ergibt eine aktuelle Befragung von DocCheck Research.

„100 von 100 Patienten“ könnten ihren Gesundheitszustand erheblich verbessern, wenn sie auf eine gesunde Ernährung achten würden. Angaben in diesem Umfang sind zwar plakative Einzelmeinungen – bringen jedoch gut die insgesamt hohe Frustration von Hausärzten in Deutschland bei diesem Thema zum Ausdruck. Tatsächlich liegt der Durchschnitt der Antworten bei 49 Prozent: Jeder zweite Patient könnte also aus Sicht der Ärzte gesundheitlich deutlich von einer gesünderen Ernährung profitieren. Jeder fünfte Arzt sieht das Potential sogar bei 75 Prozent und mehr seiner Patienten. Dies sind die Ergebnisse einer Befragung von DocCheck Research zu Gesundheit und Ernährung im Oktober 2018 unter 300 zufällig aus dem DocCheck Online Panel ausgewählten niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Internisten ohne Schwerpunkt.

Die Esskultur der Deutschen gefährdet die Gesundheit

Die Hauptursachen, die einer gesunden Ernährung im Wege stehen, liegen den Ärzten zufolge nicht nur bei der mangelnden Disziplin, sei es, dass die Patienten zu viel essen, (47 Prozent), oder dass sie nicht die Disziplin haben, das Richtige zu essen (46 Prozent). Laut 42 Prozent der Ärzte mangelt es vorwiegend am Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit sowie der Esskultur im Familienalltag bzw. Wertschätzung gemeinsamer Mahlzeiten (35 Prozent). Zudem wissen viele Patienten den Ärzten zufolge überhaupt nicht, wie richtige Ernährung funktioniert: Fast jeder dritte Befragte sieht eine Hauptursache für die verbreitete Fehlernährung im mangelnden Wissen über die Zusammenhänge von Gesundheit und Ernährung sowie das Wissen, worauf es bei einer gesunden Ernährung ankommt (27 Prozent).

Das Interesse an gesunder Ernährung erwacht spät – meist zu spät

Die Mehrheit der Patienten entwickelt offenbar erst recht spät im Leben ein erhöhtes Interesse am Thema: Patienten, die ihre Ärzte (sehr) oft in Ernährungsthemen um Rat bitten, sind den Befragten zufolge meist in einem Alter von 40 Jahren und mehr. Dann scheint das Kind allerdings oft schon in den Brunnen gefallen zu sein, denn Thema Nummer eins, auf das die Ärzte (sehr) häufig angesprochen werden, ist das Thema Übergewicht (74 Prozent), gefolgt von Ernährung im Kontext chronischer Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes (65 Prozent). Lediglich 10 Prozent der Allgemeinmediziner sagen, dass sie (sehr) häufig auf Ernährung in Kontext der kindlichen Entwicklung angesprochen werden, noch weniger im Kontext Schwangerschaft (8 Prozent). Auch im Kontext der vegetarischen bzw. veganen Ernährung, sieht sich nur eine Minderheit der Ärzte häufig mit Fragen von Patienten konfrontiert (12 bzw. 8 Prozent).

Als ärztlicher Berater in der Pflicht – allerdings weitgehend machtlos

Dabei sehen sich die Ärzte beim Thema Ernährung durchaus als Berater in der Pflicht: Über 80 Prozent der Befragten betrachten es generell als ihre Aufgabe als Arzt, ihre Patienten proaktiv auf die gesundheitliche Bedeutung einer vollwertigen Ernährung regelmäßig hinzuweisen. Allerdings fühlen sich nur zwei Drittel dazu auch gut gerüstet und sagen von sich, dass sie ihre Patienten in Ernährungsfragen (äußerst) kompetent beraten können.

Die größten Herausforderungen oder Hürden, Patienten zu einer gesunden Ernährung zu bewegen, bestehen den Ärzten zufolge in der mangelnden Disziplin der Patienten (18 Prozent), im Durchbrechen der (familiären) Essgewohnheiten (16 Prozent) sowie in der mangelnde Motivation der Patienten (15 Prozent) im Ranking vorn. Ebenso oft scheitern die Ärzte im Praxisalltag aufgrund der mangelnden Zeit für Ernährungsberatung (16 Prozent).

Ärzte fordern Schulungsprogramme und Restriktionen

Die offenen Antworten der Ärzte zeugen von weitgehender Machtlosigkeit. Gesunde Ernährung ist ein komplexes Thema, das sie nicht mal eben verordnen können. Hier liegen für sie die größten Herausforderungen in der Patientenberatung: „Das persönliche Lebenskonzept zusammen mit wirtschaftlichen und sozialen Daten muß gemappt werden...“, sagt ein Befragter. Ein anderer nennt die Schwierigkeit, den „Gesprächseinstieg [zu]  finden ( Nicht erst , wenn das Kind im Brunnen liegt.... )“. Eine Ärztin wünscht sich „Hilfestellung beim Finden einer anhaltenden intrinsischen Motivation, sich gesund und heilungsfördernd zu ernähren“.

Aufgrund der meist mangelnden Einsicht und Motivation der Patienten sehen sich die Ärzte kaum in der Lage, etwas auszurichten. Ernährungsberatung ist ihnen zufolge ein Schulungsthema, das am grundsätzlichen Essverhalten ansetzen muss. Benötigt werden den Medizinern zufolge explizite Verhaltensrichtlinien und langfristige Konzepte: „Fordere das Verbot von Fertiggerichten - Kochen kann man lernen und wenn in einer kleinen Koch-AG“ schreibt eine Ärztin. Einige Befragte mahnen an, es brauche klarere Grenzen des Gesundheitssystems: „Die Patienten haben zu 95% überhaupt kein Interesse irgendeine als belastend empfundene Einschränkung/Änderung hinzunehmen, da die Kasse ja alle Folgeerkrankungen/-Kosten komplett abdeckt ...warum selbst bemühen dann?!“ schreibt ein Arzt, ein anderer verweist plakativ auf „Mangelnde Konsequenzen bei gesundheitlichen Problemen:  Mit Herzinfarkt bekomme ich doch leichter meine Erwerbsunfähigkeitsrente, Herr Doktor! . Mangelnde Kognition bzw. intellektuelle Benachteiligung. Alles in allem: Die Nachteile einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung: In Deutschland ist man so frei, dass man sich sogar die Gesundheit versauen kann ... und keinerlei Restriktionen seitens der Krankenkassen oder des Staates erfährt. Nein ... stattdessen erhalten die Betroffenen Zuwendung und Leistungen der Versichertengemeinschaft!“.

Gesundes Essverhalten wird dagegen in den Augen der Ärzte kaum gesellschaftlich honoriert, es fehle die „Gesellschaftliche Akzeptanz sich gesund zu ernähren, Wertigkeit der Nahrungsmittel, überall Verfügbarkeit ungesunder Lebensmittel die noch dazu unschlagbar billig sind (...)“. Übermächtig seien die „Konventionen, Überangebot ungesunder bzw. falscher Kost in Restaurants, Kantinen (sogar KrHs-Küchen!)“. Es geht um Ganzheitlichkeit, ein “Bewußtsein über Zusammenhang von Ernährung, Bewegung und Gesundheit im Konsens zu positivem Lifestyle ohne defizitäres Denken“ und die persönliche Herausforderung als Arzt „Ob ich es schaffe, ihn da abzuholen, wo er steht und ihn für gesunde Lebensweise zu begeistern.“

Beratungskompetenz fördern – auch Ärzte können noch dazulernen

Und wie gut kennen sich die Allgemeinmediziner selbst mit dem Thema Ernährung aus? Die Ergebnisse zeigen: Solange es um gesunde Ernährung allgemein geht, fühlen sie sich beratungssicher: 87 Prozent geben an, dass sie sich (sehr) gut auskennen fast ebenso viele mit der Ernährung im Kontext chronischer Erkrankungen wie Diabetes (84 Prozent) und fast zwei Drittel der Hausärzte im Kontext akuter Erkrankungen wie grippale Infekte (63 Prozent) gefolgt von Lebensmittelintoleranzen (61 Prozent). Gegenüber jungen Müttern und Vätern müssen allerdings viele Ärzte passen, nur rund ein Drittel fühlt sich mit Blick auf die Ernährung junger Familien sicher. Jeder vierte Befragte bräuchte beim Thema Ernährung im Kontext kindlicher Entwicklung mehr Informationen, jeder fünfte hinsichtlich Ernährung in der Schwangerschaft. Jeweils 41 Prozent der Hausärzte sagen, hierzu beraten sie nicht.

Insbesondere Veganer stoßen bei Ärzten auf wenig Verständnis

Auch bei besonderen Ernährungsweisen wie speziellen Diäten (z.B. Atkins-Diät, Low Carb, Low Fat) sowie der vegetarisch/veganen Ernährung hält sich ein Großteil der Ärzte in der Beratung eher zurück. Die Mehrheit fremdelt ausdrücklich mit diesen Ernährungsweisen: Nur knapp 30 Prozent der Ärzte sagen beispielsweise, dass sie sich mit dem Thema vegane Ernährung (sehr) gut auskennen, jeder Zehnte ist offen für weitere Informationen. 42 Prozent sagen jedoch explizit, sie beraten hierzu nicht, die übrigen interessiert es nicht. Nur 8 Prozent der befragten Ärzte stehen der veganen Ernährung (eher) befürwortend gegenüber, 71 Prozent (eher) skeptisch.

Vor dem Hintergrund, dass gerade die pflanzliche Ernährung sowohl von Experten wie auch in Publikumsmedien immer wieder mit viel Leidenschaft hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen kontrovers diskutiert wird und vegan lebende Menschen stets auf die hohe Bedeutung einer ärztlichen Betreuung hingewiesen werden – insbesondere wenn Kinder im Spiel sind – sind auch dies Ergebnisse, die nachdenklich machen.

Studienleitung und Autorin: Anja Wenke – DocCheck Research
Auszug aus den Ergebnissen als kostenloser Kurzbericht (PDF) erhältlich über:
dc-research@doccheck.com

Weitere Infos unter:
docc.hk/dr_kanal

research.doccheck.com

Bildquelle: iStock-511861274

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.11.2018.

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Ernährung ist wie schon erwähnt nicht nur individuell, sondern auch Teil unseres Lebensstils. Echte Ernährungsfachkräfte wie Diätassistenten, Dipl.-Oecotrophologen, Trophologen wissen das! Entsprechend wird auch eine Ernährungberatung für den Patienten aufgebaut. Diese Beratung ist ein Prozess, der nicht mal eben schnell über Listen oder Schulungsprogramme durchgeführt werden kann! Regide Kontrollen, das Verbieten von "liebgewonnen" Gewohnheiten waren und sind nicht zielführend. Eine Verhaltensveränderung kann nur mit dem Patienten zusammen erfolgen und das erfordert Zeit. Ein Arzt kann über das Ausstellen einer Notwendigkeitsbescheinigung eine Ernährungsberatung (nicht budgetrelevant!) verordnen. Also warum nicht diese ergänzende medizinische Maßnhame an Ernährungsfachkräfte abgeben?!Ein Mediziner führt ja auch eine Physiotherapie nicht selber durch. Sich täglich zu ernähren und zu bewegen macht uns nicht zu Spezialisten auf den Gebieten, vor allem nicht für andere Menschen!
#11 vor 44 Tagen von Frau Christiane Hubig (Weitere medizinische Berufe)
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Mehrere Sachen fallen mir auf. Erstens: Was ist "gesunde Ernährung?" Ruhkostr? Vegetarisch? Pecetarier? Mittelmmeerdiät? Hypokalorisch? Regionale Produkte? Bio? Nachhaltig? zweitens " Gesunde Ernährung ist ein komplexes Thema, das sie nicht mal eben verordnen können. Hier liegen für sie die größten Herausforderungen in der Patientenberatung: „Das persönliche Lebenskonzept zusammen mit wirtschaftlichen und sozialen Daten muß gemappt werden...“, sagt ein Befragter. ..." Wann soll der Arzt über Ernährung aufklären? In den acht Minuten Patientenkontakt? Vortrag halten? Und wenn der Patient eine Essstörung hat, dauerts noch länger..... Mein Vorschlag: Ärzte sollen Ernährungsberatung verordnen dürfen und zwar durchaus präventiv. Eine Ernährungsberaterin macht 20 - 45- Minuten- Termine und hat Zeit, alles zu analysieren und auf die spezielle Lebenssituation anzupassen.
#10 vor 45 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Es gibt auch Leute und Fälle, die sehr dankbar darüber sind, dass es Fertiggerichte gibt. Solche, die sich nicht selbst kochen können, etwa durch eine schwere Erkrankung, die sie dann daheim auskurieren müssen.Dass die Qualität solcher Fertiggerichte allen Erwartungen entspricht, wünschen wir uns.Das ist hinzukriegen.
#9 vor 45 Tagen von Thomas Günther (Nichtmedizinische Berufe)
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„Fordere das Verbot von Fertiggerichten - Kochen kann man lernen und wenn in einer kleinen Koch-AG“ schreibt eine Ärztin.So zitiere ich ein Zitat aus obigem Beitrag. Aber so einfach wird man sich das nicht machen können, füge ich hinzu: Wenn ich mal vereinfachst anmerken darf:Es wäre besser, sage ich, wenn alle Fertiggerichte dem Standard gesunder Ernährung entsprächen (ohne Transfette vor allem),und ich sage, dass ein Verbot aller Fertiggerichte zu fordern dermaßen restriktiv ist, so dass es nicht mehr voll ernst genommen werden kann.Es lassen sich Fertiggerichte-leider vielleicht nur durch politischen Druck-, sehr wohl sehr gesund anfertigen.Bedenken wir das, so wird sicher es möglich sein, Fertiggerichte anzufertigen, die allen Ansprüchen genügen.Fertiggerichte sollen nicht verboten, sondern so gemacht sein, dass sie nichts Ungesundes aufzuweisen haben.Sie sollen so weit verbessert werden, dass sie Frischgerichten gleichwertig sind. Die Problematik bei Fertiggerichten:Transfettsäure
#8 vor 45 Tagen von Thomas Günther (Nichtmedizinische Berufe)
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VERNUNFT Man kann nach Vernunft verlangen, gerade in ernährungswissenschaftlichen Fragen: Somit wird zu erkennen sein, dass der Arzt nicht zuständig sein kann für eine völlige Klärung aller Fragen zur Ernährung.Er kann sehr wohl in der Sprechstunde bündig anraten,sich um eine "gesunde" Ernährung und Lebensführung zu sorgen, aber in keinster Weise kann dann verlangt werden, dass er hierzu einen kompletten Unterricht gibt.Er sollte aber bei ungebildeteren Menschen erkennen, dass diese einer dringlicheren Zusprache bedürfen und auf sie näherhin eingehen.Dass Vernunft aber allererst erklärt sein worden will, ist zu bedenken:In ihr liegt die Maßhaltung:das A und O "gesunder" Ernährung in der Weisheit.
#7 vor 45 Tagen von Thomas Günther (Nichtmedizinische Berufe)
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Forts.: Zudem werden den Menschen noch ständig neue Intoleranzen und Allergien „ver-kauft“, die sich angeblich„ seuchenhaft“ über die Menschheit ausbreiten. All diese wider-sprüchlichen Verzichtsvorgaben und Angstmachereien gehören aus einer vernünftigen Er-nährungsberatung verbannt, die immer im Kontext einer LEBENSSTILBERATUNG, in der die große Bedeutung von weiteren Faktoren (Bewegung, Rauchen, Alkohol…) gelehrt wird, erfolgen muss. Isoliert nur über Ernährung zu beraten, ist wenig erfolgversprechend, wenn gravierende Unzulänglichkeiten bei Bewegung und „Genussgift“-Konsum bestehen. Das alles kann der Hausarzt allein nicht leisten und ohne Interesse und Eigeninitiative der Patienten geht gar nichts.
#6 vor 45 Tagen von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
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Liebe Frau Barbknecht, sehr gut, dass Sie von "Konzepten für die individuelle Ernährung" sprechen. Ich halte es für besonders wichtig, den Menschen klar zu machen, dass es die "One-fits-all-Ernährung" nicht gibt. Es gibt allgemeine Grundregeln, aber in letzter Konsequenz ist Ernährung eine individuelle und nie isoliert, sondern immer im Kontext mit dem sonstigen Lebensstil zu beurteilende Angelegenheit: Sportlich aktiver Nichtraucher vs „qualmender“ Schreibtischtäter. Ernährung ist ein wichtiger, aber eben nur ein Baustein einer gesunden Lebensweise. Selbst die gesündeste Kost kann wenig ausrichten, wenn der sonstige Lebensstil nicht passt. Als "Katastrophe" bezeichne ich die lukrativen "Low-/No-Ernährungshypes", die im Monatswechsel teils sich diametral widersprechende Regeln vorgeben und völlig undifferenziert Verbote aussprechen wie z.B. beim "generellen KH-Bashing" (incl.Ballaststoffe) Fortsetz.folgt (wg. 1000Z).
#5 vor 45 Tagen von Dr. rer.nat. Stefan Graf (Biologe)
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unbedingt das Fach " Gesundheit + Ernährung " in den Schulunterricht frühzeitig einführen u. bereits ab Geburt für ein gutes " Mikrobiom" / Symbioselenkung sorgen
#4 vor 46 Tagen von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
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Welch ein Glück müssen Ärzte ja gar nicht ihre Zeit dafür aufwenden, mit Patienten Konzepte für die individuelle Ernährung oder gar Verhaltensänderungen in Bezug auf gesunde Ernährung zu erarbeiten, denn dafür gibt es Fachleute wie beispielsweise Diätassistent*innen. In vielen vielen Fällen geht es nicht nur um Ernährungswissen, sondern die Klienten und Patienten dort abzuholen wo sie stehen und sie auf ihrem (Leidens-) Weg zu begleiten. Oft in Ab- & Rücksprache mit den Ärzten, wird in Ernährungstherapien wesentlich mehr erreicht als durch Sanktionen, Verbote oder Einschränkungen. Beratungen durch zertifizierte Diätassistent*innen werden auch durch dir Krankenkassen bezuschusst bzw. übernommen.
#3 vor 46 Tagen von Kristin Barbknecht (Diätassistent)
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Essen erfüllt eben mehr Funktionen als reine Nährstoffzufuhr. Es ist auch ein sozialer Akt, und es dient oft auch als Ersatz für nicht erfüllte Bedürfnisse usw. Außerdem spielen Prioritäten des Einzelnen hinein. Für viele ist es normal, das Billigste zum Essen zu kaufen, weil es für sie weitaus wichtiger ist, sich das neueste Smartphone, Medienabos, technische Tools (Musik, Werkzeug usw.), die angesagten Klamotten, den Urlaub, die Raten für ein halbwegs angesehenes Kfz usw. zu leisten. Dadurch wird es zu einem wirklich komplexen Thema, das über rein gesundheitliche Überlegungen weit hinaus geht. Und das der Hausarzt daher alleine nie und nimmer gestemmt bekommt, auch wenn er noch so gut berät. So lange "Mensch" vor allem noch immer in gewisser Weise darauf "programmiert" ist, auf gesellschaftliche Impulse & Zwänge usw. zu reagieren, wie "man" es von ihm "erwartet", wird sich daran auch nichts ändern.
#2 vor 46 Tagen von Maria Muñoz (Heilpraktikerin)
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Ganz schön viel, was einem da auf Ein Mal bei der kompletten Lektüre zugemutet wird.Dann gilt es fein zu differenzieren. Es gibt da nämlich gar kein uniformes Konzept, insofern unterschiedliche Fälle zu behandeln sind.Nicht jeder Kranke braucht sich mit der gleichen Diät zu kasteien.Vegane Diät wird gegen vegetarische sogar ausgespielt.Dass diese Vielen ungenügend Nährstoffe, welche ja zur Gesundheit notwendig sind, zuspielt, ist schwer zu bedenken. Nichts mehr essen zu müssen, scheint die beste Lösung zu sein, ist aber irrealisierbar.(War ironisch gemeint)Werden alle zu strengsten Asketen, weil sie so schwere Sünder sind?Wenn selbst von Ernährungsexperten propagierte Konzepte völlig differenziert ausfallen,wird dann der ärztliche Rat nicht doch einem steten Suchen erliegen?Die allgemeinen Regeln einer "gesunden" Ernährung sind bekannt und werden auch von Ärzten durch Merkblätter etc. an die Patienten ausreichend weitergegeben.Dass wer streng vegane Diät einhält, ein Risiko gegeht.
#1 vor 46 Tagen von Thomas Günther (Nichtmedizinische Berufe)
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