Kopfstreicheln: Ohne Befund

08.10.2018

Die Eltern sind mit ihrem Neugeborenen zur U3 bei mir in der Praxis. Unkomplizierte Geburt, drei Stunden insgesamt, glänzender Apgar. Die Eltern berichten, dass sie auch schon beim Osteopathen waren. Das hätte sie beruhigt, wegen des „Geburtstraumas“.

Mutter: „Wir waren ja auch schon mal beim Osteopathen. Die hat auch gesagt, das Kind sei völlig in Ordnung.“

Wir befinden uns bei der U3, der ersten Untersuchung in der Kinderarztpraxis, ich sehe das Kind also das erste Mal. Vorher hat die Hebamme das Kind bei der Geburt gecheckt, sodann der kinderärztliche Kollege in der Entbindungsklinik bei der U2.
Es war eine normale Entbindung, der Apgar war wunderbar, das Kind gedeiht gut.

Ich: „Was hat Sie da hingebracht?“

Keine Ahnung, warum das in den letzten Jahren so zunimmt. Seit Jahrtausenden kommen Kinder ja so auf die Welt. Okay, die Medizin macht Fortschritte, aber leider auch das Geldverdienen damit.

Vater: „Die Hebamme meinte, das sei eine gute Idee, schließlich war es eine lange Geburt.“

… die nach Angaben der Eltern drei Stunden ging, von Eintreffen in der Klinik bis zum Abnabeln.

Mutter: „Und das Geburtstrauma und so.“

Ich kann mich diesem Begriff so gar nichts anfangen. Es gibt lange Entbindung über mehrere Hebammenschichten hinweg, meine Frau kann auch ein Lied davon singen. Okay. Auch eine Saugglockenentbindung ist kein Spaziergang für das Kind. Okay. Oder eine Schulterdystokie. Okay. Aber eine dreistündige Geburt mit einem anschließenden Apgar von 9/10/10 und einem Nabelschnur-pH von 7,4?

Ich: „Was wurde da gemacht?“

Ich war noch nie bei einer osteopathischen Behandlung dabei. Ich kenne das nur von Videos und Erzählungen der Eltern, aber meist ähnelt es sich ja.

Mutter: „Sie hat so ein wenig am Kopf gestreichelt und am Rücken. Dann noch die Beine ausgestrichen, so nannte sie das. Ist aber alles in Ordnung.“

Ja, das konnte ich bei der U3 auch feststellen. Ein quietschfideles, vitales, lautes Mädchen. Es hat interessiert geschaut, hat sich toll bewegt, konnte den Kopf prima halten, alle Untersuchungsparameter waren perfekt.

Ich: „Das ist doch schön. Hat Sie das dann beruhigt?“

Mutter: „Ja, man ist ja dann schon sicherer, wenn jemand sagt, das Kind sei in Ordnung. Meine Freundin sagte, die Kinder können nach der Geburt ganz schön durcheinander sein. Da kann die Osteopathin helfen.“

Oder die Zeit. Oder eine erfahrene beruhigende Hebamme. Oder die tägliche Routine. Oder die Zeit.

Was wir den Eltern raten sollten? Lasst euch nicht anstecken vom Verunsicherungszeitgeist. Kinder kommen in vielen Ländern, in vielen Entbindungskliniken seit vielen Jahren durch Hilfe von vielen Hebammen zur Welt.

Die Mütter können das auf natürliche instinktive Weise sehr gut! Die Kinder schaffen das auch. Geburt ist Stress, keine Frage, aber habt mehr Vertrauen in die Resilienz eurer Babys. Die halten schon Einiges aus.

„Wir wollen ja nichts verpassen“ als Devise kann ich gut verstehen, mir ging es bei unseren Kindern ähnlich. Aber neu erfundene Diagnosewege für imaginäre Krankheiten, die sich auf wundersame Weise, vulgo dank der Natur, selbst kurieren, verursachen nur Unsicherheiten.

Niemand kann wissen, wie unsere Kinder sich entwickeln. Osteopathische Diagnostiken werden die Entwicklung der Kinder jedenfalls nicht beeinflussen, sondern nur euren Geldbeutel leeren.

Bildquelle: Ann Marie Brasco, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 10.10.2018.

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Medizin, Pädiatrie
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#16: Das ist jetzt ein bißchen peinlich für Sie, daß Sie trotz meines deutlichen Hinweises offenbar nicht verstanden haben, worum es in meinem Beitrag geht und sich hier basierend auf diesem Irrtum Ihrerseits derart echauffieren.. #17 stellt es richtig dar, gemeint sind selbstverständlich die Früherkennungsuntersuchungen. #18 erklärt, worauf ich hinweisen wollte, nämlich die Anwendung von zweierlei Maß.
#20 am 10.10.2018 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  19
#18: eine präventive Vorstellung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen ist etwas anderes als eine solche beim Osteopathen, da der Kinderarzt umfassend untersucht, nicht nur die Motorik. Sinnvoll ist eine Vorstellung beim Osteopathen bei bestehender Symptomatik, dann kann eine gezielte Behandlung dort nutzbringend sein. Wie auch z.B. die Vojta-Therapie. Aber "nur so" halte ich nicht für sinnvoll.
#19 am 09.10.2018 von Sylvia Robinson (Ärztin)
  6
#17: verpflichtend sind sie nicht, die U's. aber in den meisten Bundesländern hat man recht schnell das Jugendamt bei sich zu Hause! Wer will das schon. Und es wird vorher immens Druck ausgeübt, doch zur U zu gehen. Also freiwillig nenne ich anders. Sie schreiben, dass Sie sich wünschen, das alle Eltern präventiv ihre Kinder beim KA vorstellen sollten. Aber wenn Eltern dies beim Osteopathen machen (zusätzlich zur U) ist es Scharlatanerie, wenn er nichts findet. Irgendwie kommt mir diese Logik etwas... nun ja, seltsam vor. Bin ich damit alleine?
#18 am 09.10.2018 von Sci Rokko (Sonstige)
  16
#15: Was meinen Sie mit festgelegten Terminen: die U1-9? Die dienen dem "Abchecken", aber insbesondere der Prävention. Wenn nur alle Eltern diese wahrnehmen würden ... aber verpflichtend sind sie leider nicht.
#17 am 09.10.2018 von Sylvia Robinson (Ärztin)
  4
Gast
#15: Irrtum. Pädiater freuen sich in aller Regel nicht über bei ihnen überflüssigerweise vorgestellte Kinder. Die haben nämlich genug zu tun. Pädiater haben in aller Regel Verständnis für unsichere Eltern und arbeiten täglich engagiert in der Erwachsenen-Bildung, um die Eltern so kompetent zu machen, dass das ständige "zur Sicherheit mal abchecken lassen" nicht mehr notwendig ist. Nach meiner Einschätzung hat ganz vorrangig das Internet Schuld an dieser allgemeinen Riesen-Verunsicherung! Wer googelt, findet immer irgendwas Haarsträubendes, was (wie ein Horoskop) irgendwie passt und dann maximal verunsichert. Viele Pädiater verbringen täglich viel Zeit damit, das dann wieder gerade zu rücken. Übrigens - um den Bogen zu spannen - zu einer deutlich geringeren Vergütung als was ein Osteopath so aufruft.....
#16 am 09.10.2018 von Gast (Ärztin)
  14
Das ist wohl der kleine Unterschied: Pädiater wundern sich nicht über Eltern, die in ihre eigene - wahlweise schulmedizinisch oder naturheilkundlich ausgerichtete - Praxis kommen und ihr Neugeborenes oder auch etwas älteres Kind "einfach mal abchecken lassen" wollen - solange das zu bestimmten Terminen stattfindet. Zumindest einige wundern sich anscheinend durchaus über Eltern, die in eine manualtherapeutisch ausgerichtete Praxis gehen und ihr Neugeborenes oder auch etwas älteres Kind dort "einfach mal abchecken lassen" wollen - das erscheint manchen offenbar irgendwie befremdlich. BTW: „Sie hat so ein wenig am Kopf gestreichelt und am Rücken. Dann noch die Beine ausgestrichen, so nannte sie das. Ist aber alles in Ordnung.“ - das machen Hebammen auch, zumindest meine haben sowas gemacht, das war wohl ihre Standarduntersuchung; hat auch beruhigend gewirkt.
#15 am 09.10.2018 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  27
Gast
Danke für den wunderbaren Text. Wer halbwegs mit beiden Beinen im Leben steht meidet HP/Osteopathen und spart Geld und Zeit.
#14 am 09.10.2018 von Gast (Nichtmedizinische Berufe)
  78
Tatsächlich wundere ich mich auch in meiner Praxis über Eltern, die ihr Neugeborenes "einfach mal abchecken lassen" wollen. Wichtig wird für mich sich dann oft dem eigentlichen "Geburtstrauma" (Dammriss, Beckenknochenschmerzen, Verspannungen von unergonomischer Stillhaltung u.s.w.) der Mutter zu widmen und sie darauf hinzuweisen, dass sie den Begriff Wochenbett ernst nehmen soll, statt in eine Praxis zu laufen. Eltern sind unglaublich verunsichert. Die adrenalisierte Muttermilch macht unruhige Babys, denen zwar nichts fehlt, aber es herrscht eine panische Stimmung daheim. Übel sind Kollegen die 2 mal wöchentlich eine Plagiocephalie "zurechtbiegen" wollen. Das ist fahrlässige Beutelschneiderei. Es gibt, wie bei den Ärztinnen eben solche und solche.
#13 am 09.10.2018 von Gleich Adah (Heilpraktikerin)
  7
Meine persönliche Arbeitsweise und hoffentlich auch die von anderen Therapeuten sucht immer im Befund auch Parameter, die eine Funktionsveränderung (falls überhaupt nötig) validiert. Z.B. Qualität der Seitkipp-RK, TraktionsRK. Mein Anstoß um osteopathische Medizin zu erlernen war übrigens vor 21 Jahren die Erfahrung mit einer osteopathischen Behandlung meines eigenen Säuglings. Er war aus meiner Sicht in der Hws Rotation ca. 30 Grad einseitig eingeschränkt. Die Kinderärztin hat diesen Befund auch auf Hinweis nicht wahrgenommen. Am gleichen Tag der osteopathischen Behandlung hat das Kind eine freie Rotation gezeigt und den Vierfüßlerstand eingenommen. Ich bin sicher nicht für Übertherapierung und Angstmache jungen Eltern gegenüber. Allerdings ist es aus meiner Sicht bei Vorhandensein von bestimmten Symtomen durchaus hilfreich einen geeigneten Osteopathen aufzusuchen. Das wird auch durchaus von vielen Pädiatern angeregt.
#12 am 08.10.2018 von Stefan Holzhauser (Physiotherapeut)
  23
Es ist schade, dass der Autor in dieser Art und Weise über etwas schreibt, womit er sich offensichtlich nicht auskennt. Osteopathie ist kein "neu erfundener Diagnoseweg für imaginäre Krankheiten", sondern ist in seinem Ursprungsland USA seit über 120 Jahren etabliert (der Doctor of Osteopathy ist dem Medical Doctor dort rechtlich gleichgestellt). Sie besitzt ein eigenständiges (manuelles) Diagnose- und Behandlungskonzept, bei dem es um die Behandlung funktioneller Probleme in allen körperlichen Bereichen geht (Bewegungsapparat, Visceral, Craniosacral). Dabei kann die gegenseitige Anerkennung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für den Patienten nur von Vorteil sein. Der wissenschaftliche Nachweis war häufiger Kritikpunkt der Osteopathie. Mittlerweile gibt es jedoch immer mehr Studien, die die Wirksamkeit der Osteopathie z.B. bei Migräne eindeutig belegen. Eine umfangreiche Beobachtungsstudie zur Behandlung von Säuglingen steht kurz vor der Veröffentlichung (VOD Kongress 10/18).
#11 am 08.10.2018 von johannes klumb (Physiotherapeut)
  35
Ich bin nunmehr seit 15 Jahren osteopathisch tätig und möchte anmerken: Der Begriff KISS-Syndrom kommt aus manuellen Medizin und wurde von Ärzte als „Diagnose“ verwendet. Die manuelle Untersuchung wurde meist von einer Röntgenaufnahme ergänzt und dann ein chirotherapeutischer Impuls gesetzt. Manchmal eine Atlastherapie. Osteopathen haben ein eigenes Befundungs- und Behandlungskonzept. Die Diagnose KISS ist hierbei zu pauschal und verallgemeinernd. Trotzdem wird sie manchmal benuzt um mit Ärzten und auch Eltern zu kommunizieren. Osteopathie soll fein beobachten und palpieren, sowie hier sanft behandeln (falls überhaupt nötig). Übertherapieren oder verängstigen soll sie sicher nicht.
#10 am 08.10.2018 von Stefan Holzhauser (Physiotherapeut)
  23
#6, Frau Ostermann:" Wir Eltern machen das seit Jahrtausenden und meistens sogar ganz gut ohne fremde Meinungen." Das stimmt leider nicht, denn immer schon waren es die Nachbarn, Freunde, Großeltern oder der Schamane, der den Eltern geholfen hat, etwas zu tun. In unserer heutigen Zeit fehlt es oft an solchem Umfeld. Das ersetzen dann Bücher oder sogenantte "Experten". Da gibt es gute und schlechte, wie in jeder Branche.
#9 am 08.10.2018 (editiert) von Sci Rokko (Sonstige)
  24
Zitat des Anonymen Schreibers(in)"Keine Ahnung, warum das in den letzten Jahren so zunimmt. Seit Jahrtausenden kommen Kinder ja so auf die Welt. Okay, die Medizin macht Fortschritte, aber leider auch das Geldverdienen damit" Diesen Satz von einem (nehme ich mal an) Kinderarzt zu hören finde ich auch sehr befremdlich! Mit zunehmender Industrialisierung der Medizin, mit Zwängen, zu der U-Untersuchung zu gehen (die Gründe kann ich sehr gut nachvollziehen, ist aber trotzdem Zwang), Mit zunehmender Sectioquote und zunehmender Angstmache durch Ärzte bei Schwangeren und Säuglingen, immer mehr Impfungen und (unnötigen?) IGeL Leistungen im Kinderbereich wundern Sie sich, warum immer mehr Eltern zum Osteopathen gehen? Ich kann immer wieder nur an die Kollegen appellieren: gehen Sie zum Osteopathen und lernen Sie voneinander (auch die Osteopathen können viel von den KÄ lernen). Übrigens sind viele Wirkungen schon wissenschaftlich belastbar untersucht und wiederholbar!
#8 am 08.10.2018 von Sci Rokko (Sonstige)
  53
Zitat Artikel des anonymen Schreibers(in)"Ich war noch nie bei einer osteopathischen Behandlung dabei. Ich kenne das nur von Videos und Erzählungen der Eltern, aber meist ähnelt es sich ja." Das ist der Tenor des gesamten Artikels. Hier wird etwas geschrieben, von dem keiner (auch einige Kommentatoren/innen leider) keine Ahnung haben. Nur etwas gehört oder ein Video gesehen. Leute: sprecht mit (Kinder-)Osteopathen (mit Zusatzausbildung in Säuglings und Kinderosteopathie!!) und fragt nach, warum und weshalb! Und warum eine generelle Osteopathische Grunduntersuchung der Säuglinge Sinn machen würde (wie es in einigen Teilen der USA schon Usus ist)? Weil ein Kinder-) Osteopath ganz andere Dinge untersucht wie ein (Kinder)-Arzt und so ergänzend zum Arzt arbeiten kann. Es behauptet keiner, den Arzt ersetzen zu können. Es behauptet auch keiner, die Hebamme ersetzen zu können! Aber die Hebamme kann auch kein Blockiertes ISG beim Säugling lösen. Auch der KA schaut sich das ISG idR nicht an.
#7 am 08.10.2018 (editiert) von Sci Rokko (Sonstige)
  54
Der Osteopath lässt sich bei jungen Eltern durch vielerlei andere Dinge austauschen. Ich bin selbst seit 16 Monaten Mutter und muß sagen, das man echt erschlagen wird vom „Angebot“. Wesentlich einfacher wäre es bei Mama und Papa anzufangen und sie in ihrer Intuition zu bestärken. Meines Erachtens Hebammenarbeit. Wir haben immer erstmal Luft geholt und versucht das vermeintliche Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und plötzlich war da gar kein Problem mehr. Wir Eltern machen das seit Jahrtausenden und meistens sogar ganz gut ohne fremde Meinungen.
#6 am 08.10.2018 von Stefanie Ostermann (Ergotherapeutin)
  8
Gast
Osteopathie hat sicher ihren Stellenwert und kann gerade bei Schiefhaltungen von Säuglingen ZUSÄTZLICH zur Physiotherapie hilfreich sein. Aber ansonsten kann ich dem Autor nur zustimmen: der allgemeine routinemäßige Hype, mit seinem Säugling auf jeden Fall mal zum Osteopathen zu gehen, auch wenn ihm überhaupt nichts fehlt, irritiert mich auch. Insbesondere nervt es, sich für die gewünschte Kostenübernahme durch die Krankenkasse irgendwelche schwammigen Empfehlungsschreiben aus den Fingern saugen zu sollen. Bisherige Krönung: auf die Frage, warum die Mutter eines Zweijährigen denn zum Osteopathen wolle: er sei auf dem Spielplatz immer so aggressiv und würde anderen Kindern die Schippe über den Kopf ziehen, wenn die seinen Bagger mal leihen wollten....
#5 am 08.10.2018 (editiert) von Gast
  22
Osteopathisch angeblich diagnostizier-, verifizier-, validier- und behandelbare "Geburtstraumata" auch bei völlig unauffälligen Spontangeburts-Verläufen sind hier das Thema von Kids and me 2.1 auf DocCheck. Das bedeutet keine generalisierte, sondern eine spezifische Osteopathie-Kritik. Auch zum etwa bei jedem 2. Säugling festgestellten KiSS-Syndrom ist Kritik angebracht: "KiSS ist die Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung. Die Existenz eines KiSS-Syndroms im Sinne eines Krankheitsbildes, das klinisch vor allem zu Störungen der Körperhaltung im Säuglings- und Kleinkindalter führen soll oder für eine Reihe von Verhaltensstörungen verantwortlich sein soll, ist nicht bewiesen. Während manche Alternativmediziner vielfach KiSS diagnostizieren und manuelle Therapie empfehlen, erkennt die evidenzbasierte Medizin die Diagnose nicht an,
#4 am 08.10.2018 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  23
da die pathophysiologische Vorstellung nicht nachweisbar ist und wissenschaftliche Untersuchungen zu den empfohlenen Therapiemethoden bisher nicht vorgelegt wurden. Dementsprechend wird dem KiSS in der Wissenschaftsgemeinde keine Bedeutung beigemessen. In Deutschland wird die Behandlung des KiSS-Syndroms in aller Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. https://de.m.wikipedia.org/wiki/KiSS-Syndrom - Mein eigenes Fallbeispiel bei meinem 1. Patenkind: Auf Empfehlung der Hebamme beim Osteopathen. Der fasst das Kind in seiner völlig überfüllten Sprechstunde unvermittelt so hart an, dass es zum ersten Mal in seinem Leben wie am Spieß schreit. Der Osteopath zur energisch protestierenden Mutter: "Oder wollen Sie, dass Ihr Kind später auf der 'Sonderschule' landet"?
#3 am 08.10.2018 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  31
Es wäre schön wenn es zu einem besseren Austausch zwischen Ärzten und Osteopathen kommen würde. Ich glaube nicht, dass die meisten Ärzte inhaltlich wissen was ein Osteopath tut. Es ist immer einfach Dinge abzuurteilen die man nicht kennt deshalb finde ich solche Artikel eher überflüssig. Ich hoffe sehr dass in der Zukunft die Schulmedizin und die Osteopathie sich mehr und mehr gegenseitig unterstützen und wertschätzen zum Wohle des Patienten.
#2 am 08.10.2018 von Robert Ladiges (Heilpraktiker)
  56
Eine kleine Frage zu dem letzten Satz des Artikels: Wollen Sie damit zum Ausdruck bringen, daß Ihrer Meinung nach alle Osteopathen unterschiedslos Scharlatane sind? Das ginge ein bißchen zu weit aus meiner Sicht.
#1 am 08.10.2018 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  58
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