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Ich habe mich gerade an diesen vor einigen Tagen eschienenen Artikel erinnert, weil ich auf der Suche nach der Email-Adresse einer mir bekannten und persönlich geschätzten Psychotherapeutin auf ein Bewertungsportal gestoßen bin, in der diese Ärtzin aufgrund einer einzigen Bewertung die schlechtest mögliche Note erhalten hatte. Im Freitext wird dann u.a.beklagt, dass die Psychotherapie-Ärztin, die wegen einer chronischen Krankheit über Monate aufgesucht wurde, sich nach der Indikation einer erfolgten Op erkundigt habe, und die Ursache der Erkrankung laut Pat. in Kindheit und Erziehung vermutete. Ein anderer Arzt habe ihm/ihr nach Abbruch der Behandlung gescheinigt, "völlig normal" zu sein.
Jeder vom Fach hier weiss, dass die Therapieplätze knapp sind, dass deshalb nicht mal eben eine lnagwierige Therapie begonnen werden kann,, ein solcher Therapeut kaum 5 Patienten am Tag behandeln kann, eine F-Diagnose vorliegen muss (und beim Pat. ein gewisser Leidensdruck) und aufgrund der Schilderung der Verdacht da ist, dass wahrscheinlich auch psychosomatische Faktoren vorliegen.
Diese Kenntnisse haben medizinische Laien in vielen Fällen nicht und es ist kaum zu vermuten, dass die 174 Personen, die diese bewertung bis heute angeklickt hatte, in den meisten Fällen vom Fach sind.
Die Kollegin hat deutlich mehr Nachfragen als Behandlungskapazitäten und trotzdem sehe ich eine solche Bewertung nich nur als unnütz für alle, sondern auch als rufschädigend an
Ja es ist richtig, meistens sind es verärgerte Patienten die eine Beurteilung bzw. ein Feedback abgeben. Aber jeder Patient kann selber entscheiden was ihm wichtig ist. Ich z. B. ignoriere "lange Wartezeit". Das lässt sich oft nicht vermeiden und kann auch bedeuten, dass der Arzt sich Zeit für den Patienten nimmt. Aber ich reagiere sehr empfindlich, wenn bei der Blutabnahme die Hygiene bzw. die Desinfektionszeiten nicht eingehalten werden. Besonders wenn man bedenkt, dass jedes Jahr 17000 Menschen wegen Behandlungsfehler sterben müssen. Auch wenn z. B. Impfstoff der im Kühlschrank gelagert wird (Tetanus, Grippeschutz) nicht angewärmt wird sondern kalt injiziert wird. Da man für evtl. Nebenwirkungen unterschreibt ist der Arzt immer fein raus. Dann tut der Arm halt von den Nebenwirkungen weh und nicht von dem viel zu kalt injizierten Impfstoff.
Ich empfehle eigene Websites und die Lösung von dem Unwort Dienstleister.Wir sind Ä r z t e.Es geht um das L e b e n.Dies ist durch n i c h t s zu bewerten.Es ist nicht möglich,jedem Patienten gerecht zu werden.Jeder Arzt hat s e i n Klientel,d,h,die Patienten,die er verdient.Diese fühlen ihr Leben a u f g e h o b e n und beschäftigen sich nicht mit Bewertungen,da sie sich e l e m e n t a r versorgt fühlen.Insofern ist die Interpretation von Bewertungsportalen
wie "arztfinder.de mit links z.B."als subjektiv zu beurteilen.Der Lerneffekt des/der Beurteilten besteht darin,Kritik für berechtigt zu befinden,daraufhin im Teamwork etwas abzuändern oder bei Nichtakzeptans rechtlich geregelt im Forum zu widersprechen oder "den Ball flach zu halten",um Konfrontationen zu vermeiden.An oew.Portalen !beliebt! in j e d e m Fall anzumerken,dass sie für den Kritiker anonymisiert sind.Wer dies nötig hat unter Berücksichtigung meiner Definition unserer Tätigkeit gemäss Satz 2+3 meiner Ausführungen und nicht das offene Gespräch der Kritik in heute Qualitätsgemanagement organisierten Arztpraxen sucht,hat sein persönliches Krankheitsmanagement verfehlt oder ist im Vorfeld hierzu unzureichend beraten worden.
Ich stimme mit anderen Lesern überein, dass vor allem die frustrierten Patienten Bewertungen abgeben. Seit 20Jahren niedergelassen weiß ich sehr wohl, dass in ganz geringem Ausmaß die positiven, aber nahezu immer die negativen Emotionen Schalgzeilen machen, leben wir doch ständig in einer Welt der Katastrophenmeldungen. In welcher Presse erscheinen denn positive Nachrichten auf der Titelseite? Sind die etwa interessant?. Und das Problem der bösartigen Beurteilung durch ungeliebte Konkurrenten ist vollkommen ungelöst. Solange zweifelhafte Bewertungen feige, weil anonym abgegeben werden, solange taugt kein einziges Portal!
Niemand ist vor ungerechtfertigter Kritik geschütz, schon gar nicht Mediziner, Pflegepersonen und einschlägiges Fachpersonal. In jeder Kritik steckt auch ein Körnchen von Wahrheit. Viele Menschen trauen sich gar nicht eine Bewertung abzugeben, weil sie Angst vor Repressssalien haben - wie z.B. schlechtere Behandlung allgemein, schlechte Medikamente usw.
Einfühlungsvermögen, Menschlichkeit, respekt und liebevoller Umgang, genügend Zeit nehmen für den Patienten
sind Garanten für positive Beurteilungen. Das hohe Maß an Fachwissen kann persönliche Schwächen nicht ausradieren
Hat jemand auch schon mal darüber nachgedacht, daß diese Portale nicht in erster Linie der Information von Patienten dient?
Mittlerweile ist es bekannt, daß diese Portale von Versicherungen als gezielten Patientensteuerung genutzt werden (Stichwort: Selektivverträge).
Des weiteren finden sich immer mehr ehemalige Mitarbeiterinnen dort wieder, die so glauben, ihre Kündigung rechtfertigen zu können. Man möge die "Bewertungen" mal mit offeneren Augen lesen und plötzlich fallen einem Dinge auf, die eigentlich kein Patient, der eine "ganz normale" Behandlung erhalten hat, bewerten kann, weil sie zum Beispiel Praxisinternas betreffen. Leider wird das aber beim oberflächlichen "Informieren über den Arzt" nicht erkannt.
Wer viele gute Bewertung haben möchte, braucht doch nur im Warteraum einen Internetfähigen PC aufstellen mit der Startseite auf einem Bewertungsportal und nach dem Besuch werden die Patienten freundlich darauf hingewiesen, dass es die Möglichkeit gibt, eine Bewertung abzugeben.
Machen dann immer noch wenig, aber wer wirklich zufrieden war, gitb dass dan auch gerne weiter.
Wenn ich unterrichte, gehört die Bewertung meiner Leistung ganz normal dazu.
Ich finde die Idee von Bewertungsportalen eigentlich sehr gut. Doch ich muss der Bewertungsmentalität der Menschen leider etwas negatives anlasten. Wann machen sich die meisten die Mühe etwas zu bewerten? Wenn es schlecht war! Das beste Besipeil ist wohl die Deutsche Bahn. Alle regen sich auf: sie kommt zu spät, sie ist teuer, die Leute unfreundlich, man wird schlecht beraten, jeder zusätzliche Service kostet. Doch wer sagt auch ganz öffentlich, die Bahn war heute gut ausgelastet, ich hatte trotzdem einen Sitzplatz, der Schaffner war freundlich, das Personal kompetent, ich war pünktlich da? Der Anreiz ist meist andere zu schützen, die wenigsten mit guten Erfahrungen machen sich die Mühe und schreiben einen Text, das ist traurig.
Deswegen habe ich auch Bedenken gegenüber diesen Portalen, obwohl sie grundsätzlich eine gute Idee sind.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß 2 neue junge Männer in die Praxis kamen, Schwindel und Hochdruck angaben, nach dem einmaligen Kontakt negative Bewertungen abgaben. Mir kam der Gedanke, daß das Mitarbeiter des Bewertungsportals seien könnten, denn bis dahin hatte ich von diesem Portal noch nichts gehört, nun aber musste ich mich kümmern, von langjährigen Patienten positive Bewertungen dort ein zu stellen, um dem schlechte Image etwas entgegen zu setzen. Ist das die Geschäftsidee dieses Portals, um viele bewertungen zu generieren???
Eine sehr bewährte Möglichkeit, die Wirkung seiner Dienstleistung an seinem Kunden zu überprüfen. Über 50% meiner Patienten orientiert sich vor Kontaktaufnahme mit steigender Tendenz an Bewertungen durch andere Patienten.
Guten Tag,
die Damen und Herren Mediziner dürfen ihren Patienten schon etwas mehr zutrauen. Wir Patienten haben normalerweise ein gutes Empfinden, Bewertungsportale gibt es zu so vielen Dingen und viele, die eine Bewertung über einen Arzt schreiben, dürften das in anderen Situationen auch getan haben. Wie bei Hotelbewertungen entwickelt man doch bei der Lektüre der Bewertungen ein gesundes Empfinden dafür, ob einem da eine Bewertung in Ordnung ist oder aber ob es eher in die Kategorie Rache einzuordnen ist.
Wir werden sicher irgendwann über gefakte Bewertungen diskutieren.
In aller Regel lese ich Bewertungen, wenn ich bei einem Arzt war und nivelliere meine Eindrücke mit den Bewertungen. Lese ich sie vorher ist mir die Beurteilung der reinen medizische Leistung zwar wichtig, doch nicht ausschlaggebend. Ob ein Patient gesund wird, hängt ja nun nicht wirklich nur vom Arzt ab. Viel wichtiger sind für mich Aussagen zur Praxisorganisation, der Sauberkeit, dem Personal und sonstigen Erfahrungen. Ich bin mal ketzerisch: Aber eine schlechte Praxisorganisation, nicht "kundenorientierte" Mitarbeiter/Innen einer Praxis können den besten Arzt mehr schaden, als eine Kritik über eine medizinische Leistung. Wenn da steht: Arzt kommt regelmäßig zu spät, Mitarbeiterin am Empfang hört nicht zu, Termine nicht eingehalten, lange Wartezeiten trotz Termin, fehlende Gummihandschuhe bei Blutentnahme, Toilette schmutzig, dann weiß ich, was mich dort erwartet.
Wir wissen, dass vieles subjektiv ist. Der oft kritisierte Zeitdruck bei den Ärzten... wenn mehr Patienten wüßten, was Ihr Arzt im Monat für sie abrechnen kann, dann würde es ihnen vielleicht klarer. Insofern sind Kritiken (ich liebe eher Feedback als Begriff) doch auch eine Basis dafür, welche Themen aufgegriffen und mehr erklärt werden müssen. Für die Ärzte sind diese Feedbacks doch Gold, denn auch durch eine bessere Organisation der Praxis und Ausbildung der Mitarbeiter/innen läßt sich Geld sparen und mehr verdienen. Insofern sind Feedbacks Hilfestellungen, die eine schwächelnde Praxis auch vor der Insolvenz retten kann.
Und eines ist doch auch klar, Feedbacks gab es auch schon vorher. Die Erfahrungen wurden im Umfeld weitergegeben und wenn es in der Praxis nicht "lief", ging man nicht wieder hin. Insofern hat sich nichts geändert, außer das man es jetzt lesen kann.
Ich selbst bin mehrfach auch mit Freitext bewertet worden und mit den Bewertungen vollauf zufrieden.
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