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Schutz vor Darmerkrankungen

Das Forscherteam fütterte Mäuse mit einer synthetischen Kost, die keine Pflanzenbestandteile und damit auch keine Glukosinolate enthielt. Das schwächte die Immunabwehr im Darm der Tiere. Gaben die Wissenschaftler ein Glukosinolat zum Futter dazu, stärkte das die Abwehrfunktion wieder.
Obwohl Studien für den Menschen noch nicht vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass ähnliche Mechanismen wie bei den Mäusen wirksam sind. Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen gemüse- und obstarmer Ernährung und einem gesteigerten Erkrankungsrisiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gezeigt.
„Es ist jetzt vorstellbar, dass solche Pflanzenbestandteile oder verwandte Moleküle in der Zukunft zur Prävention oder Therapie von Darminfektionen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt werden könnten“, sagt Prof. Diefenbach. Neben Brokkoli und Rosenkohl zählen auch Weißkohl, Rotkohl, Blumenkohl, und Kohlrabi zu den Kreuzblütengewächsen.
Originalpublikation:
Natural aryl hydrocarbon receptor ligands control organogenesis of intestinal lymphoid follicles.
Kiss, E.A. et al.; Science, published online 27 October 2011; (DOI:10.1126/science.1214914)

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Quelle

  • Uniklinik Freiburg
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Kommentare

  • 6
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    05.12.11 - 15:19
    Elke Hierholzer
    Biologe/in

    @ Dr. Galler
    Gilt das auch für getrocknetes Gemüse, bei dem aber noch die Inhaltsstoffe erhalten sind?
    Würde mich gerne mal persönlich mit Ihnen dazu austauschen. Wie könnte ich Sie kontaktieren?

  • 5
    Defaultmedium
    29.11.11 - 11:25
    Tino Hennig
    Altenpfleger/in

    Immerhin erkenne ich hier einen Fortschritt: Was den Aktivisten komplementärmedizinischer Ansätze längst bekannt ist, wird nun hoffentlich auch in der sogenannten etablierten Medizin die gebührende Akzeptanz finden.

    @ Dr. Galler

    ihr Einwand ist sicher zutreffend und deshalb sind angeführte Kohlgewächse wenig geeignet, um bestehende Darmentzündungen zu therapieren.

    Anders verhält es sich, wenn jene Gemüse (insbesondere ihre entzündungshemmenden Sekundärstoffe) präventiv zur Anwendung kommen. Und genau dieser Ansatz ergibt Sinn. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er die hohen Kosten unseres gegenwärtigen Gesundheitssystems erheblich entlastet.

    Freilich zum "Nachteil" derer, die mit Krankheit Anderer Geld verdienen. Mit diesen Interessenkonflikten müssen wir leben.

  • 4
    User_default_image
    29.11.11 - 10:11
    Dr. med.univ. Arno Galler
    Arzt/Ärztin

    Leider weiß ich aus eigener Erfahrung,daß gerade Kohlgemüse aller Art st.Meteorismus verursacht und bei chron.entzündl.Darmerkrankungen mit Colitiden aüßerst unangenehm ist und eine deutliche Aversion geg.solches Gemüse besteht!

  • 3
    User_default_image
    29.11.11 - 00:49
    Gesundheitsberaterin Susanne Beutner
    Sonstige medizinische Berufe

    Da schließe ich mich Herrn Meckes an, der Bericht ist sehr verkürzt dargestellt. Sollten vor allem die Bestandteile der vorgenannten Kreuzblütengewächse bei Gemüse eine gesunde Darmflora unterstützen? Wie wichtig lebendige Nahrung für einen lebendigen Organismus ist, das dürfte ja keine Neuigkeit sein...das Thema Darmgesundheit wird meines Erachtens viel zu wenig beachtet und präventiv gezielt unterstützt.Was nützt gute Nahrung, wenn der Darm zu krank ist um sie dem Organismus zuzuführen?

  • 2
    User_default_image
    28.11.11 - 21:47
    Oliver Meckes
    Medizinfotograf, Designer

    Wohl etwas zu sehr gekürzt, der Artikel. Was hat das ganze mit Kreuzblütengewächsen zu tun.

  • 1
    User_default_image
    28.11.11 - 19:11
    Prof. Dr. med. Manfred Dietrich
    Arzt/Ärztin

    Offensichtlich handelt es sich nicht um Untersuchungen an keimfreien bezw. gnotobiotischen Tieren.Die Ergebnisse im
    gnotobiotischen Status sind m.E. erforderlich und sollten abgewartet werden. Hinsichtlich chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wäre es hilfreich eine Studie durchzuführen an Menschen, die sich lebenslang von Milch, Blut und Fleisch allein ernähren (Massai in Kenia, Karamajong in Uganda).Da mehr und mehr dieser Ethnien angesiedelt werden und dann auch auf Pflanzennahrung zumindest teilweise übergehen, könnte man eine prospektive vergleichende Studie durchführen.

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