Die Behandlung von Patienten weltweit aber auch der Umgang mit medizinischem Personal auf der ganzen Welt befinden sich in einem großen Ungleichgewicht. Der Weltärztebund fordert unter anderem eine verbessere Schmerztherapie und medizinische Neutraliät.
Der Weltärztebund hat einen leichteren Zugang für Patienten zu einer angemessenen Schmerzbehandlung gefordert. Weltweit würden Millionen schwerkranke Menschen unnötige Schmerzen erleiden, weil sie keine angemessene Schmerzbehandlung erhalten. Das liege vor allem an unnötigen restriktiven gesetzlichen Vorschriften etwa bei dem Zugang zu Opiaten sowie an Defiziten in der Ausbildung von Angehörigen der Gesundheitsberufe bei der Beurteilung und Behandlung von Schmerzen. Deshalb müsse beispielsweise das Thema Schmerztherapie verpflichtend in die Aus- und Weiterbildung von Ärzten aufgenommen werden, forderte der Weltärztebund. Darüber hinaus müssten die Regierungen ihre Gesetzgebung überprüfen und sicherstellen, dass ausreichend Schmerzmittel zur Verfügung stehen.
In einem weiteren Statement forderte die Generalversammlung des Weltärztebundes einen fairen Prozess nach internationalen Standards für die in Bahrain inhaftierten 20 Ärzte und Krankenschwestern. Diese waren vor kurzem zu fünf bis 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. „Allem Anschein nach wurden die Ärzte und Krankenschwestern verurteilt, weil sie alle verletzten Patienten behandelt haben, die zu ihnen gebracht wurden – einschließlich Mitglieder der Rebellion“, erklärte der Vorsitzende des WMA-Vorstandes, Dr. Mukesh Haikerwal. Weltweit würden dem Weltärztebund zufolge immer öfter Ärzte, medizinisches Personal und Einrichtungen des Gesundheitswesens zwischen Kriegsfronten geraten oder bei politischen und bewaffneten Konflikten und Unruhen attackiert. Alle Staaten müssten deshalb die Prinzipien der medizinischen Neutralität anerkennen und respektieren.
Auch die medizinische Versorgung von Gefängnisinsassen müsse verbessert werden, so der Weltärztebund. Denn vor allem in Haftanstalten zeichne sich eine Zunahme von Tuberkulose-Erkrankungen und Arzneimittel-Resistenzen ab. Gefängnisse seien ein idealer Nährboden für Infektionen, da diese oft überbelegt und schlecht belüftet seien. Hinzu komme eine mangelhafte Hygiene und Ernährung sowie der begrenzte Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung, betonte Haikerwal. Inhaftierte Menschen hätten jedoch die gleichen Rechte auf eine angemessene Gesundheitsversorgung wie andere Menschen.
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Quelle
BÄK
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