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| Kongressbericht |
Aus den gar nicht so thermolabilen PUFAs entstehen bei der Zubereitung von Fisch durch Erhitzen mit Sicherheit keine "gefürchteten Transfettsäuren". Ein eventueller Abbau von PUFAs erfolgt vor allem durch oxidative Prozesse und Polymerisation.
Wikipedia ist oft keine gute Informationsquelle.
Ein prima Artikel!
Ich schließe mich dem Kommentar über "alte Ernährungsgewohnheiten" an. Der Hinweis, PUFAs über Fisch aufzunehmen, ist bedenklich, nicht nur wegen der Schwermetallbelastung sondern auch der Erhitzung, da PUFAs sehr thermolabil sind und dadurch die gefürchteten Transfettsäuren entstehen können. Leinöl(oder Hanföl) oder auch Leinsamen, (frisch vor dem Verzehr gemahlen, der Blausäureanteil bei 30g pro Tag kann vernachlässigt werden) mit Quark, Frischkäse oder Rohkost vermischt sind eine gute und günstige Alternative.
Abgesehen von dem kleinen Schreibfehler ein sehr guter Artikel.
Auch beim Menschen existieren gleichlautende Studien, sowohl für die Reifung des Nervesystems als auch für die Darmpermeabilität und die damit verbundene Allergieneigung.
Und - wie in Vorkommentaren schon geäußert - es stimmt mit althergebrachten Ernährungsgewohnheiten überein.
Zu beachten ist auch die Zufuhr ungesättigter mittelkettiger Fettsäuren, wie in Butter (natürlich in vernünftigen Mengen), die ebenfalls protektiv auf die Darmmukosa wirken und stabilisierend auf das Nervensystem (GABA).
Huch! Eine Ernährung, so wie es die Natur vorsieht, scheint ja doch gar nicht mal so schlecht zu sein...
Ich hoffe, dass endlich mit dem pseudowissenschaftlichen Kram aufgeräumt wird, dass Schwangere nicht alles essen dürfen und Babies mindestens(!) ein halbes Jahr voll gestillt werden sollen. Alles unter dem Deckmantel der Allergieprophylaxe usw.
Man muss sich doch ernsthaft mal überlegen, ob diese Vermeidungsstrategie wirklich die erhoften Toleranzen bildet... ganz zu schweigen davon, dass die Schwangere und der Säugling eher mangelernährt werden: Stichwort essentielle Fettsäuren.
Und noch eins: die in den Kommentaren propagierte Graupensuppe mit Brot gehört doch wirklich in die Schweinemast, dann ist das auch mit den HDL und LDL Werten bei Erwachsenen wieder relativ...
Mit der Empfehlung von Fisch wäre ich mehr als vorsichtig. Warum Fisch, wenn es pflanzliche Alternativen oder Algenpräparate mit Omega-3-Fettsäuren gibt? Die Belastung von Fisch mit Umweltgiften wie Dioxin und Schwermetallen wurde in den letzten Jahren auch intensiv untersucht und in einem erschreckend hohen Ausmass nachgewiesen. Die Universtäten Barcelona und Granada untersuchten 2009 in verschiedenen Studien die Quecksilberbelastung von Kindern und Schwangeren in Spanien und stellten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Fischkonsum und Quecksilberbelastung fest. Eine erhöhte Quecksilberkonzentration beeinträchtigte eindeutig die geistige Leistungsfähigkeit der Kinder (Gedächtnis, Sprache) und war mit einer Entwicklungsverzögerung der Kinder verbunden. Eine französische Studie von 2007 enthüllte, dass gerade Fisch und Milch bedeutende Quellen für die Aufnahme von Giftstoffen (Dioxinen, Furanen und dioxin-like PCBs) sind. Dazu kommt noch die Überfischung der Weltmeere. Quellen: Freire C et al: Hair mercury levels, fish consumption, and cognitive development in preschool children from Granada, Spain; Environ Res. 2009 Nov 10
Diez S et al: Prenatal and early childhood exposure to mercury and methylmercury in spain, a high-fishconsumer
country; Arch Environ Contam Toxicol., 2009 Apr; 56(3): 615-22
Tard A et al: Dioxins, furans and dioxin-like PCBs: Occurrence in food and dietary intake in France; Food
Addit Contam. 2007 Sep; 24(9): 1007-17
Liebe Leser,
entschuldigung - natürlich das stimmt: Es muss PUFA heißen!
Danke,
Julia Hofmann
Es ist schon erstaunlich, dass die moderne Forschung das, was unserer Vorfahren als normal ansahen, nämlich sich einfach und gesund zu ernähren, heute als neue Erkentnnis propagiert. Früher gab es jede Woche bei uns einmal Fisch, weil z.B. der saure Hering sehr billig war (marinierte Heringe, Rollmöpse frisch vom Fass usw.). Oder: Kartoffeln, Leinöl und Quark als Mittagessen haben wir auch fast einmal wöchentlich gegessen, Das Leinöl kam frisch gepresst aus der "Ölmühle um die Ecke". Vielleicht sollten wir einfach mal wieder nach "alten" Ernährungsgewohnheiten schauen, wie Getreidesuppen mit Lauch (Graupen usw.) Brot, frisches Leinöl usw. Die Ernährungsindustrie trägt eine große Verantwortung, endlich "back to the roots" zu produzieren, und nicht die Chemie in den Vordergrund zu stellen. Unser Vorfahren wussten instinktiv, was gesund ist.
PUVA = Psoralen plus UV-A
PUFA = Polyunsaturated fatty acids
Sehr geehrte Frau Dr. Hofmann,
Ihr Artikel über vielfach ungesättigte Fettsauren (polyunsaturated fatty acids, PUFAs) ist ohne Frage sehr wichtig. Ich arbeite seit Jahren hier in New York an Sehrezeptoren (Rhodopsin), deren Funktion durch Omega-3 PUFAs moduliert wird.
In Ihrem Artikel verwenden Sie jedoch neben der korrekten Abkürzung PUFA auch die inkorrekte Abkürzung PUVA, welche meines Wissens nach ausschließlich für die dermatologische Therapie in Form einer Kombination von Psoralen mit UV-A Licht benutzt wird.
Mit freundlichen Grussen,
Thomas
Guter Artikel! Jetzt könnten noch Testreihen bei Kindern zeigen,daß sehr viele mit mehrfach ungesättigten FS
unterversorgt sind, und zwar mit pflanzl. als auch mit
tierischen FS. In der Ernährungstherapie ein MUSS :
Cave HDL - LDL - Werte bei Erwachsenen !
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