| Artikel Uni Zürich |
| RANKL |
In einem Kommentar, der anscheinend gelöscht worden ist, wurde die Frage „Fluor“ angeschnitten. Dazu nur soviel: es gibt nichts, was für alle gleich gut ist. Ich hatte schon einige Patienten, die unter rezidivierenden Angioödemen mit potentieller Erstickungsgefahr gelitten haben. Seitdem solche, auf meinen Rat, sich auf Fluor-freie Zahncremen umgestellt haben, sind Angioödeme bei ihnen nicht mehr vorgekommen.
Hallo Kommentator 1
Raucher leiden deshalb oft an fortgeschrittener Parodontisis, weil aufgrund der Minderdurchblutung das entscheidende Warnsignal, das Bluten des Zahnfleisches ausbleibt.
Was ich verisse, ist der Hinweis darauf, dass der BioFilm auf den Zahnflächen mechanisch entfernt werden kann. 1. durch jeden selbst, 2. durch regelmäßige professionelle Reinigung, 3. im Rahmen einer sgn. "Parodontosebehandlung".
Siehe auch Pub med: J Periodontol. 2002 Jun;73(6):608-15.
The effect of subgingival controlled-release delivery of chlorhexidine chip on clinical parameters and matrix metalloproteinase-8 levels in gingival crevicular fluid. Und ähnliche Studien.
Es gibt einige Studien weg von Antibiotika hin zu hochdosierten Antiseptika(Arzneimittel), wie z. B. Chlorhexidinbis(D-gluconat). Parodontitis ist ja eine Infektionserkrankung mit chronischem Krankheitsverlauf, mit Abbau der Kollagene/des Zahnhalteapparates nach Immunreaktion. Gerade bei der Langzeittherapie einer chronischen Erkrankung sollte auf die Resitenzbildung acht genommen werden (Siehe auch die Studie Germap 2008). Ein guter Buchtip: Die Praxis parodontaler Infektionskontrolle und Gewebemodulation Thieme, Stuttgart ISBN-10: 3131444436 ISBN-13: 9783131444431 ...
Hallo Kommentator 6: haben Sie genauere Informationen dazu. Oder können Sie mir Quellen angeben? Ich würde mich über eine Anwort freuen
Ich habe bei Parodontitis meine Patienten motiviert, sich nicht nur nach dem Essen die zähne gründlich zu Putzen, sondern danach auch noch mit einer - in Wasser aufgelösten - Mischung von Milschsäurebakterien (z.B. Lacto-bact) die Zähne (Zahnhälse) gründlich zu spülen und zu gurgeln.
Die Erfahrung hat gezeigt: Dies Milchsäure bildenen gesunden Konkurrenzkeime setzen sich sehr schnell mit den Entzündungskeimen an den Zahnhälsen auseinander, d.h. die Milchsäurebakterien schaffen für die pathogenen Keime ein Milieu, in dem sie nicht gern siedeln, aggressiv sind und weiterhin Toxine bilden, sodass die Entzündungen immer mehr nachlassen.
In den Kommentaren vermisse ich die (für Zahnmediziner natürlich selbstverständliche) Pflege der Interdentalräume. Denn wie immer die Plaques (neudeutsch "Biofilme")nun zusammengesetzt bzw. besiedelt sind: jedenfalls muss man täglich versuchen so viel wie möglich davon zu entfernen (klar, ne?). Auch in der Fachliteratur vermisse ich aber weitgehend (neben der Zahnseide und den bei fortgeschrittener Parodontitis unverzichtbaren Interdentalbürstchen) die medizinischen Zahnhölzchen! Diesen glaube ich auch mit 73 in erster Linie meinen noch ziemlich guten Restzahnbestand (26 1/2 Zähne und Taschen nicht über 3 mm, überwiegend deutlich darunter) zu verdanken. Mit Hölzchen habe ich schon früh, kurz nach der Approbation, angefangen, mit Zahnseide erst mit Ende der Dreißiger...
Nichts gegen das Zähneputzen, aber man sollte sich stets bewusst sein: "jeder Löffel weißer Zucker der gegessen wird, schadet den Zähnen mehr als mit allem Zähneputzen der Welt je wieder gut gemacht werden kann."
Ähnliches gilt natürlich für alle isolierten Kohlehydrate.
wie oft vergessen selbst gesundheitsbewußte Menschen ja sogar
Ärzte z.B.bei chronischer Übermüdung ("Hamsterrad")das
morgend- und abendliche Zähneputzen !
Übrigens bitte: wie steht es um die Diskussion pro oder contra Fluorzusatz in den Zahnpasten ?
Außerdem: es gibt zahnfleischempfinmdliche Kinder, die mit
Marderhaaren bestückte Zahnbürsten gern benutzen.-
Die herkömmlichen Mund-Duschen haben oft einen ungenügenden Wasserdruck.- und und --und!
feinfasrige Holzstäbchen zur Zahnreinigung?
Rolle der Leptine für die Anheftung von Bakterien.-
Raucher leiden sehr oft an Parodontitis. Muss mal erwaehnt werden!
nicht schlecht! Offenbar scheint sich die Problematik der Biofilme endlich in den Köpfen zu etablieren (s.a. http://www.pferdemedizin.com/biofilm/).
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