Frage an die Autorin des Artikels:
"Das Bachelor/Master-System für den Studiengang Humanmedizin ist aber definitiv ein wichtiger Schritt, um deutsche Mediziner auf dem weltweiten Arbeitsmarkt zu qualifizieren"
Der Zusammenhang ist mir leider nicht klar !
Eine Qualifikation für den (weltweiten) Arbeitsmarkt hängt von der Qualität der Ausbildung ab und nicht von der Bezeichnung des Studiengangs oder dem Prüfungsmodus !
Studierst du im 1. Sem. ???
Im Übrigen wird die deutsche Approbation EU-weit anerkannt !
Naja, gar so schlimm finde ich es nun nicht. Was wenn man wirklich nach 3 Jahren feststellt, dass es nicht das richtige ist? Dann hat man zumindest einen Abschluss, mit dem man arbeiten kann. Oder wenn was dazwischen kommt (Schwanger und alleinerziehend)?
"Ein Beenden des Studiums nach dem Bachelor könnte außerdem den Eindruck erwecken, dass man mit der Studienwahl unzufrieden war oder das Studium nicht gepackt hat."
JA UND? Was wenn es genauso ist? Wieviele Humanmediziner gehen danach in die Wirtschaft oder machen sonstwas... nicht alle praktizieren.
Und was für einen Sinn haben unsere Staatsexamen eigentlich, wir wurden doch in allen Kursen vorher schon geprüft. Wozu doppelt? Und internationmal ist es ein krasser Vorteil: ich hatte mich aus fam. Gründen für Kopenhagen informiert. Das muss ich doch tatsächlich meine Vorklinik/Physikum vergessen und wieder im 1. Semester anfangen. Da wäre ein Bachelor ein krasser Vorteil. Aber wenn hier alle dafür garatieren können, dass in 6-7 Jahren Studium man nie die Strategie ändert oder ins Ausland ziehen will...
Ich war am Anfang auch contra B/M, aber Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es sinnvoll ist und evtl. wieder nur ein "das haben wir schon immer so gemacht" ist.
Oder würdet ihr wirklich einem niederländischen oder dänischen Arzt seine Qualifikation absprechen?? Die lachen sich übr. tot über unsere Doktorarbeiten. Der Dr. wird international nicht richtig ernstgenommen.
Hat alles seine Vor- und Nachteile.
Vielleicht täte es mal gut, etwas aufgeschlossener zu sein.
Nun ja, es gibt durchaus Berufe in denen das medizinische Basiswissen durchaus gefragt ist, ohne einen approbierten Arzt einstellen zu wollen. Ist ja wie alles eine Kostenfrage.
Ich denke nicht, dass über diesen Studiengang Arztstellen (im eigentlichen Sinne von "Behandler") besetzt werden, sondern vielmehr Stellen in der Verwaltung.
Gut wäre auch gewesen, sich einmal die Seite der Uni Oldenburg anzuschaun:
"Nach dem anschließenden dreijährigen Masterstudiengang Humanmedizin bzw. der Vollendung des deutschen Modellstudiengangs erlangen Absolventen den niederländischen Master in Geneeskunde oder schließen das Studium mit dem deutschen Staatsexamen ab. Durch diese Abschlüsse erhalten sie die ärztliche Approbation in Deutschland oder die entsprechende Qualifikation in den Niederlanden." (http://www.uni-oldenburg.de/uni/51107.html)
Also wenn ich das richtig verstehe, gibt es die Möglichkeit am Ende zum. das 2. Staatsexamen zu absolvierne um die Approbation zu erlangen.
Nur am Rande, ohne die vorhergehenden Minuspunkte entkräften zu wollen.
Danke für den Bericht, auch wenn ich die Vorstellung Bachelor/Master in Medizin scheußlich finde...
Die Vorstellung, dass jede Uni eigene Prüfungen hat (bachelor/Master) und nicht mehr an zentrale Prüfungen des IMPP gebunden ist, ist einfach schrecklich. Nicht nur, dass einzelne Unis ihre Abschlüsse leichter machen können um besser dazustehen, einige Themen könnten ebenso einfach nicht mehr in der Tiefe behandelt werden wie es das IMPP fordert - der Patient ist der Leidtragende.
Und sollte sich der Bachelor ebenso wie in viele anderen Studiengängen als solch "Erfolgsmodell" (Ironie off) auf dem Arbeitsmarkt durchsetzen, dann tun mir die leid, die jetzt angefangen haben zu studieren und auf einen modischen Gag mit tollem Namen reingefallen sind.
Wenn ich ganz ehrlich bin - ich hätte Angst vor Ärzten die irgendwo an einer Uni Prüfungen absolvieren, ohne das der Staat da drauf guckt. Im Übrigen - geht das gesetzlich eigentlich? Ich denke die ÄppO schreibt alles genau vor wie die Ausbildung zu laufen hat. Welchen SINN macht ein B/M System also, außer einem neuen Namen. Den Ärztemangel werden B-mediziner (Bachelormediziner) nicht lösen. (zumal ich abgeneigt bin, diesen Abschluss als "Arzt" oder "Medziner" zu bezeichnen...
So far,
Student Medizin.
Ich fände es ja wirklich toll,wenn man sich auch wenn man in einer Naturwissenschaft den Abschluss gemacht hat, auf einen Masterplatz in Medizin bewerben kann um so noch Arzt zu werden was nach einem abgeschlossenen anderen Studium sonst sehr viel schwieriger ist. ABER ich frage mich wie das gehen soll weder ein Biochemiker , noch ein Biologe oder Pharmazeut und erst recht kein Chemiker oder Physiker haben doch all das gelernt was die Mediziner in den ersten Studienjahren gelernt haben. Und dann sollen nachher alle Ärzte werden? Aber wissen die zum Master eingestiegen dann nicht weniger als die klassisches Humanmedizinstudenten? Also ich stell mir das nicht so gut vor für den Patient.
''Durch die Einführung des Bachelor/ Master-Systems wird auch versucht, dem drohenden Ärztemangel entgegen zu wirken und dadurch den ärztlichen Nachwuchs zu sichern. ''
Eben das passiert doch nicht, indem man den Studenten mit dem Bachelor quasi vorschlägt sich anderweitig zu betätigen. Das als Pro-Argument für ein Bachelor/Master-System zu deklarieren ist quatsch.
"Das Bachelor/Master-System für den Studiengang Humanmedizin ist aber definitiv ein wichtiger Schritt, um deutsche Mediziner auf dem weltweiten Arbeitsmarkt zu qualifizieren."
Also was denn nun? Soll jetzt dem Ärtzemangel in Deutschland entgegengewirkt werden oder nicht? Mit dem Staatsexamen wird man auf der ganzen Welt außer den USA mit offenen Armen empfangen. Um junge Mediziner ins Ausland zu verlieren braucht man nun wirklich keinen Master. Sehr konfus alles......
Danke für den interessanten Bericht.
"Das Bachelor/Master-System für den Studiengang Humanmedizin ist aber definitiv ein wichtiger Schritt, um deutsche Mediziner auf dem weltweiten Arbeitsmarkt zu qualifizieren."
Das deutsche Staatsexamen in Medizin hat, wie auch das alte Diplom in anderen Fächern, international ein gutes Ansehen.
Welchen Sinn soll die Stückelung in Ba/Ma haben? Das Gesundheitswesen alleine wird ja wohl kaum als Arbeitgeber ausreichen. Und ein echter Mediziner ist man erst nach Abschluss des klinischen Abschnitts.
Angesichts der schlechten Erfahrungen mit dem System verwundert es noch, dass es nicht längst wieder abgeschafft wurde.
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