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Bye bye Bio, Physik, Chemie!

In der letzten Ausgabe der DocCheck Campus News haben wir Euch nach Eurer Meinung gefragt: Was sollte im Medizinstudium am ehesten abgeschafft werden?

IMPP ist Studenten lieber als Bio

Das Ergebnis war eindeutig: von 178 Wählern fanden 66 die Abschaffung von Biologie, Physik und Chemie in der Vorklinik sinnvoll. Immer wieder wird die fehlende Relevanz dieser Fächer für Mediziner bemängelt. Die Grundlagen, die man für das Medizinstudium braucht, sollten sogar schon durch die Gymnasialbildung abgedeckt sein, meinen manche Studenten.

Multiple-Choice-Fragen stehen auf Platz 2 der Abschussliste. Fragen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten, die man einfach ankreuzen muss, erleichtern zwar die Korrektur des Tests, reduzieren die Prüfungsvorbereitung jedoch zu einem großen Teil auf stumpfes Kreuzen. Das Erklären von Zusammenhängen oder die eigene Formulierung von Lösungen sind hier nicht gefragt. Gerade in den Examen werden Multiple-Choice-Fragen gestellt; trotzdem möchten nur 10 unserer Wähler das IMPP abschaffen, das die Fragen erstellt.

Die Ergebnisse im Überblick

  1. Bio, Physik und Chemie in der Vorklinik 66 Stimmen
  2. Multiple-Choice-Klausuren 46 Stimmen
  3. Numerus clausus 25 Stimmen
  4. Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS) 15 Stimmen
  5. Physikum 12 Stimmen
  6. IMPP-Fragen 10 Stimmen
  7. Praktisches Jahr 4 Stimmen
Auf Platz 3 der unbeliebtesten Aspekte im Medizinstudium steht der Numerus Clausus. 25 Wähler vertreten die Meinung, die Unis sollten ihre Studienplätze lieber anhand eigener Tests und Auswahlgesprächen vergeben. Für Studienanfänger stellt der NC aber zumindest momentan noch die erste Hürde vor dem Studium dar: je nach Hochschule liegt der benötigte Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,5.

Gewinner der Abstimmung ist das Praktische Jahr. Trotz aller Kritik, die PJler über Ausbildung und Arbeitsbedingungen äußern, wollen nur 4 Leser ganz darauf verzichten.

Kritik willkommen

Ob sich die Abschaffung der 3 naturwissenschaftlichen Fächer oder der Multiple-Choice-Fragen für die Universitäten genauso gut anhört wie für die Studenten, bleibt zunächst offen. In der DocCheck Campus-Gruppe könnt Ihr jedoch weiterhin Kritikpunkte am Medizinstudium anbringen und diskutieren.

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Kommentare

  • 8
    User_default_image
    21.04.11 - 08:20
    Dipl.-Ing. (FH) Tomasz Cebulski
    Student/in

    Die Fächer haben gewiss mit dem Studium udnd er Realität zutun, allerdings hängt es von der VErmittlungsumsetzung der Inhalte ab, und davon, wie der Dozent den Bezug herstellt. Wenn in Physik nur Stumpf Schwingungen hin und her gerechnet werden, ohne zu sagen, was das mit dem MRT zutun hat und welche Auswirkungen wie sich ergeben, dann ist Physik wirklich fehl am Platz! Es sollte eine inhaltliche Bezugsverpflichtung für Grundfächer geben - und nicht nur "überlegt es euch selbst".

  • 7
    Defaultmedium
    20.04.11 - 21:58
    André-Joel Heuser
    Gesundheits- und Krankenpfleger/in

    Der Umfang der Befragung ist doch sehr klein und um statistisch korrekte Aussagen zu treffen wohl deutlich zu klein.

    Noch dazu kann nicht jeder Abiturient von sich behaupten guten Bio Unterricht genossen zu haben, ich persöhnlich hatte Glück in meinem Bio Leistungskurs eine äußerst kompetente Lehrerin zu haben die Stoff der weit über das durchschnittliche Gymnasialniveau hinausgeht. Hier habe ich also keinerlei Probleme.

    Im Gegensatz dazu war mein Chemie Unterricht weitaus weniger ergiebig.. auch hier hatte ich wieder Glück das meine Bio LK Lehrerin doch sehr ausführlich die anorganischen wie die organischen Chemie Grundlagen mit uns besprochen hat.. Wenn nicht wäre ich ohne Chemie im Studium vollkommen aufgeschmissen.

    Und auch zum Fach Physik kann ich nur sagen, wenn ich mich nicht privat sehr dafür interessiert hätte würde jeder kläglich daran scheitern mir die Grundprinzipien der MagnetRessonanzTomographie zu erläutern.
    Woher soll man denn ohne fundierte Kentnisse in Physik das Verständniss und vorallem die Vorstelung dafür aufbringen wie Magnetfelder auf die Ausrichtung der Kerne wirken und welche Auswirkungen Radiowellen auf diese entwickeln....
    Die ist auch für Personen mit fundierten physikalischen Kentnissen nicht der leichtestes Stoff..

    Man kann leider den Wissensstand in den Naturwissenschaftlichen Fächern eines Abiturienten nicht pauschalisieren, meist nichteinmal annährend. Da gibt es den Studenten der Bio und Chemie als Leistungskurse hatte der neben einem Studenten sitzt der Englisch und Französich als LKs gewählt hat und evtl. noch Physik oder Chemie in der Oberstufe abgewählt hat.

    Ich persöhnlich denke schon das Bio, Chemie und Physik ihren durchaus berechtigten Platz in der Vorklinik einnehmen

  • 6
    20.04.11 - 21:51
    angewandte Chemie

    Ohne Chemie versteht man nicht wie es zu einer Alkalose kommt und Mann hat keine Chance der hübschen Kommilitonin vorm Anatomietestat zu helfen ;-)

  • 5
    20.04.11 - 21:16
    alli

    ich studiere im zweiten semester, hab bio grade hinter mich gebracht und muss mich noch ein paar wochen mit chemie und physik rumplagen, aber obwohl die nicht zu meinen lieblingsfächern zählen, finde ich doch, dass sie wichtige fächer sind. physik ist zwar ziemlich abstrakt, wird aber teilweise auch noch in der physiologie gebraucht. die zellbiologischen grundlagen sind auch für neuroanatomie und histo wichtig und chemie dient zumindest bei uns dazu, alle auf einen chemischen nenner zu bringen. was ich viel wichtiger finden würde, wäre eien umstrukturierung der fächer, sodass von anfang an ein bezug zum eigentlichen studiengang bestünde.

  • 4
    20.04.11 - 21:16
    Bartosz B.

    Chemie und Abitur? Ich wusste nach dem Abi nur dass es einen Erlenmayerkolben gibt und dass wenn es die letzte Unterrichtsstunde vor den Ferien war, wir Knallgas machen durften.

  • 3
    20.04.11 - 21:12
    cand Met ;-)

    37% fanden die Abschaffung also sinnvoll, 63% nicht!
    Auswahlgespräche sind der größte Fehler den eine UNI machen kann! Sie sind subjektiv, sagen nichts über das Verständnis eines Studenten aus! (Ich war live dabei, wenn man vor der Tür steht und hört" schön Sie wieder zu sehen" macht das echt Hoffnung das das Gespräch fair wird-->Berlin)
    Gut wäre es wenn im Auswahltest Chemie, Bio, Physik und MATHE getestet würden, einige PJler die ich kenne (aus Frankfurt) können nicht mal Dosierungen ausrechen...

  • 2
    20.04.11 - 20:55
    Chlodwig

    N = 178 - daraus könnte man doch drei Doktorarbeiten stricken ^^

  • 1
    Defaultmedium
    20.04.11 - 19:54
    Bernd Lindenmaier
    Student/in

    66 Stimmen......... soviel zur Abstimmung.
    Und dass Bio keinen Bezug zur Medizin habe?? Physik - waren die Mitwähler denn schon in der Radiologie? Gut, Chemie wurde durch Abitur und später die Biochemie sicher abgedeckt...
    Eine Umfrage, die man sich hätte sparen können.

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