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Daumen hoch lieber Peter für deine Artikel hier!
Das Physikum hat meiner Meinung nach seine Berechtigung,so spiegelt es schon stark die vorhanden geistigen Fähigkeiten,Motivation und Stressreistenz,und ohne Resilienz kommt man später nichtmal als Landarzt um den AMI herum.Physik und Chemie waren 100% verschwendete Zeit,hängen geblieben sind keine 5% des Lehrstoffs. Universitäten die ihre Praxis aufgrund just eingeführter Skillslabs in höchsten Tönen loben und loben lassen,dann aber für geschätzte 1000 Studenten aus 5 Jahrgängen 1!!!! Klopfschallkurs anbieten bei dem keine 100 Leute teilnehmen können,finde ich einfach lächerlich. Genauso wie Untersuchungskurse in denen jeden Tag der Arzt wechselt,dadurch immer die gleichen Themen behandelt werden,die Hälfte gar nicht gelehrt wird,und man am Ende weder sicher eine Leber tasten noch feuchte RGs raushören kann finde ich Zeit und Geldverschwendung.Famulaturen in denen man Befunde abheftet und Telefondienst hat um Befunde anderer Ärzte einzutreiben,dafür muss man nicht Medizin studieren. Da kann man auch Sekretärin werden. POL Kurse die von Nicht-Ärzten geleitet werden,ein weiterer Kritikpunkt.PJ ist wie Lotto spielen,mit Glück kommt man an motivierte Ärzte und Lehrkrankenhäuser die auch LEHREN und nicht nur GEWINN einstreichen. Der größere Anteil berichtet aber von stummem Mitlaufen und ignoriert-werden über Frühstück für die Station vorbereiten etc. etc. Da fallen auch schonmal UAKs komplett aus,weil keiner Zeit hat und man wird behandelt,als wäre es ein Unding als Student die ausgewiesenen zumindest in der Theorie praktischen Lehreinheiten auch nutzen zu wollen.
Am Ende schließlich macht man dann in jedem UAK immer und immer wieder ein Anamnesegespräch. Allerdings in so wenig Zeit,dasss dieses mehr als Lückenhaft bleibt. Auch mehr als 15 Studenten in einem Op - keine Seltenheit.
Gekrönt wird dieses Studium mit IMPP Fragen von Leuten,die vermutlich seit Jaren keinen Klini-k-/Praxisalltag mehr erlebt haben. Danke IMPP,Danke Uni Leipzig!
Dazu kommt noch ein wesentlicher Punkt: warum hat man das Staatsexamen (ehemals 2. StEx) abgeschafft? Man hört von vielen Assistenzärtzen und Oberärtzen gehäuft Bemängelungen des theoretischen Wissenstandes der PJler und Sätze wie "früher hatten die PJler einiges mehr drauf!". (etwas Gegenteiliges habe ich seitens der Ärtze zumidest noch nirgendwo gehört). Mit den StEx vor dem PJ hatten die Studenten ja auch vor dem PJ alle klinischen Fächer ordentlich für ein einheitliches Staatsexamen - und nicht etwa für hochschulunterschiedliche Prüfungen - gelernt und sich somit ein solides medizinisches Grundwissen angeieignet und konnten es im PJ direkt in die Praxis einsetzen.
Warum wurde dies "reformiert"???
Wenn man heutzutage 8 Stunden, in einigen Kliniken auch 10-12 Stunden im Krankenhaus verbringt (wie nützlich und effektiv sei krankenhaus-abhängig dahingestellt) hat man wenig Muße und Zeit nebenher noch was zu Lernen und so hat man oft den Eindruck tatsächlich als billige Arbeitskräfte missbraucht zu werden. Von einer Vergeudung eines "ganzen des Praktischen Jahres" will ich nicht spechen, aber wäre es nicht für alle Seiten nützlicher das PJ im Anschluss an das Staatsexamen zu setzen? Somit könnte man tatsächlich das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen und die zuständigen Oberärzte müssten sich nicht mit "planlosen Fragestellern" rumplagen.
Ich mache grade mein PJ in England da ist die Studentenausbildung eine ganz andere Welt. Nach dem 2. Jahr Uni sind die Studenten nur im Krankenhaus, keine Vorlesungen mehr nichts. Die können komplett auswählen was sie sich an Fächern ansehen wollen.
Der Fokus liegt ganz klar hier bei ärztlichen Fertigkeiten, wie Untersuchen und Befunderhebung, nicht wie bei uns. Ich habe zB noch nie eine Leber/Milz gefühlt und es würde im Alltag auch nie jemand mir in D zeigen.
Ich habe auch nie eine gynäkologische Untersuchung gelernt geschweige denn mal gesehen. Ich bin immer rausgeschickt worden. Hier gibts sogar extra Frauen an denen man das lernen kann (gut das ist schon sehr strange, aber so läuft das hier).
Von dem Aspekt her kann sich D noch viel abschauen
Es ist aus meiner Sicht tatsächlich so, dass man in der vorlesungsfreien Zeit, die man mit Famulaturen und Blockpraktika verbringt, oft mehr lernt als im kompletten Semester. Deshalb wäre es sicherlich sinnvoll, das Studium praxisorientierter zu gestalten.
Ausserdem finde ich es schwer nachvollziehbar, dass Naturwissenschaftler in Deutschland die komplette Vorklinik ableisten müssen. In den Niederlanden spart man sich als Zweitstudent 2 Jahre und kann gleich mit der Praxis beginnen - sicherlich nicht zum Schaden der späteren Patienten.
Naja, Vorklinik ganz abschaffen wird nicht funktionieren. Schließlich werden da Basisinhalte wie zb. Anatomie,Physio und Biochemie vermittelt. Die braucht man schon im klinischen alltag, wenn auch unbewußt.
Aber das medizinstudium muss dringend aufgearbeitet werden. da stimme ich absolut zu. wir hängen da momentan irgendwo zwischen wissenschaftlichem studium und praxisrelevanter ausbildung.
Der zentrale Ansatz sollte dabei auf der zukünftigen Arbeit als Arzt liegen.
Das studium muss:
1. Entrümpelt werden ( Chemie und Physik in der vorklinik TOTAL streichen)-> das sollte durch das abitur und die gymnasialbildung vorhanden sein.
Biologie und Biochemie sollten auf das wesentliche gekürzt werden.
Ich habe während meines Studiums viel blödsinn in chemie , physik und biologie gelernt, den ich nie wieder brauchen werde! (polyesterherstellung ect.)
2. mehr praxisanleitung erfahrener dozenten/oder studenten aus höheren semestern.
Mir fallen spontan noch viele andere dinge ein....
"Bestnoten hat die medizinische Ausbildung in Deutschland allerdings sicher nicht verdient."
Richtig!!
1.Vorklinik und Physikum abschaffen
2.mehr Praxis
3.mehr Praxis
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