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Länger leben mit der fremden Niere

Der Studie liegt eine einfache Überlegung zugrunde: Viele Patienten brauchen, um der gefürchteten Abstoßungsreaktion zu entgehen, nach einer Nierentransplantation starke Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (so genannte Immunsuppressiva). Einige dieser Wirkstoffe schützen zwar vor der Abstoßung, schädigen aber auf Dauer das transplantierte Organ selbst. In Langzeitstudien konnte nachgewiesen werden, dass durch diesen Effekt die durchschnittliche Überlebenszeit nach einer Transplantation auf acht bis zwölf Jahre sinkt.
Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Klemens Budde und Prof. Petra Reinke, Oberärzte an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin der Charité, verfolgten in der ZEUS-Studie nun den Ansatz, nach erfolgter Transplantation die schädigenden Immunsuppressiva möglichst rasch durch nicht nierenschädigende Medikamente zu ersetzen. „Die Ergebnisse verschieben den Fokus bei der Therapie von Nierentransplantaten hoffnungsvoll auf eine verbesserte Nierenfunktion als Marker für ein langfristiges Überleben mit einem funktionstüchtigen Transplantat“, resümiert Dr. Budde

Langzeit-Resultate abzuwarten

Im Zentrum der Untersuchung standen die so genannten Calcineurin-Inhibitoren wie Cyclosporin A. Sie werden bislang standardmäßig nach Nierentransplantationen gegeben und nur dann abgesetzt, wenn Schäden an der transplantierten Niere bereits erkennbar sind. Die Forscher begannen 4,5 Monate nach der Transplantation, bei insgesamt 300 Patienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, unterschiedliche Behandlungsstrategien zu verfolgen. Eine Gruppe erhielt weiterhin die Standardtherapie mit Cyclosporin, bei einer zweiten wurde Cyclosporin durch ein anderes Medikament ersetzt. Diese Patienten erhielten stattdessen den Wirkstoff Everolimus, der nachweislich das Transplantat nicht schädigt.
Bei der Abschlussuntersuchung zwölf Monate nach der Transplantation zeigten sich wesentliche Vorteile für diese Gruppe: Das Transplantat funktionierte besser als unter Cyclosporin, während die Abstoßungsrate nur leicht anstieg. Dr. Budde nennt dieses Ergebnis „sehr ermutigend“, schränkt jedoch ein: „Das ist noch kein Beweis für die Überlegenheit von Everolimus. Wir müssen als nächstes die Langzeit-Resultate abwarten.“
Originalpublikation:
Everolimus-based, calcineurin-inhibitor-free regimen in recipients of de-novo kidney transplants: an open-label, randomised
Klemens Budde et al.; Lancet
doi:10.1016/S0140-6736(10)62318-5.
(2011)

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Quelle

  • Charité Berlin
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Kommentare

  • 5
    Icondirect
    03.03.11 - 14:20
    krankenschwester lieselotte utz
    Gesundheits- und Krankenpfleger/in

    DR.MED.FRANZ HENKE .ES IST DOCH GUT SO , DAß ES MENSCHEN GIBT DIE IN DER FORSCHUNG TÄTIG SIND . ES GIBT DOCH ERFOLGE UND MISSERFOLGE .WARUM SIE ZU IHRER BEURTEILUNG NUR ZUM MED.SCHWACHSINN KOMMEN ,ZEIGT DOCH ,DAß MAN VON IHNEN ALS ARZT NICHT VIEL ZU ERWATEN HAT !ALS NUR EINE BILLIGE FLOSKEL. SIE WÄREN NICHT DER ARZT MEINES VERTRAUENS.

  • 4
    Icondirect
    03.03.11 - 14:03
    krankenschwester lieselotte utz
    Gesundheits- und Krankenpfleger/in

    DR.MED.FRANZ HENKE: medizinischen schwachsinn würde ich das nicht nennen .die forschung hat erfolge und misserfolge Darüber sollten wir alle froh sein, daß durch forschung ,so mancher patient wieder zu einem lebenswerdes leben gefunden hat.

  • 3
    User_default_image
    02.03.11 - 21:42
    Dr. med. Franz Henke
    Arzt/Ärztin

    Das ist medizinischer Schwachsinn!

  • 2
    Defaultmedium
    02.03.11 - 21:13
    Dr. med. Reiner Schenk
    Arzt/Ärztin

    Lieber Herr Kollege, gibt's dazu eine Studie? Denn mit dem Herauswaschen isst ja nicht getan, die immunkompetenten Zellen bleiben ja, oder?

  • 1
    User_default_image
    02.03.11 - 20:42
    Dr. med. Hans Gschwender
    Arzt/Ärztin

    Sehr schön! .... aber es ist doch seiot jahren bekannt, daß wenn beim Empränger vor der Transplantation das IgG herausgewaschen wird eine iMMUNSUPPRESSION SO GUT WIE NIE NOTWENDIG IST. Das sich neu Bildende Immunsystem akzeptiert das -transplantat als SSelbst und bildet ohnhin keine Antikörper. Es kann sogar jedes Beliebige Organ transplantiert werden, es muß nicht einmal die Blutgruppe stimmen. Warum wird das in Deutschland nicht so gemacht?? Es könnten enorme Kosten eingespart werden. Da Diese Transplatntationen vor allem bei Lebendspendern eine Erfolgsquote von 98% haben hätte wohl jeder eine Chance einen Lebendspender in Familie oder Bekanntekreias zu finedn. Natürlich wäre dann das jetzt auswuchernde Dialysesystem nicht mehr notwendig. Es geht also nur um Geld und Gewinn nicht um das Wohl der Kranken.

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