| Salix |
| Dr. Yehuda Ringel |
| Studie NEJM |
Hier wird über Reizdarm gesprochen, als gäbe es nur eine Ursache und eine Ausprägung, Entschuldigung, jeweils eine von doc- und eine andere von hp-Seite aus.
Für mich klingt das so, als würde man das Symptom Husten immer gleich behandeln können.
Eine Reizdarmsymptomatik kann sich durchaus durch Überwucherung mit falscher Flora einstellen. Die antibiotische oder antimycotische Behandlung kann erst nach gründlicher microbiologischer Untersuchung erfolgen.
Der burger-cola-pommes-Vertilger hat idR. keinen Reizdarm, sondern durch Fehlernährung hervorgerufene Verdauungsstörungen.
Es ist selten, daß ich einem Arzt beipflichten muß. Doch sind alle Maßnahmen, ob antibiotisch oder probiotisch lediglich ein herumdoktern an Symptomen.
Es ist wie es ist, man ist wie man isst.
Vielen Dank Dr. Hoyer. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen!
Nach einer Yersienien-Infektion litt ich 2 Jahre lang unter einem "Reizdarm-Syndrom", welches mir Reisen und kurze Fahrten zwischen zwei Orten zur Qual machte. Außerdem vertrug ich weitestgehend keine Lebensmittel mehr. Für mich war die Lösung ein probiotischer Drink aus dem Kühlregal, den ich in rauen Mengen getrunken habe. Meine Symptome verschwanden innerhalb von drei Monaten und heute bin ich wieder die Heuschrecke von damlals ohne jegliche Beschwerden. Der Albtraum ist nun schon seit einige Jahre vorbei. Die simple Therapie mit Joghurtbakterien aus dem Supermarkt wird sicherlich von manchem Mediziner als weitestgehend unwirksam betrachtet, mir hat es aber tatsächlich langfristig geholfen und ich bin sehr froh über diesen Glücksgriff.
Ja, es darf doch nicht wahr sein!!! Antibiotika bei Reizdarm, HIIILFE!!! Die Schulmedizin kapiert aber auch rein gar nichts. Antibiotika helfen gegen Fußschweiß und Nasenjucken. Wie isses nur möglich? Danke an die all die Heilpraktiker, die hier sehr fundierte Fachkenntniss walten lassen. Aber wir wissen ja, wie vortrefflich sich enorme Gewinne machen lassen mit Antibiotika und Co. Gell, "liebe" Pharmaindustrie?
Als 1995 mein Buch "Krank durch Antibiotika" auf den Markt kam, da bekm ich viele bitterböse Briefe.
Heute hat sich doch bei vielen Behandlern das Wissen, der von mir beschriebenen physiologischen Tatsachen durchgesetzt, wie wichtig für unsere Gesundheit, die Gesundheit in Stabilität und Ökologie unserer komplizierten und unterschiedlichen Dünn- und Dickdarmflora sind, deren ökologische Systeme, mit konsequenter ernährungs- und mikrobiologischer Therapie bei Reizdarmsyndrom, oft noch begleitend mit entsprechenden Aminosäuren und Enzymen erfolgreich therapiert werden können.
Eine erneute Gabe von noch so "ungefährlichem" Antibiotika erzeugt bei mir Bauchweh.
Da ja leider die Thematik Reizdarmsyndrom heutzutage auch schon bei Kindern zu finden ist (Vorsicht Psyche!), enpfehle ich bei Intersse hier auch mein Buch "Hilfe, mein Kind ist schon wieder krank" in dem schwerpunktmäßig von mir auf das ökologische Darm- und Immungeschehen usw. im kindlichen Organismus eingegangen wird.
Letztlich sollte man vielleicht auch nicht vergessen, dass wir ja keinen Reizdarm behandeln, sondern einen Menschen. Dass demzufolge die Therapie auch individuell zu sein hat, ergibt sich aus der Diagnose.
Psyche bzw. Lebensumstände, Allergien und Unverträglichkeiten sind dabei genauso zu berücksichtigen wie die Ernährungsgewohnheiten.
Auch wenn ich nicht immer alles gleich ändern kann ist es doch angeraten dort anzufangen wo es leicht fällt....
Ich bin selbst vom Reizdarmsyndrom betroffen und habe im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass sich meine Beschwerden jedesmal massiv verschlechtert haben, wenn ich wegen einer Erkrankung eine Antibiotika-Therapie über mich ergehen lassen musste. Insofern kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es ein Antibiotikum gibt, dass nun genau gegenteilig wirken soll....Dass eine gestörte Darmflora eine der Ursachen eines Reizdarmsyndroms sein kann, ist ja nichts Neues, aber es gibt in der Naturheilkunde durchaus wirksame Methoden der Darmsanierung, ohne dass man gleich mit "Kanonen auf Spatzen schiessen" muss!
Nett geschrieben... und für mich ein Stückchen Hoffnung. Die Frage ist immer nur, hilft es etwas, den Darm sanieren zu wollen, wenn die Umstände, insbesondere die psychischer Natur, die zum Reizdarm geführt haben, weiter vorhanden sind?
Der Hauptpunkt ist jedoch: Man ist, was man isst.
Nochsoviel Chemotherapie, Bakterien, Pilze usw. - sog. Probiotika schlucken, aber mit Pommes "Schranke", süßen "Teilchen" vom Bäcker, dazu Bier+10% Saccharose-Drinks
(Limo-Sprudel) und es gärt....
Warum sollte es das auch nicht?
Die Darmflora ist variabel...
Wer länger als eine Woche das gleiche futtert, wie andere um ihn herum, der merkt das der "Pups" jetzt bei allen fast gleich duftet!
In der Mikrobiologie benutzt man die unterschiedlichen
"Nahrungsgewohnheiten der Mikroorganismen" zur Differenzierung und Identifizierung (z.B. Bunte Reihe und Selektivböden/Boulions) - das ist nicht so neu....
Aber Burger-Bier-Diäten abwechselnd Erbsen oder Linsensuppe mit fettem Speck/Wurst et al. hinterlassen entsprechende Flora-Verschiebungen...
Wenn einem das stinkt, dann korrigiere man die Nährmedien der Mikroorganismen und noch sinnvoller für alle übrigen Organe inkl. des Darmes gleich mit und schon ist die "Luft" aus dem Blähbauch raus....
Rückfall zu Frikadelle, Pommes und Bier und es ist wieder da - so is(s)t das halt....
Darmbakterien mit Antibiotika zu jagen ist selbst nach Daschner pervers, denn dort und in den Siphon von Abwasseranlagen aller Art gehören die hin!
Sehr interessanter Artikel, der einmal mehr zeigt, wie schwierig Therapieansätze sind, wenn die sicher multifaktoriellen Ursachen noch nicht geklärt sind. Behandlungserfahrungen, wie sie Herr Dr. Raddatz schildert, verdienen unbedingt Beachtung. Ihre geschilderten "Odol"-Wirkungen klingen plausibel. Was die genetische Komponente beim Darmkrebs anbelangt, bin ich mir allerdings nicht so sicher.
Als Zahnarzt haber ich 7 Jahre lang eine reine Mundgeruch-Praxis betrieben und mich in dieser Zeit auch intensiv mit der Mikrobiologie des Darmes beschäftigt. Für mich steht fest, dass eine gestörte Darmflora die Hauptursache von Reizdarm und auch von Darmkrebs darstellt.
Der Therapieansatz bei Reizdarm u.a. muss heißen: Antibiotika und gleichzeitig probiotische Therapie (lebende Keime + Nahrung für die "guten" Keime). Ohne diese gleichzeitige Zufuhr mit "guten" Keimen und die Unterstützung der "guten" Darmkeime durch eine entsprechende Ernährung wird sich die Darmflora nach Absetzen der Antibiotika wieder so einstellen, wie sie vor der Behandlung war (oder noch negativer). Den gleichen Effekt konnte ich bei Patienten beobachten, die über Jahre Mundwasser gegen ihren schlechten Atem benutzt haben. Dies hat den Mundgeruch,d.h. die orale Mikroflora in jedem Fall zum negativen beeinflusst - und den Mundgeruch verstärkt.
Wenn man bedenkt, welchen enormen Stoffwechselumsatz manche schädlichen Darmkeime haben (v.a. Clostridium spp.,Proteus usw.; biogene Amine, Ammoniak) muß einem klar sein, dass die Zellen der Darmschleimhaut dieses Bombardement mit Giftstoffen auf die Dauer nicht ohne "Entartung" übebrstehen können. Der Darmkrebs wird nicht vererbt ! Die Erstbesiedlung des Säuglingsdarmes mit den Keimen der Mutter. Darmkrebs ist m.E. also eine "ansteckende" Krankheit.
Verschiedene Untersuchungen (u.a. Atkinson, Zar) belegen eine hohe Inzidenz von Nahrungsmittelallergien vom verzögerten Typ (IgG bzw. IgG4-vermittelt) bei Reizdarm.
Diese Reaktion führt zu einem TH1-Shift und beeinflusst u.a. die Serotoninsynthese. In der Praxis (17 Jahre, große Zahl von Patienten mit "Reizdarm-Syndrom") bestätigen diese Zusammenhänge eindrucksvoll.
Leider wird weiterhin von diesen Umständen nur wenig Notiz genommen, was zu Auswüchsen wie diesen hier führt.
Wer bei Colon irritabile an Chemo denkt, der hat von "Nihil nocere" bnur wenig verstanden.
Gruselig...
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