Da will man wohl den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
Ich hatte einen schwer kranken ambulanten Patienten (Ausland ohne Möglichkiet der Insulintherapie) mit ausgeprägter Gucosurie. Er hatte fast ständig kaum behrrschbare Harnwegsinfekte, Proteinurie, Pyurie, und nahm in einem halben Jahr um ca 40kg ab. Im örtlichen Diabeteszentrum hatte man ihm geraten gelegentlich nach üppigem Essen eine Metformintablette einzunehmen!!! Einen solchen Zustand künstlich, wenn auch kontrolliert, herbeizuführen halte ich für ein Problem aber für keine sinnvolle Threapie eines Diabetes.Vor allem schädigt die hohe Glucoselast die Niere nachhaltig.
Wäre die Ursache, die Adipositas -hauptsächlich begründet durch eine hyperkalorische Fehlernährung und Bewegungsmangel dammit behandelt? Wohl kaum. Ernährungsschulungen und Beratungen wären sicher auch weiterhin angemessen. Denn andere Stoffwechselerkrankungen wie Gicht, oder vielleicht eine Mastfettleber klopfen vielleicht bereits an der Tür.
Oben rein - unten raus - das könnte mir eine Diätassistentin und Diabetesberaterin sparen durch überflüssig gewordene Ernährungsschulung.
Die Mehrkosten für dieses Medikament könnte man dann durch Wiedereinführung der billigeren Harnglukosetests ausgleichen...
Nichts ist in der Diabetologie mehr unmöglich - nur macht es Sinn und können (wollen??) wir es noch bezahlen?