| Contergan-Verfilmung |
| Studie Tokio |
| US-Studie |
Dr.med.Alfred Richter
Herrn Prof.Dr. Kostner kann ich voll zustimmen in Bezug auf ein breites Wirkungsspektrum.
Offensichtlich reichte die Gabe einer einzigen Contergan-Tablette aus, viele Patientinnen in kürzester Zeit vollständig beschwerdefrei werden zu lassen, die mit starken Unterbauchschmerzen unter dem Verdacht auf eine Extrauteringravidität stationär aufgenommen wurden. Möglicherweise handelte es sich hierbei um einen beginnenden aber durch Contergan verhinderten Frühabort bei einer primär ( nicht Contergan verursacht ! ) fehlangelegten Frucht. In der Tierhaltung spricht man von einem Verwerfen der Muttertiere.
Die Conterganwirkung könnte auf einer Oxytocin Hemmung beruhen.
Hallo,
der Artikel gefällt mir gut, die Beiträge auch, nur auf die Schäden die Contergan bei mir hinterlasen hat, bzw. die jetzigen Folgeschäden könnte ich glatt verzichten.
Freue mich aber das das Thema aktuell ist.
Sabine, Baujahr 61, Conterganove
Nachtrag:
Revlimid, 5mg, 21 Stück kosten 6496,04 €.
Unspektakulär und fast unbeobachtet von der Öffentlichkeit sind Thalidomid/Lenalidomid längst Teil unseres Arzneischatzes geworden.
Sind eigentlich alle "unrettbaren" Patienten, die ein solches Medikament heute einnehmen, Teil der großen Versuchsreihe? Wenn ja, kann man Ergebnisse, die auf einer Datenbasis mit Totkranken beruhen, überhaupt auswerten?
Wieso ist das Zeug hier so teuer? Garantiert sind, als Thalidomid als harmlos galt, schon genügend Variationen, vielleicht sogar Lenalidomid, bereit für den Sprung auf den Markt gewesen.
Was kostet es in einem Lepra-Endemiegebiet?
Vor vielen Jahren habe ich einen direkten Zusammenhang zwischen Toluolsulfonsäure und Nasenbluten an mir beobachtet. Schon nach dem Öffnen der Toluolsulfonsäureflasche stellte sich nach ca. 0,5 bis 2 Stunden Nasenbluten ein. Vielleicht kann mit diesem Hinweis jeman was anfangen. Zusammenhang Toluolsufonsäure - Nasenbluten.
Artikel ist gut recherchiert, Information kommt gut "rüber".
Die Akten bzgl. Thalidomid sind noch lange nicht geschlossen.
Weitere Forschung ist also unumgänglich.
Gastleser vom Schlage eines "Karlchen" sollten ihren Senf lieber in einer Astrozeitung abliefern, den dort gehören solche "Meinungen" hin!
Ein sehr guter Artikel.Ich kenne Eltern deren Kinder mit einer Dysmelie geboren wurden die heute noch über die Ursachen dieser Mißbildung "rätseln"
Zu den Fragen ein paar kurze Antworten:
Zu (7) Ja, es ist richtig, nur das (S)-Thalidomid sorgt für die teratogene Wirkung, die beim (R)-Isomer nicht auftritt.
Allerdings wandeln sich bei Gabe nur eines Isomers die beiden Formen im Körper in ein stabiles Gleichgewicht beider Isomeren um, so dass ein Ausschalten oder eine Gabe der einen Form letztendlich nichts bringt.
Zu (11) Ja, es gab eine Studie an der Berliner Charite zu Thalidomid-Wirkungen bei ALS; Allerdings kam es zu Zwischenfällen (Todesfälle), sodass die Studie abegebrochen wurde. Näheres unter: http://www.als-charite.de/VM/Therapiestudien/abgeschlosseneStudien/TherapiestudienAbgeschlosseneStudieTHLALS01/tabid/282/Default.aspx.
Grüße von
Erich Lederer
Anerkennung dem Autor für diesen hochinformativen und sachlichen Artikel! Besonders interessant ist für mich als Betroffene der Hinweis auf mögliche positive Wirkungen Thalidomids bei Autoimmunerkrankungen. Ein guter Ansatz, um sich weiter führende Infos zu verschaffen.
Kleine Bemerkung am Rande: Hier in den Kommentaren auf dem Titel herumzureiten oder die Rechtschreibung des Autors azu kritisieren, finde ich unter dem Aspekt der inhaltlichen Qualität des Artikels am Thema vorbei!
Kurz, prägnant, informativ.
Und bewusst abgesetzt an alle Kritiker des Thalidomideinsatzes:
Gerade um solchen Zwischenfällen vorzubeugen wurde für Thalidomid auch ein spezielles Rezept in Deutschland eingeführt: Das T-Rezept.
Dieses wird vom BfArM nur an Ärzte abgegeben, die eine besondere Sachkunde besitzen.
Meines Wissens hat sich diese Vorgehensweise bewährt, sie müsste nur noch von anderen Ländern übernommen werden, dann könnte das Medikament trotz aller Nebenwirkungen noch Gutes bewirken.
Nicht das Medikamtent ist böse, es ist die falsche Anwendung, die es gefährlich macht!
In einer Sendung über ALS wurde auch einmal gezeigt, dass wohl eine Thalidomid-Studie bei ALS-Patienten läuft / gelaufen ist.
Sind hierzu eigentlich weitere Informationen erhältlich?
Über den Titel mag man streiten, wichtig ist allein der Inhalt eines Artikels. Interessant und informativ ist der Artikel allemal!
Manchmal frage ich mich, ob nicht all diese Wissenschaftler und Ärzte gefährlicher für die Menschheit sind, als all die schlimmen Krankheiten auf dieser Welt.
In stiller Trauer all den Opfern der Contergan Katastrophe.
Karlchen
ein Lob der neuen Rechtschreibung und den entstandenen "Gliedmassen"! Oder doch nur ein Versehen?
"Wenn es gelänge, die teratogene Wirkung des Wirkstoffs bei Schwangeren auszuschalten [...]" - wenn es gelänge, daß Mediziner die Indikationen und Kontraindikationen von Medikamenten beachteten, wenn es gelänge, den Patienten wirklich mündig zu machen, und er nur schluckt, wovon er den Beipackzettel gelesen und verstanden hat, dann könnte Thalidomid so teratogen sein, wie es wollte, und Vioxx in der Langzeitanwendung beim KHKler noch so gefährlich sein, und trotzdem käme keiner zu Schaden, sondern man könnte die Substanzen mit ihren durchaus positiven Potentialen indikationsgerecht nutzen.
Nicht die Teratogenität ist das Problem, sondern der Umgang mit den Medikamenten.
In Biochemie hieß es, daß Thalidomid als Racemat entsteht und nur das eine Endprodukt für die Dysmelie verantwortlich ist, aber beide Endprodukte sedierend wirken; stimmt das und gilt das auch für die erwünschten, antiproliferativen Wirkungen?
guter Artikel, aber der Titel ist etwas daneben. "Ganoven" sind eher so Sympathie-Verbrecher, die Kavaliersdelike begehen. Der Contergan-Skandal, unabhängig der Ursache und der Verantwortung, war das aber eher nicht.
Gut recherchierter Artikel, der deutlich macht, dass die Thalidomid-Problematik weiterhin hoch aktuell ist.
Hochinteressanter Artikel
Damit scheint Thalidomid ein ähnlich breites Wirkungsspektrum zu besitzen wie Acetyl-salizylsäure.
Es sei erwähnt, das bzgl. der "neuen" Thalidomidopfer ein erhebliches Problem im Analphabetentum liegt. Auf der Packung ist ein Piktogramm einer Schwangeren, die durchgestrichen ist, was dazu führt, das manche Frauen glauben das Medikament diene der Schwangerschaftsverhütung.
also fast keiner mag einen flachen kalauer lieber als der gastleser... aber irgendwie conterganich über diesen titel lachen.