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zu 16) Ein weiteres und selbstständig durch den Patienten erfolgtes "up and down" regulieren der O2 Zufuhr (hat er ja gerade gelernt) stellt für den Patienten eine große Gefahr dar. O2 Mangel!! ist für den COPDler und Empysematiker der einzige Atemantrieb, mit weiterer Erhöhung (ohne eine BGA sowieso fraglich), erhöht sich die Gefahr der Adaptation und letztendlich die Gefahr einer CO2 Narkose, kurzfristig scheint zwar eine Verbesserung, diese ist aber nur scheinbar!!! In Ihrem geschildertem Fall wäre sicher eine stationäre Einweisung zur Therapieoptimierung (und damit der Kenntnis der BGA und PH sowie Base Exsess) eine sinnvolle Therapieoption gewesen, wobei natürlich die Behandlung mit einem Betasympatomimetikum und einem Kortison i.v. z.B. etc. zur Stabilisierung notwendig erscheinen... sicher stoßen wir irgendwann bei unseren "ehrlich" erworbenen COPDlern an unsere therapeutischen Grenzen... bis hin zur LungenTX!
"Trotz reger Forschungsaktivitäten fehlen aber nach wie vor wirksame Therapien" - Die einzigen Forschungsaktivitäten, die ich dazu vorschlage, ist der Frage nachzugehen, warum die Akupunktur so hervorragend hilft. Diese Indikation ist in vielen Fällen sogar mit "Rezeptbuchakupunktur" eine "sitting duck", man braucht i.d.R. keine 5 Sitzungen um eine deutliche Erleichterung zu bekommen (und die Pferde müssen sich nicht mal das Rauchen abgewöhnen ;-)). Aber Big Pharma wirds halt nicht gefallen...
Hatte neulich im hausärztlichen Notdienst einen 60-Jahre Emphysemiker mit Lippenzyanose, und Sauerstoffsättigung von 55% bei einer Sauerstoffatmung von 2 L/min über die Nasenschläuche.Habe dann auf 6/min hochgedreht und kam auf 78% und dem Patienten geraten eine Mund-/Nasenmaske zu verwenden. Habe zwar in der Physiologie gelernt, keinen reinen Sauerstoff zu applizieren, aber wenn im Blut nichts ankommt - was soll ich dann machen? Hat da jemand praktische Erfahrungen mit Sauerstoffgabe bei COPD? Überall sagen die Fachärzte, man soll nicht mehr als 2-3 L/min geben.
COPD ist ein Syndrom und bedeutet -wie Lebercirrhose-keine Krankheit, sondern ein Krankheitsstadium.Es handelt sich hierbei um die doch deutlich verschiedenen Krankheiten :
Raucherbronchitis der aktiv weiter Rauchenden
Raucherbronchitis der Exraucher
Intrinsisches Asthma bronchiale
Die intrinsischen Asthmatiker haben die gleiche Fletcher Kurve wie die Raucher! Sie verschwinden in der Pseudo-Diagnose COPD und werden tragischerweise mit Betablockern und ACE-Hemmern behandelt
Im Moment ist Indacatarol (Onbrez) der wohl stärkste Bronchodilatator auf dem Markt und somit für die Behandlung aller Stadien der COPD geeignet. Obwohl Indacatarol ein ß2-Mimetikum ist, liegen die cardialen NW auf Plazeboniveau und haben keine klinische Relevanz. Also es gibt schon sehr gute Therapeimöglickeiten, aber Selbstverständlich sind Diziplin und Einsicht von Patientenseite her auch immens wichtig.
KA
Wurde mich echt mal interessieren, ob es Studien gibt, die belegen, dass die gesundheitlichen Ausgaben Aufgrund des Rauchens (COPD, Malignome, Kardiovask. Probleme, etc.) die Einnahmen (Arbeitsplatze, Tabacksteuer) uberschreiten.
Allerdings denke ich mal ganz egoistisch gedacht, dass ich wenn alle in den 60er Jahren mit der Qualmerei aufgehort hatten, ich jetzt nicht so glanzende Berufsaussichten hatte...
"Seit Jahren warnt die WHO vor einer neuen Volksseuche: COPD, also chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, sind auf dem Vormarsch. Trotz reger Forschungsaktivitäten fehlen aber nach wie vor wirksame Therapien."
Ich lach mich tot:): Die WHO ist eine private Organisation, wie auch die FED.http://bit.ly/aMHrTA
schönes wochenende! ~Sylvia
Auch Pferde leiden oft an chron. Entzündungen der Lunge; hier ist glücklicherweise nicht der erhöhte Tabakkonsum die Ursache.
Diese Pferde werden von mir überwiegend erfolgreich mit der chin. Medizin (Akupunktur) behandelt.
Was sollen die Steuerzahler, die sich um eine gesundheitsorientierte Lebensführung bemühen und bewußt dem Rauchen entsagen, von dem heute jeder weiß, dass es fatale Folgen hat noch alles sponsern, damit andere fleißig weiter qualmen können. Wie oft sehe ich schwangere Frauen rauchend oder Kinder in Autos, in welchem Erwachsene rauchen. In manchen Wohnungen hat man den Eindruck, in einer Tabackfabrik zu sein. Forschuzng und Pharmaka sind eine Seite, eine konsequente Beeinflussung der rauchenden Bevöllkerung, auch mit stringenden Maßnahmen wäre ein viel effektiveres Instrument, um z.B.die Gesundheit der Heranwachsenden vor einer COPD zu verbessern. Nach meinem Kenntnisstand kostet eine Jahresbehandlung bei COPD bis 40000€, abgesehen vom qualvollen Verlauf dieser Krankheit.
Ein asehr aufschlußreicher Artikel der eine breite Resonanz verdient.Bei den Warnhinweisen auf Nikotinausus ist im Weseentlichen vom Karzinomrisiko die Rede vor der Gefahr der COPD wird öffentlich kaum .
Der Artikel bringt gar nichts Neues, insbesondere nichts, was den NR betrifft. Verschwendete Zeit.
vbrk
Schöner thematischer Einstieg.
Jedoch wird das Tiotropium als einziges Medikament, daß nachweislich die Exazerbation hinnauszögert und die COPD in ihrer Progression mildert, nicht gewürdigt (upliftStudie).
Zudem erscheint mir der frühe Einsatz von LABA fraglich.
ß2-Mimetika sollten wegen der möglichen Tarchikadien nicht kombiniert werden, was bei einer Exazerbation meist durch eine Kombi dann geschehen würde.
"Das oral zu applizierende Indacaterol"
Falsch. Indacaterol (Handelsname Onbrez) wird inhaliert, nicht geschluckt.
@Dr. Ebru Kocabiyik
"Soweit ich weiß, ist die Sauerstoffsubstitution doch erst bei einer resp. Partialinsuffizienz und einem PO2 von unter 55 mmHg indiziert, oder habe ich etwas verpaßt?"
Liebe Kollegin / lieber Kollege (tut mir leid, ich kann aus Ihrem Vornamen nicht auf Ihr Geschlecht schleissen), Sie haben völlig recht. Nicht das GOLD-Stadium bestimmt die Indikation zur Sauerstofflangzeittherapie, sondern die Blutgasanalyse.
@Dr. med. ERNST H. Tremblau
"Ein Taschen - Spirometer aus England habe ich (fast) immer griffbereit."
Das ist vorbildlich. Es gibt wohl keinen Arzt ohne EKG. Wie die Lunge funktioniert interessiert aber meist wenig. Und Abhören allein ist keine Lungenfunktionsdiagnostik. Der beliebte Satz "Die Lunge ist frei" heisst lediglich: Die Lunge ist frei von auskultierbaren Geräuschen, aber nicht frei von messbarer Bronchialobstruktion, Restriktion oder Überblähung.
In Deutschland sind halt die Kardiologen die kings. Dann kommt Gott, danach die restlichen niederen medizinischen Disziplinen ;-)
Der Artikel ist übersichtlich, in Kürze das Wichtigste berichtet, toll.
In diesem Artikel wird leider nur über Arzneimitteltherapie und Raucherentwöhnung berichtet. Die Prävention und Rehabilitation von COPD hat jedoch ein viel breiteres und sogar Evidenz basiertes Spektrum, z.B. Patientenschulung, Physiotherapie, Muskel-, Atem- und Bewegungstraining. Es handelt sich hier um eine Komplexmaßnahme, das sollte berücksichtigt werden.
standespoliiische Bemerkung: leider hapert es seit Jahren immer noch an qualifizierten Lungenärzten bei uns.- Die findet man
in den feucht kalten Gegenden Skandinaviens und Englands mehr.-
Zwar werden in allen Stellenanzeigen, Telenovelas und Printmedien Ärztinnen und Ärzte stets mit um den Nacken gehängtem Stethoskop
und natürlich nur jung und sexy dargestellt damit auch jeder gleich merkt um welche rasant-hoffnungsvollen Leute es sich handelt.Der Gebrauch dieser Hörhilfen beschränkt sich jedoch mmeist
aufs Herz und in manchem Bericht steht bloß "alles o.B.".
Das veranlasste "meinen" Professor zu der spöttischen Frage
"was verstehen Sie eigentlich unter a l l e s ?".-
Ein Taschen - Spirometer aus England habe ich (fast) immer
griffbereit.-
Sonst freue mich über den DOC-Beitrag. Wenig beachtet heißt
leider nicht selten.- EHT
Soweit ich weiß, ist die Sauerstoffsubstitution doch erst bei einer resp. Partialinsuffizienz und einem PO2 von unter 55 mmHg indiziert, oder habe ich etwas verpaßt?
Schöne Übersicht!
jedoch wird der effekt der glucocorticoide bei copd meist überschätzt und langwirksame ß2-symphatomimetika sind auch nicht unumstritten...