| Nature-Artikel |
| Review |
Liebe Frau Walker,
ich finde es sehr traurig um nicht zu sagen, erschreckend, dass Ihnen nur wegen der Seronegativität keine ordentliche Therapie zuteil wurde. Ein positiver Rheumafaktor ist nur EIN Diagnosekriterium für die RA. Die Diagnose wird klinisch nach den ARA oder ARC Kriterien gestellt (link:http://www.rheuma-online.de/arccp.php3). Der Rheumafaktor ist sehr häufig vor allem zu Anfang der Erkrankung negativ. Ein Frühmarker können hier die Anti-CCP-Antikörper sein, aber entscheidend ist auch dann die klinische Diagnose, wie im link beschrieben
Sehr geehrte Frau Kristina Walker, als vom "Rheuma" Heimgesuchte empfehle ich Ihnen, sich in die Hände eines funktionsorientiert tätigen Zahnarztes zu begeben! Sie könnten als Ärztin zur Kronzeugin dafür werden, daß ein ursächlicher Zusammenhang besteht zwischen gestörtem Kauorgan und Schmerzen im Halte-und Bewegungsapparat und damit einhergehender vielfältiger anderer unerklärlicher Symptome.
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Ich hab noch einmal im Originalpaper nachgeschlagen: Die Forscher kontrollieren dort, dass es wirklich humane Fibroblasten sind, die in die transplantiertern Knorpel eingewandert sind, keine Mäuse-Fibroblasten. Also ist anzunehmen, dass die Reaktion auch umgekehrt speziesspezifisch verläuft - d.h. also humane Fibroblasten reagieren nur mit humanen Gelenken. Auch die Adhäsionsmoleküle sind wohl speziesspezifisch. Die Milz ist wohl einfach der Blutfilter, in dem Zellen schon einmal auch physikalisch hängenbleiben, weil bei SCID-Mäusen das Immun-Aufpassersystem fehlt.
Zu 2, Freigelegt Knochenmatices reagieren am besten mit den RASF - das ist laut Info (http://dgrh.de/fileadmin/media/Forschung/Forschungsfoerderung/Start-up/elena_neumann_internet.pdf ) erste einmal nur in-vitro gezeigt worden. Wie das im RA-PAtienten aussieht, weiß man wohl noch nicht so genau.
Zu 5) Leider auch die Versuche in Bad Homburg sind erst einmal zum allergrößten Teil Tierversuche. Rheuma ist meines Erachtens eines der Gebiete, bei der die Forschung nocht esehr viel zu tun hat :-( ;
Schade dass hier die vielen Patienten ausgeblendet werden, die Arthrose mit häufigen arthritischen Schüben ohne pos. Rheumafaktor aufweisen. Dauerhaft verdickte (Finger-)Gelenke mit fortschreitendem Befall und schmerzhafter Bewegungs-einschränkung, Empfindlichkeit auf feuchte klimatische Bedingungen sind auch hier zu finden.
Ich bin selber betroffen und habe an einer Studie über rheumatoide Arthritis teilgenommen. Bei negativem Rheumafaktor bekommt man aber keine rechte Therapieempfehlung, höchstens Doclofenac im akuten Schub, was dann wiederum die Magengeschwüre klingeln läßt...
sehr interessante Studie,die neue Gesichtspunkte zeigt und evt.neue Therapie ansätze ermöglicht.
Prof. Fassbender der Universität Mainz und seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich ebenfalls seit geraumer Zeit mit der These, dass RA weniger ein immunologisches Phänomen ist, sondern einen onkologisch - destruktiven Charakter hat. Seines Standes als Pathologe hat er über Jahre ca 14.500 RA - Gelenkschnitte/Biopsien histopathologisch begutachtet & eine neoplastische Genese propagiert, und nicht zuletzt geholfen Methotrexat in der Therapie der RA zu etablieren. Histologisch bekamen Zelltypen des destruktiven Pannus daher den Namen "tumor-like aggressive synoviogenic cell elements (TLP)" ...das war übrigens schon vor 22 Jahren.
Diese Zellen zeigen eine enorme Knochenaffinität, was die organotrope Metastasierung erklärt, nicht jedoch - wie schon von Frau Maywald erwähnt, die spezielle Lokalisation an den Gelenken. Der Metastasierungscharakter, wie im obigen Text beschrieben, stützt allerdings sehr schön die mutmaßliche onkologischen Pathogenese.
aus dem Text ist zu lesen, dass nur "freigelegte" Knochenmatrix befallen wird. Der Knorpel muss also schon vorgeschädigt sein. Können denn so viele Gelenke vorgeschädigt sein, dass fast alle Gelenke am Ende betroffen sind?
hmm... was ich nicht ganz verstehe, ist, warum die RASFs denn in der SCID-Maus auch nicht andere Regionen der Maus befallen (die Gelenke) und nur das zweite Transplantat (die Gelenkknorpel der RA-Patienten)?
Etwa weil die Transplantate spezifische Adhäsionsmoleküle besitzen, die in Mäusen nicht vorhanden sind? Dann verstehe ich dann allerdings nicht, warum sie dann in der Milz als "Zwischenstation" zu finden sind??