| Paolo Zamboni |
| Studie Ferrera |
| Journal of Vascular Surgery |
| Stellungnahme |
Könnte eine Erklärung sein, warum enzymatisch wirkende Präparate häufig eine Bessserung bei sclerosis multiplex herbeiführen, da sie die Viskosität des Blutes verändern.
Die Idee ist einleuchtend. Phasenweise Phlebitiden sind nicht unüblich. Ein sehr hoffnungsvoller Ansatz.
Habe einige Freunde durch eine MS verloren. Lese mit Aufmerksamkeitt die Artikel, um durch Wissen Bekannte und Freunde mit MS Mut zu machen. Es wäre sehr sinnvoll, dass in diesem Fall so schnell wie möglich und so umfandreich wie nötig weitere Studien durch geführt werden. Bin immer wieder erstaunt über häufige negative Äuserungen von Fachkräften, die neue medizinische Theorien über die Ursche von Erkrankungen (nicht nur bei MS) von vornherein ablehnen.
Aus eigenen Erfahrungen (keine MS) weiss ich, was es bedeutet, wenn Negativismus zu neuen Erkenntnissen und Therapien, eine bessere Behandlung oder Umstellung von Therapiemöglichkeiten verhindern.
Bitte weitermachen, um alle neuen theoretische Erkenntnisse zu erforschen und alle im geringen Umfang gemachten Erkenntnisse zu belegen. Ich würde mich freuen, im Namen meiner jetzigen Freunde und Bekannten mit einer MS.
Heitraud Köhn Fachfrau für Anästhesie und Intensivmedizin
sehr erstaunlich.Habe vor kurzer Zeit einer MS -Patientin unter Antikoagulation nach Fuß-Op trat positiver Effekt auf-keinen Zusammenhang erklären können.
Ich denke immer wieder an die vielen Irrungen in der Medizin z.b. Helicobakter,PEC-Atiologie,Immunisierungen.....
Exakte Studien abwarten,bitte keine Spekulationen
Allen die sich für dieses Thema interessieren, möchte ich die Seite csvi-ms.net ans Herz legen. Die dortigen umfangreiche Sammlung an Informationen wird von der internationalen Presse als Ressource geschätzt. Dort finden Sie unter anderem:
- dass Dr. Zamboni im Rahmen anderweitiger Studien bei etwa 20 Kindern venöse Stenosen gefunden hat. 20 Jahre später hatten 90% eine MS entwickelt.
- dass es im Befund unerheblich war, ob die Patienten eine BT machten oder nicht.
- dass die Anreicherung von Eisen scheinbar eine große Rolle spielt.
... und viele weitere Antworten auf ihre Fragen bezüglich der Studien.
Viele Grüße
Cah
Ich beschäftige mich seit fast 15 Jahren in meiner Praxis mit dem Thema "MS" und habe dazu einige Publikationen geschrieben, vor allem über orthomolekulare bzw. nutrtive Behandlungsansätze.
Ein Vitamin D Mangel läßt sich recht gut mittels Serumuntersuchung nachweisen. Untersucht wird 25(OH)Vitamin D im Serum. Wichtig dabei ist, dass das Serumröhrchen UV-geschützt wird, z.B. indem man es nach der Zentrifugation mit Alu-Folie umwickelt. Aktuelle US-Publikationen geben einen Serospiegel von ca. 140 nmol/l als ideale Benchmark an.
Als Praktiker kann ich sagen, dass ich unter solchen Serospiegeln sehr häufig prolongierte schubfreie Phasen bei meinen Patienten beobachten kann bzw. beim progredienten Verlauf eine deutliche Verlangsamung der Progredienz.
Ich sehe das epidemiologische Problem ebenfalls als wichtiges Thema bei der Beurteilung der Gefäß-Theorie. Nach meiner Auffassung gibt es nicht "die" Ursache für MS sondern es handelt sich um ein polyvalentes Geschehen, bei der verschiedene Faktoren eine Rolle spielen können.
Herzliche Grüße aus dem Vordertaunus
zu 15:
ein eklatanter vit.-D-mangel läßt sich in der praxis selten nachweisen. er wurde/wird in der tat wiederholt mit dem geschehen bei einer MS in zusammenhang gebracht, allerdings kann aus der studienlage keine generelle empfehlung für vit.-D-substitution gegeben werden - da auch hier die frage nach henne und ei nicht zufriedenstellend geklärt ist.
an der viralen genese ist nach wie vor viel zu forschen.
daß ein MS-patient 10 monate ohne schübe ist, kommt häufig vor, da die RRMS im jahr durchschnittlich nur 0,8 schübe verursacht. ohne kontrollgruppe, die sicher nicht ganz einfach einzurichten ist, und eine beobachtung über mindestens zwei jahre wird es kaum valide ergebnisse geben.
wenn sich die kausalität jedoch umgekehrt, und die gefäßprobleme durch MS-bedingte mechanismen mitverursacht werden, könnte eine behandlung der stenosen aber vielleicht als co-therapie in Frage kommen.
man sollte prüfen, ob pat. mit einer basistherapie an ähnlich schwerwiegenden verengungen der gefäßlumina leiden, wie nichttherapierte - so sich die theorie im ansatz halten läßt.
Wie lassen sich damit die epidemiologischen Daten erklären, die belegen, dass je näher wir dem Äquator kommen, um so weniger bis keine MS auftritt. In den südlichen Breiten ist die Bevölkerung in der Regel ausreichend mit Vitamin D versorgt, während bei uns in der Bevölkerung ein eklatanter Vitamin D Mangel herrscht, der kaum in seiner klinischen Relevanz gebührende Beachtung findet. Vitamin D ist in seiner aktiven Form 1,25(OH)2D3 ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems und bedeutsam im Entzündungsgeschehen.
Wenn man bedenkt, dass nur lageabhängig die V. jugularis überhaupt gebraucht wird und sonst die Drainage eher über sehr variante Venenplexuus nuchal erfolgt, ist die systemische Erklärung eines Antiphospholipid-Syndroms eher wahrscheinlich.
Die osteopathische Medizin geht schon sehr lange von einem Zusammenhang extra- u. intracerebraler venöser Stauungen und zentralen neurologischen Erkrankungen aus. Insbesondere in der Therapie von Kindern - die durch verschiedene Umstände unter der Geburt im Bereich der Schädelbasis (z. B. Kompressionen am For. jugulare) belastet worden sind - zeigen lehrn- und Entwicklungsstörungen, die sich häufig unter manueller Behandlung der Atlanooccipital-Region und allg. des Craniums verbessern. Aussagekräftige Studien hierzu existieren leider noch nicht auf EBM- Niveau..
Das bezieht sich auf Kommentar 9
Ich finde wirklich, dass Schleichwerbung hier unterbunden werden sollte.
Als Augenarzt werden wir häufig durch ubiquitäre Ausbreitung an den Gehirnnerven mit dieser Erkrankung konfrontiert.
Bei Multipler Sklerose sind die Augen häufig betroffen. Bei fast der Hälfte aller Patienten, insbesondere bei jüngeren, die unter einer schubförmigen Multiplen Sklerose leiden, kommt es zu einer Retrobulbärneuritis (Entzündung des Sehnervs hinter dem Augapfel) oder einer Opticusneuritis. Ursache ist eine Entzündung des Sehnervs. Die Opticusneuritis ist bei 20 bis 30 Prozent der Betroffenen das erste Symptom der Multiplen Sklerose. Eine Retrobulbärneuritis kann ohne Folgen abheilen. Es ist aber auch das Zurückbleiben einzelner Symptome bzw. Beschwerden möglich.
Es bleibt dabei oft bei einer rein symptomatischen Therapie der Ausfallserscheinungen.Interferon und Vit.B-Komplex in konsiliarischer Beteiligung des Neurologen.m Bereich der Augen sind die schon beschriebenen Störungen der Motorik und der Motilität den Hirnstammsymptomen zuzurechnen. Häufig kommt es auch zu einer einseitigen Gesichtslähmung, der Facialisparese. Betroffen sind 5 bis 8 Prozent der Multiple-Sklerose-Patienten. Die Facialisparese bildet sich jedoch in der Regel rasch zurück. Die Trigeminusneuralgie, die sich durch starke Gesichtsschmerzen bemerkbar macht, kommt bei Multipler Sklerose bis zu 300 mal häufiger vor, als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das bedeutet, dass 1,5 Prozent der Multiple-Sklerose-Patienten eine Trigeminusneuralgie bekommen. Weitere Beschwerden im Bereich des Trigeminusnervs sind Sensibilitätsstörungen sowie Kribbel- und Kältegefühle im Gesicht.
Ein häufiges Symptom ist das vorübergehende Sehen von Doppelbildern. Dieses Krankheitszeichen ist auf die Störung der Augenmotorik (willkürliche Bewegungsvorgänge) zurückzuführen und tritt meistens schon in einer frühen Krankheitsphase auf.
Es gibt Übungen in Hatha-Yoga ("Umkehrhaltungen"), die kombiniert werden können mit Gymnastik und dann eine positive Wirkung haben auf die Elastizität der Gefäße. Zunehmende Elastizität der Gefäße sorgt für bessere Durchgängigkeit der Gefäße. Zeitbedarf ab 2 x 10 Minuten pro Tag, 7 Tage pro Woche. Auch geeignet für Schwangeren und für Personen mit Rückenleiden und Rückenschmerzen. Wissenschaftliche Studien sind mir nicht bekannt, Einzelfälle dagegen wohl bei Zustand nach Schlaganfall oder extrem fortgeschrittene Gefäßverkalkung u.Ä.
Therapeuten mit Interesse können mich kontaktieren über ff@jhmi.edu. Patienten erhalten nur Auskunft nach vorheriger Einbindung eines Therapeuten.
Warum wurde nur das venöse System untersucht? Warum keine Aussage auf das Alter des Patienten? Spielt vielleicht nicht auch insgesamt eine generalisierte Gefäßalteration am degenerativen Untergang der Myelinscheiden als Mechanismus eine Rolle? Wenn im weitesten Sinn Durchblutungsstörungen als Ursache oder als Mechanismus der autoimmuninduzierten Gewebszerstörung oder Hemmung der Gewebsregeneration die entscheidende Rolle spielen warum sind dann nur speziell die Myelinscheiden betroffen und nicht gleichzeitig auch das übrige Hirn- und Nervengewebe? Ganz überspitzt formuliert bedeutet diese These nicht auch, daß Patienten mit ausgeprägten Halswirbelsäulenveränderungen und der damit verbundenen cerebralen Durchblutungsstörungen eine Risikogruppe für MS darstellen? Oder müssten diese dann nicht unter MS-Patienten einen deutlich erhöhten Anteil ausmachen?
..bis jetzt!
Neben Umkehr der Kausalität bleibt auch noch die Möglichkeit eines Confounders. Eines Faktors der MS & venöse cerebrale Insuffizienz bedingt. Sehr interessanter Ansatz, allerdings fern ab klinischer Relevanz...
Ein interessanter Aspekt vor allem unter Berücksichtigung der Häufigkeit von MS und der Häufigkeit von Faktor II Mutationen ( ca.2%) in der Bevölkerung, die ebenfalls relativ häufig "Vasculitiden" arterieller und venöser Art verursachen kann.
Paolo Zamboni könnte Recht haben. Es wird desöfteren MS diagnostiziert und später stellt es sich als Antiphospholipid Syndrom heraus.
Das habe ich auch genauso gedacht. Auf jeden Fall ist es richtig, dass eine weitere, große, prospektive Studie folgen soll.
Petra Stuckmann, Ärztin für Allgemeinmedizin
Es stellt sich die Frage, ob nicht bestimmte Formen der MS sekundär zu einer venösen Insuffizienz -wie auch immer- führen und somit die beschriebene venöse Insuffizienz FOLGE der MS ist. Wer war zuerst da: die Henne oder das Ei?
Ich selbst habe seit 3 Jahren MS. Dies wäre ein riesiger Fortschritt... warten wir mal ab, wie es weiter geht.