| European Association of Urology |
| Studie |
| DaVinci-System |
Antwort für Dr. Mandok: in diesen Fällen ist nach Versagen der medikamentösen Therapie die TUR (transurethrale Resektion) der Goldstandard.
Antwort für Dr. Jeretin: HIFU (nicht HEFU) versucht mit hochfrequentem focussiertem Ultraschall die Prostata unter Erhitzung auf ca 90 Grad Celsius thermisch zu zerstören.
Dieses Verfahren ist in erster Linie für Patienten entwickelt worden, die sich aus medizinischen Gründen nicht operieren lassen können, oder aber OP klassischer Art grundsätzlich ablehnen.
In erfahrenen Händen und bei korrekter Indikationsstellung werden derzeit Ergebnisse erzielt, die eine sehr gute Alternative zur Radiatio darstellen (Verhältniss Nebenwirkung/Wirkung)
Näheres können Sie bei Prof Chaussy/ OA Dr. Thüroff in München Harlaching erfahren.
Interessant diese Kollege Komentare zu lesen!Und welche Therapie wird für die beningne Prostata Hypertrophie vorgeschlage?,ich habe mehrere Patienten mit d.Probleme des "dauerne Wasserlassen" Tag und Nacht ,und dagegen wird ausser mehr oder wenige Med. nicht getan.Ich denke daß mehr Patienten diese Art der Erkrankung haben als ein Prostatakarzinom. Haben die Kollegen Urologen eine Wirksame Therapie dagegen?Ich bin Augenärztin aber die Patienten kommen zu mir und Fragen!.Vieln Dank i. Voraus
Warum wird auf die photoselektive Vaporisation (PVP) der
Prostata mit dem Greenlight-Laser in diesem Zusammenhang
nicht eingegangen, die ja (auch) ein sehr schonendes
Verfahren darstellt?
Die Aussagen von Herrn Prof. Hallmeyer sind mehr als diffamierend und wissenschaftlich international und regional überhaupt nicht haltbar.
Es gibt kein Verfahren bisher, was von sich behaupten kann die Beste zu sein! Ich betreue seit 24 Jahren operierte und auch bestrahlte Patienten.
Woher will man eigentlich bei der Diagnosestellung Prostatakarzinom zweifelsfrei wissen, ob der Tumor wirklich lokal begrenzt ist ?? Partin und Narayan (Johns Hopkins University) haben schon in den neunziger Jahren Kapselpenetration bei etwa der Hälfte aller, zuvor als "locally confined" eingestuften, radikal Operierten nachgewiesen (Fallzahl über 700). Dadurch erklären sich wohl die immer noch zu geringen Heilungserfolge der radikalen Prostatektomie. Selbst Top-Operateure wie Pat Walsh (ebenfalls Johns Hopkins Univ.) schaffen eine 10-Jahres-Heilungsrate von kaum mehr als 75%.
Und wie steht es mit der HEFU Therapie
Ich kann die Meinung des Kollegen Hallmeyer nicht teilen. Die Studienlage zur Protonentherapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom ist äußerst dürftig bis nicht existent. Einzig Daten aus Loma Linda liegen mit längeren Nachbeobachtungszeiten vor. Diese waren denen der modernen Operationen oder der Brachytherapie unterlegen. Auch die IMRT muss mit Vorsicht angegangen werden. Die Prostata ist ein bewegliches Ziel und kann eigentlich nur mit ständiger Verifikation der Lage konformal therapiert werden; dazu sind die Behandlungszeiten selbst innerhalb einer Fraktion oft zu lange; moderne Techniken wie IGRT oder Rapid Arc können hier Abhilfe schaffen. Auch dann wird die Therapie aber nie so konformal sein wie eine Brachytherapie. Ich finde die oben stehende Info des Kollegen insbesondere bezüglich der Radikaloperation diffamierend und falsch.
Allein die Anzahl der Patienten (1938 vs. 6899) im Zeitraum
2003-2006 macht deutlich, daß hier die Ergebnisse eines"klassischen" Op-Verfahrens mit denen eines jungen (innovativen) verglichen werden, wobei gerade bei "da Vinci" in manchen Zentren man sich noch in der Anfangs-(Lern-)kurve
bewegt, die bei den klassischen Verfahren in 1980ger Jahren
auch durchlitten werden mußte.
Die erfolgreichste Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms ist die Protonentherapie (siehe www.protons.com) gefolgt von der IMRT-Strahlentherapie. Die wie auch immer erfolgte Prostatektomie hat die schlechtesten Heilungserfolge und die übelsten Auswirkungen auf Befinden und Lebensqualität der Patienten. Leider wird dies von vielen ärztlichen Kollegen nicht gewußt, ignoriert oder bewußt den Patienten verschwiegen.