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Die Hirnlosen

Sirenen heulen, Polizisten riegeln das Gelände großräumig ab. Spezialeinsatzkommandos können den Gewalttäter schließlich stoppen, bevor er noch mehr Menschen verletzt oder gar tötet. Wer denkt bei solchen Szenen nicht an Winnenden, Erfurt oder an das Gymnasium im bayrischen Ansbach, dem jüngsten Fall eines Schul-Amoklaufs. Was ist mit Jugendlichen los, die sich mit wenigen Worten provozieren lassen und dann blindwütig auf ihren Gegner einschlagen? Schluss ist erst, wenn ihr "Feind" tot am Boden liegt, wie zuletzt am Bahnsteig in München-Solln.

Neunzig Prozent sind psychisch krank und unzurechnungsfähig?

Raucher aktivieren ihr Belohnungszentrum im Gehirn, sobald sie sich eine Zigarette anstecken, Alkoholiker tun es mit Wein oder Bier. Jugendliche mit Gewaltpotential zeigen ganz ähnliche Antworten in der Amygdala und dem ventralen Striatum, wenn sie Schmerzen bei anderen nach einem Unfall oder einer Schlägerei beobachten. Die Ergebnisse einer Kernspin-Untersuchung besonders brutaler Jungen im Alter zwischen 16 und 18 veröffentlichte Jean Decety von der Universität Chicago anfangs des Jahres in der Fachzeitschrift Biological Psychology. Unauffällige Jugendliche zeigen keine solch starke Aktivierung in den entsprechenden Hirnzentren.

Frank Schneider von der Universität Aachen schaute in das deutsche Gefängnis Brackwede I bei Bielefeld und fand in einer Studie mit rund 140 Gefangenen heraus, dass neun von zehn Straftätern psychisch krank sind oder an einer Persönlichkeitsstörung leiden. Entsprechende Therapieangebote fehlen dort in der Regel. Die Erfahrung aus diesen Studien ist: Vielen Gewalttätern geht die Fähigkeit zur Empathie ab, die Empfindung für die Gefühle des Anderen. Ohne eigenes Schuldbewusstsein lassen sie Strafen kalt. Sind sie für Ihre Taten überhaupt verantwortlich oder macht ihr Gehirn mit ihnen, was es will und zu was es vorbestimmt ist? Das deutsche Strafgesetzbuch, Paragraph 20 sagt: "Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung ...unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln."

Kontrollverlust im Stirnhirn

Die Kontrolle für impulsive Handlungen liegt im menschlichen Gehirn im präfrontalen Kortex, der die Emotionen in Amygdala und Hypothalamus nicht ausufern lässt. Erwachsene mit Läsionen in diesem Bereich sind impulsiv und zuweilen enthemmt. Antonio Damasio aus dem amerikanischen Iowa beschreibt einen Patienten, dem Chirurgen im Alter von drei Monaten einen Tumor aus der Stirn entfernten. Als Neunjähriger war der Junge extrem lethargisch und hatte nicht selten "Ausraster". Kaum provoziert, bedrohte er Menschen in seiner Umgebung oder ging gleich zum Angriff über. Unter dem Schutz eines fürsorglichen Elternhauses wuchsen seine Geschwister ohne solche Auffälligkeiten auf. Als weiteres Beispiel mit ähnlicher Entwicklung berichtet Damasio von einem Autounfall-Opfer mit einem Hirnschaden im Frontalhirn.
Im Jahr 1972 begann in Neuseeland eine bedeutende Studie zur Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen. Forscher beobachten seitdem fast alle rund eintausend Jugendliche eines Jahrgangs der Stadt Dunedin von ihrem dritten Lebensjahr an. Alkohol und Drogen sind demnach Hauptrisikofaktoren für die Gewaltkarriere, vor allem bei jungen Männern. Und wer dann einmal mit dem Gefängnis in Kontakt gekommen ist, dessen Chancen sinken rapide, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Denn die Bedingungen hinter Gittern sorgen, so ist sich Bernard Gesch von der Universität Oxford sicher, für eine Fortsetzung der Gewalt-Karriere. Seine Studien ergaben, dass die Gefängniskost die Aggressivität fördert. Eine zweijährige Untersuchung im Aylesbury-Gefängnis bei London zeigt, dass gezielte Vitamin- und Mineralienzusätze im Essen die Angriffe auf Mitgefangene und Aufseher um ein Drittel verringern. Eine Anschlussstudie im Jugendgefängnis im schottischen Falkirk, über die vor kurzem Science berichtete, soll nun noch genauer klären, woran es in der Gefangenenkost mangelt und welche Zusätze dabei effektive Abhilfe schaffen.

Entwischen benötigt einen wachen Geist

Besonders wichtig scheinen dabei die Omega-3-Fettsäuren zu sein. Sie helfen Nervenzellen bei der Reifung im Gehirn und sorgen so für mehr Aufmerksamkeit und Impulskontrolle. Adrian Reine von der Universität Pennsylvania verteilt etwa im amerikanischen Philadelphia und im asiatischen Singapur Omega-3-Tabletten an Kinder und will deren Effekt auf ihre Gewaltbereitschaft untersuchen. Der amerikanische Psychologe schaffte es auch mit absoluter Vertraulichkeit, Gewalttäter für seine Studien zu gewinnen, die klug genug waren, sich nicht von der Polizei erwischen zu lassen. Im Vergleich mit überführten Tätern war deren Nervenzelldichte im präfrontalen Kortex wesentlich größer. Ähnliche Unterschiede sahen die Psychologen auch bei Mördern: Tötung im Affekt scheint in diesem Gehirnabschnitt mit einem geringeren Serotonin-Stoffwechsel und entsprechender Unterversorgung zusammenhängen, während geplante Morde genauso wie die Irreführung der Verfolger einen wachen Geist benötigen.
Vitaminreiche Ernährung wäre daher ein - zudem kostengünstiger - Ansatz, bei gefährdeten Jugendlichen vielleicht manche Gewalttat verhindern. Und wer trotz alledem mit voller geistiger Reife Straftaten begeht, muss sich vielleicht schon bald einem Hirnscan und einem Serotonintest unterziehen. Ihm wird es in Zukunft wohl schwerer fallen, Gutachter und Richter in Zukunft über seine Zurechnungsfähigkeit zu täuschen.

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163 Bewertungen (Ø 4.22)

Dr. rer. nat. Erich Lederer

Medizinjournalist/in (Innere Medizin - Schwerpkt Immunologie )

82008 Unterhaching

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Kommentare

  • 39
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    03.12.09 - 10:31
    Dipl.-Päd. Karl-Heinz Krieger
    Psychologe/in

    In einem hervorragend recheriertem Buch: "Kalte Kinder" von Ingrid Eissele wird als wesentliche Ursache für Gewaltbereitschaft die fehlende Empathie herausgearbeitet. Dies dürfte auch völlig unstrittig sein. Als Grund für das Fehlen von hinreichender Empathie weist sie nach, dass diese erlernt werden muss, ebenso wie z.B. Sprechen. Für die Empathieentwicklung gibt es wichtige Zeitfenster, die vor allem in der frühen Kindheit liegen. Mit zahlreichen Beispielen versehen, gibt sie Hinweise, wie Mütter und Väter im Umgang mit ihren Kleinkindern unter Anleitung von Fachleuten mit eigenen Defiziten besser umgehen lernen, um Fehlentwicklungen bei ihren Kindern zu vermeiden.
    Weiter werden auch Lösungsansätze für den Umgang in Schulen und Jugendeinrichtungen im Umgang mit aggressiven Jugendlichen aufgeführt.

  • 38
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    02.12.09 - 16:10
    Dirk Reske
    Gesundheits- und Krankenpfleger/in

    Schlechte Ernährung mehr Gewaltbereitschaft und das wars?
    Knapp 65 Jahre ist es her dass viele Jugendliche unter heute unvorstellbaren Bedingungen in Gefängnissen einsassen oder besser gesagt über Jahre dahinvegetierten. Der Teil der überlebte hat sich komischerweise nicht mit Gewaltbereitschaft hervorgetan sondern mit Aufbauarbeiten, dem Schaffen von Werten, und dem Sorgen für sich, für andere und für die eigene Familie. Den Begriff Omega kannten sie nur von Kraftfahrzeugen der Firma Opel,Vitamine und Mineralien wurden nicht künstlich sondern in herkömmlicherweise mit Jahreszeitlich bedingtem Obst und Gemüse zugeführt. Als Kind eines dieser in Vergessenheit geratenen kann ich nur sagen, nein wir hatten nicht immer alles, für den ersten Farbfernseher wurde gespart, auch das Auto wurde abbezahlt aber aus uns sind normale Menschen geworden und ich weiger mich jeder Theorie zu glauben die Gewaltbereitschaft mit mangelhafter Ernährung erklären will. Dass in unserer Gesellschaft einiges nicht stimmt und somit zunehmende Gewaltbereitschaft die Folge ist, will ich gerne unterschreiben.

  • 37
    01.12.09 - 09:53
    PT

    Tiermodell?
    Vor Jahren hatte ich das Vergnügen, einen Wurf mit 7 Mix-Hundewelpen aufzuziehen, alles niedliche Kuscheltiere, bis auf einen Rüden. Dieser widerstand jeder Erziehungsmassnahme und musste im Alter von nur 11 Monaten von der Polizei erschossen werden, blindwütige Raserei.
    Er hatte genau identische Bedingungen wie seine Geschwister, die alle im hündischen Greisenalter gestorben sind und die nie auffällig waren.
    Lebensbedingungen und Ernährung waren es nicht, hatte er einen Hirndefekt?

  • 36
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    30.11.09 - 14:11
    Jürgen Barth
    Zahnarzt/-ärztin

    Vielen Dank für den ausgezeichneten Kommentar, der darauf hinweist, dass Medikamente gerne genommen werden, um Verantwortung für sich und den anvertrauten Menschenan der geringst aufwändigen Therapieform zu übertragen und dabei "etwas getan" zu haben. Die "Hirnlosen" sind das Ergebnis von jahrelangen Kontakten mit "Seelenlosen". Das System der Fehlersuche am Menschen sollte ersetzt werden durch ein System der Begabungsverstärkung und Belobigung positiver Aspekte des Menschen von Geburt an.

  • 35
    Icondirect
    30.11.09 - 13:40
    Dr. rer. nat. Erich Lederer
    Medizinjournalist/in

    Zu Kommentar (30): Es ist richtig. Ganz saubere Doppelblindstudien zum Thema Aggression/Ernährung gibt es wohl nicht. Aber in diesem Zusammenhang möchte ich doch noch auf eine interessante Studie aus dem Jahr 2004 hinweisen: http://ajp.psychiatryonline.org/cgi/content/full/161/11/2005 . Die Autoren analysierten auffälliges (auch aggressives Verhalten) bei Kindern/Jugendlichen und stellten dem das Ernährungsprofil gegenüber. Unabhängig(!) von der sozialen Herkunft oder dem IQ-Quotienten war Mangelernährung mit sozialer Auffälligkeit verbunden.
    Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass gesunde Ernährung jedes Verbrechen verhindert, aber vielleicht die Risiken etwas mindert.
    Und zum Thema Gefängniskost (33): Folgender Artikel ist da vielleicht auch ganz hilfreich: http://www.schattenblick.de/infopool/medien/altern/pb-120.html "3,10 Euro beträgt der Richtsatz für die Vollverpflegung der Gefangenen in den Hamburger Haftanstalten." weiter: "Gefangene berichten, dass sich hinter der Speiseplanankündigung "Gemüse" beim Abendbrot dann zum Beispiel eine Zwiebel (!) verbirgt. Das Mittagessen wird in den meisten Haftanstalten in Menagen ausgeliefert, die zum Teil stundenlang warmgehalten werden, so dass alle Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe buchstäblich verdampft sind."....
    Alternativen? Schwer zu bekommen.

  • 34
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    30.11.09 - 13:26
    Dr. Alexej Axjonow
    Arzt/Ärztin

    Lieber Kollege Schuberth,

    in der Tat kann unsere Uni Kantine in Zürich wahrscheinlich kaum mit München Stadelheim mithalten, vielleicht kommen eben daher die missgestimmten bis dysphorischen Verhaltensweisen mancher Kollegen...
    Als Gerichtsgutachter bin ich übrigens immer wieder beauftragt worden, auch die Inhaftieren zu untersuchen. Auf die übliche Frage "Wie geht es Ihnen" habe ich häufig Klagen über die Essensqualität gehört. Aber über Geschmak lässt sich bekanntlich streiten.

  • 33
    User_default_image
    30.11.09 - 10:29
    Dr.med Wigbert Schuberth
    Arzt/Ärztin

    Lieber Kollege Axjonow! (26): Bitte nicht die alten, billigen Vorurteile gegen die Gefängniskost: sie ist (in Deutschland) erheblich besser als das Essen in jeder Universitätsmensa, wird ernährungsphysiologisch vorgeschrieben und täglich(!) durch Kostproben überwacht! Wir sind nicht mehr im Mittelalter bei Wasser und Brot im Kerker oder Verließ...

  • 32
    Icondirect
    29.11.09 - 21:58
    Christoph Mathar
    Student/in der Humanmedizin

    um mich Dr. Kauer und Dr. Berger anzuschließen: Oh Herr wirf Hirn vom Himmel und eine ausgewogene Ernährung und vergiss auch nicht die beeindruckenden fmri Scanner, mit denen sich derzeit jegliche wacklige These mit bunten aussagekräftigen Bildern untermauern lässt

  • 31
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    29.11.09 - 17:28
    Margaretha Winkler
    Psychotherapeut/in

    Vielleicht sollte man mal über ein ruckkehr zur Häuslichen
    lebensgemeinschaft nachdenken.
    Die Ursache liegt meiner Meinung nach in der Falsch verstandenen Emanzipation der Eltern.
    Kinder wachsen nicht mehr Kind gerecht auf.
    Auch sehr zum Empfehlen ist das Buch Biologie des Bösen von Barbara Oakley.

  • 30
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    29.11.09 - 14:20
    Dr. Erwin Münch
    Arzt/Ärztin

    Wie stark ist die Korrelation zwischen Ernährung und Empathieverlust? Die Daten stammen ja wohl nicht von einer randomisierten DOppelblindstudie. DIe Kofaktoren wurden nicht benannt. Wie wäre es mit folgendem Blickwinkel: Wir wissen, dass sich die Folgen von Vernachlässigung und sexueller Gewalt im Kindesalter im Gehirn ablesen lassen. Warum sollte eine konsequente Erziehung zur Empathie nicht auch Veränderungen am Gehirn hinterlassen, die sich im MRT nachweisen lassen. Wenn das so wäre, hätte man dann nicht einen Grund, die Lehrer mit außreichender Amtsautorität und ggf. Durchgriffsrechten auszustatten, um "empathisches Verhalten" bei allen Schülern zu erzwingen? Vor 100 Jahren war die Ernährung viel mangelhafter, die Gewaltbereitschaft aber geringer.

  • 29
    Defaultmedium
    29.11.09 - 13:37

    Die Gewaltbereitschaft Jugendlicher duch einen Stirnhirnschaden und Ernährungsfehler sind das eine.
    Das Häufigere aber ist die Orientierungslosigkeit.
    Gewaltbereite Jugendliche stammen oft aus Familien, die keine EMPATHIE FÜR die potentiellen OPFER vermitteln, die keine ÜBERNAHME VON VERANTWORTUNG für sich selbst und andere verlangen.Die keine ETHISCH/RELIGIÖSEN Werte vermitteln.
    An den Schulen herrscht fast überall ein ganz ausgeprägtes
    Mobbing gegen nicht stromlinienförmige Schülerinnen und Schüler. Wenn die Lehrer die Schüler danach fragen wird geschwiegen, weil man keine Schwäche zeigen darf oder anschließend ein viel stärkeres Mobbing befürchtet. Du bist zu fett ,das nachäffen eines Akzentes führen bei den Opfern zum Teil zu katastrophalen Selbstzweifeln, die in den z.T. sehr kleinen und hektischen Familien nicht mehr aufgefangen werden. Wir brauchen in den Schulen die Einrichtung, dass jeder! Schüler einzeln 5 Minuten im Jahr mit einem Lehrer sprechen muss. Nur dann werden wir erkennen, dass das ein entsetzliches Dilemma unter der Decke gehalten wird.Nur so werden Opfer Namen nennen und Täter kontrolliert werden können. Nur durch ganz individuelle Erziehungsarbeit, die eigentlich in den Kindergärten begonnen werden muß werden wir der Gewalteskalation wirksam entgegentreten können, indem wir sie bewußt machen. In userer Gesellschaft wird ja nicht nur direkte Gewalt durch Jugendliche ausgeübt, sondern auch Gewalt durch Erwachsenen in den Massentierhaltungen, bei der Erlaubnis der Schächtungen und bei Tierversuchen
    Gewalt für die wir alle mitverantwortlich zeichnen.

  • 28
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    29.11.09 - 12:33
    Dr. med. Falko Bengen
    Arzt/Ärztin

    Das ist ja alles schön und nett! Dass der Hauptgrund für diese Entwicklungen in der zunehmenden Desintegration unserer familiären und kommunalen Strukturen liegt ("Amerikanisierung"), daran besteht doch wohl überhaupt kein Zweifel! Und den Rest besorgt die "Glotze" - Infotainment nennt man das...

  • 27
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    28.11.09 - 22:26
    Stefan Sieh
    Student/in

    Jaja, die Hirnlosen haben´s halt auch nicht leicht.

  • 26
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    28.11.09 - 19:07
    Dr.med. Silvia Franz
    Arzt/Ärztin

    Dr.med.Silvia Franz Ärztin

    Auch wenn es schulmedizinisch negiert wird - wir wissen seit vielem Jahrzehnten, daß die Ernährung des Gehirns auch für dessen Funktion mithaftet. Wen wunderts?

    Omega-3-Fettsäuren in Verbindung mit Magnesium und Zink helfen ADHS-Kindern, ihre Balance wiederzufinden. Wenn man sich die Ernährung der Klientel in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen mal genauer unter die Lupe nimmt, kann einem nur schlecht werden. Auch Gefängnisinsassen werden aus Großküchen mit raffinierten Warnhaltetechniken, Geschmacksverstärkerzugabe und Billigfetten versorgt -
    wo sollten da noch essentielle Ernährungsbedürfnisse bei einem Zwang zu dieser Kost über mehrer Jahre befriedigt werden können? Immerhin handelt es sich um Jugendliche, die resozialisiert später unsere Renten mitbezahlen sollen.Das werden wir uns unter dieser Ernährungsvorgabe abschminken können.

  • 25
    User_default_image
    28.11.09 - 18:24
    Dr. med. Roland Sautter
    Arzt/Ärztin

    Die Neurowissenschaften liefern immer bessere Details in funktionale Zusammenhänge.Die Plastizität des Gehirns ist -wie ich es bis dato verstanden habe-"wechselseitig".Das heißt ,ein Trauma bewirkt eine substantielle Veränderung im Gehirn (Kindersoldaten),auch noch abhängig von der Konstellation in der es sich ereignet(u.a. Reifezeitpunkt der Person)andererseits ist der Zustand der neuronalen Substanz sicherlich mitentscheidend für die Auswirkung psychischer Ereignisse.Ich nehme an weder die"Psychiker noch die Organiker" können die diesbezüglichen Probleme alleine lösen,sicher nicht "einseitig".Zusammen werden sie aber erheblich weit noch in diesem Jahrhundert vorankommen.Da bin ich ich fast euphorisch optimistisch.Im Übrigen gibt Beitrag 15 eine gute Wahrnehmung wieder,find ich.

  • 24
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    28.11.09 - 16:16
    Dr. Alexej Axjonow
    Arzt/Ärztin

    Wir sind doch alle etwas genervt, enttäuscht oder gar gereizt, wenn wir ein qualitativ schlechtes Essen serviert bekommen. Mit dem Unterschied, wir können es uns leisten, den Teller zurück zu geben oder uns sogar wirksam beschweren. Die Inhaftierten erleben ihr schlechtes Essen als zusätzliche Schikane, die bei den frontal enthemmten Gewalttätern als Provokation ankommt und ausagiert wird.

    Impulskontrollstörungen bei Schädigungen im präfrontalen Kortex sind bekanntlich gut untersucht. Auch die beschriebenen Zusammenhänge mit Serotonin und anderen Neurotransmittern sind nicht neu.

    Mir hat der Artikel gut gefallen. Mit einer Portion Humor sehr gut verdaulich.

  • 23
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    28.11.09 - 14:48
    Dr. Dr.med. Joachim Kühn
    Arzt/Ärztin

    Eins noch, nach zweiter Lesung.Vegeterische Ernährung, die per se auch basisch ist, scheint auch friedlicher zu
    stimmen.
    Bber Vorsicht, ich bin kein Vegetaririer.Nach dem Lesen
    einiger selbstgefälliger Kommentare-es fehlt mir leider an Zeit, darauf einzugehen- werde ich jetzt ein mittelgrosses
    Stück Putenbrust essen.
    An alle Einäugigen, die schon immer alles besser wussten:
    Ich schried "miitelgross", nicht mittellos!

  • 22
    User_default_image
    28.11.09 - 14:33
    Dr. Dr.med. Joachim Kühn
    Arzt/Ärztin

    Ich habe diesen Artikel nicht so verstanden, dass mit diä-
    tetischen Massnahmen allein der steigenden Gewaltbereitschaft beizukommen ist. Die Untersuchungen
    von Damasio standen doch eher im Vordergrund.
    Bei aller Zustimmung zur Wichtigkeit sozialer und gesell-
    schaftlicher Prävention überrascht in den Beiträgen eine
    Auffälligkeit nicht mehr. Es gibt in diesem Lande jede Menge "Täterdiskussion", fast nie aber eine Opferdiskussion.-
    Man darf wohl annehmen, dass die gesellschaftsktitischen
    Stimmen und ihr soziales Umfeld noch nie Opfer eines un-
    gerechtfertigten, gewlttätigen Übergriffs waren.
    Es fehlte auch ein sinniger Beitrag über die bösen Gewalt-
    spiele, die zu Gewalttaten führen. Wie schon Murphy sati-
    risch formulierte :"Eine einfache Lüge ist halt immer besser als eine komplexe, verwickelte Wahrheit."
    Ich jedenfalls fand den Artikel bedenkenswert, auch die
    Idee mit der Gefängniskostanreicherung. Wäre allerdings
    nicht schlecht, wenn man die Massnahme auch in Alters- und
    Pflegeheimen erwägen könnte, dort herrscht u.a.ein Mangel
    an Zink, B-Vitaminen. Omega-Fettsäuren Tryptophan und
    ganz besonders an Zeit für Zuwendung.
    Das liegt dann auch nicht am faulen Pflegepersonal, sondern an der bösen Gesellschaft, die noch noch nie für einen angemessenen Pflegeschlüssel gesorgt hat.
    Leider fällt das öffentlich weniger auf, weil die 70 bis
    90-Jährigen eher selten in der Gruppe jemanden halb oder ganz tozschlagen.

  • 21
    User_default_image
    28.11.09 - 12:16
    Axel Fingerhut
    Medizinjournalist/in

    Bin mit Dr. Frank Antwerpe völlig einer Meinung - momokausales Begreifen von Handlungen ist nicht zielführend.
    Spannend wär auch mal, Angehörige gewaltanwendungimplizierender Berufe zu scannen.

  • 20
    Icondirect
    28.11.09 - 11:29
    Dr. Diana Raffelsbauer
    Medizinjournalist/in

    Die Argumente bezüglich des Einflusses der Ernährung auf aggressives Verhalten sind einfach zu schwach, um in den Vordergrund zu rücken, wie es hier anhand der zahlreichen Kommentare widerspiegelt ist. Daher kann ich die Kommentare von Herrn Kauer und Frau Berger nachvollziehen.

  • 19
    Icondirect
    28.11.09 - 11:18
    Dr. Frank Antwerpes
    Arzt/Ärztin

    Der Artikel sollte nicht den Eindruck erwecken, jugendliche Gewalt sei monokausal auf schlechte Ernährung zurückzuführen. Das wäre deutlich zu kurz gesprungen. Herr Lederer hat einfach einen Punkt hervorgehoben, der von der Psychologie traditioneller Bauart gerne vergessen wird: Funktionierende Software ist von funktionierender Hardware abhängig, das Verhalten auch von der neuronalen Integrität des Gehirns. Erst der Blick auf beide Aspekte bringt uns den Ursachen blinder Gewalt näher.

  • 18
    User_default_image
    28.11.09 - 10:55
    Carsten Freckmann
    Sonstige

    Wenn der Oberbau faul ist, rächt sich das Untere.

  • 17
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    28.11.09 - 08:51
    Angela Leyrat
    Physiotherapeut/in

    diese tatsachen ändern nichts daran, dass die hauptursache in der emotionalen vernachlässigung der gesamten gesellschaft liegt. kindergrippen mit mehr als 4 kinder und ständig wechslnden bezugspersonen im kleinkindalter sind die nächste zeitpumpe, die wir legen. toll?????? alkohol, drogen..... gewlalt folgen sogleich.

    mit unserem materiellen, wirtschafts-faschissmus wird sich so schnell daran auch so nichts ändern.

    da helfen auch keine pillen.

  • 16
    User_default_image
    28.11.09 - 04:01
    Josif Amam
    Student/in

    Wow, ich bin geplättet!

    An den Autor: Die "Hirnlosen" also, der Titel dürfte dem ernsten Thema kaum angemessen sein, es besteht auch keine Notwendigkeit zu Abwertungen solcher Menschen Herr Lederer.

    An die Kommentatoren: Ich muss mich wundern. Lösen Pillen, Kochen oder gute Erziehung das Problem? Je komplexer ein Prozess/Zustand ist, desto mehr Faktoren haben einen Einfluss auf diesen. Das dürfte sich mittlerweile als recht klares und "einfaches" Prinzip rausgestellt haben. So lange nicht nur Faktoren selbst, sondern auch ihr etwaiger Anteil an der - z.T. auch zeitlichen - Entwicklung zu einem Prozess klar sind, kann man sich mit etlichen zusammengezimmerten und unbewiesenen Theorien den Schädel einschlagen. Das ist natürlich legitim, aber ich vermisse ernsthaft die ARGUMENTE für Ihre Theorien hier. Es ziemlich wertlos diese zu posten und zu meinen man sei dadurch bereits im Recht. Argumente helfen mir und anderen Ihren Standpunkt zu verstehen. Dann sind auch Kommentare wertvoll.

  • 15
    Icondirect
    28.11.09 - 00:47
    Richard E. Schneider
    Medizinjournalist/in

    Gewiss ein guter, überlegter Ansatz von Dr. Leder zur Bekämpfung der Gewalt. Nahrungsaufnahme. Sicher gibt es auch unter Gewaltverbrechern solche, die zum dolce vita tendieren und die man vielleicht "bekehren" kann. Ursächlicher sind jedoch die sozialen Motivationen zu einer Gewalttat. Wir leben - ob wir es uns eingestehen oder nicht - im Krieg. Was derzeit in USA und Deutschland an Schulen passiert, kann man nur mit dem Krieg begreifen, der im Ausland geführt wird.
    Und noch etwas, ganz generell und zivilisiert: Wenn man hört, wie Verbrecher ihre eigenen Verbrechen beurteilen, so müsste man die Verbrechensfrage neu stellen: Ein Über-Ich? Anfang des 20. Jahrh. gab es eine gesellschaftliche Theorie, die Verbrecher freisprach. Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat über Verbrecher sehr klug geschrieben, man lese ihn nach. Oder mit Nietzsches Worten, die weitgehend wertfrei gemeint sind: Der Mensch ist etwas, das überwunden werden muss. Und wir Menschen tun nichts anderes, Tag für Tag, als andere Menschen zu überwinden. Müssen wir es? Doch, wir tun es! Die Arten und Methoden dieses Tuns sind nicht alle gleich und vor allem nicht gleich verwerflich - so wie z.B. ein Verbrechen.

  • 14
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    28.11.09 - 00:27
    Dr. Martin Wolkerstorfer
    Psychologe/in

    "Vielen Gewalttätern geht die Fähigkeit zur Empathie ab, die Empfindung für die Gefühle des Anderen."

    Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche, die Jahre, Jahrzehnte geprügelt, gedemütigt, verlassen und seelisch und körperlich misshandelt werden,

    von Eltern(falls präsent), Lehrern, Polizisten, Nachbarn, Medien herabgestzt und verurteilt werden, abgewertet, bestraft, eingesperrt:

    Die hatten wohl Empathie, vorher, aber nicht mehr mit 16 oder 18 oder 20. Ohne Empathie könnten sie sich nicht an den Qualen der Opfer freuen!!!

    Und das ist sicher nicht mit Omega 4711 oder Vitamin B 0815 heilbar. Natürlich sind die AUCH (dazu noch) schlecht ernährt. Und gesunde Ernährung wird immer günstigere Entwicklung ermöglichen als Mangel.

    Aber wenn man in ein junges Gehirn viel Gewalt und wenig Steuerungs- und Kontrollmöglichkeit einpflanzt, dann geht eben sie Saat nach zwei Jahrzehnten auf, und dann werden aus kleinen Opfern große Täter.

    Drücken wir uns doch nicht schon wieder vor unserer sozialen und politischen Verantwortung mit ein paar Pillen!

  • 13
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    27.11.09 - 23:55
    Karsten Wilzek
    Arzt/Ärztin

    Gottsei Dank, es ist heraus: Schuld haben nicht gesellschaftliche Fehlentwicklungen, bei denen dank konsequenter Nichtförderung von Jugendlichen speziell aus den unteren (nicht gleich wieder schreien, natürlich gibt es auch in unserer Gesellschaft ein "unten" und ein "oben") Bevölkerungsschichten frustrierte und gelangweilte, weil unterforderte und mit falschen Vorbildern versorgte Menschen irgendwann anfangen, wild um sich zu schlagen, nein, Schuld hat die Ernährung. Ich will diese Forschungsergebnisse nicht ins lächerliche ziehen, glaube aber, daß sie, wenn man sie zu sehr in den Vordergrund stellt, nur dazu dienen werden, das unbequeme aber notwendige Umdenken weg vom schieren Leistungsprinzip zu verzögern.

  • 12
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    27.11.09 - 23:51
    angelika demski
    Altenpfleger/in

    Wir als Gesellschaft sind -Hirnlose-
    Wie lange wissen wir schon. Bringen wir das symbiotische System der Erde immer mehr aus dem Gleichgewicht werden wir alle leiden. Diese schlecht ausgebildeten/ernährten Kinder sind vielleicht der Anstoß zum Umdenkenm mit allem respektvoller umgehen zu müssen.
    Gift im Meer-Nahrung-Nutztier-. Was ist kostengünstiger, gesunde Nahrung oder Nachsorge-Behandlung nach Straftaten für Täter und Opfer?

  • 11
    27.11.09 - 22:27
    anonym

    Ja klar: Die Eltern sind Schuld wie immer!

  • 10
    Defaultmedium
    27.11.09 - 21:13
    Ricarda Schmidt
    Arzt/Ärztin

    Der Einfluß von Vitaminen und Mineralien auf den Hirnstoffwechsel darf nicht unterschätzt werden. Nicht umsonst gibt es orthomolare Ergänzungspräparate (z.B. Orthomol vital)die gut helfen bei extremen Belastunssituationen und Burn-out-Symptomen. Diese wirken durch eine Vielzahl an Interaktionen, von denen der heutigen Medizin immer noch nicht alles bekannt sind. Der Hauptakteur dürften die Vitamine der B-Gruppe sein, also B12, B1, B6.. welche bei einem Mangel akute psychotische Symptome auslösen können. Warum nicht also auch einen komplementär-medizinischen Ansatz versuchen bei der Prävention von Gewalt, wenn dies bei Burn-out und Alkoholikern schon funktioniert?

  • 9
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    27.11.09 - 20:34
    Britta Hilse
    Arzt/Ärztin

    Ich empfehle jedem der sich zu diesem Thema Gedanken macht dringend die Lektüre des Buches Ghosts from the Nursery: Tracing the Roots of Violence von Robin Karr-Morse, T. Berry Brazelton, und Meredith S. Wiley von Atlantic Monthly Pr (Taschenbuch - Februar 1999) Dort ist fundiert untersucht und verständlich beschrieben, wie sie entstehen und was getan werden kann um diese "Karrieren" zu vermeiden. Auch wenn es US-amerikanishce Zustände beschreibt zeigen sich parallelen mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung zumindest auch in Deutschland.

  • 8
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    27.11.09 - 20:06
    OStR Fritz Seibel
    Biologe/in

    Gebt den Leuten ausreichend Vitamine, Omega3-Fettsäuren, eine basische Kost und da wird sein Friede, Freude, Eierkuchen. Das kann es doch wohl nicht sein! Dann müssten ja in Gesellschaften und Kreisen mit einer vernünftigen Ernährung deutlich weniger Gewalttaten vorkommen - oder? Dann müsste auch - vice versa - in schlechten Zeiten überall die Zahl der "Hirnlosen" ebenso deutlich zunehmen.Amokläufe, Gewaltverbrechen häuften sich jedoch in unserer westl. Wohlstandsgesellschaft. Ob der Amoklauf von Winnenden durch eine bessere Verköstigung des Täters hätte vermieden werden können?

  • 7
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    27.11.09 - 19:46
    André Olthoff
    Naturwissenschaftler/in

    Ein sehr interessanter Artikel. Es war bislang meine Theorie, dass Unterversorgung mit Vit. und Min. sowie zunehmende Vergiftung mit Konservierungsstoffen usw. u.a in der Nahrung mit Veränderungen im Gehirn zusammenhängen. Letztlich sind Gifte in der Nahrung und auch Zucker Vitamin- und Mineralienräuber. Ich kann mir vorstellen, dass z.B. ADS hierdurch bedünstigt wird.
    Und was ist mit unserem Trinkwasser? Bekanntlich sind im Wasser aus der Leitung Medikamentenrückstände und Hormone enthalten ... .

  • 6
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    27.11.09 - 19:07

    Wenn ich die Schulspeisung meiner Enkelin sehe, dann muss ich damit rechnen, das demnächst ganze Schulklassen zu Gewaltverbrechern werden, denn in den meisten Familien wird auch zu Hause nicht viel besser gegessen, weil die Eltern kaum noch selber gesund kochen.
    Also Herr wirf Hirn vom Himmel und die gesunde Ernährung gleich dazu!

  • 5
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    27.11.09 - 18:48
    Hannelore Petrovsky
    Arzt/Ärztin

    Ich sehe da noch einen anderen Grund ,ohne die Argumente meiner Vorgänger zu bezweifeln . Ich denke in den Elternhäusern der Jugendlichen könnte eine Mitursache liegen. Entweder die Eltern sind total überfordert und können sich nicht um ihre Kinder kümmern oder, oft in Itellektuellenfamilien, werden die Kinder oft mit Angeboten überfordert und es werden Erwartungshaltungen an den Tag gelegt denen die Kinder nicht gewachsen sind. In ärmeren Familien wiederrum haben die Kinder definitiv nicht so gute Chancen, sodass Frust entsteht. Es sollte viel mehr geredet werden und wieder ,soweit es möglich ist, auch in der ganzen Familie ,ohne dass die Erfahrungen der älteren Generation nur lächelnd angetan wird,wie es leider häufig passiert.Eine große Rolle spielt meiner Ansichr nach auch das miserable Fernsehprogramm,dass zur Gewalt herausfordert.

  • 4
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    27.11.09 - 17:37
    Kathrin Pfadenhauer
    Gesundheits- und Krankenpfleger/in

    Herr Kauer, da haben Sie recht.

  • 3
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    26.11.09 - 00:18
    Doris Wroblewski
    Heilpraktiker/in

    Seit über 20 Jahren propagiere ich in meinen Büchern eine BASISCHE KOST. Damit ist eine möglichst frische, natürliche biologische Ernährung gemeint, die weitgehend auf säurebildende, säureüberschüssige Bestandteile verzichtet wie tierische Eiweiße und einfache, leicht resorbierbare Kohlenhydrate.

    Immer wieder durfte ich bei vielen Menschen , die ihre Ernährung in diesem Sinne verändert haben, feststellen, dass sie sich vom Wesen her positiv veränderten, sich körperlich wohler fühlten, sich wieder mehr bewegten, und ihre Gesundheit sich stabilisierte.

    Anfang der 70er Jahre sah ich einen Film, (ich habe ihn heute noch in Kopie), der sich mit den Aus-/Nebenwirkungen vom Zuckerkonsum beschäftigte. Nach dessen Aussagen, musste der Zuschauer davon ausgehen, dass Zucker in kürzester Zeit als Droge eingestuft und dementsprechend verboten würde. Ähnlich wie bei vielen Alkoholikern waren Handlungen und Reaktionen von "Zuckersüchtigen" nicht mehr einem differenzierten moralischen Überlegen unterworfen. Es geschah aber von Seiten des Gesetzgebers her nichts, bis heute nichts. Im Gegenteil.

    Die möglichen Zusatzstoffe in den Lebensmitteln sind völlig unüberschaubar geworden, die Denaturierung, die Veränderung zum Schlechten (u.a. Kunstkäse und Co) wird in ihrer Wirkung nicht überprüft, eine Kumulation wird erst gar nicht in Betracht gezogen. Was wundert es uns, wenn die Organismen in der Art rebellieren, dass uns Handlungen von jungen Menschen fremd, unverständlich, unerklärlich erscheinen und mit einem Leben in einer Gemeinschaft unverantwortlich und unvereinbar sind.

  • 2
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    26.11.09 - 00:07
    Dr. Martin Kauer
    Zahnarzt/-ärztin

    Von der Schuld befreit, weil die "Gesellschaft" dem Täter keine ausgewogene Ernährung ermöglichte ...
    Herr wirf Hirn vom Himmel!

  • 1
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    25.11.09 - 12:36
    Dr.rer.nat. Wilfried - Axel Stock
    Apotheker/in

    Ein interessanter Ansatz zur Thematik der Gewaltbereitschaft besonders bei Jugendlichen. Es scheint sich also doch zu bewhrheiten, dass die Zufuhr von Vitamin- und Mineralstoffzufuhr durch eine ausgewogene Kost scheinen demnach entscheidend für die Entwicklung des Gehirnes zu sein; dies belegen die ermutigenden Ergebnisse nach Umstellung der Gefängniskost. Für die Rechtsprechung wird es aber noch erhebliche Probleme geben bei der Feststellung der Schuldfähigkeit eines Gewalttäters. Hirnscan und Serotoninspiegeldiagnose würden dann vor einer Verurteilung durchzuführen sein, was die Kosten in der Rechtspflege deutlich ansteigen liesse.

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