| TAPD |
| Smart Senior |
| G-BA |
| TELEMED 2009 |
In dem Artikel geht wirklich einiges durcheinander. Die Peritonealdialyse wird immer zu Hause eingesetzt, dass ist gerade eines ihrer Vorteile. Leider ist das Verfahren maximal sechs Jahre anwendbar, dann ist das Bauchfell vernarbt und der Austausch der harnpflichtigen Substanzen so eingeschränkt, dass selbst eine Erhöhung des Austauschvolumens nicht mehr ausreicht. Das sind dann gerade ältere Menschen mit einer längeren Dialysehistorie. Die Gründe für die seltene Anwendung der PD liegen sicher nicht in der mangelnden Überwachung der Patienten, denn außer einer Kontamination der Konnektionsstelle mit dem Katheter, die dann mit einer Bauchfellentzündung einhergeht, kann kaum etwas schiefgehen. Sinnvoll wäre das für die Heimhämodialyse. Die tägliche, langsame Hämodialyse führt zu den höchsten Überlebensraten und kann daher als das schonenste Verfahren bezeichnet werden. Diese scheitert aber gerade an der fehlenden Überwachung der komplizierten Geräte und des Blutzuganges (wie auf dem Foto dargestellt).
Interessanter Hinweis
In diesem Artikel geht ja einiges durcheinander. Bei der Peritonealdialyse werden etwa 2 Liter "Spülflüssigkeit" durch einen implantierten Katheter in den Bauchraum eingebracht. Diese Flüssigkeit wird 3-4x pro Tag durch ein Kathetersystem ausgetauscht. Weitere Apparate, deren Daten man telemedizinisch überwachen könnte, gibt es nicht, wenn man vom Sonderfall der zyklischen Peritonialdialyse absieht. Die Peritonealdialyse ist für den Patienten viel schonender als die Hämodialyse. Sie ist auch wesentlich weniger aufwändig und weltweit sehr verbreitet. Wir in Deutschland leisten uns dafür den unnötigen finanziellen und personellen Luxus, fast alle terminal Niereninsuffizienten mit der apparateintensiven Hämodialyse in Dialysezentren zu versorgen.
Guten Morgen,
was ist "Smart Senior":
Smart Senior ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und einer Vielzahl von namhaften Firmen und Forschungseinrichtungen vorangetrieben wird.Es gibt da also auch ein wirtschaftliches Interesse.
Der Sinn des Ganzen soll sein:
Gerade für jene älteren Menschen, für die der Weg ins Dialysezentrum wegen körperlicher Gebrechen mühsam ist, wäre das ein eleganter Ausweg in den eigenen vier Wänden.
Ich verstehe nicht wie Prof. M. Kuhlmann so etwas behaupten kann. Gebrechliche Menschen werden heute mit einem Krankenwagen von zuhause abgeholt, zur Dialyse gebracht und anschließend wieder zurück.Viele, gerade altere Patienten, haben erhebliche Zusatzerkrankungen, nirgendwo sind sie besser damit aufgehoben als in einer Dialyseeinrichtung. Die älteren Patienten [über 80 Jahre] mit denen ich bisher gesprochen habe fanden es sehr entlastend nicht jeden Tag mit der Dialyse konfrontiert zu werden.Ich bin Dialysepatient.
vG Peter
Wird in Ihrem interessanten Artikel nun von der Peritonealdialyse oder der Hämodialyse gesprochen? Abgebildet ist ein Shunt zur HD.Und sinnvoll wäre die Telemetrie für die Heim-HD.
Tja, der gemeinsame Bundesausschuss ist fuer Prozessqualitaet nicht zustaendig. Nur fuer was denn da? Jede Behandlung muss als Prozess definiert werden.
Die Kassen meinen ja (nur) in solchen Faellen, sie hatten keine fachliche Ahnung. Und, sie sollten nicht gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen. Und ... geben das dan weiter an den GB-A, der sich fuer nicht zustaendig erklaert.
Die Prozessqualitaet dieses Systems ist unter aller ...