Der grösste Fehler ist,dass Krankenkassen sich an den privilegierten
Rechten öffentlicher Körperschaften orientieren und dennoch wie
Heuschrecken handeln dürfen.Sie unterliegen keiner wirklichen Kontrolle.
Mit zunehmender Marktmacht mit Monopolcharakter verhalten sie sich den Leistungserbringern gegenüber wie Erpresser und sorgen aktiv
für Vertrauensschwund.Nicht Vertrauen ist die Geschäftsgrundlage,
sondern der Primärverdacht krimineller Handlungen.Schon Jaspers
sagte,dass fehlendes Vertrauen die Wurzel unproduktiven Handelns ist.
Naiv zu glauben, eine Person oder eine Institution würde freiwillig auf den größtmöglichen Verdienst verzichten, haha, für das Gemeinwohl?
Vor Jahren habe ich in einer Werbeagentur gelernt, dass man immer den höchsterzielbaren Preis ansetzt und nicht den durch Kosten ermittelten.
Siehe Chefarzthändedruck für das 2,7-fache!
zu Kassenpatient: das kam ganz falsch rüber, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich bin ich nicht der Meinung, dass nur noch Privatpatienten behandelt werden sollen. Ich bin der Meinung, dass mehr Kostentransparenz auf Seiten der Patienten und eine Kontrolle von Seiten der Patienten über die Form von offenen Abrechnungen erfolgten sollte. Glauben Sie mir, sehr sehr viele Patienten wissen nicht, wie teuer einzelne Therapien und Medikamente sind und haben das Gefühl, nur zu zahlen und nichts an Leistung von der Kasse zu bekommen. Bei der privaten Abrechnung sehen die Patienten die Kosten auf der Rechnung direkt. Und wir werden auch nicht darum herumkommen, eine Diskussion darüber zu führen, was wir uns an medizinischer Behandlung leisten können und was nicht. Alles für alle ist nicht möglich. Es gab schon immer eine 2-Klassen-Gesellschaft und wird dies auch weiterhin geben. Wer etwas anderes behauptet, lügt.
Das ganze Versicherungssystem ist mehr als marode.
Um eine verstärkte Privatisierung wird nicht's herumführen. Wenn der Patient mehr zur Kasse gebeten wird, reguliert sich der Markt von selbst.
Die Vorschläge von Frau Schäpers, Beitrag Nr. 12 hören sich gut an und entsprechen auch meiner Meinung.
Werner Lachenmaier, Heilpraktiker
Zu 12 - Frau Schäpers:
Ihren Vorschlag können Sie doch sofort realisieren:
Keiner zwingt sie, Kassenpatienten zu behandeln.
Sie müssen nur ihre Zulassung zurückgeben und ausschlißlich Privatpatienten behandeln.
Und warum haben sie´s nicht schon längst getan ?
Wer festlegen kann, dass der Beitragssatz bei 14,9 liegt, den Arbeitgeberanteil bei 7% festzurrt, der kann auch dem Anteil der Verwaltungskosten eine Grenze setzen, damit die Mittel für die GKV-Leistungen nicht beschnitten werden. Große Kassen sind nicht nur gegenüber der Ärzteschaft mächtigen, auch gegenüber ihren Mitgliedern.
Eine generelle Umstrukturierung des Gesundheitswesens (die durchaus Sinn machen würde) sehe ich in absehbarer Zeit nicht kommen. Dazu sind die Lobbyverbände zu stark. Darauf zu hoffen wäre unrealistisch. Deshalb schlage ich folgende Maßnahmen zur Kostenreduktion vor:
1. Einschränkung des Angebotes der Krankenkassen. Es gibt einen Grundversorgungs-Tarif. Mit diesem wird wirklich nur das medizinisch allernotwendigste gedeckt. Alles darüber hinaus gehende muss mit Zusatzbeträgen gekauft oder selbst bezahlt werden.
2. Speicherung von Untersuchungsergebnissen auf einer Karte. Viele Patienten sind mit der Ihnen gestellten Diagnose nicht zufrieden und suchen so lange Ärzte auf, bis sie endlich einen finden, der Ihnen das sagt, was sie hören möchten. 2 Meinungen einzuholen ist OK, alles darüber hinaus: selbst zahlen.
3. Abrechnung wie bei Privatpatienten. Da kann der Patient selbst kontrollieren, was der Arzt abrechnet. Dann sieht er auch gleich, welche Kosten er verursacht.
Wenn sich eine Krankenkasse Geschäftsstellen zur Betreuung ihrer Mitglieder vor Ort leistet, dann hat sie zwangsläufig deutlich höhere Kosten als eine Direktkrankenkasse mit günstigen Online- und Telefonservice!
Nun muss hier jeder für sich selbst entscheiden, ob der Beitragssatz der Krankenkasse den Service wert ist. Die vorliegenden Verwaltungskosten sind für die Polemik des ein oder anderen Politiker und Ärzte- und Pharmalobbyisten bedeutend.
Im Rahmen ihrer allgemeinen Öffnung können Betriebskrankenkassen mit dem früheren Trägerunternehmen im Zuge des Betriebsübergangs Vereinbarungen geschlossen haben, die noch über Jahre danach zu teilweisen oder sogar völligen Kostenübernahmen im Bereich der Verwaltung führen. Solche Kassen weisen nicht den tatsächlich benötigten Kostenbeitrag aus.
Bedenklich ist die Tatsache, dass in dem am 22 Okt. veröffentlichten Bericht des Ministeriums die Vorstandsbezüge der GKV mit 4,83 Mio € zu Buche schlagen, gegenüber allen anderen Dienstbezügen, Löhnen und Gehältern von 5,34 Mio €.???
Teillösung: Kostensenkung durch konequente Einführung der Gesundheitskarte mit allen, allen Daten des Patieneten.
Abrechnung beim Arzt mit x % Selbstbeteiligung, Datenspeicherung auf Karte und Freigabe Abrechnung Krankenkasse durch Patienten-Karte.
Wer das nicht will bezahlt die Mehrkosten
Sie und die redseligen betrügerischen PolitikerInnen werden möglicherweise diskutieren, ich gewiss nicht! Denn, derjenige der über einen normalen gesunden Menschenverstand verfügt, kann nur zu dem einzigen Ergebnis kommen: 1e (eine) einzige Krankenkasse reicht vollkommen aus und würde Milliarden an Kosten einsparen - allerdings nur wenn man die Beschäftigten der anderen scheidenden Krankenkassen "entsorgt" und sie nicht in den Bezug von ALG 1 steigen lässt. Da diese aber über Jahrzehnte Geldscheffeln konnten, wird deren finanzieller Engpass gering ausfallen. Die beteiligten Aufsichtsräte und Manager bekommen natürlich m.E. keine Millionenabfindungen, sondern werden gemäß neu zu regelnder Gesetze zur lebenslangen Zwangsarbeit verurteilt! So und nicht anders wäre das Ergebnis einer Volksbefragung (einer echten, nicht INFAS oder wie die Schergen sonst so heißen). Viel Reden = Zerreden = Verabreden = Verbrechen...an der Menschheit. Allein die Tatsache danach zu fragen ob die Reduzierung der Kassenlandschaften Einsparungen herbeiführen würde, ist eine sog. rhetorische Frage und passt eher in die Landschaft der Demagogie. Herzliche Grüße
Die scheidende Gesundheitsministserin Ulla Schmidt äußerte vor etwa drei Jahren: "Wir werden diskutieren müssen, was uns Pflege (ich ergänze "Gesundheit") Wert ist."
Ich glaube nicht, daß es ohne eine bessere Finanzausstattung unseres Gesundheitssystems geht. Jedwede Umstrukturierung kostet Geld. Wird es am Ende günstiger für die Versicherten? Ein Gesundheitsfond lenkt die Gelder unnötig in einen Verwaltungsapparat, der selbst Geld benötigt um zu funktionieren.
Qualitätssicherung auf der einen Seite mit immer weniger Mitteln für die konkret Handelnden am Patienten? Das ist die Quadratur des Kreises.
Man hört schon von Krankenhäusern, in denen zugunsten der Ärzteschaft, Pflegekräfte entlassen werden. Die beiden Berufsgruppen sollten sich nicht gegenseitig ausspielen (lassen).
Der Versicherte wird mir allzusehr als Kunde gesehen, dem seine Krankenkasse ein angenehmes Angebot machen will. Auf dem Rücken der Ärzte und Pflegenden. "Zeit" als Qualitätsmerkmal fehlt. Vielleicht kommt es bald soweit, daß sich der Versicherte "Zeit" als Modul hinzukaufen kann, wenn er mit der vorgegebenen Zeit nicht zufrieden ist. Uli Dickmann, Altenpfleger.
Ich habe heute erst wieder an der Universität 3 Krankenkassenvertreter gesehen, die mit großem Werbentisch rumstanden und maßig Hochglanzpapier vor sich liegen hatten und wunderte mich wer soetwas nur zahlt.
Wie engstirnig hier manche doch denken - glücklich schätze sich derjenige, der in unmittelbarer Nähe zum ÄVZ wohnt/ lebt und arbeitet - soviel zum Thema Grundversorgung und Nähe zum Versicherten.
"Im Pott" ist soetwas denkbar, aber sonst sicher nur vereinzelt in Deutschland.
7 100 000 000 Euro für was? Und wie viel pro Versihertem? Bei 70,5 Mio. Versicherten ist das überschlagen eine einfache Rechnung: ca. 100 Euro pro Versichertem. Kosten steigend - ein wirtschaftliches (BWLer-)Unding.
Das bringt alles nichts. Das System muß total geändert werden. Ich las im Gesundheitsberater September 2009 von Helmut Creutz einen guten Vorschlag.
Der Vorschlag von Prof. Schubert müßte auch mit Ärzten klappen, nur noch ÄVZ (Polikliniken) mit angestellten Ärzten. Da könnten richtig Kosten gespart werden! Nur noch eine Apotheke pro ÄVZ, da könnte noch mehr gespart werden.
Hier wäre ein Vergleich zum PKV-Verband hilfreich gewesen!
Großbetriebe können rationeller arbeiten als mittelgroße und kleine. Das hat bisher jede Fusion in der Wirtschaft bewiesen:Rationalisierung, Personalabbau.
Nicht 50, sondern 5 Kassen sollten genügen! Sie müssten dann allerdings die vielen Immobilien, Fahrzeuge, Zeitschriften und Wellnessangebote abstoßen, die Vorstandsgehälter reduzieren und sich auf die Kernaufgaben konzentrieren - die verwaltungsmäßige Betreuung der Versicherten insbes.die Bezahlung ihrer Krankheitskosten.
Dass die Formel nicht aufgeht und die wenigen verbleibenden Kassen zu monströsen Gegnern werden, ist uns Medizincontrollern schon länger bewußt. Gern würden wir unseren Patienten vor Augen führen, wie wenig sich die Kassen, die sich blumig als "Gesundheitsexperten" u. ä. titulieren, um das (medizinische) Wohl ihres Versicherten scheren.