Auch ich möchte mich Herrn Dr. Necker anschliessen .
Als MS Patientin, selbst mit Trigeminus-Neuralgie geplagt, habe ich nach jahrelangem Leid und medikamentöser Therapie (Carbamazepin, Baaclofen, Pregabalin) mit Neuraltherapie znd direkter Injektion durchschlagende Erfolge erzielt.
Der Zahnarzt hatte schon 3 " verdächtige " Zähne gezogen, deren Wurzeln "minderversorgt" waren... Wen wundert das und v.a., wo ist Henne und wo Ei ?
Es ist schlimm - im namen der patienten - dass die meisten Mediziner und nach ihnen die patienten sich nicht mit der alternativen medizin befassen, vor allem die klassische Homoeopathie.Sie kann Trigeminusneuralgie heilen oder stark bessern. Warum sollen wir auf das ewige geruecht des placebo-effekts hoeren , oder dass dieses verfahren unwissenschaftlich sei?(wissensch.literatur belehrt uns eines besseren...) Aus eigener Erfahrung als homoeopathischer Arzt und der vieler meiner Kollegen empfehle ich allen Betroffenen und Neurologen sich diese Medizin zunutze zu machen.
Die invasive Methode, einen Teil des Nerven zu zerstoeren ist bestimmt inhuman und bei weitem un-wissenschaftlich... zumindest sollte sie die aller-aller letzte methode der wahl sein , wenn wirklich nichts anderes mehr hilft!
Konstandinos Dardayannopoulos
Arzt fuer Homoeopathie
Hellas
Als betroffene, würde ich mich sehr freuen ( wie sehr kann wohl nur ein betroffener nachempfinden) wenn es bessere Möglichkeiten, für eine erfolgreichere Behandlung für uns geben würde. Freue mich über jede Nachricht, dass auf unserem Gebiet geforscht wird. Es ist sehr schwer für uns mit so vielen schlecht ausgebildeten, unwissenden, ignoranten, dummen, u.s.w. Ärzten zurecht kommen zu müssen. Wie schlimm das ist, werden auch nur betroffene verstehen. Durch Veröffentlichungen über unser Krankheitsbild werden wir vielleicht doch öfter mal ernst genommen. Mein Tag beginnt schon mit der Frage:putzte ich mir die Zähne in diesem Moment, oder doch nur eine Seite, möchte ich jetzt gerade den Mund so lange öffnen, oder vielleicht später ? Wer glaubt einem so etwas ?? Betroffene kennen so ein Leben. Wir haben noch einige für uns sehr wichtige Fragen, die wir uns immer wieder stellen. Wer kann sich einen so exakt geteilten Kopf vorstellen? Was man uns gerne einredet, "die Zähne müssen unbedingt gezogen werden" Wer das macht, sollte sich mal ansehen - wie und wo verläuft der Trigeminusnerv - er/sie wird feststellen - zum Teil sehr eng an den Zahnwurzeln
- wenn jetzt beim ziehen noch eine Schädigung des Nervs dazu kommt.? Die Schmerzen muss ja der Patient aushalten. Aber Zahnersatz bringt ja eine gute Einnahme. Das ist doch wichtig. Zwar nur für eine Seite der "Mitspieler" aber...
Wenn die Ursache eindeutig an einem Konflikt des Nerves am Hirnstamm mit einem Gefäß liegt, möglichst im MRT nachgewiesen, ist die OP. nach Janetta allen anderen Therapieen vorzuziehen.
Bei Langzeitbehandlung mit den eingeführten Medikamenten kommt es ebenso zu Nebenwirkungen wie mögliche Folgen aus der OP., die bei fachgerechter Durchführung von ausgewiesenen Neurochirurgen selten sind. Schon am Tag nach einer OP. sind die Schmerzen einfach weg, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Vorausgesetzt, es war tatsächlich der oben beschriebene Gefäßkonflikt.
Meine Frau wurde erfolgreich operiert.
Ein langer Leidensweg ist der OP. vorausgegangen: Zahlreiche Zähne wurden gezogen, der Oberkiefer wurde mit einem "Sinus-Lift" operiert.
Pregabalin half auch in hoher Dosis nicht mehr. Mit zusätzlichem Amitriptylin konnte sie nicht mehr arbeiten, auch nicht Auto fahren.
Endlich war sie soweit, auch weil in einem neuen MRT mit besserer Auflösung der Konflikt klarer erkennbar war.
Der Erstkontakt zum operierenden Neurochirurgen verlief vertrauenserweckend.
Nach der OP. hatte sie große Probleme beim Absetzen von Pregabalin: Übelkeit, Erbrechen. Wie bei einem Drogenentzug! Über einen längeren Zeitraum musste ausgeschlichen werden.
Wir erleben das Leben ohne diesen unerträglichen Schmerz durch die OP. wie ein Wunder! Es ist ein zweites Leben!
Es wäre sehr wünschenswert, d e r Qualen Herr zu werden,
dann könnte ich auch meiner sprachlichen Qualen Herr werden!
Ich freue mich über dieses Thema, das viel zu selten thematisiert wird. Danke. Als Betroffene würde ich allen raten alle Möglichkeiten der Naturheilkunde zu probieren, bevor man eine Operation mit den ganzen Nebenwirkungen in Erweägung ziehen sollte. Mit persönlich hilft die Homöopathie.
Die HumanMedizin ist deskriptiv und symptomorientiert. Das Suchen und Finden der Ursachen sollte die Therapie bestimmen.
Der funktionsorientierte ZahnMediziner sucht nach entsprechenden mechanischen Störungen und justiert das Kauorgan additiv und subtraktiv unter Berücksichtigung der Kiefergelenksfunktion und opfert dabei in der Regel keine lebende Substanz!!
Diese Maßnahmen werden von den Krankenkassen nur in geringstfügiger Weise und nicht kostendeckend übernommen, daher auch selten durchgeführt und beherrscht.
Bevor ich mich wegen einer Trigeminusneuralgie operieren lassen würde, würde ich es erst mit Neuraltherapie, die damit jahrzehntelange Erfahrung, versuchen. Nach meiner und vieler Kollegen Erfahrung, die damit arbeiten, liegt meist ein Zahstörfeld vor, das erst durch den Zahnarzt beseitigt werden muß.Die Erkenntnis mit der GABA passt trotzdem gut ins Bild, da möglicherweise die Injektion von Lokalanästhetica den schmerzhemmnden Prozeß einleitet.
Sehr geehrter Herr Kollege Korn,
erfreulicherweise wird inzwischen die radiochirurgische Behandlung, die wir an der Düsseldorfer Universitätsklinik gemeinsam mit Strahlentherapeuten und Neurochirurgen durchführen, von der Krankenkasse bezahlt. Wir haben die Radiochirurgie bei Trigeminus-Neuralgie bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt und in allen Fällen sind die Kosten nach Einzelfallantrag durch die Krankenkasse übernommen worden.
Herzliche Grüße
Dr. Michael Daum-Marzian
Oberarzt der Strahlentherapie
Universitäsklinik Düsseldorf