| Studie |
| Prof. Frank Martin Brunkhorst |
Nochmal für alle, die hier CrP anführen: Es geht hier um die Unterscheidung zwischen bakterieller Infektion bzw. Sepsis und praktisch ALLEM anderen.
CrP ist eher unspezifisch und kann erhöht sein bei viralen Infektionen (eher weniger), Streß, Pilzinfektionen, Herzinfarkt, Lungenembolie und ähnlich schweren Akuterkrankungen oder auch bei Krebs und Rheumaschüben sowie anderen Autoimmunerkrankungen.
PCT aber NUR bei bakteriellen Infektionen/Sepsis! Und nur dann würde ich auch ein Antibiotikum erwägen.
Aber: bei einer gesicherten bakteriellen Infektion könnte man als Verlaufsparameter z.B. CrP heranziehen.
Ich hoffe nur, die Messung verleitet nicht dazu, alle bakteriellen Infektionen antibiotisch zu behandeln!!
Was ist mit Patienten, die in ihrer Vorgeschichte schon eine Abwehrschwäche haben und hartnäckige Bronchitiden mit Pleuritis? Trotzdem keine Antibiotikaverordnung anstreben? Der Leidensweg ist wesentlich kürzer für den Patienten!
Sorry für die vielen Mails, aber das Programm /mein PC reagiert nicht so eindeutig - wie wär's mit der Mitteilung "Ihre Mail wurde versendet"????
40 Euro? Ich bekomme ein Diffbild inkl Leberwerte uvm. ua TSH für unter 10 Euro. Ich weiss, dass der Patient selbst im Labor fast 80 €uro dafür bezahlt. MIch wundert nicht dass unsere Ksaaen Pleite sind. Was ich nicht weiss ist, Weiss die Kasse, dass sie 400 % zuviel berechnet bekommt? Billigt sie das einfach? Klar hat Arzt/Medizinstudent eine bessere AUsbildung als ich (HP); die Nachbehandlung nach langer ABgabe bei Infekten der oberen Luftwege trifft aber nicht merh den HNO, sondern den Internisten. Und so bleibt der HNO / Pulmologe (Internist gg Hausarzt) der Meinung er habe etwas gutes getan. Wisst ihr liebe Ärzteschaft - wenn dann einer mal zum HP geht schaut der sich (hoffentlich) die ganze Krankheitsgeschichte an, spielt ein wenig Sherlock Holmes und findet dann einen Weg, dass es dem Patienten besser geht. Manchmal ist dabei auch völlig unerheblich ob die Beschwerden Bakterieller oder viraler Herkunft sind. Wir können z. B: über EIgennosoden die Abwehrlage des Patienten steigern. Diese Eigennosode ist per se entweder bakteriell oder viral belasten (und in potenzierter Form auch heilfähig).
Im Ernst - ich glaube nicht dass bei dieser Therapieform mehr als 20 % "auf der Intensivstation landen oder versterben".
HP Shanti Wahl, Homöo Isopathin, Heidelberg
Antibiotische Therapi ist schießen im heiteren Himmel geworden, es muß etwas geändert werden, Ich denke Procalcitonin werde uns dabei helfen rationaler mit Antibiotika umzugehen .
ein maschinelles DiffBB ist wunderbar, kommt nur leider üblicherweise zu spät aus dem Labor. Und selber differenzieren-das ist nun wirklich zu aufwendig für 40 Euro Fallwert... .
Mich würde interessieren, wie der Vergleich CRP-PCT gegeneinander ausfallen würde.
Ich finde es gut, dass überhaupt in diese Richtung geforscht wird. Denn nach wie vor werfen manche Ärzte Antibiosen rum, als wenn es bunte Bonbons wären.
Gerade im Krankenhaus erlebe ich dies sehr häufig.
Vielleicht sollte auch bei den niedergelassenen Ärzten mal ankommen, dass man einen Schnupfen und eine Halsentzündung nicht mit Antibiotika behandeln sollte.
Ich sehe auch einen gewissen Nutzen des PCT in zweifelhaften Fällen, wo also die Klinik ziemlich undeutlich auf eine der beiden Genesen hinweist. Aber ich meine, das vor allem dem klinischen Bild mehr Beachtung geschenkt werden kann und sollte, den selbst eine bakterielle Infektion muss ja noch lange nicht antibiotisch behandelt werden. Man kann klinisch schon einiges entscheiden ohne viel auf CRP oder andere Parameter geben zu müssen. In einer Forbildung für Infektionen in der Allgemeinmedizin in Schweden hatte der Dozent bekannt, fast gar kein CRP mehr zu bestimmen und keine schlechteren Ergebnisse zu haben.
Ich sehe noch ein anderes Problem, was die Antibiotikaverschreibung und damit die Entstehung der Multiresistenzen u.a. in Deuschland nach oben treibt: nämlich dass die meisten der Allgemeinärzte und anderen niedergelassenen Fachärzte Unternehmer sind. Als solcher ist es deutlich schwerer, einen nach Antibiotika verlangenden Patient solche nicht zu verschreiben. Nach meiner langjährigen Zeit in Schweden habe ich als angestellter Arzt da ökonomisch viel souveräner arbeiten können. Und bei europäischen Studien stehen auch Länder mit selbständigen Ärzten mit tendenziell höheren Resistenzentwicklungen da.
Um im Praxisalltag bakterielle von viralen Infektionen zu unterscheiden und als Entscheidungshilfe für den Einsatz von Antibiotika nutzen zu können, sollte doch nach meiner Erfahrung als Kinderärztin die Bestimmung des CrP erst einmal ausreichend genutzt werden. Ich biete dies für meine Patienten per Schnelltest mit der Kapillarblutmethode an; ein kleiner Stich, den Kinder jeder Altersgruppe gut tolerieren können und in max. 10min ein sicheres Ergebnis liefert. Damit habe ich seit ca. 5 Jahren meinen Antibiotikaverbrauch deutlich gesenkt. Eltern sind daran in der Regel sehr interessiert und motivieren ihre Sprösslinge. Außerdem sollten doch zu Beginn von Infektwellen auch bakteriell und viral Nasen-/Rachenabstriche mit gemacht werden. Damit gelingt auch dem Niedergelassenen ein schneller (1-2 Tage in der Regel) Überblick über die epidemiologische Infektsituation in der Region. Das führt dann häufig auch zu weniger Antibiotikaeinsatz bzw.-wechsel. Die PCT-Bestimmung würde ich auch weiterhin eher in der Klinik belassen wollen. Ambulant sehe ich da z.Zt. noch keine wirklichen Vorteile .
Wie halten Sie es mit der Bestimmung des CRP? Das ist kein eindeutiger Messwert zur Differenzierung zwischen viral und bakteriell, aber doch in vielen Fällen hilfreich. Oder sehe ich das falsch?
Und was ist mit den "banalen" oberen Atemwegsinfektionen ? Ständig erlebe ich, dass auch hier Erkältungsinfekte, Sinusitiden, Bronchitiden etc. grosszügig antibiotisch behandelt werden. Wäre toll wenn PCT auch hier eine Entscheidungshilfe geben könnte.
Stimmt. Vielleicht kann aber auch nochmal endlich jemand die Zeitmaschine erfinden.
Jeder kennt die Problematik der Differenzierung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen und Antibiotika-Therapien, die zu lange durchgeführt werden. Daher ist dies ohne Zweifel eine vielversprechende Methode. Noch besser wäre, schnellere und einfachere Methoden zu entwickeln, um den Erreger zu bestimmen und somit die Wahl des Antibiotikums danach zu richten.
viel interessanter ist der Unterschied zwischen Sepsis und bakterieller Infektion, denn, wie gesagt, Pct war mir bislang ausschließlich als Sepsismarker bekannt
@ H. Boss: Das ist genau das Problem. Lymphozyten können auch unten sein bei Virusinfekt.
Das ist wirklich eine revolutionaere Methose um uns zuverhindern neue antibiotika wie colistin und Ticacyclin zu nutzen..weil sehr bald ineffektive diese medikamente werden sein.
wäre auch eine prima Idee für die Tiermedizin um dem Tierbesitzer zeigen zu können, daß Antibiotika in dem untersuchten Fall eben nicht das Mittel der Wahl sind und Geduld angesagt ist bei der ein od. anderen Viruserkrankung.
Die Fa Brahms könnte Ihr kleines Gerät bestimmt super bei den Tierärzten verkaufen-- bei dem Verdrängungswettbewerb der 4-beinigen Zunft!
Also... ich denke da erst mal wie Maja Grigoleit, Studentin der Humanmedizin (s. o.). Neutrophile rauf = bakteriell und Lymphozyten rauf = viral. Aber sie ist noch Studentin und ich "halt nur" Heilpraktiker. Doch vielleicht klärt uns der Medizinjournalist, Dr. Thorsten Braun, noch etwas mehr über die Vorteile der neuen Methode auf, die er in seinem Artikel beschrieben hat. Würde uns ehrlich freuen.
Im klinischen Krankenhausalltag ist PCT ein hervorragend- er Marker. Allerdings kenne ich ihn bislang nur als Sepsismarker. Auch eine bakterielle Pneumonie geht aber nicht immer mit einer Bakteriämie einher. Wer kann Licht in dieses Dunkel bringen? Eigentlich müßte es doch also heißen: Man kann mit PCT Eine bakterielle Sepsis von einer bakteriellen oder viralen Infektion unterscheiden.
Ob sich das Ganze beim Niedergelassenen etablieren wird, ist doch eher fraglich. Auch der Einwand mit dem Diff.-Blutbild ist berechtigt. Man muß das allerdings auch deuten können! PCT-Bestimmung kostet bei uns im Krankenhaus 12 Euro...
Ein (maschinelles) Differentialblutbild ist doch auch eine tolle Idee, um virale von bakteriellen Infektionen zu unterscheiden... und mutmaßlich viel billiger...