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Deutschland droht ein Ärztemangel

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(Köln/Berlin) - Gesellschaftliche, demografische, wirtschaftliche und medizinökonomische Gelegenheiten stellen eine große Herausforderung dar, wenn es um die Sicherung einer patientengerechten Versorgung in Deutschland geht. Beim 7. Rheinischen Kongress für Gesundheitswirtschaft (30.09. - 01.10.09) referiert neben zahlreichen weiteren Experten der Hauptgeschäftsführer des Marburger Bunds, Armin Ehl. Er spricht über den drohenden Ärztemangel in Deutschland und erläutert die Gründe. Hauptursache für den zukünftigen Ärztemangel ist laut Ehl die Überalterung der Ärzteschaft. Bis 2017 würden 77.000 Ärzte in Rente gehen. Sie hinterließen einen riesigen Mangel, der von den arbeitenden Ärzten nicht ausgeglichen werden könnte. „Auch die Abwanderung vieler Ärzte ins Ausland trägt zum Ärztemangel bei, solange die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern attraktiver sind.“, erklärt Armin Ehl.
Hinzu komme die steigende Zahl an Frauen in der Medizin, die Auswirkungen auf die Arbeitszeiten habe. Aktuell liege der Anteil der Medizinstudentinnen bei 61 Prozent. Frauen hätten jedoch oft eine andere Lebenseinstellung als ihre männlichen Kollegen. Für sie sei der Beruf sehr wichtig, Privat- und Familienleben nähmen allerdings einen höheren Stellenwert ein. Geregelte Arbeitszeiten würden immer wichtiger. Dies belegt auch eine Umfrage des Marburger Bundes unter seinen Mitgliedern. Ärztinnen und Ärzte hätten in der Vergangenheit zuviel gearbeitet. 90 Prozent der Klinikärzte arbeiteten nach dieser Untersuchung 50 bis 80 Stunden in der Woche. “Der Trend geht eindeutig dahin, diese Arbeitszeiten zu reduzieren und familienfreundlicher zu gestalten.“, stellt Ehl heraus.
Der Marburger Bund hat daher eine Kampagne „Familienfreundliches Krankenhaus“ gestartet, bei der bislang mehr als 120 Krankenhäuser teilnehmen. Einen weiteren, wichtigen Lösungsansatz sieht Ehl darin, die medizinischen Fakultäten für geeignete junge Menschen zu öffnen, denen der Weg durch den hohen Numerus Clausus bisher noch versperrt sei. Es müsse mehr Medizinstudenten geben, ohne dass es zu
Qualitätseinbußen komme.
Der am 30. September und 1. Oktober in Köln stattfindende 7. Rheinische Kongress für Gesundheitswirtschaft "Gemeinsam die Zukunft gestalten" bietet die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen des gesamten Gesundheitswesens zu informieren. Ziel der hochrangig besetzten Veranstaltung, die Vorträge und Diskussionsrunden sowie 21 nebeneinander stattfindende Sessions mit insgesamt mehr als 80 Referenten umfasst, ist der interprofessionelle Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Der Fortbildungskongress wird von der Rheinischen Fachhochschule Köln und dem Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung veranstaltet und zählt zu den meistbesuchten medizinökonomischen Kongressen Deutschlands. Er richtet sich an niedergelassene Ärzte und Krankenhausärzte, Apotheker, Vertreter aus Politik, Industrie, an das Krankenhaus-Management und Fachleute aus dem Bank- und Versicherungswesen sowie der gesamten Gesundheitswirtschaft.

Anmeldungen und weitere Informationen: www.rfh-gwk.de

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Quelle

  • Rheinische Fachhochschule Köln
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Kommentare

  • 3
    31.07.09 - 13:27
    dranand_21

    then why don't you guys and the goverment on't allow the physician from non-eu country? at lease they must be good for the doctor's coming from soviet union and india. they are good and perhaps germany need doctor's and this doctor's need job and specialization. you guys need to think on this issue and need to make change in proceedure where this guys can enter in german system easily! what you say??

  • 2
    30.07.09 - 22:24
    schimmliger schimmler

    wolfgang heinemann kann ich nur zustimmen aber das ist doch sonnenklar, da muss mann nicht medizin fuer studieren um das zu merken...


    das problem sehe ich daran das nur etablierte leute an der diskussion beteiligt sind, kein einziger assiatenzarzt haelt selber eine rede auf diesem kongress.


    die assistenzaerzte wehren sich nicht gut.

    die etablierten wollen ihre eigenen Pfruende verteidigen.
    ausserdem reden viel zu viele Versorgungsforscher und buerokraten auf dem Kongress, zu wenig klinisch taetige Aerzte reden selber. Die sind naehmlich das eigentliche Problem, und sie tragen nicht zur loesung bei.

    das Versorgungsproblem durch mehr stduenten zu loesen ist sicher ein richtiger ansatz, geht aber an der beruflichsperspektivlichen Verbesserung fuer junge aerzte vorbei.
    das ist eigentlich zynisch es so loesen zu wollen, im grunde genommen ist es eine kapitulation vor den tatsachen

  • 1
    User_default_image
    30.07.09 - 18:19
    Dipl-Ing Wolfgang Heinemann
    Student/in

    haha, das wahre problem für den ärztemangel liegt doch nicht am nc, sondern an der schlechten bezahlung und den unmöglichen arbeitszeiten. wird der nc gelockert, haben wir zwar mehr bewerber, andererseits können die unis gar nicht mehr studenten bewältigen. das ist das erste bottleneck. könnte man mit gezielten investitionen ändern, ok. aber dann wandern halt noch mehr approbierte ärzte ab. deutschland zahlt die ausbildung für die ärzte des rests der welt. gute perspektiven, oder? ich frage mich, wann unsere berufpolitische vertretung endlich mal richtig auf den putz haut. aber wahrscheinlich - wie so oft - wachen diverse leute erst auf, wenn das kind ersoffen ist; in den brunnen gefallen ist es ja schon ...

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