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MRT-Mammographie als Screening ist organisatorisch und finanziell nicht durchführbar. Man bräuchte in Deutschland rund 700 zusätzliche MR-Geräte a 1 Mio € und 1200 Radiologen mehr. Absoluter Facharztmagel und Grätemangel derzeit! Deutschland wäre pleite! Im MRT Berich sind die Kassen derzeit sehr restriktiv. In meinem PlanungsBbrich werden jedem KAssenpatienten nach RLV als 16 Jahre eine MRT Untersuchzng (alle Organe) zugstanden
Der Artikel wirft für mich einige Fragen auf: Ist das MRT auch einer Kombination von Mammographie und Sonographie überlegen? Gibt es genügend wirklich qualifizierte Ärzte für MRT und wo? Wie groß ist im Einzelfall die Wahrscheinlichkeit eines unklaren Befundes, der weiter diagnostiziert werden muss? Wie wird im Einzelfall mit unklaren Befunden umgegangen? Für welche Patientinnen ist im Monment ein MRT die Untersuchungsmehtode der Wahl? Kann man derzeit schon Frauen diese Untersuchungsmehtode empfehlen, z.B. in der Nachsorge von behandeltem Brustkrebs?
Was weder im Artikel noch in den Kommentaren angesprochen wird: ein MRT ist für eine Frau um vieles angenehmer als eine Mammografie. Egal ob die Brust groß oder klein ist, eine Mammografie ist immer schmerzhaft und oft frage ich mich, ob durch das "Gequetsche" nicht nur unangenehm sondern auch Gewebe schädlich ist.
anonymus 6 ist zuzustimmen. Wenn es irgend möglich ist, eine wie auch immer hohe Strahlenbelastung zu vermeiden, soll sie vermieden werden. Auf die "Belastungen" durch Atomkraftwerke und die darauf basierenden Studien will ich hier gar nicht erst Bezug nnehmen.
Es darf auch nicht vergessen werden, dass sehr viele Mammographie-Geräte bei den Radiologen stehen, die noch ihr Geld (weiter) verdienen sollen. Die Interessenlage dürfte klar sein.
An den Kosten scheiden sich die Geister, solange andere betroffen sind.
Ich halte bei diesen Argumenten (medizinisch sind beide screens sinnvoll und effektiv; MRT aber wohl sogar beser) das "Strahlungs-Argument" für unterbewertet.
Wäre das ein Arbeitsplatz, müsste man die Mammografie durch MRT ersetzen! Physikalisch gibt es keine "ungefährliche" Strahlungsdosis - es kann nur der medizinische Nutzen die wahrscheinliche Gefahr (Krebs in "ferner" Zukunft: evtl. 15-25 a) überwiegen.
Sachlich wäre es also umgekehrt angebracht: Screening per MRT und ggf. dann Mammografie.
Da in andere Länder mehr MRT untersuchungen gemacht werden, was für die selbstverständlich ist, da das ganze Gesundheitssystem anders verläuft,ist die finanzielle Seite unwichtig. In Belgien bSw. bezahlt der Patient bei jede Artztbesuch 25 Euro, der Rest geht über eine Jährliche Versicherung. Mann zahlt, und bekommt dafür auch das beste.
Das sagt für mich alles aus.
Schwedische Studie zur Prävention Mamma-Ca.
Randomisiert 10000 Patientinnen,2 Gruppen a 5000, Beobachrungszeitraum 10 Jahre.
Frauen mit Mammographie-Früerkennung:Es versterben von 1000 Frauen 3 an Brustkrebs.
Frauen ohne Mammographie-Früherkennung: Es versterben von 1000 Frauen 4 an Brustkrebs.
Von 1000 Frauen mit Mammographie- Screening hat eine Frau insofern eine Nutzen, als sie im Beobachtungszeitraum nicht an Brustkrebs verstirbt.
Von 1000 Frauen mit Mammographie- Screening haben 999 Frauen keinen Nutzen, da sie auch ohne Screening nicht an Brustkrebs verstorben wären. Absolute Risikoreduktion durch Mammographie-Screening: 0,1 Prozent. Relative Risikoreduktion: 25 Prozent
Nachteil der absoluten Risikoeinschätzung bei großen Gruppen:Das Einzelschicksal wird prospektiv nicht erfasst.
Das zu der im Artikel angefürten Risikoreduktion von 30 Prozent.
Die Überlegungen ob Mammographie oder MRT sind schon recht gut, aber "wartet" ein Tumor über 1 oder 2 Jahre, bis wieder eine Untersuchung, gleich welcher Art durchgeführt werden kann (für Kassenpatienten).Sollte die Prävention nicht auch verfolgt werden, in dem Frauen zur Selbstuntersuchung der Brust, verstärkt auch von Ärzten, aufgefordert werden! Informieren Sie sich z.B. über die erfolgreiche Methode der MammaCare Brustselbstuntersuchung, mit Studien aus der USA, wo diese Methode schon über 40 Jahre angwandt wird.
Die fachliche Sachlage ist doch voellig klar und in diversen Studien nachgewiesen: die MRT ist klar sensitiver, hat aber eine "blinde Stelle" bei den Mikroverkalkungen. Diese Luecke schliesst die Mammagraphie. Genau deshalb ist es bei Hochrisikopatientinnen wie z. B Mutationstraegerinnen in BRCA1 und BRCA2 Standardt beides durchzufuehren: MRT und Mammagraphie.
Die Frage ist doch eine rein finanzielle: MRT ist deutlich teurer, deshalb werden es die Kassen mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Die perverse Rationale dabei ist, dass ein MRT-Screening mehr kosten wuerde als mit einer Brustkrebs-Frueherkennung "eingespart" werden koennte. Die einzelne Betroffene bleibt bei derartiger Heransgehensweise naturgemaess "auf der Strecke". Das ist bekanntermassen das Prinzip aller gesundheitspolitischer Massnahmen.
Dr. med. Stefan Krueger
Facharzt fuer Humangenetik
Ich halte die Argumentation beider Experten für nicht wirklich schlüssig. Die Mikroverkalkungen, welche man in der Mammographie sieht, sind ja lediglich Röntgenkorrelate, welche einen Tumor demaskieren, den man oft sonst auf einem konventionellen Röntgenbild nicht erkennen könnte, während eine MRT-Untersuchung dies zu leisten vermag. Dem MRT daher vorzuwerfen, es könne schlechter Mikroverkalkungen nachweisen, ist zwar unbestreitbar richtig, jedoch irrelevant für die Fragestellung.
Gleichzeitig finde ich es jedoch suspekt, dass Frau Prof. Kuhl der Annahme ist, man könne sich sowohl retrospektive Verlaufsstudien als auch prospektive randomisierte Studien sparen, da man die Überlegenheit der MRT gegenüber einer Mammographie bereits aus einer relativ höheren Spezifität und Sensitivität hochrechnen könnte. Dieses Vorgehen halte ich für akademisch unsauber und ich muss mich daher fragen, ob sie sich dazu dieser Aussage hinreißen ließ, weil sie durch die Ergebnisse ihrer eigenen Arbeiten unter Umständen etwas zu sehr überzeugt ist.