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Depression: Nachweis gestörter Chemie

In einer aktuellen Arbeit von Forschern der Magdeburger Universitätsklinik für Psychiatrie zusammen mit Wissenschaftlern aus den USA und der Schweiz, welche in der international angesehenen Fachzeitschrift Archives of General Psychiatry publiziert wurde, konnte gezeigt werden, dass die Änderung der Hirnaktivität beim Betrachten von emotionalen Bildern umso ausgeprägter ist, je höher die Konzentration von Glutamin im Stirnhirn ist. Diese Substanz, so konnte ebenfalls erstmals gezeigt werden, ist bei Patienten mit einer Depression verringert, und diese Verminderung steht in direktem Zusammenhang mit der Unfähigkeit Depressiver, Freude zu empfinden.
In der von Dr. Martin Walter geleiteten Arbeitsgruppe werden derzeit in Magdeburg Folgestudien durchgeführt, die auf eine praktische Anwendbarkeit im klinischen Alltag abzielen. In einem weltweit bislang einmaligen Ansatz werden hierfür Hirnfunktion und Botenstoffe gleichzeitig im Rahmen einer kurzen Untersuchung gemessen, welche unkompliziert und für den Patienten völlig schmerzfrei ist.

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64 Bewertungen (Ø 3.13)

Quelle

  • idw
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Kommentare

  • 8
    10.05.09 - 21:58
    Kristien Huughe

    Ja, Frage ist auch, was wäre die Ursache von zuviel Glutamin im Stirnhirn? Wenn mann bei
    Menschen die schon Jahre meditieren wie Bsw.Daila Lama u. viele andere eine ganz besondere Hirnaktivität vorhanden ist, dann wäre vielleicht doch zu bedenken das die Psyche der Körper regiert. Was nicht heisst das der Körper auch die Psyche regieren kann.

  • 7
    10.05.09 - 18:40
    berthold eul

    hierbei handelt bei den Forschungsansätzen um hochinteressante und erfolgversprechende Punkte

  • 6
    07.05.09 - 18:17
    Stefan Zahn

    Wohl außer Frage steht, dass es krankmachende Lebensumstände gibt. Davon unbenommen bleibt trivial die Möglichkeit, dass Physiologie zu Depression führen kann. Interessant wird nun, welche Konsequenzen sich aus einer "Übersteuerung" einer physiologischen Abbildung des Seelenlebens ergeben. beantwortet ist die Frage aber eigentlich schon im Kontext der SS/NRI, und so bleibt die Hoffnung auf einen vielleicht wirksameres AD?

  • 5
    07.05.09 - 08:20
    paul

    völlig richtig Michael Ruh,
    ein Zusammenhang ist noch keine Ursache.
    Insbesondere kein Botenstoff.
    Die nächste Frage wäre also, was bewirkt den verminderten Glutaminspiegel gerade im Stirnhirn?
    Vielleicht die Depression?

  • 4
    06.05.09 - 18:13
    Vet

    @woher wollen Sie wissen, was Henne und was Ei ist? Da mittlerweise genügend Evidenz belegt, dass Depressionen z.B. Folge eines T3- oder B12-Mangels sein können, darf man m.E. immer weniger davon ausgehen, dass sich Depressionen einfach aus der Luft materialisieren.

  • 3
    06.05.09 - 17:17
    Anke

    Ich stimme Herrn Coracino zu, dass es wichtig wäre, über dies Verfahren so bald wie möglich besser informiert zu werden.

  • 2
    06.05.09 - 17:07
    Klaus-Günther Coracino

    Klingt sehr vielversprechend.
    Ich würde gern mehr über das genannte schonende diagnostische Verfahren erfahren.

  • 1
    06.05.09 - 16:24
    Michael Ruh

    Ich frage mich, wie Sie dazu kommen von "molekularen Ursachen" zu sprechen. Es handelt sich doch allenfalls um ein molekulares Korrelat einer depressiven Erkrankung.

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