Sehr geehrte Kommentatorinnen und Kommentatoren,
ob gestillt oder nicht, scheint mir hier die Lesekompetenz einiger geneigter Leser doch sehr im Argen zu liegen.
Ad 1: Frau Bäck möchte nur auf die Möglichkeit dieser Komplikation hinweisen und ist nicht gegen das Stillen an sich.
Ad 2: Das Thema stillen ist definitiv in diesem unserem Lande eine heilige Kuh, wie die teilweise doch sehr mangelhaft reflektierten, emotionalen und unsachlichen Aussagen nur allzu deutlich zeigen.
Ad 3: Zum Thema Recherche möchte ich als Anthropologe doch dezent darauf hinweisen dürfen, dass der Homo sapiens sapiens keine Rasse, sondern eine ART ist und wie mir bekannt ist keineswegs seit Millionen von Jahren über diesen Planeten wandelt, nicht mal seit einer!!! Zusätzlich möchte ich weiterhin anmerken, dass die Geburt und das Säuglingsalter vor der Moderne eine höchst gefährliche Angelegenheit war und vielen Menschen das Leben gekostet hat! Diese "Idylle", die heute gerne beschworen wird, kann ich nicht mehr hören.
Ad 4: Auch Naturvölker, die "edlen Wilden" kennen durchaus Methoden Säuglinge zu ernähren, wenn das Stillen nicht ausreicht.
Ad 5: Der Mensch ist keine Maschine und es durchaus deutliche Unterschiede in Menge und Zusammensetzung von Muttermilch verschiedener Individuen.
Last but not least ad 6: Wenn wir der Natur ihren Lauf lassen wollen, weil das ja das Beste ist, plädiere ich für das sofortige Verbot und pränataler Diagnostik, Geburtshilfe und Frühchen-Intensivstationen, die gab es vor Millionen Jahren in der Steinzeit nämlich auch noch nicht.
Leider war es bei mir so das meinKind immer geschrieen hat, und ich es dan auch ab 3 Monat zufuttern musste. Ichselbst bin nie gestillt worden, habe KEIN Allergien und war kein bisschen mehr Krank wie die andere! Was das betrifft...Ich finde es nur natürlich zu stillen..aber wenn es nicht so klappt, soll man sich nicht allzuviel daraus machen.Meine Beziehung zu meine Mutter ist ja auch Optimal!
Wenn ich mir die Kommentare so anschaue, scheint zumindest die Aussage mit der heiligen Kuh voll zuzutreffen.
Meine liebe Frau Bäck. Tja, was für ein komischer Artikel. Er kickt in einer Liga mit "Frauen können nicht mehr stillen", "es gibt Kinder die keine Milch wollen", "Muttermilch ist schlechter als Tütenmilch", "Kinderköpfe sind zu groß für normale Geburten", "Kleinkinder tyrannisieren ihre Eltern und manipulieren sie".
Wenn dies alles so wäre, dann wäre die Menschheit bereits ausgestorben. Über Millionen von Jahren wurden Kinder natürlich ohne Eingriffe geboren, getragen, gestillt, und all das im Einklang Mutter-Kind.
Das Kind ernährt sich im Mutterleib vollkommen selbstständig, entwickelt sich nach eigenem Rhythmus, bestimmt seinen Geburtszeitpunkt und -geschwindigkeit, nach der Geburt kennt es sein Hunger- bzw. Stillbedürfnis und ist somit in vielen Dingen unglaublich kompetent.
Artikel wie diese verunsichern junge Mütter und unterstellen unserer Rasse eine genetische Inkompetenz, die unweigerlich zur eigenen Vernichtung führen müsste. So eine Entwicklung ist aber in der Natur nicht möglich und nicht vorgesehen.
Heutzutage sprechen sogenannte "Mediziner", die in ihrem Leben nicht einmal eine natürliche Geburt gesehen haben und nie ein lange gestilltes Kind (nach Bedarf) unseren Kindern diese innewohnende Kompetenz über ihren eigenen Körper und die Bedürfnisse komplett ab.
Ein Kind kann nicht dehydrieren ohne ständig zu schreien und sich über diesen Zustand zu beschweren. Damit sind wir beim nächsten Punkt: "Mediziner" sagen ja, dass Schreien von Säuglingen gut für die Lunge sei...
und somit empfiehlt man, Kinder schreien zu lassen, denn "sie haben ja nichts"...
Wenn man so mit Kindern umgeht, dann können sie natürlich dehydrieren. Ohne Problem.
dr sipeer, ist karies durch eine folgemilch mit ordentlich maltodextrin (von anderen inhalten wie sojalecithin, vanilin etc abgesehn) vorzuziehen?
oder durch gezuckerte tees? durch gute-nacht-flaschen und -breie verursachte adipositas lassen wir mal aussen vor, die ist ihnen als zahnaerztin vermutlich wurst.
Ich bin seit 28 Jahren Stillberaterin und Kinderkrankenschwester und habe sehr selten ein gestilltes dehydriertes Kind gesehen.Wenn das schon mal vorkam, lag es meist an unbelehrbaren Müttern oder irgend welchen Fehlern denen man nur sehr schwer auf die Spur kam.Sollte ein Kind nicht richtig zunehmen werden Mütter sehr schnell unsicher und wenden sich an Fachleute.Heute sind die meisten sehr gut betreut durch Stillcafes, Hebammen und Kinderärzte.Wenn man den Müttern klar macht daß das Kind in erster Linie zunehmen muß, nasse und volle Windeln haben muß,ist ein großer Teil der Aufklärung bereits geschehen.Ich glaube daß unsere heutigen Mütter und Väter sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewußt sind und sich informieren , verunsichert werden sie durch solche Artikel und die vermeintlich guten Ratschläge ihrer Umgebung.Ich rate allen Müttern solche Angebote wie Stillcafes zu nutzen und wenn es nur dazu dient Kontakte zu knüpfen.Ansonsten freue ich mich immer über die Mütter wie selbstverständlich sie sich mit dem Stillen auseinander setzen. Und auch hier gilt wie im übrigen Leben "Übung macht den Meister" In diesm Sinne geht mein Appell an alle Mütter hört auf euer Herz ,es wird euch den richtigen Weg zeigen.Stillen ist die natürlichste Sache der Welt und sollte auch so betrachtet werden.Ausnahmen wird es immer geben und dafür gibt es Fachberatung.
Hypernatriämische Dehydratation kann bei Neugeborenen auftreten, wenn sie bei ausschließlicher Flaschenfütterung zu wenig Milch bekommen. Ein Phänomen in einigen sog. Entwicklungsländern, in denen die Flasche ein Statussymbol ist. Zu wenig Milch --> Kind krank.
Was steht denn nun an Fakten in diesem tollen Artikel? In Großbritannien gibt es offenbar Mütter, die nicht genug Ahnung vom Stillen haben und deshalb ihren Kindern nicht genug Muttermilch geben. Das schadet den Kindern natürlich. Zu wenig Milch --> Kind krank.
Und sonst? Was hat das mit der Still-Lobby zu tun? Mit "Laktivisten"? Was hat das mit den gesundheitlichen Vorteilen der Muttermilch zu tun? Was mit Breast is best?
Ich habe auch in Deutschland schon ein dehydriertes Neugeborenes gesehen, Kind einer nichtdeutschen Mutter, die in der Klinik nicht genug aufgeklärt worden war. Dieses Kind war eines der wenigen Kinder, die darauf nicht mit Schreien reagieren, sondern friedlich schlafen.
In meiner Zeit als Stillberaterin begegneten sie mir mehrmals, diese stillen Schläfer. Da habe ich die Mütter darauf aufmerksam gemacht, dass es Kinder gibt, die sich, aus welchem Grund auch immer, nicht melden, obwohl sie Nahrung bräuchten. Das täten die übrigens auch, wenn sie mit der Flasche gefüttert würden, da ist Füttern nach Bedarf ja inzwischen ebenfalls Standard.
In meiner Ausbildung bei der La Leche Liga wurde ich auf diese Kinder explizit hingewiesen.
Das kann Frau Bäck natürlich nicht wissen, da sie ja offenbar bisher nicht an Informationen gelangte, die sie in der Fachliteratur zur Stillberatung nachlesen könnte.
Vielleicht mag sie das ja nachholen.
Frau Bäck schreibt:
"Junge Mütter bestätigen, dass es ausreichend Stillhilfen gibt, die jede Frau in Anspruch nehmen kann."
Das ist ja wohl ein Witz!
Solche kompetenten Hilfen wie "Pumpen Sie ab um zu sehen, ob Ihr Kind genug Milch bekommt"?
Das schrieb ein deutlich stillfreundlicher Kommentator hier. Ohne ihm zu Nahe treten zu wollen, möchte ich darauf eingehen.
Wer sich auch nur annährend mit der Beratung stillender Mütter auskennt, weiß, daß das Humbug ist.
Keine Pumpe der Welt bekommt so viel Milch aus der Brust wie ein gut trinkendes Baby.
Außerdem stillt ein gesundes Neugeborenes 10-X Mal in 24 Stunden. Was sagt uns da die einmalig abgepumpte Muttermilchmenge?
Um den Stillerfolg zu beurteilen ist der Gesamteindruck des Kindes, die Anzahl der nassen Windeln pro Tag und die wöchentliche (!) Gewichtszunahme wichtig.
Welcher Kinderart, welche Entbindungsstation, welcher Frauenarzt, welche Elternzeitschrift, welche Hebamme (!) gibt einer jungen Mutter diese Informationen?
Wenn man richtig stillt, das heißt nach Bedarf des Babys, dann ist eine Dehydration unmöglich. Das setzt aber voraus, dass eine Mutter auch 24 Stunden mit ihrem Baby in Kontakt ist. Wenn Dehydration eine ernste Gefahr beim natürlichsten Vorgang der Welt wäre, dann wäre die Menschheit und wohl auch die Säugetiere schon längst ausgestorben! Abpumpen und arbeiten gehen funktioniert wahrscheinlich nicht! Mütter werden leider auch heute noch von Hebammen und Ärzten schlecht beraten. Die Erfahrung ist leider verloren gegangen...
Das Problem der Dehydrierung der Säuglinge muß schon in der Schule im Biologie Unterricht besprochen werden. Es kann nicht sein, dass unsere Kinder auf Grund von Unwissenheit mangelernährt sind nur weil sie nicht mehr um Nahrung schreien können, weil sie zu schwach sind. Wenn der Blick dafür geschärft ist brauch sich keiner mehr um eine Religion des Stillens zu kümmern. Das ist normale Ernährung und sonst Nichts. Hier werden junge Menschen über alles aufgeklärt, aber nicht über das Wichtigste die Ernährung.. Die Nahrung die ein Kind an der Brust trinkt kann nicht gemessen werden und bleibt somit eine unbestimmte Größe es sei denn man wiegt die Kinder immer wieder und ob dies die Innigkeit des Stillvorganges so fördert, ist ja auch noch dahingestellt.
Stillen nur mit Wissen
bei der heutigen Einsamkeit der Mütter ohne den reichen Schatz von Generationen von früheren Müttern
Mit einigem Interesse konnte ich Kommentar 1 -12 lesen. Das Dogmatische an der Stillverfechtung ist häufig das Problem, da Eltern nicht immer Warnsignale erkennen - wohl aber die eindringlichen Apelle ihrer Berater unbedingt zu Stillen in den Ohren haben. Als Neonatologe habe ich mehrmals Hypernatriämien (innerhalb der ersten 5 Lebenstage) gesehen. Einige der Mütter wollten auch bei einem Gewichtsverlust von über 15 % nicht zufüttern (da greifen die Ten steps to successful feeding).
Förden - aber nicht zu dogmatisch. Das ist die Kunst einer ganzheitlichen Betreuung.
Uninformiertheit kann sowohl bei gestillten als auch beim nichtgestillten Kind zu ernsten Problemen führen.
Gerade deshalb ist es wichtig, mehr über das stillen zu informieren.
Der erste Grundsatz in der Stillberatung lautet übrigens: fütter das Baby!
Stillen ist keine heilige Kuh - nur leider anscheinend die Mütter immer noch nicht ausreichend informiert.
das Muttermilch - so Sie ausreichend vorhanden ist - das beste für ein Kind ist, sollte mittlerweile unbestritten sein.
Und das ist ja das kuriose an diesem Artikel:
die Dehydration ist im Prinziep keine Folge des stillens, im Gegenteil. Es ist Folge des nicht ausreichend stillens oder nicht ausreichend stillen könnens. Da muss ein massiver Mangel beim Baby durch nichtstillen entstehen, bzw. ein starker Milchmangel bei der Mutter, der in dieser Ausprägung seltenheitswert haben dürfte, primär wird das Kind erstmal schlecht gedeihen.
Eine schwere Dehydration kommt nicht einfach mal so ebend schnell - da wurde vorher einiges Verpasst!
Im Gegenteil: stillen kann gerade bei Erkrankungen die oft als Hauptrisiko Dehydration haben sehr hilfreich sein. Gerade deshalb ist in Entwicklungsländern stillen ein Faktor, der die Überlebenschancen von Kindern stark verbessert(beugt Dehydration bei Durchfallerkrankungen vor)
Insgesamt ist dieser Artikel vor allem eines: schlecht recherchiert und reißerisch aufgemacht.
Was die Wahlfreiheit der Frau und Stillkaries(woher erkennt man eigentlich, das die Karies vom stillen kommt und nicht von anderen kohlehydratigen Nahrungsmitteln und schlechter Zahnpflege?) in den Kommentaren zu suchen hat entbehrt wohl jeglicher Logik - ging es hier nicht Dehydration?
"Dehydratation in Deutschland unbekannt"... :
Kann dies vielleicht u.a. auch daran liegen, dass die ärztliche Primärversorgung junger Säuglinge in Deutschland durch Fachärzte für Kinder- u. Jugendmedizin erfolgt und nicht durch einen hier weniger kompetenten Primärarzt ?
Übrigens will die deutsche Gesundheitsministerin genau so ein Primärarztsystem einführen !
Wir werden dann in 10 Jahren die Ergebnisse diskutieren.
"Aus vertraulichen Quellen erfährt man, dass auch hier eingefleischte Laktivisten auf eine wissenschaftliche Studie sehr empfindlich reagieren würden, wenn dadurch das Vertrauen ins Stillen konterkariert würde."
Natürlich kann man als stillende Mama nur empfindlich reagieren, wenn mal wieder ein solcher Artikel veröffentlicht wird, der das Stillen insgesamt in Frage stellt.
Alle Stillexperten mit denen ich in den letzten 16 Monaten zu tun hatten, sehen das Stillen nicht als schwraz-weiße Angelegenheit (Entweder du bis für oder gegen uns), sondern es wird in jedem Fall die optimale Hilfe gesucht.
Natürlich gibt es Babies die Probleme haben und nicht entsprechend zunehmen, trotz Stillen. Dann geht es aber nicht darum, gleich die Flasche zu geben, sondern herauszufinden, warum das so ist! Mit Hilfe einer der vielen Stillberaterinnen hier in Deutschland von der LaLecheLiga oder der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS).
Das Wichtigste ist also, das Kind zu beobachten, zu sehen, ob es ihm gut geht. DAS haben viele anscheinend verlernt.
Aus meiner Sicht als Kinderzahnärztin, kann ich
nur befürworten, daß das Stillen ab 9. Monat auch
für die Babyzähne schädlich sein kann und daher
danach eine Ernährungsumstellung oft sinnvoll ist.
Es sind mir viele Babys vorgestellt worden in meiner Praxis mit "Stillkaries". Dennoch ist stillen sicher für das Baby sehr wichtig und auch
förderlich.
Meine Frau hat unseren Sohn bis zum Kindergartenalter gestillt- bis er selbst genug hatte- natürlich ist es mit der Zeit immer weniger geworden. Das Resultat ist- unser Sohn ist emotional, geistig, körperlich total fit! Absolut kreativ und hat seinen "eigenen Kopf"-
Wer weiss- welche einseitigen Interessen verfolgt werden von jenen die vom Stillen abraten!? (Frauen früher wieder an den Arbeitsplatz!? z.B.)
Ich kann nur jeder Mutter raten die Kids so lange sie es brauchen zu stillen!!
Schlechte Reserche - oder was soll der Artikel?
Leider gibt es Dehydration, unabhängig vom Stillen - in Hamburg ist gerade wieder ein Säugling verstorben - verdurstet, verhungert, nie gestillt.
Es liegt aber nicht am Stillen, sondern daran, dass nicht richtig geschaut wird.
Stillförderung - nichts ist so leichte Prävention wie das - denn Stillen hat langfristig gesundheitliche Auswirkungen auf Mutter und Kind.
Gute Unterstützung und Betreuung der Familien ist wichtig - so, wie es Babyfreundliche Kliniken bieten: www.babyfreundlich.org
Wer wissenschaftlich nachlesen will, kann das in den ILCA-Leitlinien tun, denn wer sich daran hält, wird keine dehydrierten Babys vorfinden.
http://www.stillen.org/deutsch/wissenswertes/wissenswertes.html
In England scheint es eindeutig zu wenig Unterstützung zu geben. Die Aussage: "Stille dein Kind", reicht nicht aus.
Bitte das nächste mal besser reserchieren und wissenschaftlichen Hintergrund geben, Frau Bäck. "Ihr Glaubenbekenntnis" (Ihre Wort) zum Stillen scheint gestört zu sein.
Alles hat zwei Seiten. Betrachtet man die vorgefallenen Fälle von Dehydratation, so sind die Konsequenzen für die Kinder u.U. tragisch. Trotzdem bleibt Stillen die beste Option für Mutter und Kind.
Für mich heißt die Konsequenz, dass kein Beteiligter das fehlen einer Still-Tradition unterschätzen darf. Es fehlen die einfachen, tradierten Tipps wie Frau (oder Mann) schnell merkt, wenn das Kind in Schieflage gerät und wie dem gegen zu steuern ist.
Die aktuelle Tradition heißt in Deutschland verkürzt "Wenn du kannst, dann still 6 Monate und gut ist". Die WHO Empfehlung kennen hingegen nur wenige und schnell ist der Satz zur Hand, dass das wohl nur für die 3. Welt gelte. Tut es nicht!
Ich freue mich über jede Familie, die es schafft lange zu stillen, aber das ist nicht selbstverständlich, denn auch seelische oder organische Hindernisse sind zu bewältigen. Die permanente Forderung durch das Kind, eine entzündete Brust etc. Respekt vor allen Frauen, die solche Hindernisse überwinden. Es lohnt sich!
Hier noch das Zitat der WHO
"Das weltweite Ziel für eine optimale Gesundheit von Mutter und Kind besteht darin, dass allen Frauen ermöglicht wird, ihr Kind während vier bis sechs Monaten nach der Geburt voll zu stillen. Nach dieser Zeit sollten die Kinder zusätzlich die ihnen angemessene Beikost bekommen, während sie bis zu zwei Jahren und darüber hinaus weiter gestillt werden sollten" (aus der Innocenti-Declaration der WHO und UNO (UNICEF) vom August 1990).
Die Vorteile des Stillens sind einfach nicht von der Hand zu weisen. Zur Vermeidung von Wiederholungen verweise ich auf den Komentar von Frau Erika Billinger. Ärzte in der Dritten Welt bezeichnen die Muttermilch als Nahrung und Medizin zugleich. Stillen schützt vor Neurodermitis, Asthma bronchiale und Heuschnupfen. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass bei HIV- positiven Kindern es bei gestillten Kindern weniger zu AIDS-Erkrankung kommt als im Vergleich zu nichtgestillten Kindern. Aber was ist, wenn die Muttermilch unzureichend ist? Wissen es alle Mütter, dass sie möglicherweise zu wenig Milch haben? Sind große Brüste automatische eine Garantie für ausreichende Muttermilch? Wissen alle Mütter, wie lange ein neugeborenes Kind abnehmen darf? In meiner Tätigkeit als Allgemeinarzt musste ich eine Mutter darauf aufmerksam machen, dass sie ihr neugeborenes Kind dringend Säuglingsmilch aus der Flasche benötigt, als der Säugling nach über 8 Tagen immer noch nicht das ursprüngliche Geburtsgewicht erreicht hatte. Auch das Schreien des Babys ist kein Beweis, dass es zu wenig Muttermilch gibt. Meine Empfehlung an alle Mütter neugeborener Kinder: eine Babywaage für ca. 14 Tage aus der Apotheke leihen, denn am allerspätesten muss bis zu diesem Tag das ursprüngliche Geburtsgewicht erreicht worden sein, wenn nicht am 7. Tag nach der Geburt. Wer eine Waage nicht besorgen kann, möchte ihre Brustmilch abpumpen, um zu beurteilen, ob sie für das Baby ausreichend ist.
Ja, das mit der Dehydration scheint ja ein tolles Thema zu sein. ROFL Entschuldigen Sie mal, wo sind denn da die Quellen dazu? So was passiert vielleicht in der Sahel, bestimmt nicht in (Mittel-)Europa. Oder vielleicht in GB, bei den 15jährigen Kindermüttern, die vielleicht nicht mehr wissen wie man das richtig macht. Gut, dass unsere Industrie hinter solch einem Schwachsinn steckt.
Bitte, Mädels und Frauen: Einfach stur weiterstillen. Es gibt nichts Besseres, Gesünderes, Ökologischers, Billigeres, Verpackungsärmeres, das immer richtig dosiert und richtig temperiert ist. Vor allem: du hast es immer dabei, ohne zusätzliches, wenn auch schickes Gepäck.
Leider war ich so blöd und hab mich von meiner Mutter vor 15 Jahren "überzeugen"lassen, meinen Sohn nur 6 Monate zu stillen. Heute ist er 15 Jahre alt, 178cm groß, hervorragende Zahnqualität und einwandfreie Knochen, geistig und emtional voll drauf und hackt alle Programme.
Hallo. Ich bin selbst Ärztin und habe meine Tochter bis zum ca. 5 Lebensmonat voll gestillt.
Ich finde auch, dass es mit dem "Stillen" übertrieben wird. Man wird praktisch dazu gezwungen! Die behandelnden Ärzte, Hebammen, andere Mütter sind darauf richtig fixiert: " Wie, du fütterst schon nach dem 5 Monat zu?" Man muss sich dass immer wieder anhören. Wichtig ist, dass die Mutter auch zufrieden ist, erst dann geht es dem Baby gut.
Es sollte eine gewisse Freiheit für die Entscheidung "Stillen oder nicht" und "wie lange stillen", bleiben. Denn seien wir ehrlich, es ändert sich ständig was, besonders in der Medizin!
es hätte mich auch sehr interessiert, wodurch eine derart gesundheitsschädliche dehydratation entstehen kann. was verändert die muttermilch und in welcher weise? bitte etwas tiefergehende informationen geben!
Das das Stillen die beste Nahrung für das Kind ist, ist doch schon lange bekannt. Warum sollte ein Säugling dehydrieren. Es würde die ganze Zeit schreien, wenn es nicht genügend bekommt. Hier gilt es in der Vorsorge die Mütter zu informieren und Hilfestellung beim Stillen zu geben und Anlaufstellen, die bei Problemen sofort Hilfe geben können.
Also Mütter, weiterstillen!!