Wahrscheinlich wird in privaten Kliniken am Verwaltungspersonal gespart.
Bei staatlichen ist es umgekehrt, das Pflegepersonal wird immer weniger, dafür aber das Verwaltungspersonal immer mehr. Es sind jetzt schon um die 30 Angestellte in der Verwaltung, Tendenz steigend.........
An Holzkopf:
Auch in kommunalen Krankenhäusern müssen Einwegartikel mehrfach benutzt werden. Der Einkauf sagt nämlich, die sind zu teuer..... Genauso wird am Reinigungspersonal gespart. Eine 17-Betten-Intensivstation und dann nur 1 Putzfrau für 4 Stunden am Vormittag und 1 für 4 Stunden am Nachmittag.....
Mir ist ein Rätsel wie die Sach und Personalkosten geringer sein können wenn doch die Zahl der Pflegekräfte und Ärzte sogar höher ist. Entweder verdient das Personal in den beobachteten Häusern (wesentlich) weniger oder es schiebt unbezahlte Überstunden.
Sachkosten sparen kann man ja bekanntermaßen sehr gut in dem man Sterile Einwegartikel mehrfach verwendet ... wie es immer mal wieder in die Presse kommt ;)
Mit der Steigerung der Wirtschaftlichkeit von privaten Krankenhäusern und Kliniken geht leider fast immer eine Ausdünnung des Personals einher. Eine fortwährende Überlastung ist die Folge und damit eine Demotivation.
Nicht mehr als Privatisierungslobbyismus der gröbsten Art.
Nach mehr als 40jähriger ärztlicher Tätigkeit, teilwese in der ehem.DDR, kann ich nur sagen,die weitgehende Privatisierung und Profitorientierung des Gesundheitswesens geht auf Kosten fast aller Mitarbeiter in den Einrichtungen und damit ltztlich auch der Patienten.
Die genannten Studien weisen als zentrales Problem auf, dass sie Auftragsstudien von Interessentengruppierungen (auch Lobbyisten genannt) darstellen. Gerade im gesundheitswesen gibt es ausreichend Gründe, warum man mit solchen Studien vorsichtig sein sollte.
Zum Inhaltlichen:
Was muss eigentlich noch alles passieren, bis wenigstens der Insider erkennt, dass durch Privatisierung öffentlicher Bereiche die Leistung weder besser noch billiger wird (z.B. Bahn, Post, Telekommunikation, Medien, Gefängnisse etc.).
Die Ereignisse der letzten Monate sollten eigentlich Argument genug sein, um die Hauptgefahr der Privatisierungen zu erkennen. Da hilft auch das blinde Nachbeten ökonomischer Glaubenssätze nichts. Es gibt KEIN Beispiel dafür, dass die Privatisierung ehemals öffentlicher Bereiche zu einer Verbesserung des Angebotes geführt hätte. Was geschieht, wenn die privatisierten Häuser dann doch nicht die entsprechende Rendite bringen, konnte sehr gut am städt. KH Herboltsheim beobachtet werden.
Im Gesundheitswesen ist die Situation natürlich besonders prekär. Ständige Werbeeinblendungen oder drei Talkshows nebeneinander mögen ärgerlich aber unproblematisch sein. Gesundheit aber einem Wettbewerb auszusetzen, dessen zentraler Indikator die Gewinninteressen des Stakeholders sind, grenzt an Selbstgefährdung.
Die kriegen uns alle mal.