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Schwanger nach Krebstherapie

Um ihr die Chance auf Kinder zu erhalten, froren die Ärzte bereits befruchtete Eizellen der Patientin vor der Krebstherapie ein und verpflanzten sie ihr nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung in die Gebärmutter. Die Frau sei inzwischen in der 15. Woche schwanger, die Schwangerschaft verlaufe komplikationslos.
Strahlen- und Chemotherapie zerstören vor allem die teilungsfreudigen Tumorzellen. Aber auch die empfindlichen Keimzellen werden oft geschädigt. "Um die Schädigung der Keimzellen auszuschließen, müssen sie vor der Chemo- oder Radiotherapie entnommen und eingefroren werden", berichtete das Team um den Leiter des Universitären Interdisziplinären Kinderwunschzentrums Düsseldorf, Prof. Jan S. Krüssel. Die befruchteten Eizellen seien dabei im sogenannten Vorkernstadium eingefroren worden, also vor Verschmelzen der Zellkerne von Samen- und Eizelle. "Nach Abschluss der Behandlung kann mit zeitlichem Abstand, der sich nach dem Gesundheitszustand der Patientin richtet, die Kinderwunschbehandlung eingeleitet werden."
Schwangerschaften nach einer Krebsbehandlung können zwar mit unterschiedlichen Verfahren ermöglicht werden, Erfolge sind jedoch selten. Prof. Dr. Krüssel bewertet: "Da Stimulationen schon seit einigen Jahren in Deutschland durchgeführt werden, ist es wahrscheinlich, dass es auch in Deutschland bereits eine Schwangerschaft nach Krebs gibt. Veröffentlicht wurde bisher allerdings kein Fall. Seit 2006 gibt es das Netzwerk Fertiprotekt aller deutschen Universitätsklinika, das ein Register führt. Dort ist dieser Fall nachweislich einzige in Deutschland." International, so Krüssel deutlich, gebe es bereits nachgewiesene Schwangerschaften nach Karzinomerkrankungen.

Quelle

  • dpa
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Kommentare

  • 8
    26.01.09 - 22:11
    Antje

    Liebe GAstin,
    es ist gut das die Medizin heute schon so weit ist. Nur eine Frau die einen unerfüllten Kinderwunsch hat weiß wie man sich ohne Kinder fühlt. Genauso wie es für Sie hart ist Ihre Tochter so leiden zu sehen. Deswegen darf man wegen seiner eigenen Verbitterkeit andere aber nicht so angreifen. Sie sollten sich Hilfe holen um mit Ihrer Situation besser fertig zu werdn. Und glauben Sie mir diese Frau wird eine bessere Mutter sein als viele andere Frauen. Sie weiß es mehr zu schätzen als Frauen die zu doof sind zu Verhüten und die ihre Kinder wohlmöglich noch vernachlässigen.

  • 7
    23.01.09 - 19:50
    Gastin

    Liebe Anonyma
    Meine Tochter lebt übrigens noch - in Remission. Es ist zwei Jahre her, als sie mich fragte, ob ich sie nicht einschläfern könnte...Ich bin nicht verbittert, ich habe Schuldgefühle.
    Und zynisch finde ich eher, ein Recht auf Mutterschaft um jeden Preis zu reklamieren und es andererseits klaglos hinzunehmen, dass minütlich gesunde Kinder sterben, nur weil sie kein sauberes Trinkwasser haben - wer ist hier wirklich arm, wer verdient unser Mitleid mehr? Gehts hier nicht auch um schnödes Geld? (Man kann Kinder übrigens auch adoptieren)
    Auch ich wäre bei meiner ersten EU um ein Haar gestorben - Im Nachhinein betrachtet: mir wäre Vieles erspart geblieben.
    Und wenn man den Artikel genau liest, geht es sowieso nicht um die Frau, sondern um die Meriten der Herren Doktores.

  • 6
    22.01.09 - 04:24
    anonym, weibl.

    Liebe Gastin,
    ich habe vollstes Verständnis für Ihre Verbitterung, es ist das schlimmste, was einer Mutter passieren kann, ein Kind auf tragische Weise zu verlieren! Ich kann das beurteilen, da ich auch vor 14 Jahren meine Tochter verlor als sie 8 Wochen alt war.
    Allerdings kann ich Ihre Ablehnung der modernen
    Medizin gegenüber nicht verstehen, da ich ohne diese bereits nicht mehr leben würde, und meine anderen Kinder ohne Mutter aufwachsen müßten.
    Was ist so schlimm daran, einer jungen Frau ein eigenes Kind zu ermöglichen, die Krebs HATTE? Wer gibt Ihnen das Recht zu behaupten, sie würde womöglich eh bald sterben,somit hätte sie folglich (zum Schutz eines ungeborenen Menschen???)auch kein Recht mehr, ein Baby zu bekommen?
    Auch unter Einbeziehung möglicher Risiken, die mit Sicherheit nicht so hoch wie Ihre Einschätzung sind, halte ich es für extrem
    unmenschlich, einer Frau, die Krebs hatte, ihr Glück nicht zu gönnen!!!
    Ich wünsche dieser Frau alles erdenklich Gute für die eigene Gesundheit,das Baby, das sicherlich eine extrem liebende Mutter erhält, und eine unbeschwerte, schöne Schwangerschaftszeit ohne neidige Miesmacher!!!(Womit ich NICHT Sie persönlich meine, liebe Gastin,Sie haben sicherlich zu viel schlimmes erleben müßen,öffnen Sie Ihr Herz und denken Sie noch einmal über Ihre Worte nach.Würden Sie ebenso hart urteilen, wenn die von Krebs geheilte Frau Ihre Tochter
    wäre und ein Baby ihr sehnlichster Wunsch?
    Ich glaube, Sie sind doch eher eine gute Mutter, sonst hätten Sie sich nicht so in die Pflege Ihres leider todkranken Kindes gekniet,oder? Liebe Grüße

  • 5
    21.01.09 - 15:54
    Gastin

    Ohne die "moderne" Medizin müsste die arme Frau ja auch drauf "verzichten", bloss wäre es viel leichter zu akzeptieren! Mir geht diese Anything-Goes-Medizin auf den Keks, die Luxusprobleme und -Ansprüche schafft, die es vorher gar nicht gegeben hat- s.a. Präimplantationsdiagnostik. Und bald ist jeder nur noch unzufrieden und schimpft auf das System, weil er weniger privilegiert ist als der andere, weil bezahlt werden will das Ganze ja auch noch.
    Dass das Kind wahrscheinlich bald auf die Mutter verzichten muss ist egal, oder?
    Ich bin lange genug machtlos am Bett meines todkranken, leidenden Kindes gesessen und habe mir gewünscht, es nie geboren zu haben mit allen Kniffen der damaligen Medizin.

  • 4
    21.01.09 - 15:43
    gast

    solche Zyniker wie die "gastin" dibt es leider mal. Bis vielleicht auch solche mal hart trifft...

  • 3
    21.01.09 - 10:58
    Gast

    Muss die arme Frau jetzt auf ein Kind verzichten weil sie Krebs hatte...?!Wer selber Probleme hat ein Kind zu bekommen ist über die Fortschritte der Medizin sehr dankbar!
    Alle anderen haben ja gut reden!

  • 2
    21.01.09 - 10:40
    gastin

    was sind wir doch ein Volk von Hedonisten. Es reicht heutzutage nicht, eine Krebserkrankung zu überwinden, nein ein Kind muss es bitteschön auch noch sein. Was aus dem Würmchen wird, vorbelastet durch Gene, höheres Missbildungsrisiko durch IVF, ausgetragen von einer kranken Mutter, die womöglich seine Einschulung nicht erleben wird ist offensichtlich zweitrangig.
    Und wer machts möglich? Mediziner, die auf sowas noch stolz sind.
    Oh Herr, lass Hirn wachsen.

  • 1
    21.01.09 - 00:42
    sonja

    sehr gut, vorallem weil krebs erbliche komponenten hat! wir freuen uns über den fortschritt in der medizin.

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