Kindstod: Viele Hypothesen in der Wiege

14. Februar 2013
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Der plötzliche Kindstod versetzt noch immer Eltern in Angst. Auch wenn die Zahl der Fälle zurückgegangen ist, bleibt die Frage nach dem Warum. Mit der Zwerchfell- und Triple-Hypothese kann der Pathomechanismus scheinbar sinnvoll erklärt werden.

Der Satz: “Die Ursache für den plötzlichen Kindstod ist noch immer nicht gefunden” ist ein Paradoxon. Der plötzliche Kindstod oder Sudden infant death syndrome (SIDS) ist eine Ausschlussdiagnose. Nur, wenn alle bekannten Diagnosen ausgeschlossen werden können, bleiben als Rest Todesfälle bei Kindern im ersten Lebensjahr übrig, die als plötzlicher Kindstod bezeichnet werden. Wird eine Ursache ausgemacht, so ist das Kind nicht mehr am plötzlichen Kindstod “gestorben”, sondern an Herzversagen, einer Infektion, oder oder oder.

Die “Diagnose” plötzlicher Kindstod bedeutet aber nicht, dass es für den Tod des Kindes keine Ursache gab – niemand stirbt ohne Grund. Vielmehr wurde die Ursache nicht gefunden. Das kann daran liegen, dass gar nicht erst obduziert wurde, dass bei einer Obduktion nicht alle Untersuchungen gemacht wurden oder weil bestimmte Ursachen, wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen, nach dem Tod nicht mehr nachweisbar sind.

Bauchlage alleine reicht nicht aus

In Deutschland wird pro Jahr bei etwa 150 bis 200 Kindern vom plötzlichen Kindstod gesprochen. Doch woran sterben die Kinder denn nun eigentlich? Vor 25 Jahren waren es jährlich noch über 1000 Kinder, bei denen keine Todesursache festgestellt werden konnte. Bevor Anfang der 1970er Jahre die Empfehlung für die Bauchlage als optimale Schlafposition ausgesprochen wurde, lag die SIDS-Rate um die Hälfte darunter, wie Prof. Dr. Gerhard Jorch, Direktor der Universitätskinderklinik Magdeburg, in einer Untersuchung herausgefunden hat. Ist es also die Bauchlage, die die Kinder im Schlaf sterben lässt? “Die Bauchlage ist anerkannterweise mit Abstand der wichtigste Faktor, aber sicherlich nicht alleine. Denn von 250 Kindern, die ständig auf dem Bauch schlafen, stirbt nur eines”, so Prof. Jorch.

Infektionen und weitere Faktoren

Die Triple-Hypothese liefert ein Modell, das ein multifaktorielles Geschehen annimmt. So besagt sie, dass der plötzliche Kindstod ein Zufallsereignis ist, für das mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Es muss eine Veranlagung bestehen (z.B. genetische Prädisposition, Herzrhythmusstörungen), die Lebensumstände müssen ungünstig sein (z.B. Bauchlage) und ein akutes Geschehen (z.B. Infektion) muss vorliegen. Besonders der Aspekt einer Infektion bietet eine mögliche sinnvolle Erklärung dafür, warum die meisten Todesfälle zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auftreten.

“Vorher sind die Kinder durch die Antikörper der Mutter und eventuell durch Muttermilch geschützt. Der Nestschutz lässt etwa in diesem Zeitraum nach. Ebenso ist auffällig, dass nur sehr selten Säuglinge sterben, solange sie gestillt werden”, erklärt Prof. Jorch weiter. Zudem könnten die motorischen Fähigkeiten der Kinder einen Einfluss haben. In den ersten Lebenswochen können sich die Neugeborenen noch nicht in gefährliche Lagen bewegen. Mit etwa drei Monaten beginnen sie dann, sich zu drehen oder im Bett umherzuschieben und können so in Situationen kommen, die für die Atmung ungünstig sind. Allerdings sind die motorischen Fähigkeiten noch nicht so weit fortgeschritten, dass sich das Kind auch wieder aus einer möglichen ungünstigen Lage befreien kann.

Es beginnt mit dem Abfall der Sauerstoffsättigung

Den Pathomechanismus stellen sich Experten derzeit folgendermaßen vor. Beim größten Teil der Kinder beginnt das Geschehen mit einem Abfall der Sauerstoffsättigung, während Atmung und Herzschlag noch regulär stattfinden. Durch die verringerte Sauerstoffsättigung werden die Kinder bewusstlos, dann steigt die Herzfrequenz erst an, wird dann langsamer und anschließend setzt die Atmung aus. Dieser Prozess dauert bis zu einer halben Stunde und wurde bei Kindern beobachtet, die an einen Überwachungsmonitor angeschlossen waren, deren Alarm jedoch nicht angeschlagen hat oder der überhört wurde. “Die Kinder ersticken so ohne Schmerzen oder Atemnot, darum schreien sie auch nicht”, legt Prof. Jorch das Geschehen dar.

Genetisch bedingte Herzrhythmusstörungen

Zu dieser Vorstellung des Ablaufes passt auch die Zwerchfellhypothese, die darauf beruht, dass noch nicht vollständig entwickelte oder geschwächte Atemmuskulatur, nicht-letale Infektionen, Bauchlage und REM-Schlaf Ursachen für den plötzlichen Kindstod sind. Ein weiterer Einfluss scheinen genetisch bedingte Herzrhythmusstörungen zu sein. Dr. Wilders vom Department of Anatomy, Embryology and Physiology der Universität Amsterdam legt in einem Review-Artikel dar, dass molekulargenetische Auffälligkeiten, die mit Herzrhythmusstörungen in Zusammenhang stehen, unter SIDS-Opfern viel häufiger auftreten, als in der Gesamtbevölkerung.

Obwohl viele Gene mit Veränderungen an den Ionenkanälen des Herzens in Verbindung gebracht werden, scheint in den meisten Fällen das Gen SCN5A mutiert zu sein. SCN5A kodiert für eine Untereinheit eines Natrium-Kanals und wird vorwiegend im Herzmuskel exprimiert. Darüber, wie viele von den Opfern jedoch tatsächlich an den Folgen dieser Mutation gestorben sind, lässt sich jedoch nur spekulieren. Ebenso bleibt offen, warum Herzrhythmusstörungen gerade im Zeitraum der häufigsten Todesfälle, also zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, ein größeres Risiko darstellen, als bei älteren Kindern.

Grundsätzlich problematisch bei der Ursachenforschung ist es, eine aussagekräftige Kontrollgruppe aus der Normalbevölkerung zu haben. “Im Prinzip kann man nur getötete oder verunfallte Kinder mit vergleichbaren Umgebungsdaten als Kontrolle verwenden, aber davon gibt es – Gott sei Dank – nur sehr wenige”, stellt Prof. Jorch heraus.

Voraberkennen wäre wünschenswert

Schön wäre es, wenn man die Kinder mit erhöhtem Risiko im Vorfeld erkennen könnte. Das ist aber momentan noch nicht möglich, auch weil, wie erläutert, noch nicht klar ist, welcher Faktor welche Rolle spielt. Die Bauchlage könnte für viele Kinder unproblematisch sein, für einige ist sie aber das Zünglein an der Waage. Über epidemiologische Studien wurden bestimmte Verhaltensweisen als Risikofaktoren identifiziert und die bekannten Verhaltensempfehlungen ausgesprochen. Zu den Empfehlungen gehören neben der Rückenlage auch das Schlafen im Babyschlafsack in einem eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern, eine rauchfreie Umgebung, Zimmertemperatur von 18°C und Stillen im ersten Lebenshalbjahr.

Die Forschung der letzten Jahre versucht zu ergründen, warum sich manche Verhaltensweisen als protektiv erweisen, während andere das Risiko zu versterben erhöhen. Daraus hervorgegangen sind unter anderem die Hypothesen vom Zwerchfellversagen, von neurologischen Beeinträchtigungen und Veränderungen, von Veränderungen der Blutzufuhr zum Hirnstamm, Schäden durch Substanzen im Zigarettenrauch und viele weitere.

Mit neuem Gerät Atmungsaktivität überwachen

Dennoch bleibt den Eltern von Säuglingen fast nur die Hoffnung, dass es sie nicht treffen wird. Über Sensormatten im Bett können die Bewegungen des Kindes registriert werden und entsprechende Geräte geben Alarm, wenn sich das Kind nicht mehr bewegt. Auch wenn die Geräte inzwischen verbessert sind, treten gelegentlich Fehlalarme auf, die die Eltern in Angst und Schrecken versetzen. Eine neue Entwicklung kommt vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin. Die Forscher haben einen Babybody entwickelt, auf den eine dehnbare, flexible Leiterplatte mit einem integrierten Sensorsystem aufgebügelt wird. So wird die Atmungsaktivität an Bauch und Rücken gemessen und schlägt Alarm, wenn die Atmung aussetzt. Das System soll durch den direkten Körperkontakt deutlich sensibler sein, als die Sensormatten im Bett es sein können.

Selbst wenn der plötzliche Kindstod inzwischen sehr selten geworden ist, so ist es doch die häufigste Diagnose für Todesfälle jenseits der Neugeborenenphase. Ein Zusammenwirken verschiedener Faktoren scheint ausschlaggebend zu sein, dass es zum Tod eines Kindes kommen kann, auch wenn im Vorfeld und rückwirkend das Risiko nicht erkannt bzw. die Ursache nicht aufgeklärt werden kann.

244 Wertungen (4.22 ø)

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25 Kommentare:

Rettungssanitäterin

Wenigsten so einige Faktoren und Daten zusammengetragen, finde den Artikel eigentlich gut. Mir fehlen allerdings die norwegischen Ergebnisse bezüglich weicher Matratzen und zu warm verpackt (Kissen etc.)

#25 |
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Danke für den Artikel.
Ich empfinde den Hinweis auf den Body auch nicht als Product Placement. Ist doch gut, dass man die Info bekommt.
Ich selbst lasse meinen vier Monate alten Sohn auch nur mit einem Mini-Monitor (Snuza) schlafen aus Angst vor SIDS.
Allerdings finde ich die Aussage, der Body schütze vor SIDS nicht gut, da sie falsch ist. Er schützt ja nicht davor, er informiert lediglich unmittelbar über einen Atemstillstand.
Das ist meines Erachtens ein großer Unterschied!

#24 |
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Eine Rolle spielen bei SIDS wohl auch die Atmungsneurone im Hirnstamm, die auf jede Störung seelischer und körperlicher Art (Bauchlage, O2-Absenkung etc.) reagieren und im ersten Lebenjahr physiologisch noch relativ instabil sind!(?)
HJ Scheurle, FA für Allgemeinmedizin

#23 |
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Dr. med. Stefan Krüger
Dr. med. Stefan Krüger

Genetische Faktoren: nach meinem Kommentar (13) wurde das Thema auch von anderen Diskutanten (z. B. 15 und 24) weiter aufgegriffen. Ich erlaube mir deshalb, mich hier zu diesem Thema noch einmal zu Wort zu melden: ich kenne Faelle von Familien, die ein Kind durch SIDS verloren haben, bei denen dann beim nächsten Kind deshalb “besonders genau hingeschaut” wurde und tatsächlich Verdachtsmomente für ein Long-QT-Syndrom bestanden und am Ende eine Mutation in KCNQ1, KCNH2, SCN5A, KCNE1, KCNE2 oder KCNJ2 als ursächlich nachgewiesen werden konnten. Meistens von einem Elternteil vererbt, welches selbst (scheinbar) klinisch unauffällig war (ein normales EKG schliesst ein Long-QT-Syndrom nicht aus), das liegt an der erheblichen – auch intrafamiliären – Variabilität dieses Krankheitsbildes.

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Krüger
FA für Humangenetik

#22 |
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Dr. med. Liane Kändler
Dr. med. Liane Kändler

Zum Long-QT-Syndrom:
P. Schwartz und Mitarbeiter haben normale QT-Zeiten im 1. Lebensjahr bei ca. 44.000 gesunden Neugeborenen ermittelt. Diese waren im 3.-4. Lebensmonat am längsten. D.h. Babies mit nicht bekanntem Long QT-Syndrom könnten zu diesem Zeitpunkt besonders gefährdet sein (vermutlich Einzelfälle). Quelle:
J Cardiovasc Pharmacol. 2010 Jun;55(6):539-43. doi: 10.1097/FJC.0b013e3181d86525.
Repolarization abnormalities in the newborn.
Schwartz PJ, Stramba-Badiale M.
(über Pub Med zu finden)
Häufiger und im Artikel nur kurz unter “Veränderung der Blutzufuhr zum Hirnstamm” erwähnt, sind offenbar hypoplastische Vertebralarterien, die in Bauchlage durch Seitwärtsdrehung des Kopfes am Durchtritt durch die Foramina transversaria am Atlas komprimiert werden, wie es Prof. Deeg aus Bamberg publiziert und ausführlich im Lehrbuch “Ultraschalldiasgnostik in Pädiatrie und Kinderchirurgie”, Thieme-Verlag dargestellt hat. Von 9525 im Rahmen eines Screenings in Bamberg untersuchten Neugeborenen wiesen 0,27 % in Bauchlage mit Kopfseitwärtsdrehung hochpathologische Flüsse auf. Durch ein gezieltes Programm mit Aufklärung der Eltern konnte in der Region der plötzliche Kindstod offenbar auf etwa 1/10 werden.

#21 |
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Uwe Niese
Uwe Niese

Donnerwetter – 7x Daumen runter für meinen Kommentar.
Ist das nicht Verachtung psychologischer Zusammenhänge?

#20 |
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Nichtmedizinische Berufe

Sehr geehrter Herr Roth, sehr geehrter Herr Ellinger,

vielen Dank für Ihre konstruktiven Anmerkungen. Die angesprochene Passage wurde noch einmal überarbeitet.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DocCheck News Team

#19 |
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Prof. Dr. med. Christian Albrecht May
Prof. Dr. med. Christian Albrecht May

Was ich zunehmend beobachte ist, dass das Ankommen des neuen Kindes nicht mehr geschützt erfolgt (klassisches Wochenbett), sondern die Kinder sofort der Welt präsentiert werden. Das wäre mit dem Wort ‘Stress’ umschrieben, könnte aber einen wichtigen protektiven Faktor darstellen, wenn man die Kinder zunächst wirklich schützt. Wurde das schon einmal diskutiert?

#18 |
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Frau Helga Moltzen
Frau Helga Moltzen

Ich kam gerade zu Besuch, als meine Enkelin binnen 30 Min. hochfieberte-ohne vorher erkennbaren Grund-, dannn krampfte, es zum Atemstillstand und folgendem Herzstillstand kam. Ich reanimierte, meine Tochter rief den Notarzt, nach Minuten kam das Kind wieder zu sich.Die Sanitäter empfahlen meiner alleinerziehenden Tochter die Angle-Care Matte und es dauerte Monate, ehe sich meine Tochter etwas entspannen konnte. Man lebt ständig mit der Angst der Atemaussetzer und deshalb ist es begrüßenswert, wenn weitere Produkte getestet werden und auf den Markt kommen. So gehen 3jährige Kinder doch in die Kitas und schlafen auch dort-werden meist spontan krank-und dann würde auch dort ein Body rechtzeitig Alarm schlagen.Denn nur durch schnelles Eingreifen konnte in unserem Fall wohl die Enkelin gerettet werden, Laien (und das sind Eltern meistens), stehen dem Ganzen hilflos gegenüber. So empfand ich den Block nicht als Werbung, sondern als zusätzliche Info, wie auch die anderen medizinischen Hintergründe.

#17 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Ihrgenwie fehlen mir Daten über di kupferinduzierte Leberzirrhose

#16 |
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Hebamme

Liest denn keineR Korrektur???

#15 |
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Sybille Grasmüller
Sybille Grasmüller

Zu 12.
Diese These kann durch die Datenlage nicht gestuetzt werden. Die Impfung scheint protektiv zu sein
(vgl z.b. Heininger et al 2004)
und bei betroffenen Kindern wurde vermehrt Berdetella pertussis gefunden
Essery et al 1999.

#14 |
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Deborah Kassautzki
Deborah Kassautzki

Ich bin selbst betroffene Mutter, verlor meinen 1. Sohn 1989 durch SIDS. Er schlief im Elternschlafzimmer (direkt neben meinem Bett), im eigenen Bett, im Babyschlafsack Schlafzimmerfenster geöffnet. Ich bin Nichtraucherin. Keine Impfungen, kein (bekannter) Infekt. – Was aus obigem Artiel zutreffen könnte: Bauchlage – und in der Vorgeschichte Schalfapnoe, lt. Unikinderklinik Freiburg aber kein Risikofall mehr. – Als Folge des Todes machte ich eine Elternumfrage in der GEPS und betreute später 12 frisch betroffene Elternpaare. Alle verstorbenen Kinder hatten im Vorfeld Stress (Umzüge, Geburtstage, den ganzen Tag in der Stadt…) Meine beiden Folgekinder wurden jahrelang überwacht, z.T. auch stationär, weil wir (explizit im Anschluss an Stressmomente wie Besuche) sehr viele Alarme hatten (kein Kind mehr in Bauchlage!). – Von daher gehe ich ebenfalls davon aus, dass es – neben Risikofaktor Stress (in welcher Form auch immer) – genetische Faktoren geben wird, die mich natürlich brennend interessieren würden. – Ein ganz anderer Aspekt zu der Themaitk ist allerdings, dass die Dinge, die in jener Nacht parallel passiert sind, aufzeigen, dass dieser Tod gewollt o. vorbestimmt gewesen war, sich Gott nicht ins Handwerk pfuschen lässt durch Technik, wie wir das gehofft hatten.

#13 |
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Uwe Niese
Uwe Niese

Schade, dass nicht das Buch “Der frühe Abschied” des Psychoanalytikers Arno Gruen, wenn schon nicht diskutiert,dann nicht einmal erwähnt wird.
Gruen beschreibt sehr eindrücklich als Ursache des PKT den fehlenden “Tanz der Augen” zwischen Mutter und Kind – und zwar als Folge der Unterwerfung der Mutter unter das Patriarchat.
Leben beruht auf Stimulation – productplacing ist ja ganz nett, aber beseitigt nicht die Ursachen.
Künstliche Stimulation senkt die Fallzahlen – ich frage mich allerdings, welche Persönlichkeiten so produziert werden.

#12 |
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Dr. med. Stefan Krüger
Dr. med. Stefan Krüger

Aus der Sicht meines Fachgebietes finde ich den Absatz über genetisch bedingte Herzrhythmusstörungen sehr wichtig. Es ist allerdings nicht nur das für einen Natriumkanal (mit)verantwortliche SCN5A-Gen von Bedeutung, sondern auch die für Kaliumkanäle bzw. deren Komponenten kodierenden Gene KCNQ1, KCNH2, KCNE1, KCNE2 und KCNJ2. Stichwort Long-QT- bzw. Romano-Ward-Syndrom.

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Krüger
FA für Humangenetik

#11 |
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Wolfgang Ellinger
Wolfgang Ellinger

Der Artikel ist recht informativ, allerdings ist im Absatz “Voraberkennen wäre wünschenswert” erst im 2. Anlauf erkennbar was günstig für den Säugling ist und was einen Risikofaktor darstellt.

#10 |
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Dr. med Horst Pöhlmann
Dr. med Horst Pöhlmann

Viera Scheibner und ihr Mann konnten schon vor mehr als 20 Jahren mit Hilfe der von ihnen entwickelten Atemmonitoren (nicht Bewegungsmonitoren) zeigen, dass nach Impfungen in regelmassigen Abstaenden ein gefaehrliches Atemmuster auftritt. Besonders gefaehrlich ist dabei die Keuchhusten Impfung. Bei ungeimpften Kindern tritt dies nicht auf. Als man in Japan daraufhin zeitweise Kinder unter 2 Jahren nicht mehr impfte, ist SIDS in diesem Zeitraum praktisch verschwunden. Ein hohes Risiko also fuer eine Massnahme, deren Wirksamkeit noch niemals durch eine Placebo kontrollierte Doppelblindstudie nachgewiesen worden ist. Ihr Buch ist meines Wissens noch immer erhaeltlich aber nur in Englisch: Viera Scheibner, Vaccinations. Sie lebt in Melbourne, Australien.

#9 |
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Die zwei SIDS-Fälle, die ich erlebt habe, passen beide nicht in dieses Schema. Vor allem verging keine halbe Stunde mit Vorstadien, sondern die Kinder schienen sehr “entschlossen” innerhalb von einigen unbeobachteten Minuten zu sterben und ließen sich dann trotz aller Bemühungen nicht mehr reanimieren – was bei einer gleich langen Hypoxie z.B. infolge Ertrinkungsunfall in der Regel sicher möglich gewesen wäre (damit meine ich nicht Restitutio ad integrum, sondern dass man zumindest wieder eine Herz- und Atemtätigkeit bei Ertrinkungskindern hätte hervorrufen können).

#8 |
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Oliver Debbert
Oliver Debbert

Werbeveranstaltung,so kommt es rüber.

Traurig für Docchek

#7 |
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Ein wichtiger Artikel und nur Insider verstehen, daß der Autor sich in o.g. Passage total verhauen hat. Leider.
Ich hätte mir gewünscht, daß der Autor der Vollständigkeit halber die sehr unterschiedlichen Denkansätze der benachbarten EU- Länder mit einem halben Satz erwähnt.

#6 |
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Dr. Andreas Triebel
Dr. Andreas Triebel

Der Artikel trennt nichz scharf zwischen Expertenaussagen und Jounalistenbewertung.
Das Gerät passt da nicht gut hinein.
Insgesamt zu journalistisch und zu wenig wissenschaftlich.
Thema gut getroffen.

#5 |
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Martin Fischer
Martin Fischer

Sehr interessanter und informativer Artikel. Wenn man beim Lesen mitdenkt, dann versteht man ihn auch… Perfekt geschrieben.

#4 |
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Bernd Huck
Bernd Huck

Informativ, aber verwirrend.
HLM als Alternative für alle Neugeborenen?

#3 |
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Dr. med. Johannes Wolf
Dr. med. Johannes Wolf

Der Artikel ist gut, aber die Kombination mit dem Werbeblock für den Babybody schlecht. Versuche dieser Art gab es schon viele, trotz verbreitetem Einsatz in den neunziger Jahren konnte eine effektive Schutzwirkung nie erwiesen werden. Gerade der zitierte Prof. Jorch hat sich immer gegen diese Art der Überwachung ausgesprochen. Es wurde nie nachgewiesen, dass man damit tatsächlich KInder vor dem SID gerettet hat. Öfters bestand der Eindruck, dass es ein Geschäft mit der Angst der Eltern ist.

#2 |
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Zahnärztin

Sehr informativer und interessanter Artikel.

#1 |
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