Im Notfall bitte zahlen

19. August 2015
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Mit Selbstzahler-Sprechstunden und schnellen Terminen gegen Gebühr bessern Fachärzte auf Kosten der gesetzlich Versicherten ihre Kassen auf. Kann das gut gehen? Das Bundesministerium für Gesundheit ist inzwischen auf die Missstände aufmerksam geworden.

„Die Selbstzahler-Sprechstunde ist wie ein Flug-Upgrade von Economy- auf Business-Class, für all jene, die eine individuelle Premium-Lösung abseits des Quartalsdenkens bevorzugen“, heißt es auf der Webseite eines Augenarztes aus Ladenburg, einer Kleinstadt zwischen Mannheim und Heidelberg. Bundesweit bieten immer mehr Ärzte sogenannte Premium-Sprechstunden gegen Bares an. Gleichzeitig häufen sich die Beschwerden von Patienten über unzumutbar lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin. Einige Patienten berichten auf dem Beschwerdeportal der Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalens sogar über kurzfristige Facharzttermine nur gegen Gebühr.

Mit Selbstzahler- oder Komfort-Sprechstunden lässt sich zusätzliches Geld verdienen. Doch wann ist das überhaupt rechtens? Die ärztliche Berufsordnung hat klar geregelt, für welche Leistungen ein Arzt Geld verlangen darf. Demnach ist es durchaus legitim, gesetzlich Versicherten seine ärztlichen Leistungen, sofern diese nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, in einer Selbstzahler-Sprechstunde anzubieten. Diese Termine dürfen selbstverständlich auch kurzfristig vergeben werden.

Keine Expresszuschläge für Akutpatienten

Kritisch wird es dann, wenn Akutpatienten einen schnellen Termin möchten. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein-Westfalens klärt auf: „Expresszuschläge für Akutpatienten verstoßen gegen die ärztliche Berufsordnung und können mit einem Disziplinarverfahren geahndet werden.“ Denn Vertragsärzte müssen Akutpatienten als Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen behandeln. Bietet ein Arzt einem Akutpatienten ausschließlich einen Selbstzahler-Termin an, sieht die Kassenärztliche Vereinigung dieses Vorgehen als ein unzulässiges Abdrängen in die Privatbehandlung an. Notfallpatienten sind in der Selbstzahler-Sprechstunde also tabu.

Das IGeL-Schlupfloch

Wer sich als Arzt nicht direkt für einen kurzfristigen Termin bezahlen lassen möchte, nimmt nicht selten den Umweg über die Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Immer wieder berichten Patienten im Beschwerdeportal der Verbraucherzentrale davon, nur dann zeitnah behandelt zu werden, wenn sie eine Individuelle Gesundheitsleistung in Anspruch nehmen. „Hautkrebsscreening nur, wenn ich 50 Euro zahle. Ansonsten auf Kassenleistung erst einen Termin in 4 Monaten“, berichtet ein Patient. Oder: Ich wollte Anfang Juli einen Termin beim Augenarzt haben. Als gesetzlich Krankenversicherter wollte mir die Sprechstundenhilfe nur dann einen Termin geben, wenn ich eine kostenpflichtige erweiterte Augenuntersuchung in Anspruch nehmen würde. Da ich dies ablehnte, bekam ich keinen Termin mehr in diesem Jahr und für das nächste Jahr gäbe es noch keinen Kalender!

„Erstmal Bares“ gar nicht selten

Eine nicht repräsentative Stichprobe des ARD-Magazins FAKT ergab: 15 von 50 Facharztpraxen bieten schnellere Termine gegen Bezahlung an. Drei der Praxen wiesen sogar selbständig bei der Terminvergabe auf das Prozedere hin. Wer als Patient über die gesetzlichen Kassenleistungen hinaus und vor allem schneller behandelt werden möchte, muss dafür bezahlen.

Kassensprechstunden müssen Vertragsärzte nur an 20 Stunden pro Woche anbieten. Den Rest können Ärzte den besser zahlenden Privatpatienten oder Selbstzahlern anbieten. Doch sind Komfortsprechstunden fair? Oder bessern hier Ärzte ihre Kassen auf Kosten der gesetzlich Versicherten auf, die bei einer Ausweitung der Selbstzahler-Sprechstunden noch länger auf einen Termin warten müssen?

Ohne Selbstzahler am Rande der Belastbarkeit

DocCheck sprach mit einem Facharzt für Allgemeinmedizin, der auf Selbstzahler- und Privat-Sprechstunden verzichtet. Auch schnellere Termine für Privatversicherte oder Selbstzahler gibt es bei ihm nicht. „Damit habe ich schon so manchen Privatpatienten verärgert“, berichtet Dr. Ufuk Balimuhac. Der türkischstämmige Arzt betreibt eine Praxis in Berlin-Kreuzberg, wo nur wenige Privatpatienten ansässig sind. „Ich habe Verständnis für die Kollegen, die Selbstzahler-Sprechstunden anbieten“, sagt er. Bei Fallpauschalen von um die 35,- Euro pro Patient und Quartal könne er die Praxis nur mit vielen Überstunden einigermaßen wirtschaftlich führen. Das sei kräftezehrend und bringe ihn oft an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Schwankende Regelleistungsvolumina bereiten Dr. Balimuhac zudem immer wieder Kopfschmerzen, „denn finanzielle Sicherheit sieht anders aus“.

„Ohne Zweifel“, sagt er, „Selbstzahler-Sprechstunden schonen die Nerven, den Geldbeutel und letztendlich die eigene Gesundheit.“ Ob diese Art der Praxisführung moralisch korrekt sei, darüber könne man streiten.

Politik greift ein

Auch das Bundesministerium für Gesundheit ist inzwischen auf die Missstände in der Versorgung gesetzlich Versicherter aufmerksam geworden. Das neue Versorgungsstärkungsgesetz, das am 23. Juli 2015 in seinen wesentlichen Teilen in Kraft getreten ist, soll nun Abhilfe schaffen: Die kassenärztlichen Vereinigungen bekämen mehr Befugnisse, um zu überwachen, „ob Vertragsärzte [ihren] […] Versorgungsauftrag tatsächlich erfüllen“. Ob das allerdings die Wurzel allen Übels ist, bleibt fraglich.

102 Wertungen (4.4 ø)

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51 Kommentare:

Kristina Stix
Kristina Stix

Vielen Dank für Ihr Kommentar , Frau Dr. Kirsch! (#36)

#51 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Sehr geehrter Herr Herbert Kruchten. Danke für ihre Darstellung. Diese trifft zu 100 % zu.
An Gast Versicherungsmakler und andere Polemiker. Sie haben nicht Recht.
Die größten Betrüger im System sind die Krankenkassen. Wissentlich halten Sie den Leistungsbringern im Gesundheitswesen ein angemessenes Honorar vor zur eigenen Wettbewerbsverbesserung und Verbesserung des Einkommens ihrer Vorstände (obwohl die GKV öffentlich-rechtlichen Status hat), in der Regel Ex- Parteipolitiker. Deren Gehalt beträgt etwas das 3-4 fache eines Leitenden Arztes und ist höher als das der Bundeskanzlerin. Auch die Mitarbeiter der gesetzlichen Krankenkassen haben einen nicht immer leichten Job, aber ein Tarifgehalt das das einer medizinischen Fachangestellten etwa um 60-80 % übertrifft.
Die 2. Schuldigen am maroden Finanzierungssystem sind die GKV Patienten die sich unwissend stellen und noch nicht einmal ein minimale Ahnung haben was bei der Sozialwahl eigentlich entschieden wird und woher das Geld für ihre Behandlungen kommt. Und das alles auch nicht wissen wollen, obwohl sie die Leistungsbesteller sind.
Die 3. Schuldigen sind Politiker die seit Jahrzehnten der Bevölkerung die Unwahrheit sagen um wiedergewählt zu werden und konsequent keine Lösungen erarbeiten. Die schlimmsten Lügenbarone sind die Gesundheitsminister: Norbert Blüm (unsere Renten sind sischer), Horst Seehofer, Renate Schmidt und andere.
Und als 4. ja wir Ärzte die lieber ohne angemessene Vergütung Patienten bis zum abwinken behandeln, uns absolut sinnlose Bürokratie aufhalsen lassen und mehr oder weniger sinnvolle Wege suchen unsere Praxen trotzdem wirtschaftlich zum Erfolg zu führen. Aber wir betrügen lange nicht so viel wie Versicherungsmakler die völlig am Bedarf vorbei Versicherungen verkaufen wo die Beste Provision winkt lieber anonymer Gast. Aber natürlich loten wir die Grenzen des machbaren aus sowohl bei GKV und Privatabrechnungen. Zum guten Teil aus Verärgerung über die vielen ungerechtfertigten Streichungen von erbrachtem Leistungen und den permanenten Leistungsmissbrauch von Versicherten zum Beispiel um Nacht – und Wochenenddienst. Besser wäre ein faires Leistungs- und Vergütungssystem. Ich glaube auch am Ende günstiger. Aber so wie unten beschrieben geht kein Weg dran vorbei das die Patienten ihre Rechnungen selbst bezahlen müssen und sich dann mit ihren Kassen um die Erstattung streiten. Dorthin gehört der Streit um notwendig oder nicht. Nicht in die Praxen. Die Ärzteschaft muss die Kollektivverträge kündigen und zwar gemeinsam. Das herausgehen einzelner in Privatpraxen und Rückgabe der Kassenzulassung ist keine Lösung. Es gibt einfach zu viele Menschen die sich die Behandlung in Selbstzahlerpraxen nicht leisten können. Nicht vergessen ein Medizinstudium kostet den Staat ca. 100.000 €. Als Gegenleistung hat man auch eine soziale Verantwortung. Allerdings ohne sich ausnutzen zu lassen.

#50 |
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Gast
Gast

Es scheint als haben alle Dienstleister im Gesundheitsbereich die gleichen Probleme mit den gesetzlichen Krankenkassen: Schlechte Vergütung, Leistungen werden nicht bezahlt usw.

Die GKV muss dringend transparenter gemacht werden und das ganze System überprüft.
Es kann nicht sein, dass im ganzen Land Arztpraxen und Apotheken schließen und Medikamente nicht lieferbar sind, da sie ins Ausland verkauft werden, weil sie in Deutschland (dank GKV-Rabatten) so billig sind.
Während dessen steigen Kassenbeiträge ins unermessliche und die lokalen Kassenvorstände verdienen mehr als die Bundeskanzlerin. Die Verwaltungskosten der KK sind in Deutschland so hoch wie nirgendwo sonst.

Aber dafür zahlen die Kassen Gesundheitsapps und -tools und unterhalten Massagezelte auf Festivals (Barmer) um Kunden zu werben. Und Firmenvorstände werden zu “Veranstaltungen” in 5*-Hotels geladen um die Belegschaft als Kunden zu gewinnen.

#49 |
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Gast #47
Gast #47

Sorry, stimmt so nicht: “Die Heilbehandlung bezahlt auch die gegnerische Versicherung und holt sich die Auslagen von Ihrer Krankenversicherung zurück.”

Andersrum wird ein Schuh draus: “Die Krankenkasse bezahlt die Arztkosten und holt sich diese von der gegnerischen Versicherung zurück.”

#48 |
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Gast
Gast

@ Dr. Boxberger
Bei bleibenden Schäden bezahlt Ihre Unfallversicherung und die gegnerische Versicherung. Die Heilbehandlung bezahlt auch die gegnerische Versicherung und holt sich die Auslagen von Ihrer Krankenversicherung zurück. Ich empfehle dringend die Hinzuziehung eines Anwaltes (sofern unschuldig – zahlt auch den die gegnerische Versicherung). Versicherungen sind beim “Abwimmeln” von Ansprüchen genauso forsch, wie Ärzte bei teuren Behandlungen, welche Ihr Budget belasten könnten.

#47 |
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@44 Maria Muñoz
“…Limit nicht überschreiten darf, weil er sonst in Regreß genommen wird…”

Ende 2014 erlitt ich (Kassenpatient) durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall einen Bruch des Schultergelenks. Die Physiotherapie musste ich aus dem gleichen Grund im März beenden, und das in einem Stadium, in dem die Rückdrehung des Armes noch gar nicht möglich war. Der behandelnde Facharzt (Chirurgische Praxis) meinte, das dauere zu lang und koste zu viel. Abgesehen davon, dass man sich die Kosten von der gegnerischen Versicherung sicher zurückholen könnte, fühle ich mich ziemlich alleingelassen. Seither mache ich die Übungen selbst, aber der Arm ist immer noch nicht voll belastbar. Ich frage mich: wer kommt eigentlich bei bleibenden Folgeschäden auf?

#46 |
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Heilpraktikerin

Ich wünsche mir für alle dass es sich etwas ändert. Ich habe bei zwei Niedergelassenen Ärzten gearbeitet, die beste Läute, Ärzte mit der Berufung. Keiner von denen war reich, definitiv nicht. Beide haben sowohl Privaten als auch gesetzlichen versicherten Patienten gleich gut behandelt. Ich weiß genau wie schwehr es ist, das zu leisten, Mann muss schon über eigenen Kopf springen können.

Kann man gegen das System vom Gericht ziehen? Als Dienstleister sind wir Verpflichtet nach besten Wissen und Gewissen zu arbeiten, darf das System uns daran hindern?

In meiner Fantasie-Welt sehe ich mehrere Krankenkassen, eine pro Bundesland.

#45 |
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Heilpraktikerin

Manchmal klingt die Gegenüberstellung von gesetzlich Versicherten und privat Versicherten so, als seien die gesetzlich Versicherten irgendwelche Schmarotzer, die sich auf Kosten der Solidargemeinschaft durchmogeln wollen. Fakt ist, die Beiträge, die gesetzlich Versicherte zahlen, sind oft höher (vor allem in jungen Jahren) als die privat Versicherter.
Was mich an diesem System maßlos ärgert, ist, dass die gesetzlich Versicherten keinen Schimmer haben, was die an Ihnen erbrachte Leistung kostet. Insgesamt wird der Bürger komplett entmündigt. Es fragt uns auch niemand, ob wir mit dem Umgang des von uns zwangsweise entrichteten Beitrags einverstanden sind. Eine private Versicherung MUSS wirtschaftlich arbeiten wie jedes andere Unternehmen auch. Und als normaler Bürger möchte ich immer, dass eine für mich erbrachte Leistung auch angemessen entgolten wird. Warum ist das nicht auch beim Arzt möglich und auch beim gesetzlich Versicherten?
Jeder Handwerker erstellt ein Angebot und der Kunde hat eine Grundlage, auf der er sich für oder gegen eine Leistung entscheiden kann.
Es ist ein Unding, dass ein Arzt am Abend nicht weiß, was er heute verdient hat. Jeder normale andere Mensch weiß das!
Wenn ich aber nach über dreißig Jahren Pflichtmitgliedschaft, in denen ich nie etwas von irgend jemandem wollte, zu einem Orthopäden gehe, damit er mir ein Rezept für Krankengymnastik für meine massiven Nackenprobleme ausstellt (d.h., ich suche fachliche Unterstützung bei der selbständigen Lösung des Problems), und er tut es nicht, sondern hält mir einen Vortrag darüber, dass er sein Limit nicht überschreiten darf, weil er sonst in Regreß genommen wird (was im schlimmsten Fall den Bankrott der Praxis bedeuten kann), dann ist definitiv etwas nicht in Ordnung! Habe mich dann in der Not zur IGeL-Leistung Taping und Quaddeln entschieden, aber ehrlich gesagt bin ich ziemlich empört darüber, dass ich jetzt, wenn ich mal wirklich was benötige, nichts für meine langjährig geleisteten Beiträge bekomme, weil sonst einem anderen Probleme dadurch entstehen. Ich gehe doch nicht aus Spaß zum Arzt!
So etwas nenne ich billigste Abzocke in alle Richtungen – und zwar von Seiten des Staates aus. Unverschämt.
Ich schließe mich deshalb den Ausführungen von Frau Dr. Margareta Kirsch an!

#44 |
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Reinhard Schrüfer
Reinhard Schrüfer

Mein Hautarzt wollte mir auch eine Kontrolluntersuchung nach Malignem Melanom als kostenpflichtig verkaufen– jetzt kann er sich selbst behandeln- mich jedenfalls nicht mehr – und das als angeblicher OA am Klinikum. Tja man muss sehen wo man bleibt.
Aber ruhig Blut – nicht nur die Ärzte werden gieriger- die ganze Gesellschaft…….

#43 |
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Lieber Herr Kruchten,

Selbstverständlich werde ich Sie namentlich nennen. Gerne sogar, da es hierdurch es hierdurch objektiver und nachvollziehbarer wird. Und vielen Dank für diese klare Darstellung und die eindringlichen Formulierungen. Weniger Emotion, dafür umso gewichtiger.

#42 |
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Herbert Kruchten
Herbert Kruchten

@ Jörg Manuel Schröder

Lieber Herr Schröder,
gerne erteile ich Ihnen die Freigabe zur Übernahme meines hier veröffentlichten Kommentars in Ihre Home-Page. Für die Nennung meines Namens in Verbindung mit dem Text wäre ich Ihnen dankbar.

#41 |
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Dr.med.B.Bauer

Liest man die Kommentare wird eines klar, in Deutschland fehlt es eindeutig am logischen zusammenhängenden Denken und am Veränderungswillen von Mißständen.
Das rein formaljuristische Abarbeiten von, seit Jahren nicht mehr der Realität und notwendigen Funktionalität entsprechenden Gesetzen wird zu keiner zukunftsfähigen Lösung führen. Unser Gesundheits”un”wesen gehört schon lange in den “Rundordner ” der Geschichte, doch leider haben die Leute die Strukturhoheit und die Macht , die finanziell am meisten von den Mißständen profitieren.
Diese sinnlosen Terminservicestellen sind doch nur ein weiteres Zeichen der Hilflosigkeit unserer Politiker.
Das derzeitige ,strukturell zersplitterte und bürokratisch überfrachtete ,zusätzlich mit vielen finanziellen Trittbrettfahrern behaftete System ist m.E.gar nicht sinnvoll zu reformieren. Es braucht grundsätzliche Entscheidungen für ein Gesundheitssystem für Deutschland. Soll es nun ein wirklich solidarisches sein, oder sollen mit Pflichtbeiträgen Dividende von Aktiengesellschaften und Vorstandsetagen finanziert werden.
Wenn nicht alle derzeitig beteiligten Akteure im Gesundheitswesen auf den Prüfstand gestellt werden ,wird sich nichts sinnvolles ändern.Ich erkenne auch gar nicht den politischen Willen hier endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, dazu gibt es viel zu viele Beteiligte, die finanziell aus den derzeitigen Strukturen Vorteile ziehen. Auch ist es einem nicht im System Involvierten nicht möglich die vielen Widersprüche zu erkennen. Die Politik versteckt sich hinter der ärztlichen Selbstverwaltung, die übrigens seit Jahren nicht funktioniert und ist so zu dem offensichtlichen Schluß gekommen, dass die vielen Krankenkassen das wichtigste im System sind.
Solange nicht die Einsicht gereift ist, dass der Patient die Hauptperson im System sein sollte und das Arzt-Patientenverhältnis das eigentlich ergebnis-und qualitätssichernde System darstellt und nicht die “Monetik” nach rein wirtschaftlichen Kriterien wird der drohende Ärztemangel und die schlechter werdende gesundheitliche Betreuung unserer Bürgerinnen und Bürger nicht aufzuhalten sein, da nützen auch nicht die selbstbeweihräuchernden Sonntagreden unserer Politiker .
M.f.G. B.Bauer

#40 |
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@Gast 38
Nein, leider nicht. Auch wenn man den Termin bereits vereinbart hatte und der Patient ohne abzusagen nicht erscheint. Kommt leider immer häufiger vor…

#39 |
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Gast
Gast

@Frau Nothhelfer:
die 35 Euro gibt es auch, wenn der Patient nicht kommt?

#38 |
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Petra Sybille Nothhelfer
Petra Sybille Nothhelfer

Wenn wir in Deutschland eine Rechnung wie in der Schweiz stellen würden, bräuchten wir diese Diskussion nicht. Dort wird ein dringender Notfall mit 65 sfr zur normalen Rechnung dazu noch kurzfristig behandelt. In Deutschland soll aber alles all-inclusive für 35 Euro in 3 Monaten entlohnt sein. Dafür kommt kein Handwerker auch nur angefahren. Freiberufler entscheiden normalerweiuse eigenständig und nicht fremdbestimmt unter Zwang. Das neue Versorgungsstärkungsgesetz beseitigt nicht das grundlegende Übel- Leider können wir Ärzte ja auch nicht mal anständig streiken. Dienstleistung und höchstes know-how sind nicht zum Discountertiefpreis zu bekommen.
P.S. Nothhelfer

#37 |
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Dr. med Margareta Kirsch
Dr. med Margareta Kirsch

Diese Frage sei gestattet: Warum gibt es ein ähnlich undurchschaubares Medizin-Sytem nirgendwo sonst auf der Welt?
Ich bin Ärztin und lebe an der Grenze zu Luxemburg. Zweimal in der Woche arbeite ich dort, an den anderen Tagen in Deutschland. Die Unterschiede dieser zwei Systeme sind eklatant!
Die Beiträge der Patienten (ALLER, es gibt nur eine Kasse für alle!) belaufen sich nicht einmal auf die Hälfte der Kassenbeiträge in Deutschland! Die Patienten sind aber gleich gut versorgt. Und trotzdem geht es mir finanziell in Luxemburg wesentlich besser! Warum?
Der Patient erhält nach der Behandlung eine Rechnung, die er meistens sofort begleicht. Dabei kann er genau überprüfen, was abgerechnet wurde, Betrug ist also nicht möglich. Der Patient erhält bei Vorlage der quittierten Rechnung zwischen 90 und 100 % sofort von der Kasse erstattet. Ich erhalte also mein Geld für meine Leistung direkt, nicht ein budgetiertes und von Kürzung bedrohtes Honorar nach 6 oder gar 9 Monaten.
Bei Medikamentenverordnung laufe ich nicht Gefahr, in Regress genommen zu werden, denn es existiert eine Positivliste. Medikamente werden den Patienten, je nach Gefährlichkeit der Erkrankung zu 100, 80 oder 40 % erstattet. Diese Diskussion muss ICH nicht führen. Die MWSt liegt bei Medikamenten übrigens nicht bei 19 %, sonder nur bei 3 %, der Staat bereichert sich also nicht an der Krankheit seiner Bürger. Die Medikamente sind auch deutlich billiger, als in Deutschland.
Außerdem ist der Aufwand für Dokumentation und Bürokratie sehr viel geringer. Und so etwas wie das permanente und medial beliebte Ärzte-Bashing findet ebenfalls nicht statt.
Warum geht das nicht in Deutschland? Meiner Überzeugung nach werden sich all diese Beschäftigten bei den vielen Kassen, bei den KVen, bei den anderen Instanzen, die uns mit Bürokratie und Regulierungen überziehen, wohl kaum den Arbeitsplatz wegrationalisieren lassen, Leute, die mit der Behandlung von Kranken rein gar nichts zu tun haben, sich aber teilweise fürstlich alimentieren lassen. Und ja, auch einige Ärzte, die das intransparente Abrechnungswesen zu nutzen wissen, werden wohl das klare und offen Arzt-Patienten-Verhältnis eher scheuen.

#36 |
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Gast
Gast

Kassenversicherte

Gast 32: Vielen Dank für den Kommentar. Die Facharzt-Gemeinschaftspraxis, die ich neulich aufsuchte, hat inzwischen nach neuestem Design Rezeption und Wartebereich modernisiert – sieht nicht nach finanziellem “Aus dem letzten Loch pfeifen “aus…
Eine naive Frage: Muss ich mich als Kassenpatientin langsam anfangen zu schämen, wenn ich die Sprechstunde zwecks gesundheitlichem Rat aufsuche und gleichzeitig weiß, dass ich ( finanziell) nur wohlgelitten bin ?

#35 |
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Gast
Gast

Lieber Gast Nr.32

Man könnte genausogut sagen “Patienten jammern immer nur” und damit wäre ebenso wie bei der Aussage “Ärzte jammern immer nur” nichts anderes geschehen als eine völlig an den Haaren herbeigezogene Verallgemeinerung. Nur weil ihre Ärztin einen neuen Mercedes fährt sagt das noch lange nichts darüber aus ob sie für ihre Arbeit auch verhältnismässig anständig bezahlt wird (vielleicht hat sie das Auto ja geleast oder ihre gesamten Ersparnisse dafür aufgewendet oder hat geerbt oder im Lotto gewonnen oder ihr Mann hat das Auto bezahlt und der ist im Vorstand einer erfolgreichen Firma mit rücksichtsloser Gewinnmaximierung wie z.B einer Krankenkasse oder oder oder)
Ich bin selbst Ärztin und muss auch auf einen Termin zur alljährlichen Vorsorgeuntersuchung bei meiner Gynäkologin 3,5 Monate warten… Na und? Wird diese Wartezeit für mich irgendwelche gesundheitlichen Probleme verursachen? Wohl kaum!

Solange Leute bei denen es sich nicht um einen Notfall handelt sich auch gedulden können und Menschen die einen Termin vereinbart haben zu diesem auch pünktlich erscheinen ist der Ablauf in vielen Arztpraxen die ich kenne so gut organisisert dass theoretisch jeder seinen Bedürfnissen entsprechend behandelt werden könnte. Und auch kurzfristige Notfalltermine bei Akutproblemen wären in den meisten Praxen die ich kenne durchaus gut zu bekommen.

Das Problem ist das manche Menschen keine Ahnung haben was ein akuter Notfall ist und was nicht. Wenn z.B. jemand der seit 6 Monaten an Rückenschmerzen leidet und deswegen bisher noch nicht ein einziges mal beim Arzt war plötzlich einen “dringenden” Termin braucht, weil er “sich mal anschauen lassen möchte” und am Freitag vormittag in der Praxis anruft und dann keinerlei Verständnis aufbringt dass es diese Woche keinen freien Termin mehr gibt ist das “Gejammer” auch immer ganz besonders groß. Ich treffe solche Patienten dann regelmäßig am Sonntag nachmittag in der Notaufnahme und fragen sie nicht wie wütend die werden können wenn man nach 2-3 Stunden Wartezeit dann die alte Dame mit dem schmerzverzerrten Gesicht und der gebrochenen Hüfte zuerst untersucht…

Natürlich kann man sagen dass es “vielen Ärzten gut zu gehen scheint”, aber einfach nur das durchschnittliche Einkommen aller Ärzte mit dem anderer Berufsgruppen zu vergleichen ist etwas zu verallgemeinernd und kurzsichtig. Ein Assistenzarzt im ersten Ausbildungsjahr der in der Notaufnahme Schichtdienst verrichtet arbeitet ganz anders und verdient auch anders als z.B. ein Amtsarzt kurz vor der Pensionierung. Ein niedergelassenener Allgemeinmediziener der zusätzlich zu seinen Praxissprechzeiten auch noch als Notarzt fährt oder KVB-Bereitschaftdienst macht kommt auch auf ein ganz anderes Leistungs-/Einkommensverhältnis als z.B. der Chefarzt einer Privatklinik.
(Komischerweise beschwert sich selten jemand darüber wenn er beim Osteopathen oder beim Heilpraktiker 4-6 Wochen auf einen Termin warten muss und ich kenne da einige sehr zufriedene Patienten)

#34 |
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Bravo Herbert Kruchten, ich wünschte der Hartmann Bund würde einmal so sprechen

#33 |
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Gast
Gast

Ärzte jammern immer nur – und das auf sehr hohem Niveau. Ich selbst habe schon oft erlebt, dass ich keinen Termin als Kassenpatient bekomme. Ruft mein Vater als Privatpatient an, kann er am nächsten Tag kommen. Ich hingegen sollte 4 Monate warten – oder als Selbstzahler kommen. Meine Hausärztin fährt einen neuen Mercedes SUV und überhaupt scheint es Ärzten sehr gut zu gehen; jedenfalls die, die ich kenne! Ärzte haben das Patientenwohl minimiert und das Einkommen maximiert. Dabei rechtfertigen sie dies durch die Politik, die Ärzte angeblich so bevormundet und dafür verantwortlich sein soll, dass sie nur noch an das Geld denken. Warum organisieren sich Ärzte dann nicht öffentlich gegen diese Politik? Viel logischer scheint mir die Erklärung, dass die Privatisierung der ärztlichen Leistungen ganz im Sinne der Ärzte ist! Anderes erzählen sie bitte Ihrer Großmutter.

#32 |
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Ich möchte noch einmal auf den Artikel von Herrn Herbert Kruchten verweisen. Seine Ausführungen sagen einfach alles und bringen damit auch alles auf den Punkt. Die Lügen, die absolut falschen Vorstellungen und das Dilemma der vertragsärztlichen Arbeit. Und auch eine Wette Kollegein hat es sehr richtig auf den Punkt gebracht. Lasst und doch den Vertrag an die Krankenkassen zurück geben.

P.S.
Lieber Herr Kruchten, ich würde sehr gerne Ihre Ausführungen auf meiner Internetseite veröffentlichen. Ich hoffe, Sie haben keine Einwände. Aber es erklärt so vortrefflich die Situation. Und diese kann sich dann jeder Interessierte Patient von mir in einer ruhigen Minute anschaulich und verständlich durchlesen.

#31 |
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Was ein Schwachsinn. Es ist faktisch unmöglich von Kassen-Patienten zu leben. Nicht nur sind es bei mir lächerliche 23€/Patient und Quartal. Ich könnte nicht einmal die Kosten der Praxis mit Miete und Gehälter für Angestellte bezahlen, gäbe es nicht Privatpatienten und IGeL. Keine Chance. Aber es ist eben die politische Absicht, die medizinische Versorgung in Deutschland abzuschaffen. Nur stört es niemanden. Am allerwenigsten den Patienten, der die Klischees dankend aufnimmt und diese genüsslich auskostet und uns damit sogar denunzieren kann. Der Niedergelassene Arzt wird gerade abgeschafft. Ganz einfach, indem man ihn nicht bezahlt und damit jedwedes Arbeiten unmöglich macht. Es kommt ja nicht von Ungefähr, dass Kliniken mittlerweile Kassensitze/Arztpraxen erwerben dürfen. Aber auch Krankenhäuser werden sukzessive abgeschafft. Angeblich im Rahmen einer Qualitätsoffensive. Warum begreift das nur keiner? Diese Gesellschaft leistet sich keine Medizin mehr. Genauso wenig wie Kultur oder Bildung. Lasst uns doch einfach mal gemeinsam nicht mehr arbeiten. Für ein paar Wochen und bis genügend Menschen und ein paar politische Gallionsfiguren das Zeitliche gesegnet haben. Vielleicht erkennt man dann den Wert unserer Arbeit. Aber leider kennen wir ja untereinander keine Solidarität und neigen zum gleichen sentimental pseudo-moralischen Geschwätze mit welchem man uns immer wieder zum Schweigen und zur Selbstkasteiung bringt.

#30 |
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Gast
Gast

Da ist das System faul und hier haben viele nichts Besseres zu tun als die GKV gegen die PKV und umgekehrt in Stellung zu bringen. Und dass die Behandlung der Flüchtlinge nicht zum Nulltarif zu haben ist, das ist doch logisch. Und wenn jetzt schon der Finanzrahmen knapp ist, wird er in Zukunft noch knapper!

#29 |
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Zahnarzt Burkhard Wittje
Zahnarzt Burkhard Wittje

Hallo
Ist schon mal jemand von allen schlauen Planwirschaftsdenkern auf die Idee gekommen, dass da was faul im System ist. Ärzte müssen ihr Honorar frei erwirtschaften (fragt mal die Banken nach weißen Konkursen), gleichzeitig aber alle Planvorgaben einhalten. Hausbesitzer in der eh. DDR bekamen auch die Miete und die Instandhaltung vorgeschrieben, sonst “können sie ja verkaufen”.
Helfen wollen ja – gleichzeitig die Finanzierung drohend sehen …
Kritiker sollen mal auf die Parkplätze von Ärzte- oder Zahnärztefortbildungen gehen. Die Zeiten von alle mit Porsche sind seit vielen Jahren vorbei, aber es ist ja so plakativ. Nicht wundern, wenn selbst bei Regierungsmitgliedern Einkommen und Umsatz verwechselt wird. Die Hintergründe kann man alle in der Geschichte der Wirtschaftswissenschaften oder auch bei Marx nachlesen.
Mal sehen, wer sich noch vor den Karren der aktuellen Propaganda stellen läßt !

#28 |
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Heilpraktikerin

Ich wäre warscheinlich nie in der Lage das medizinstudium v.a. In Deutschland zu absolvieren. Ich weiß es nich ob es noch etwas mehr komplexes als das ist. Mann muss schon sehr fleißig und seh intelligent sein um ein Arzt zu werden. Später kommt noch die diese große Verantwortung dazu. die Entlohnung muss auf jeden Fall Stimmen, Geld, oder Respekt, was wem passt, dann werden auch keine schwarze scharfe entstehen. Ich wünsche mir, das die Ärzte sich nur mit den Kranken beschäftigen und nicht mit den Zahlen. Bei uns waren die Ärzte in Polikliniken und Krankenhäusern angestellt. Es gab dann aber auch da Schattenseiten. Gibt es einen Mittelweg?

#27 |
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Dr. med. Britta Fordran
Dr. med. Britta Fordran

“Kassensprechstunden müssen Vertragsärzte nur an 20 Stunden pro Woche anbieten. Den Rest können Ärzte den besser zahlenden Privatpatienten oder Selbstzahlern anbieten. Doch sind Komfortsprechstunden fair? Oder bessern hier Ärzte ihre Kassen auf Kosten der gesetzlich Versicherten auf, die bei einer Ausweitung der Selbstzahler-Sprechstunden noch länger auf einen Termin warten müssen?”
Sind 10,70 Euro Quartalsfallwert für einen Facharzt fair? (Incl. wirtschaftliches und forensisches Risiko) Sind KV-Terminvergabestellen fair, wo eine Terminvergabe hochgerechnet mehr als 55 Euro kostet?
Wer als Kassenarzt mehr als die 20 Pflichtstunden ableistet, steuert auf den wirtschaftlichen und persönlichen knock out zu. Schlimm genug, wenn die Privatsprechstunde die Kassensprechstunde quersubventioniert. (Börsennotierte Gesundheitsunternehmen würden nichtkostendeckende Bereiche outsourcen und somit ihren wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der Einzelpraxis ausbauen.)
Besser ist, die Zulassung als Vertragsarzt in einem System, in dem die “Verträge” dauernd zu Lasten eine Vertragspartners geändert werden, zurückzugeben.

#26 |
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Hebamme

Häää, sind “die Flüchtlinge” nun an allem schuld?
Wie blöd kann frau sein?

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Heilpraktikerin

Als ich den Beitrag meiner “Kollegin” Behrens gelesen hatte traute ich meinen Augen kaum und mein Magen drehte sich um! Ich kenne die Dame nicht, dennoch ist es mir wichtig mich als Heilpraktikerin von duemmstem rechtslastigem Blödsinn zu distanzieren!

#24 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Werter anonymer Gast,
auch Ihnen eine letzte Antwort: Schwarze Schafe, egal ob bei Automechanikern, bei Bäckern, bei Versicherungsmaklern (oh, was wurde mir als Studentin angedreht…!) oder Ärzten hat es immer schon gegeben und wird es immer geben. Eine Ausbildung/Studium ändert nur das Fachwissen, nicht den Charakter. Zum Glück gibt es aber auch andere Menschen, die helfen wollen und wohlwissend in einen anstrengenden, nicht adäquat honorierten Beruf reingehen, weil sie etwas bewirken wollen. Und zum Glück gibt es auch Menschen mit Rückgrat, die, statt anonym verallgemeinerd zu verunglimpfen- offen und konstruktiv gemeimsam nach Lösungen suchen. Und jede Lösung fängt bei sich selbst an.

#23 |
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Dr. E. Makker
Dr. E. Makker

Man will gleichzteitig Praxen schließen um Kosten zu sparen, möchte aber Wartezeiten verbieten.
Das Meckern gegen Privatpatienten entspricht dem Wunsch, einen Merzedes für den Preis eines Fiat 600 zu bekommen.

#22 |
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Dr. Bernd Kochanowski
Dr. Bernd Kochanowski

“Aber vielleicht liegt das Problem darin das unser System auf Grund der Flüchtlinge überfordert ist.”

Ich hätte geschworen, dass Sie ein Troll sind, ab LinkedIn hat mich eines Besseren belehrt: Es gibt Sie wirklich.

Nun denn: Nehmen Sie zur meine Verachtung für Ihr rechtspopulistisches Gequacke zur Kenntnis.

PS. Ihre “These” ist offensichtlich falsch. Flüchtlinge im derzeitigen Ausmaß sind erst seit kurzer Zeit ein Thema, die Finanzierung des Gesundheitssystems (und die damit einher gehende Bezahlung kassenärztlicher Leistungen/Finanzierung der Krankenhäuser) dagegen ist seit mindestens 20 Jahre eines.

#21 |
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Dr. E. Makker
Dr. E. Makker

Es ist nach wie vor FALSCH und Polemik, liebe Frau Sonja Schnitzer, dass Äerzte irgend etwas “auf Kosten der GKV” oder ihrer Versicherten machen,
sondern es ist eindeutig UMGEKEHRT,
die Privatpatienten finanzieren einen Teil der GKV-Lasten mit.
Auch im Krankenhaus!
Die GKV schöpft hier Erlöse aus der PKV mit ab, das ist eigentlich gesetzwidrig.

#20 |
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Gast
Gast

Um Ihnen, Frau Dr. Bihlmaier ein letztes mal zu antworten: Ich arbeite in einem Bereich, in dem ich nicht nur privat (durch eine lebensbedrohliche Erkrankung), sondern auch beruflich (als Versicherungsmakler) sehr viel mit der Problematik der kleineren und größeren Abrechnungsbetrügereien von Ärzten zu tun habe.
Bei der Beantragung einer Personenversicherung, sei es eine Kranken, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung gehört der jetzige Gesundheitszustand meines Kunden zum Antrag hinzu. In den letzten Jahren wird es nahezu unmöglich, einen gesetzlich Versicherten zu versichern. Immer dann, wenn eine Arztanfrage notwendig wird, tauchen bei immer mehr Kunden Krankheiten auf, von denen diese nichts gewusst haben. Ein gesetzlich Versicherter weiß ja gar nicht, was der Arzt bei Ihm abrechnet, welche Krankheiten diagnostiziert werden und als Behandlungen abgerechnet werden. Immer öfter kommt es vor, dass Leistungen im Schadensfall versagt werden müssen, weil ein Arzt irgendwann ein Leiden diagnostiziert und ABGERECHNET hat, was gar nicht vorhanden war und bei meinen Kunden nur ungläubiges Staunen verursacht. Jetzt kann man/n natürlich alles auf den Patienten schieben, dieser hätte die Unwahrheit gesagt, Vorerkrankungen verschwiegen usw. Dies mag in Einzelfällen auch zutreffen, was ich in vertraulichen Gesprächen mit Arzthelferinnen erfahren musste, spricht eine ganz andere Sprache.
Sie haben 6 Jahre ohne Lohn studiert. Na und? Das haben noch ganz andere Berufsgruppen. Ich hatte vorher schon geschrieben, wenn der Beruf des Handwerkers so viel besser sein soll, wie der des Akademikers, warum tun sich Leute das immer wieder an? Warum auch Sie? Auch Sie hätten als Friseurin vom ersten Tag Ihrer Ausbildung an Geld verdient – noch nicht mal ein Abitur wäre dazu notwendig gewesen, Hauptschule reicht, noch mal 4 Jahre länger Geld verdient.
Was es bedeutet, in seiner Freizeit anderen Menschen ohne Bezahlung zu helfen weiß ich durch mehrere Jahrzehnte freiwilligem Dienst bei der Feuerwehr. Also erzählen Sie mir nichts von Wochenenddiensten und Blabla vom Notfall des “Komasäufers” – ich war einer von denen, die diese Leute nachts, bei Wind, Eis und strömenden Regen in Einzelteilen aus Ihren verunfallten Autos gezogen und geschnitten haben.

Meine Lebensgefährtin sollte beim Arzt eine für mich hinterlegte Krankmeldung abholen. Dieser Arzt fragte, im Vorbeigehen nach meinem Befinden. Das 1 Minutengespräch veranlasste meinen Doktor eine Abrechnung nach Ziffer 4 GOÄ – und nein, ich bin nicht im Koma, hilfsbedürftig oder geistig verarmt. Oder der Arzt, der mir die Ziffer 1 berechnet, obwohl ich ihn gar nicht gesehen habe und ich das Rezept an der Rezeption abgeholt habe. Die Ziffer 1 ist eine höchstpersönlich vom Arzt zu erbringende Leistung, die er nicht erbracht hat. Fragen Sie mal einen Juristen, wie das genannt wird, wenn einer eine Bezahlung verlangt, für eine Leistung, die wissentlich nicht erbracht wurde. Er hätte Ziffer 2 abrechnen können. Ich bin seit 1988 privat versichert. Noch nie, noch gar nie nicht hat ein Arzt die Ziffer 2 berechnet, immer nur die Ziffer 1 (auch wenn ich Ihn gar nicht gesehen habe) Der Unterschied ist irgendwas mit 5,– €. Nicht viel gelle – dann klauen Sie mal im Supermarkt was um 5,– €! Ist ja nicht so viel…
Aus meiner eigenen Erfahrung der letzten 2 Jahre könnte ich seitenweise weiter berichten und jeder, vom Assistenzarzt bis zum Professor schneidet dabei sehr bescheiden ab. (Mittlerweile ist mir fast jeder Assi lieber als ein Prof. – der Assi glaubt wenigstens noch an seine Ideale)
Unser Gesundheitssystem krankt, da gebe ich Ihnen recht. Dies rechtfertigt aber noch lange nicht die Selbstbedienungsmentalität mancher Doktoren zur Aufrechterhaltung Ihres Einkommens.
Für jemanden, der wenig Geld zur Verfügung hat, wird es in Zukunft immer schwerer werden, einen Termin und eine ehrliche Behandlung zu erhalten, wenn dieser Jemand nicht das Geld hat unsinnige und unnütze Igelleistungen oder Privatrechnungen als Eintrittskarten zur medizinisch notwendigen Behandlung zu bezahlen. So wird der Schwache immer schwächer und der Starke immer stärker. Früher war der Stand des Arztes ein hochangesehener Beruf. Leider werden es immer mehr schwarze Schafe und das Ansehen des Berufes befindet sich, zumindest für mich, im freien Fall.

#19 |
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Herbert Kruchten
Herbert Kruchten

Die Crux liegt doch darin, dass alle möglichen Berufenen und Unberufenen das Verhalten von Ärzten be- bzw. verurteilen, so gut wie niemand sich aber mit den Rahmenbedingungen und den unterschiedlichen Aspekten aller Beteiligten auseinandersetzt.

Im SGB V heißt es unter „§ 12 Wirtschaftlichkeitsgebot“ im Absatz 1: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“

Da Ärzte und Patienten „das Maß des Notwendigen“ völlig unterschiedlich beurteilen, muss es zwangsläufig zu differierenden moralischen Beurteilungen ärztlicher Handlungsweisen kommen. Die gesetzlichen Krankenkassen scheuen seit Jahr und Tag eine konkrete Definition des „Notwendigen“, weil damit die Mangelversorgung dokumentiert würde. Sie erwecken stets und gerne den Eindruck, als dürften und sollten Ärzte ihre GKV-Patienten entgegen der Gesetzeslage auf‘s Beste versorgen. In den meisten Fällen muss ein Arzt aber nicht sofort Zeit haben, er muss auch nicht für Gespräche oder Erklärungen zur Verfügung stehen, insbesondere muss er auch nicht auf Wünsche von Patienten eingehen. Streng genommen darf er das nicht einmal und GKV-Patienten dürfen es auch nicht von ihm verlangen, wie das Gesetz sagt. Das „Maß des Notwendigen“ würde bei objektiver Betrachtung dadurch meist überschritten und das ärztliche Handeln damit sozialrechtlich illegal. Zudem darf die Qualität der ärztlichen Leistung im GKV-Bereich nicht besser als der Schulnote 4 entsprechend sein und die billigsten Mittel und Maßnahmen sind zur Zielerreichung gerade gut genug. So hat der Vertragsarzt via KV seinen Vertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen geschlossen und nicht anders! Der einzelne Behandlungsvertrag kommt im Übrigen im GKV-Bereich nicht mit Patienten zu Stande, sondern mit deren Krankenkasse. Erwartungen hat daher nicht der Patient zu haben, sondern lediglich die Krankenkasse.

Erhebt ein Patient darüber hinaus Ansprüche gilt, dass ein Arzt grundsätzlich Leistungen nicht kostenlos anbieten darf. Dies verstößt gegen Berufs- und Wettbewerbsrecht. Will also ein Vertragsarzt seine Patienten besser als gerade ausreichend und unbedingt notwendig versorgen, wollen Patienten, dass er sich schnell um sie kümmert und mit ihnen gemeinsam, verständlich und effizient für ihre Gesundung und Gesunderhaltung sorgt, muss er Leistungen, welche das seitens des Gesetzgebers vorgeschriebene Maß für GKV-Patienten überschreiten, selbstverständlich nach GOÄ in Rechnung stellen. Er hat nicht nur das Recht dazu sondern ist dazu verpflichtet.

Es ist von dieser Gesellschaft und ihren Vertretern und Verwaltern scheinheilig und dreist, die auf Drängen der Kassen-Lobby erwirkte Gesetzeslage nun selbst zu negieren. Es steht auch einem Bundesminister für Gesundheit nicht zu den Eindruck zu erwecken, als könne er von Leistungserbringern kostenlos mehr verlangen, als der Gesetzgeber als Maximalleistung für seine GKV-Versicherten Bürger vorsieht. Wenn auch die Rechtsprechung bereits von Ärzten verlangt, dass sie notwendige Leistungen auch dann erbringen müssen, wenn sie wissen, dass es dafür keine Vergütung geben wird, also partielle Versklavung legalisiert, so ist solches doch nicht der Regelfall. Die Mehrzahl der GKV-Patienten erachtet Ärzte allerdings sehr wohl verpflichtet, in gleichem Sinne zu handeln. Obwohl sie es nicht verlangen dürfen, ja noch nicht einmal Behandlungsvertragspartner sind, erheben Patienten regelmäßig den Anspruch, dass Ärzte stets verfügbar zu sein und bestens für sie zu sorgen haben, dafür entrichteten sie ja schließlich so hohe Versicherungsbeiträge und ihr Anspruch sei ja damit bereits vorab ausgeglichen. Dem ist aber nicht so und so ist auch nicht die Gesetzeslage!

#18 |
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Dr. med. Wolfgang Jungmair
Dr. med. Wolfgang Jungmair

Würde die ärztliche Leistung angemessen bezahlt werden, käme man nicht auf solche Ideen. Wenn diese so viel Wert ist wie ein Abendessen beim Italiener ums Eck braucht man sich nicht zu wundern. Auf de Strecke bleibt der Patient.

#17 |
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Liebe Leute , wo bleibt denn hier der Hartmannbund ?

#16 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Werter Gast,
ich möchte Ihnen nochmals Rede und Antwort stehen. Wir sprechen nicht von Grundbedürfnissen, auch nicht von Hartz4: Arzt ist ein Akademikerberuf, für den ein Arzt 6 Jahre ohne Lohn studiert hat (womöglich dafür gejobbt, so wie ich), wo ein Handwerker bereits in der Ausbildung Geld verdient. Ich lese aus Ihren Worten, dass Sie nicht wirklich wissen, was ein normaler Arzt in einer normalen Praxis erwirtschaftet. Fakten helfen, sich sachlich auseinanderzusetzen. Sonst ist es Polemik, die keinem hilft, am wenigsten einem kranken Menschen in einer Notfallsituation. Was sagen Sie z.B. zum “Notfall” des Komasäufers? Wie gerecht ist es, sich die Birne voll zu saufen und dann wertvolle Kapazitäten dafür zu binden? Bitte bleiben Sie sachlich, zumindest solange Sie anonym mitdiskuttieren….

#15 |
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Dr. med.dent. Gerd Kruse
Dr. med.dent. Gerd Kruse

An alle, die sich hier aufregen!!

Das, was die GKV und die Politik hier mit der Budgettierung hier betreiben, heißt im normalen Geschäftsleben Insolvenzverschleppung und Betrug: Leistungen bestellen und nicht bezahlen, und auch noch im Vorhinein Wissen, daß man nicht zahlen kann!
Wird dort mit Haft bis zu drei Jahren bestraft.

#14 |
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F.w.
F.w.

Ich glaube ich lese nicht richtig, Claudia Behrens? Das System ist “aufgrund der Flüchtlinge” überfordert? Da haben Sie ja mal wieder fix einen Schuldigen aufgetan, einer muss ja schließlich den schwarzen Peter bekommen- im Zweifelsfall natürlich immer die, die sich nicht wehren können. Ist auch viel leichter, die Flüchtlinge anzuprangern als das System, das diese Auswüchse hervorbringt.

Das System krankt seit Jahren, die Art der Abrechnung, bei der sowohl Ärzte als auch Kliniken auf Kosten sitzenbleiben und viele Leistungen nicht bezahlt werden, krankt seit Jahren. Krankenhäuser gehen nicht pleite wegen der Flüchtlinge, sondern wegen der Abrechnungssysteme. Aus diesem Grund machen auch Arztpraxen, die sich nicht ausnehmen lassen wollen, zuweilen ab Überschreiten der lohnenswerten Patientenzahl Urlaub, was nicht gerade dazu beiträgt, schnellere Facharzttermine zu gewährleisten. Die meisten Ärzte machen das nicht, weil ihnen ihre Berufung und ihre Patienten am Herzen liegen- aber verstehen kann man es. Ob der Schornsteinfeger wohl noch bei Haushalt Nr. 369 ankäme, würde er nur für die ersten 100 Haushalte bezahlt, bei denen er fegt? Die ganze Abrechnung ist doch darauf ausgerichtet, Patienten zu verwalten, nicht zu behandeln. Die Pauschalen, dazu noch so niedrige, bringen viele Ärzte in echte Probleme und nicht umsonst ist es unattraktiv geworden, sich auf dem Land niederzulassen. Ja, ich habe auch keine Idee, wie eine bessere Lösung aussehen kann. Alle Leistungen zu vergüten war ja auch nicht der Renner, weil dann wieder zu leicht unnötige Leistungen verordnet werden könnten. Aber ich kann mir nciht vorstellen, dass es keinen Arzt und keinen Ökonomen gibt, der nicht schon einmal eine sinnvolle Lösung vorgestellt hat. Eine Umstrukturierung der Abrechnungsfragen ist dringend von Nöten, sonst fährt nämlich ein Land, das eine generell im Weltmaßstab sehr gute Gesundheitsversorgung hat, diese nämlich irgendwann gegen die Wand.

Und nein, die Flüchtlinge sind nicht daran schuld, die haben ja schon zu tun, schuld zu sein, dass Herr Griesgram keine Frau findet und Frau Kannnix keinen Arbeitsplatz.

#13 |
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“Die Selbstzahler-Sprechstunde ist wie ein Flug-Upgrade von Economy- auf Business-Class” – und wer fährt die Erste Klasse??? Was genau bedeutet “besser behandeln”???

#12 |
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Gast
Gast

Um mich nochmals zu melden: die einheitliche Meinung ist ja offensichtlich, dass es dem Handwerker, ja sogar dem Friseur besser zu gehen scheint, als dem Arzt. Es steht doch jedem frei sich seinen Beruf selbst zu wählen, auch ein Arzt kann, selbst im fortgeschrittenen Alter noch Friseur werden. Als Handwerker unterliegt man ja nicht mehr dieser furchtbaren Gebührenordnung, die einen nur gängelt und einer richtig fetten Rechnung im Wege steht. Ich kenne keinen Arzt (ausser er ist spiel- oder sonst irgendwie süchtig) der Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken oder Heizen vor nahezu unlösbare Probleme stellt. Aber, glauben Sie mir, es gibt genügend Handwerker, die sich Tag für Tag darüber Gedanken machen müssen. Wissen Sie, wie viel Angebote, Besichtigungen und Kundengespräche ein Handwerker führt, für das er KEIN Geld erhält? Ärzte jammern auf einem Niveau, dass es einem normal sterblichen Mitbürger nur schlecht werden kann.

#11 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Lieber “Gast”,
aus Ihnen spricht Verbitterung von Patientenseite, das tut mir als engagierte Ärztin sehr leid. Wissen Sie, was z.B. ein Hausarzt für einen Hausbesuch erhält? Oder was ein Arzt erhält, wenn Ihnen ein neues Medikament erklärt? Für den Betrag würde ein Handwerker nicht einmal den Schlüssel seines Dienstautos umdrehen, geschweige denn eine Viertelstunde an Ihrer Waschmaschine arbeiten! Wenn Ärzte nach 6 Jahren Studium anfangen, die Putzfrau einzusparen, wenn außer der Ehefrau keine Helferin mehr finanzierbar ist, dann merken vielleicht auch Sie, dass mit dem Gesundheitssystem noch mehr nicht stimmt als ein paar wenige Ärzte, die die Hand aufhalten, um vielleicht in die Nähe eines Akademikergehaltes zu gelangen. Mit Rufbereitschaft, Nachtdienst, mit Dokumentierzwang und mit Vorschriften, die exponentiell zunehmen? Ohne echte Therapiefreiheit, ständig mit neuen Einschränkungen bombardiert? Schwarz-weiß gab es noch nie, und speziell unser Gesundheitssystem ist momentan sehr, sehr viel komplexer….

#10 |
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Prof. Dr. Dr. Wulf von Restorff
Prof. Dr. Dr. Wulf von Restorff

Wenn ich – privat – aus fen Rechnungen meinbes Hausarztes seinen Stundenlohn berechne, komme ich auf ca. 60 Euro/h. Mein Frisweur bekommt für 20 Minuten 21 Euro, hat aber mehr Leerzeiten. Die KFZ-Werkstatt bekommt ?150Euro? (ich bin seit 2 Jahren autofrei) und Mercedes ist teurer als die freie Werkstatt.
Kann man das wirklich alsm Geldgier der Ärzte bezeichnen?
Die Hersteller von IGeL-Geräten, mit denen Geld verdienst werden kann, egal ob die Ergebnisse richtig sind oder nicht, raten den Ärzten zur “Premium”-Privatsprechstunde.

#9 |
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heilpraktikerin Claudia Behrens
heilpraktikerin Claudia Behrens

Auch hier sieht man das mit Geld vieles zu bekommen ist.

Aber vielleicht liegt das Problem darin das unser System auf Grund der Flüchtlinge überfordert ist.
Wir zahlen KK und bekommen trotzdem nicht die zu erwartenden Leistungen
vom System.

Claudia Behrens

#8 |
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Gast
Gast

Unsere Ärzte werden immer unverschämter. Es gibt die Gebührenordnung für Ärzte, damit sich die “Weißkittel” nicht mit dem Elend Ihrer Patienten die Taschen füllen können. Ein derartiges Verhalten ist für mich, auf derselben Stufe wie Betrug. Ärzte die solches praktizieren gehören auf das empfindlichste bestraft. Wehret den Anfängen! Wenn das so weitergeht, dann haben in Zukunft nur noch Reiche (Kassen- oder Privatpatienten) Zugang zu einer vernünftigen Gesundheitsvorsorge.
Mein Arzt rechnet schon heute jede Leistung 1,5 mal ab – jede Rechnung ist um den Faktor 1,5 zu hoch ausgestellt. Der Phantasie beim schreiben von Rechnungen sind keine Grenzen gesetzt und wenn ich dann moniere, benehmen sich die Doktoren, wie wenn man Ihnen das Herz aus der Brust reißen würde. Pfui Teufel!

#7 |
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Ärztin
Ärztin

Ich finde auch, dass diese Budgetierungen und die mehr als reichliche Schreibarbeit
einem den Spaß am Arztsein verderben können. Ist man da überhaupt noch
ein “richtiger” Arzt?

#6 |
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Gast
Gast

Das Ärzte sich mehr Autonomie gönnen und sich aus dem Knebelgriff der kassenärztlichen und GKV sowie Bevormundung sowie Deckelungspolitik befreien, kann ich verstehen.
Es wird Zeit, dass dieser riesige Geld verschlingende Wasserkopf eingedampft wird und das so gewonnene Geld gerechter verteilt wird.

#5 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Lieber Herr Dähn,

vielen Dank für Ihren Hinweis.

Die Textstelle wurde entsprechend abgeändert.

Ihre DocCheck News Redaktion

#4 |
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Dr. E. Makker
Dr. E. Makker

Die Überswchrift ist eine Provokation!
Die Privatpatienten finanzieren die GKV mit und nicht umgekehrt,
das war schon immer so, auch im Krankenhaus; ich denke, das ist sogar grundgesetzwidrig. Denn die Privatpatienten werden nicht gefragt.

#3 |
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ps: der „türkisch stämmige Arzt“ . . . soweit ist es mit der unseligen Auftrennung von Adjektiven und Vermeidung von Bindestrichen schon gekommen, dass man dann auf einmal von der Redakteurin stämmiger gemacht wird als man whs. ist ;-) SCNR

#2 |
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Des Übels Wurzel ist whs. die Pauschalen-Medizin und die Budgetdeckelung im unseligen planwirtschaftlichen Sachleistungssystem.

#1 |
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