Arbeitsrecht: Die Neue ist schwanger!

12. August 2015
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Kaum haben Ärzte oder Apotheker eine neue Angestellte gefunden, wird sie prompt schwanger – zum Verdruss ihres Chefs. Juristisch ist der Mutterschutz kaum anfechtbar, was gut ist. Dennoch sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen.

Praxisinhaber und Apothekenleiter kennen das Problem gleichermaßen: Mit Mühe und Not haben sie eine neue Angestellte gefunden, sich über Gehalt und Arbeitszeiten verständigt. Kurz nach der Vertragsunterzeichnung – nicht selten noch während der Probezeit – berichtet die neue Mitarbeiterin von ihrer Schwangerschaft. Aufgrund möglicher Risiken entscheidet sich ihr Gynäkologe für ein Beschäftigungsverbot und schreibt sie krank.

Fachkraft über Bord

Die Situation ist für beide Seiten unglücklich: Arbeitgeber dürfen im Bewerbungsgespräch nicht fragen, ob eine Bewerberin in froher Erwartung ist oder vielleicht plant, schwanger zu werden. Gynäkologen wiederum raten Patientinnen, etwas abzuwarten, bis sie ihren Arbeitgeber informieren. Schließlich ist das Risiko eines Aborts in den ersten Schwangerschaftswochen mit 10 bis 20 Prozent vergleichsweise hoch. Und Arbeitgeber sehen eine Schwangerschaft häufig verständlicherweise als Problem – vor allem, wenn ihre neue Angestellte erst seit kurzer Zeit im Team ist und sich umgehend krankschreiben lässt. Finanziell greift zwar die Umlage U2 gemäß Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlung. Krankenkassen erstatten Arztpraxen oder Apotheken 100 Prozent ihrer Lohnaufwendungen im Falle eines Beschäftigungsverbots sowie 100 Prozent ihres Zuschusses zum Mutterschaftsgeld. Heilberufler stehen trotzdem vor der schier unlösbaren Aufgabe, kurzfristig MFA, ZFA, MTA, PTA oder sogar Ärzte beziehungsweise Apotheker zu finden. Haben sich diese erfolgreich eingearbeitet, so müssen sie ihre Stelle schon bald wieder aufgeben. Der Grund: Kehren Kolleginnen nach maximal drei Jahren Elternzeit in den Betrieb zurück, so haben sie das Recht auf einen adäquaten Arbeitsplatz. Für den Arbeitgeber ist diese Situation ein heikles Unterfangen. Sie bedeutet nicht selten eine Gratwanderung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen.

Arbeitsgerichtsurteil bestätigt Mutterschutz – auch in der Grauzone

Im Mai dieses Jahres hatten Richter zudem einmal mehr klar gemacht, dass Chefs schwangeren Angestellten nicht einfach kündigen können – auch nicht in der Probezeit (Arbeitsgericht Berlin, Az.: 28 Ca 18485/14). Kurz nach ihrer vermeintlichen Entlassung hatte die Kollegin ihrem Chef mitgeteilt, sie sei in anderen Umständen. Damit greift Paragraph 9 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG): „Die Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig, wenn dem Arbeitgeber zur Zeit der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war oder innerhalb zweier Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird; das Überschreiten dieser Frist ist unschädlich, wenn es auf einem von der Frau nicht zu vertretenden Grund beruht und die Mitteilung unverzüglich nachgeholt wird.“ Entsprechende Passagen gelten auch für Kleinbetriebe wie Arztpraxen oder Apotheken. Einige Wochen später startete der Arbeitgeber einen weiteren Anlauf – und scheiterte erneut. Er hatte bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde nicht nachgefragt. Das Arbeitsgericht verurteilte den Chef sogar zur Zahlung einer Geldstrafe. Justitias Vertreter sprachen von einem Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Schutz ab dem ersten Tag

Ein weiteres Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 2 AZR 237/15) vom März ging der Frage nach, ab wann das MuSchG bei In-vitro-Fertilisationen greift. Zum Fall selbst: Die Klägerin hatte ihren Arbeitgeber vom anstehenden Versuch einer künstlichen Befruchtung informiert. Wenige Tage nach dem – wie sich später herausstellte erfolgreichen – Embryotransfer erhielt sie eine ordentliche Kündigung ohne behördliche Zustimmung. Ihre Kündigungsschutzklage war in allen Instanzen erfolgreich. Der besondere Kündigungsschutz für Schwangere (Paragraph 9 Absatz 1 Satz 1 MuSchG) greift ab dem Embryotransfer und nicht erst ab der Nidation. Auch hier war entscheidend, dass die Angestellte ihren Arbeitgeber nach Aussprache der Kündigung fristgerecht von der Schwangerschaft informiert hatte. Scheitert die In-vitro-Fertilisation oder kommt es zu einer Fehlgeburt, endet auch der Kündigungsschutz.

Lernen von Facebook

Juristisch ist die Sachlage damit klar. Nur was tun? Facebook-Managerin Sheryl Sandberg kritisiert, gerade junge, talentierte Frauen würden ihre beruflichen Chancen während der Schwangerschaft links liegen lassen, indem sie sich mehr und mehr aus dem Arbeitsleben zurückzögen („Lean In: Women, Work and the Will to Lead“). Sie selbst hat schon mehrfach werdende Mütter eingestellt. Vom Grundgedanken her lässt sich Facebook trotz aller Unterschiede mit Arztpraxen oder Apotheken vergleichen. Fachkräfte sind rar, gerade im Gesundheitsbereich. Wer gutes Personal langfristig bindet, hat als Arbeitgeber die besseren Karten. Frauen sind ebenfalls in der Pflicht, alte Rollenvorstellungen abzuschütteln. Eine Option, die immer häufiger diskutiert wird: Teilzeit für beide Partner. Davon profitieren Angestellte und Chefs gleichermaßen.

72 Wertungen (3.18 ø)

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19 Kommentare:

Gast
Gast

@# 15: Man kann auch stillen und arbeiten – mein Mann in Vaterzeit hat mir die Kinder zum Stillen in die Klinik gebracht. Obwohl ich Vollzeit gearbeitet habe, konnte ich meine Kinder so 2 Jahre lang stillen.
Und dass in Deutschland “der Mann einfach mehr verdient” ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Skandal. (Ich verdiene übrigens mehr als mein Mann, obwohl wir beide als Fachärzte arbeiten, aber das ist ja auch nicht in Deutschland).
#18 Danke für Ihren Kommentar. Um neue Lösungen kommen wir nicht herum, und das bedeutet bessere und bezahlbare Kinderbetreuungsmöglichkeiten und engagiertere Väter samt Abbau des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen.

#19 |
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Rettungsassistent

Mir ist noch nicht ganz klar welche Aussage dieser Artikel verbreiten sollte.
Geht es um den Status Quo? Der ist bei allen Betroffenen bestens bekannt.
Trifft das Problem nur den Medizinischen Bereich? Fehlanzeige.
Geht es um Ideen und Lösungsansätze? Nicht so wirklich oder?
Geht es um das Provozieren von Kommentaren? Geschafft.
Leider bringen die Kommentare auch nichts Neues.
Mal Luft machen ist gut, aber hilft langfristig nicht weiter.
Bei diesem Thema sind jedoch endlich, endlich mal neue Ideen gefragt!
Frei machen von der bisherigen Denke, noch mal ganz neu anfangen!
Völlig neue Wege suchen und versuchen, selbst wenn sie noch so abstrus erscheinen!
Wenn alle Beteiligten jede Menge Mut aufbringen, kann es vielleicht eine maßgeschneiderte Lösung geben die alle etwas zufriedener macht.
Hören wir doch mal auf zu jammern und fangen an was zu ändern!
Vielleicht äußern sich ja mal diejenigen die schon Lösungen haben….

#18 |
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@16
Kinder sind längst kein Privatvergnügen mehr, sie sind von höchstem nationalen Interesse. Unsere Kinder und Enkel werden wahrscheinlich überhaupt keinen Nachwuchs mehr bekommen können, da sie mit der Sicherung ihres Lebensunterhaltes und der Alterssicherung der Rentner mehr als genug zu tun haben werden.

#17 |
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Zahnärztin

Man kann es recht einfach zusammenfassen: Der Staat ist gefordert.
Natürlich sind Kinder in erster Linie ” Privatvergnügen”, aber in Zeiten des demographischen Wandels ist die Geburt jedes einzelnen Kindes wichtig.
Überläßt man nur dem Arbeitgeber das Risiko, so wird er versuchen, Frauen im gebärfähigen Alter nicht einzustellen, um nachher nicht ” böse Überraschungen” zu erleben. Das Gleiche gilt übrigens auch für Alleinerziehende, die den Anspruch auf sehr viele ” Krankheitstage des Kindes”haben( wenn ich mich nicht irre, sind es bei mehreren Kindern unter 12 Jahren bis zu 50 Tage im Jahr). Andererseits ist es natürlich richtig, daß Schwangere einen besonderen Schutz genießen müssen.
Vielleicht erkennt man irgendwann einmal an, daß Schwangerschaft, Geburt und Erziehung einen Wert für die Gesellschaft darstellen. Dann gibt es flexible ( wichtig im Gesundheitssektor) undbezahlbare Betreuungsmöglichkeiten( nach dem Kitabesuch bleibt auch bei Geringverdienern noch etwas vom Lohn übrig), staatliche Beteiligung bei Fortbildungsmaßnahmen nach der Geburt von Kindern( und nicht erst bei Langzeitarbeitslosigkeit), Anreize für Arbeitgeber in irgendeiner Form um junge Eltern zu beschäftigen,…..
SOwird das jedenfalls nichts- unsere Helferinnen haben alle angekündigt, daß sie 3 Jahre Zuhause bleiben werden……..suchen wir also neue Kolleginnen und warten darauf, daß sie schwanger werden.

#16 |
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Gast
Gast

@#11, nicht unklar, sondern klar, die Frau kann eine Idee besser stillen und der Mann verdient einfach mehr Geld.

#15 |
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Gast
Gast

Sehr richtig Frau Fischer, das Lohngefälle ist oft hoch. Habe 10 Jahre als PTA in diversen öffentlichen Apotheken gearbeitet (schon in den 80ern immer nur Verträge über ein halbes, max. ein Jahr bekommen), oft für schwangere Kolleginnen mitgeschuftet. Als ich selber schwanger war, hatte ich noch nicht mal einen SITZplatz, sondern musste die Zeit von 8-13h und 15-18h im Stehen (und Laufen) zubringen. Dazu das Tragen schwerer Kisten, Inventur auch von Chemikalien mit Gefahrenstoffkennzeichnungen (ausschütten, wiegen, zurückfüllen) und diverser Reinigungsarbeiten. Das als einzige PTA in einer Innenstadtapotheke mit zwei Chefs, von denen jeweils einer des öfteren in Urlaub war. Übrigens 6 Tage die Woche, ein Samstag frei pro Monat, für zuletzt etwas über 1000,-€ netto.
Als ich meinen Frauenarzt darauf ansprach und ihn um Freistellung bat, sagte er:”Nö, das müssen Sie verstehen, ich beziehe meinen Praxisbedarf da und will weiterhin ein gutes Verhältnis haben.”
Kurz darauf wurde mein Kind geboren, mit leichtem neurologischen Handycap.
So sieht die andere Seite aus.

#14 |
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Zahnärztin

Ich habe in den ersten beiden Schwangerschaften( angestellt) bis kurz vor der Entbindung gearbeitet, weil ich meinem Arbeitgeber nicht zumuten wollte, vor eben diesem Problem zu stehen.
Momentan erwarte ich das fünfte Kind und bin (als Praxisinhaberin) die einzige Schwangere, die arbeitet- 3 Helferinnen sind freigestellt.
Das Problem ist recht vielschichtig: schlechte Betreuungsmöglichkeiten bzw fehlender finanzieller Anreiz in Teilzeit zurückzukehren. Und daraus resultieren weitere Aspekte: Für viele Paare ergibt es einfach keinen Sinn, die Kinderbetreuung je zur Hälfte zu übernehmen, denn häufig ist die Einkommensdifferenz zu groß. So bleiben die Frauen einige Jahre Zuhause und arbeiten später (ungelernt )in einem Minijob. Das wiederum macht es nahezu unmöglich altersgemischte Teams zu haben und das ” Schwangerschaftsrisiko” auf einige wenige zu begrenzen.

#13 |
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Mitarbeiter Industrie

Unsere Mitarbeiterinnen (ca. 25 ohne Ärzte) haben in 14 Jahren über 30 Kinder bekommen. Wir sind darauf stolz und haben einen guten Weg gefunden, mit den unten aufgeführten Herausforderungen zurecht zu kommen, zum großen Teil mit befristeten EZ-Vertretungen. Die meisten Frauen kamen nach einem Jahr in Teilzeit zurück.
Es ist doch so: Präferiert man junge Mitarbeiterinnen, z.B. wegen der Lohnkosten (Achtung AGG!), muss man die hohe Wahrscheinlichkeit der Schwangerschaft in Kauf nehmen. Man kann die Angelegenheit auch unter dem Aspekt betrachten, dass wir in Deutschland glücklich über JEDES Kind sein sollten. Meines Erachtens liegt das Problem bei zu wenigen / nicht bezahlbaren Kitas und, speziell im Gesundheitswesen von Relevanz, den lächerlichen Betreuungszeiten der Kinder. Und ja, die Herren Väter (ich bin einer) sollten sich auch Ihrer Verantwortung bewusst sein, denn z.B. “kindkrank” wird zum überwiegenden Teil von den Müttern in Anspruch genommen.

#12 |
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Gast
Gast

Der Tenor der Kommentare hier ärgert mich masslos. Wieso in dem Artikel fast selbstverständlich von der langen Mutter-Elternzeit ausgegangen wird, ist mir schleierhaft. Zu einer Schwangerschaft gehören nun mal immer noch zwei. Weshalb die Väter, die nicht ihren Teil der Verantwortung und einen (grösseren) Anteil der Elternzeit übernehmen, nicht einen Teil der Schelte abbekommen, ist mir völlig unklar.
Dass eine Frau mit einer Risikoschwangerschaft ihr Kind prioritiert und sich krank schreiben lässt, halte ich für selbstverständlich. Der nachfolgende “Ausfall” durch Elternzeit kann doch deutlich verkürzt werden, wenn der Vater einen Teil übernimmt. Der Fokus des obigen ARtikels sollte daher auf den letzten Sätzen liegen: Teilzeit für beide Partner. Davon profitieren übrigens nicht nur Chef und Angestellte, sondern die ganze Familie: Vaterzeit ist eine Erfahrung, die Mann nicht missen sollte.
(Arbeite als Ärztin in Schweden, mein Mann ist ebenfalls Arzt, und wir haben uns die Elternzeit für unsere beiden Kinder 50-50 geteilt. Mit 1½ Jahren hatten beide einen Krippenplatz. Dadurch habe ich am Arbeitsplatz nie länger als 9 Monate gefehlt.)

#11 |
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Dr. med. dent. Dirk Wöhrle
Dr. med. dent. Dirk Wöhrle

Ich habe eine Zahnärztin eingestellt, die mir nach dem ersten Tag mitteilte,
dass sie im 3. Monat schwanger sei.
Sie brachte auch gleich die erste Krankmeldung für 3 Wochen.
Sie ist jetzt freigestellt von der Arbeit und bezieht die o.a. Leistungen.

#10 |
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Katharina Aßmann
Katharina Aßmann

Ich möchte kurz von meinen eigenen Erfahrungen in der Schwangerschaft berichten. Ich bin Assistenzärztin für Anästhesie und habe mit offizieller Erlaubnis der Behörden während meiner ganzen Schwangerschaft gearbeitet, auch im OP. Narkosen wurden ohne Narkosegas gemacht, wenn Dinge zu tun waren die ich nicht machen durfte ist ein Kollege gekommen und hat ausgeholfen, usw.. Insgesamt muss man sagen dass ich in einem tollen Team mit tollen Vorgesetzten arbeite, die es möglich gemacht haben. Auch so kann Schwangerschaft sein und es hat Spaß gemacht bis zum Schluss dabei zu sein…

#9 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Apotheker könnten ja Kontrazeptiva als zusätzlicher Naturallohn in die Lohntüte stecken….
Mal im Ernst: Als Arbeitgeber in der ambulanten Pflege bin ich in gleichem Umfang betroffen. Alle Planungen werden über den haufen geworfen. Ersatzpersonal? Fehlt. Leiharbeiterinnen zu 36,00 EUR / Std. bei gleichem Stundensatz durch die Kranken- bzw. Pflegekassen decken keine Overhead- und Sachkosten ab, geschweige denn vom MDK konmtrollierte Einarbeitungszeiten nach Einarbeitungskonzepten, Einstellungsuntersuchung, Meldung bei der Lohnabrechnung etc.
Der Unternehmer trägt das volle Risiko. Auch wenn ich Frau Haß-Stötzel recht gebe, dass an jeder Ecke Gefahren lauern, so haften wir als Arbeitgeber, wenn Mutter oder Kind was passiert.
Ncoh so ‘ne Kleinigkeit: Unsere Pflegekraft musste schnell mal paar tausend Euro für neue Fenster locker machen. Arbeitgeberdarlehen mit Rückführung und schriflticher Regelung, beim Ruhen des Beschäftigungsverhältnisses niedrig verzinst und in halben Monatsraten zurückzuführen. Kind da, aber kein Geld. Mutter muss 24 Std. aufs Kind aufpassen, obwohl nicht gestillt (Damit es bei der Mutter abgegeben werden kann. Vorschlag, stundeweise zu arbeiten, um das Darlehen zurückzuführen wird ignoriert. Nun ist Schwester E. wieder schwanger während der Elternzeit. Rückzahlung am Sankt Nimmerleinstag oder anrechnung auf die Urlaubsabfindung, die ja trotz Elternzeit fällig wird, da der Urlaubsanspruch ja auch für die Elternzeit gilt. Wer da nicht rechtzeitig eine erklärung abgibt ist doppelt und dreifach geleimt.
Dennoch freue ich mich auf Kinder, besonders auf mein Enkelkind, welches gerade im Mutterleib gedeiht….

#8 |
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Habe ja aufgepasst:

“Vom Grundgedanken her lässt sich Facebook trotz aller Unterschiede mit Arztpraxen oder Apotheken vergleichen.”

Gibt demnaechst eine randomisierte Doppelblindstudie, oder?

#7 |
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brauchte zwar ein bisschen Zeit,
aber echt,
jetzt ist alles ganz klar,
wer schwanger werden will muss sich nur bei Facebook anstellen um ihre Fachkompetenzen ohne droege mieswillige wirtschaftlich orientierte und moeglicherweise frauenfeindliche Vorurteile auszusetzen.
Oder?
Dann klappt schon alles.

#6 |
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Maria Hummel
Maria Hummel

Herr van den Heuvel, greifen sie ruhig weiter, denn das gleiche Problem trift auch Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten. Auch ich (PT) habe zur Zeit vier Mitarbeiterinnen im Mutterschutz.

#5 |
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Bernd T. Melde
Bernd T. Melde

Bei mir sind innerhalb 4 Monaten 4 Helferinnen schwanger geworden! Da in der Assistenz arbeitend war ein Beschäftigungsverbot unabdingbar. An den Folgen knabbere ich immer noch, weil gutes Personal fast nicht auffindbar ist, erst recht was die Abrechnung betrifft.
Und von wegen: 100 % Lohnerstattung!! Lohnzusatzleistungen wie Fahrtkosten, Benzingutschein werden nicht erstattet! Zudem muss ich den Urlaubsanspruch (nicht arbeiten, aber Urlaub zusätzlich bekommen!) auszahlen, falls die Kollegin nach der Schwangerschaft nicht zurückkehrt!! Was das finanziell für einen Kleinbetrieb bedeutet, ist teils existenzbedrohend.

#4 |
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Hildegard Haß-Stötzel
Hildegard Haß-Stötzel

Ich kann Herrn Dr. Kupfer nur zustimmen. Meine angestellte ZÄ verbringt aufgrund des Beschäftigungsverbots ihre Schwangerschaft auf dem Sofa – bei voller Lohnfortzahlung, versteht sich von selbst, denn eine Zahnarztpraxis ist für eine Schwangere ja wirklich ein extrem gefährlicher Ort. Zwar bekomme ich über die Umlage das Gehalt erstattet, aber ich habe für die angestellte ZÄ auch zahnmedizinische Fachangestellte zu bezahlen. Die ZÄ ist weg, in dem Moment, in dem ich von der Schwangerschaft erfahre. Was mache ich mit den Patienten, die für sie einbestellt und mit den Helferinnen die für sie eingestellt wurden? Ich bin der Ansicht, Schwangere dürfen das Haus überhaupt nicht mehr verlassen! In Bus und Bahn lauern gefährliche Keime, auf Spielplätzen sowieso und auch die Autoabgase sind bestimmt nicht gut. Auch Restaurantbesuche müssen unterbunden werden, da die Schwangere an den vor der Tür stehenden Rauchern vorbei und damit durch den blauen Dunst hindurch muss. Bei den wenigen Kindern, die in Deutschland noch geboren werden, müssen wir Vorsicht walten lassen. Armes Deutschland!

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Armes Deutschland!

#2 |
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Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer
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