Urlaub: Pack die Pillendose ein

31. Juli 2015
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Ohne Pflaster und Pillen fahren Deutsche nur selten in Urlaub. Rund 72 Prozent haben eine Reiseapotheke mit dabei. YouGov hat jetzt in den Koffern nachgesehen – und berichtet, welche Marken momentan gefragt sind.

Für rund 78 Prozent aller Frauen und 65 Prozent aller Männer gehört die Reiseapotheke mit zum Urlaub. Geht es in die Ferne, schätzen Deutschlands Konsumenten apothekerlichen Rat. Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat mit seiner „Customer Journey für OTC-Produkte“ untersucht, wie sich Kunden informieren und wo sie tatsächlich einkaufen.

Apotheken hoch im Kurs

Geht es um die Haus- oder Reiseapotheke, sprechen 40 Prozent mit ihrem Apotheker vor Ort. Das Internet ist mit 25 Prozent aller Nennungen deutlich abgeschlagen. Ärzte wurden nur von 19 Prozent der Studienteilnehmer genannt. Beim Kauf selbst nahmen öffentliche Apotheken ebenfalls den Spitzenplatz ein (79 Prozent aller Nennungen), während lediglich zwei Prozent aller Befragten in Reformhäuser, Sanitätshäuser oder Drogerien gingen. YouGov zeigte sich vom Ergebnis überrascht, da Sonnen- und Insektenschutzmittel beziehungsweise Pflaster auch im Lebensmitteleinzelhandel oder in der Drogerie erhältlich sind. „Hier müssen die Drogerien aufpassen, denn die Wahl für die Apotheke wird häufig aufgrund der Beratungsqualität getroffen. Die Drogerien haben zwar eine zunehmend differenziertere Auswahl, schaffen es jedoch nicht, die Kompetenz einer Apotheke zu vermitteln“, sagt Dr. Ella Jurowskaja, Healthcare-Expertin bei YouGov.

Gut ausgestattet in der Fremde

Und so verwundert es kaum, was Reiselustige alles einpacken: Schmerzmittel (77 Prozent aller Nennungen), Sonnenschutzmittel (76 Prozent) oder Verbandszeug (72 Prozent). Etwas seltener wurden Präparate zum Insektenschutz genannt (63 Prozent), gefolgt von Salben zur Behandlung von Juckreiz und Sonnenbrand (61 Prozent). An Durchfallmittel (58 Prozent), antiseptische Wundsalben (44 Prozent), Mittel zur Beruhigung des Magens (44 Prozent), ein Fieberthermometer (40 Prozent) und Fiebermittel (39 Prozent) denken nur wenige Konsumenten. Deshalb gab fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) an, im Ausland schon einmal Medikamente gekauft zu haben.

Marketing trifft Wahrheit

Doch welche Produkte stehen bei Kunden beziehungsweise Apothekern hoch im Kurs? Auch damit hat sich YouGov befasst – und Interessantes zu Tage gefördert. Am häufigsten wurde Fenistil®-Gel genannt (55 Prozent). Knapp dahinter kam bereits die Bepanthen®-Wund- und Heilsalbe (52 Prozent). Etwa 34 Prozent halten große Stücke auf Imodium® akut. Daneben fanden Marktforscher noch Aspirin® 500 (33 Prozent), IBU-ratiopharm® (33 Prozent), Hansaplast Wundspray (31 Prozent), Kohle-Compretten® (23 Prozent), Panthenol-ratiopharm®-Wundbalsam (19 Prozent), Dolormin® Extra (18 Prozent) und Aspirin® Effect Granulat (14 Prozent). Bei dieser Zusammenstellung kann nicht viel schief gehen.

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