NoFap: Der OnaNIE verfallen

12. August 2015
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Mehr Manneskraft, mehr Lebensqualität – immer häufiger verzichten junge Männer freiwillig auf Selbstbefriedigung. NoFap, eine Internet-Community, will sogar Krankheiten wie erektile Dysfunktion behandeln. Ein kritischer Blick auf das neue Phänomen aus den USA.

Selbst in unserer aufgeklärten Zeit ranken sich Mythen um die Masturbation. Bestes Beispiel: „Ein 16-jähriger Junge aus Brasilien stirbt, nachdem er in einer Nacht 42 Mal onaniert hat“ – die vermeintlich spektakuläre Nachricht entpuppte sich wissenschaftlich als Fake. Für Laien war es ein vermeintlicher Beweis für die Gesundheitsgefahren allzu intensiver Handarbeit. Sind wir wirklich alle aufgeklärt und wissen, dass Selbstbefriedigung weder eine „Unkeuschheit wider die Natur“ (Constitutio Criminalis Theresiana; 1768) ist noch zu schlimmen Erkrankungen wie Neurosen, Akne, Schwindsucht oder Tuberkulose führt? Und bleiben Pamphlete wie „Onania oder die abscheuliche Sünde der Selbstbeschmutzung“ (1712) Relikte dunkler Zeiten?

NoFap – die Hand bleibt draußen

Die Zweifel daran häufen sich, seit im Web eine Community der besonderen Art erfolgreich ist: die „Fapstronauten“. „Fapping“ bedeutet Selbstbefriedigung – und „no fap“ steht für den strengen Verzicht. User setzen nahtlos beim Gedankengebäude mittelalterlicher und frühneuzeitlicher „Experten“ an: „Get a new grip of life“ – „Bekomme dein Leben wieder in den Griff“. Schätzungsweise 150.000 Männer – um die handelt es sich hier ausschließlich – haben drei Maximen: keine Pornos, keine Masturbation, kein Orgasmus. Davon erhoffen sich selbsternannte Jünger nicht nur „mehr Energie“ und „mehr Selbstbewusstsein“, heißt es in Foren. Sie behaupten sogar, Erektionsprobleme wirksam behandeln zu können – ganz ohne Pharmakotherapie. Immer mehr Männer schließen sich der Bewegung an. Dabei ist NoFap nicht religiös motiviert, wie man vermuten könnte, sondern verschanzt sich hinter einem theoretischen Gebäude.

Die Stunde des Gurus

Fapstronauten berufen sie sich auf Gary Wilson, einen selbst ernannten Experten und Vordenker zu gesundheitlichen Folgen der Internet-Pornographie. Auf seiner Website scheut sich Wilson nicht, seriöse Veröffentlichungen für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Ausgangspunkt ist eine knapp 15 Jahre alte Studie zur sexuellen Abstinenz von Männern. Nach drei Wochen ohne Masturbation fanden Wissenschaftler bei Probanden höhere Testosteronspiegel. Dass die Enthaltsamkeit keine Auswirkungen auf den Gehirnstoffwechsel hatte, verschweigen NoFap-Anhänger gerne. Wilson argumentiert weiter, das männliche Gehirn brauche ständig neue sexuelle Stimuli. Erregung entstünde nur durch weitere, noch härtere Pornofilme, ansonsten käme es zum Abstumpfen. Auch hier nennt der Guru eine Studie. Forscher hatten versucht, Gehirnaktivitäten und pornographische Bilder per Magnetresonanztomographie (MRT) in Korrelation zu bringen. Ihre Erkenntnis: ein Zusammenhang zwischen der Zeit, die Probanden mit pornografischem Material verbringen und der grauen Substanz. Je mehr sich Männer mit Pornografie beschäftigten, desto kleiner war das Volumen ihres Striatums. Die Autoren vermuten, dass häufiges Pornogucken unser Belohnungssystem quasi „ausleiert“. Sie nehmen an, der regelmäßige Konsum schlüpfriger Filmchen oder Bildchen erfordere immer stärkere Anreize, um noch stimulierend zu wirken. Wer häufig vor dem Rechner saß, um entsprechende Medien zu genießen, hatte eine schwächere Kommunikation zwischen Belohnungsregion und präfrontalem Kortex. Die Einschränkung: Ob es sich hier tatsächlich um ein Phänomen der neuronalen Plastizität handelt oder ob die Unterschiede schon vor dem Pornokonsum bestanden, lässt sich nur mit Verlaufsstudien untersuchen. Von Krankheitsbildern sprechen Wissenschaftler definitiv nicht. Wilson selbst sieht Zusammenhänge mit Beziehungsunfähigkeit, Depression, Einsamkeit, aber auch mit erektiler Dysfunktion. Über eine weitere Studie schreibt der Guru auf seiner Website, jeder zweite untersuchte Patient hätte Schwierigkeiten, beim Partner eine Erektion zu bekommen, während es bei Pornos funktioniere. Keine Erotik-Medien, keine Selbstbefriedigung, dafür aber mehr Manneskraft bei der Partnerin?

 

Ein Fapstronaut packt aus

In der Praxis sieht die Sache recht düster aus. DocCheck fand einen ehemaligen Fapstronauten, der recht schonungslos von seinen Erfahrungen berichtete. Er selbst will nur mit seinem Alias Martin089 bezeichnet werden. Sein Alter: Anfang 30. Nach länger anhaltenden Erektionsstörungen recherchierte er wie so viele Patienten im Web – und stieß prompt auf Gary Wilsons Videos. Mehr Energie, mehr Lebensqualität – und natürlich mehr Frauen, das versprechen viele Websites und Foren der Fapstronauten. Martin089 machte die Probe aufs Exempel und verzichtete knapp drei Monate auf Pornos und auf Masturbation. Leicht war es nicht, doch in Foren geben User vermeintlich hilfreiche Tipps. Jedenfalls hielt Martin089 durch. Als er kurz darauf eine Frau kennenlernte, war die Enttäuschung umso größer: Seine Beschwerden waren unverändert, er bekam keine Erektion. Schließlich kehrte er NoFap enttäuscht den Rücken und macht weiter wie gehabt. Vielleicht profitiert er sogar gesundheitlich. Ob häufige Handarbeit das Risiko senkt, ein Prostatakarzinom zu entwickeln, ist wissenschaftlich umstritten, aber nicht ausgeschlossen.

220 Wertungen (3.45 ø)

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27 Kommentare:

Gast
Gast

Und das ausgerechnet im Sex-Land USA

#27 |
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Gast
Gast

Herr van den Heuwel, ihr Artikel ist doch ziemlich polemisch und einseitig. Ich habe Wilsons Buch “Your Brain on Porn” gelesen (äußerst empfehlenswert – als Ebook zu haben) und da geht es ausschließlich um Internet-Porno-Sucht: Wie sie sich auswirkt und wie man davon weg kommt. Kernaussage ist, dass das Breitband-Internet es ermöglicht, sich an einem Tag/Abend sich einer pornografischen Reizüberflutung auszusetzen, wie es früher dem eifrigsten Sammler von Heften in einem ganzen Leben nicht möglich war. Stundenlang kann man von einem Video oder Bild zum nächsten surfen, mit 20 und mehr offenen Tabs, auf der Suche nach DEM Video/Foto für den krönenden Orgasmus. Dabei onaniert man ständig knapp unterhalb des Orgasmuslevels, das Belohnungszentrum im Gehirn “gewöhnt” sich an diesen Effekt und benötigt in der Folge stärkere Reize um entsprechende Befriedigung zu finden. So tendiert man zu härteren und ungewöhnlicheren Szenen bzw. Fetischen, sucht möglicherweise auch Gewaltszenen oder Kinderpornografie. Letzteres nicht, weil man pädaphil ist, sondern weil man nach dem Außergewöhnlichen, Grenzwertigen sucht. Dieses Verhalten kann letztlich zu pornoinduzierten Erektionsstörungen führen, da Sex mit dem realen Partner als weitaus nicht so aufreizend erlebt wird, wie die Pornoszenen auf die man konditioniert ist. Adoleszente, die mit dem Internet aufwachsen, sind besonders gefährdet, dass ihre erotisierenden Schemata durch Internet-Pornografie und deren Konsum geprägt werden, da es das erste ist, mit dem sie erotisch dauerhaft in Kontakt kommen. Wilson bezieht sich des weiteren nicht, wie Sie fälschlich behaupten, auf 15 Jahre alte Studien, sondern auf brandaktuelle Arbeiten, z. B. Kühn, S. & Gallinat, J. 2014. “Brain Structure and Functional Connectivity Associated With Pornography Consumption: The Brain on Porn”, JAMA Psychiatry, 2014.93. Eine Arbeit, die aufzeigt, dass übermäßiger Pornografiekonsum zu ebensolchen Veränderungen in der Gehirnstruktur führt, wie die bei substanzgebundenen Süchten der Fall ist. Abgesehen von dieser Arbeit bringt er ca. 200 weitere, akutelle naturwissenschaftliche Forschungsbeispiele, wie überhaupt er nicht ideologisch sondern auf Basis der aktuellen Neurowissenschaften argumentiert. Es geht NICHT um simples Nicht-Masturbieren, sondern um die (Wieder)-Entkoppelung des Sexualverhaltens von Internet-Pornografie. Für Internet-Porn-Süchtige geht es darum, vom verfestigten PMO-Schema (Porn->Masturbation->Orgasm) los zu kommen und zwar nachhaltig. Es geht dabei um eine Suchtbehandlung. Ob man in der Phase des Loskommens gänzlich auf Masturbation verzichtet, hängt davon ab, ob sich die Masturbationsphantasien auf die konditionierten Internet-Pornodarstellungen beziehen. Wenn ja – und das ist hoch wahrscheinlich – sollen man eine Zeit lang gänzlich auf Masturbation verzichten, um zu verhindern, getriggert durch diese Phantasien, wieder zum Pornokonsum zurückzukehren, also einen Rückfall zu erleiden. Der Verzicht solle so lange erfolgen, bis man es schafft, ohne Phantasien aus den gesehenen Pornoszenen zum Höhepunkt zu gelangen. Ziel ist ein befriedigender Sex mit realen PartnerInnen und ein selbstbestimmtes Leben eingebettet in unterstützende soziale Kontakte anstatt dem zwanghaften täglichen stundenlangen Wichsen von dem Computer, das einen von sich selbst und andern abkoppelt.

#26 |
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Dr. Johannesberger
Dr. Johannesberger

Dieser Artikel ist ein bisschen schlecht recherchiert. Bei der no-fap internet community gehts darum menschen mit einer porno/masturbationssucht zu helfen. Süchte gibts viele.: zb. esssucht, spielsucht, kaufsucht. Über porno sucht wird hald nur eher selten geredet. Die no-fap bewegung stellt pornos nicht als “böse” dar, es geht darum, dass sie, wenn sie exzessiv benutzt werden, schlecht sind. So wie zum beispiel einkaufen oder spiele spielen am PC nichts schlechtes sind. Wenn man aber andere dinge vernachlässigt, oder seinem körper oder finanziellen oder sozialen zustand schadet durch seine sucht, dann ist das was schlechtes. genauso passiert das mit pornos: Manchmal schauen und onanieren schadet niemanden, machen auch fast alle gesunden menschen. Jedoch ist zu viel zu viel. laut wikipedia sind zb. in deutschland 400.000 menschen internetsex süchtig. da steckt wahrscheinlich noch eine viel größere dunkelziffer dahinter. Auf jeden fall ist die no-fap bewegung keine “guru”, oder “falsche versprechen” community, sondern eine suchtselbsthiflegruppe. Die einzige frage ist, ob bei Porno/masturbationssucht komplette abstinenz zielführend ist. Dieser Artikel ist jedoch wirklich schlecht. Der Autor hat hier entweder schlecht recherchiert oder er wollte hald mit seinen negativen ansichten einen “aufreger artikel” schreiben. Beides stellt ihn und diese seite wohl eher schlecht hin…

#25 |
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Zur Sache: Warum sollte gerade das Masturbationsthema von irgendwelchen Ideologien ausgeklammert werden, die von Zeit zu Zeit in die Schlagzeilen gelangen. Glaubt wirklich noch jemand an die organische Schädlichkeit der “Handarbeit”? Es gibt im Ernährungsbereich “Exoten” (was ich solange ok finde, wie sie ihre perönliche Philosophie nicht missionarisch militant zu verbreiten suchen) und es gibt noch heute studierte Leute, die behaupten, die Erde sei nur 4000 Jahre alt und eine Evolution im Sinne Darwins habe nie stattgefunden. Sollen sie es glauben, aber nicht als wissenschaftlich fundierte Theorie verkaufen.
Onaniert wurde immer und das wird so bleiben, denn letztlich wird dabei immer der “Druck” gewinnen – gut so!

#24 |
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Wie lange wollen es sich die DocCheck-Verantwortlichen eigentlich noch ansehen, dass sich als anonyme “Gäste” intrigierende Heckenschützen einzig daran ergötzen, Öl ins Feuer zu gießen und einen Keil zwischen sog. Schulmedizin und Naturheilkunde zu treiben. Es gibt auf beiden Seiten “sone und solche”, aber all jene, die hier nur rückgratlos (anonym) und nicht sachbezogen auf Streit aus sind, gehören von den DocCheck-Betreibern aus diesem Forum verbannt.
So – und jetzt dürfen jene “Stänker” gern auf mich einprügeln. Allen anderen Ärzten, Heilpraktikern und anderweitig tätigen danke ich für die sachliche Diskussion.

#23 |
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Bibliothekar

Gast 9
Was “Gastmann” darlegt, besitzt ein paar wahre Kerne. Andererseits: Welche Frau möchte schon andauernd dafür herhalten, die Angst vor einem Prostatakarzinom zu unterdrücken?! Wie immer macht es hier die Dosis: Entspannten Sex mit der Partnerin (hetero), und gelegentlich per Hand gegen das Karzinom angehen. Je nach Bedarf und ohne Suchtpotential.
Schließlich sollen Männer sogar onanieren, wenn anders der mütterliche Kindersegen nicht fabriziert werden kann. Der Probant kann ja zwecks Stimuli anstelle eines Pornobildes ein Badefoto seiner Geliebten benutzen. Hoffentlich stört das dann den Sex mit dem Foto-Modell nicht!

#22 |
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Gast
Gast

Die psychischen Schäden, die bedingt durch das schlechte Gewissen bei Buben beim Onanieren entstanden sind (ist ja eine Sünde und musste gebeichtet werden!) sind sicher größer als diejenigen durch das Onanieren an sich!

#21 |
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Gastmann und -arzt
Gastmann und -arzt

Ich bin Arzt, aber in diesem Fall in erster Linie Mann und das schon paar Jahre – jetzt am ehesten im Midlife …
Ich möchte mich auch gar nicht an dem – ach so spannenden – Geplänkel der Fachschaften aufhalten, aber unbedingt meine persönlich erworbene Überzeugung zum Ausdruck bringen:
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ausgeprägter visueller Pornokonsum, verbunden mit Masturbation auch zu organischen und partnerschaftlichen Veränderungen führt. Es ist frappierend welche Veränderungen auch im eigenen Wohlbefinden man erreichen kann, wenn die Abstinenz gelingt. Insofern sind Fapstronauten sicher “Extremisten”, aber wegweisend!
… und keinesfalls ist damit zu rechnen, dass mit Abstinenz von der Porno-Masturbations-Kopplung alle Erektionsstörungen zu beheben sind!
Die Bedeutung als gesellschaftliches Problem erscheint mir aber evident.

#20 |
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Simone Pfaue
Simone Pfaue

@#11, #13 warum sich hier auch andere zu Wort melden? Weil sie’s KÖNNEN! Das Niveau ist hier nach der ganzen Leserei von Fachliteratur teilweise sehr…erfrischend; alles was hier gerade benötigt wird, ist etwas Lebenserfahrung kombiniert mit einer Meinung.
Warte noch auf Artikel mit den Themen:
” Kann man von Selbstbefriedigung schwanger werden?”
” Macht essen dick?”
” Ist Heuschnupfen ansteckend?”
Wische mir derweil die Lachtränen aus den Augen…
Aber immerhin: 4 Sternchen bei 113 Wertungen.

#19 |
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Klaus
Klaus

Dier Ausgewogenheit ist wichtig (wie auch schon geschrieben wurde).
Wenn man erregt ist, und es zu keiner sexuellen Handlung mit der Partnerin kommen soll/kann, dann entspannt man sich durch die Hand etc.. Den Männern werden evtl. die Schmerzen bekannt sein, die sich nach einer sexuell unbefriedigten Erregung bilden können.
Ich bin nicht der Meinung, man muss die Schmerzen ertragen.
Die Physiologie und Psyche eines jeden Menschen sind natürlich unterschiedlich.
Ich sehe keine Begründung für eine Enthaltsamkeit ohne Partnerin oder Partner.

#18 |
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Gast
Gast

Onanie war in der Historie als Verschleudern von Sperma geächtet, Sperma, das doch dieses viel besser zur Erzeugung von Soldaten oder gläubigen Schäfchen hätte dienen sollen.

#17 |
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Gast
Gast

Viel wichtiger ist doch,
dass man endlich chirurgisch die Finger von der männlichen Vorhaut lässt.

#16 |
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Gast
Gast

Es ist doch bekannt, dass übermäßiger Konsum negativ in den Dopamin- und GABAhaushalt eingreift. Genau wie Internetsucht, Sexsucht kann es auch eine Pornographiesucht geben.

#15 |
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Gast
Gast

Aber Hallo, hier wird von einigen Kommentatoren wieder mal das bewährte Feindmuster Arzt-Heilpraktiker bemüht. Gäääähn! Übrigens ist der Autor meines Wissens weder Arzt noch Heilpraktiker, sondern Chemiker – oder irre ich mich da?

Zum Thema: Ob so oder so oder so. Wenn jemand nun unbedingt Spass daran hat, Fapstronaut zu sein, bitte sehr. Es soll ja auch Leute geben, die sich selbst hauen, um dann ein besseres Gefühl zu haben (mea culpa). Und viele andere machen viele andere komische Sachen. Aber bitte: So lange dabei keine Dritten zu Schaden kommen, ist das für mich ok. Ich kenne niemanden, der vom Onanieren krumme Finger bekommen hat denke aber wohl, dass Man(n) in manchen Situation durch kluges “Runterholen” den einen oder anderen Beitrag zur Vermeidung sexueller Belästigung leistet, genau wie es auch die einschlägigen Beischlafeinrichtungen tun. Und das ist mir ungeachtet religiöser oder pseudowissenschaftlicher Verirrungen wesentlich lieber, als als explosiver Fapstronaut durch die Gegend zu rennen.

#14 |
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HP Klaus Kroeker
HP Klaus Kroeker

Irgendwie muß man sich als “Kurpfuscher” ja weiterbilden, oder?
Da sind so geistreiche Kommentare wie sie hier angeboten werden wirklich Gold wert! :-)
Für alle” Hypokraten”: Die Vier-Säfte -Lehre besagt, daß alle Säfte fließen sollen und es bei Stauungen der Körperflüssigkeiten zu Krankheiten kommt – allerdings bleibt es der Phantasie überlassen, WIE man “im Fluß” bleibt… :-)

Immerhin könnte man medizinisch vertretbar davon ausgehen, daß der lustvolle und einvernehmliche Sex zwischen Mann und Frau gesundheitlich wesentlich höher einzustufen ist als die “Notlösung” Handarbeit. Es sei denn, Mann hat Streß beim Sex mit einer Frau (oder einem anderen Partner). Dann ist das Solo wahrscheinlich die entspanntere und gesundheitsförderlichere Lösung… nix für ungut & viel Spaß beim Selbstexperiment!

#13 |
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Gast
Gast

Ich dachte, das ist ein Forum für Ärzte und nicht für Kurpfuscher !

#12 |
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Gastfrau
Gastfrau

Hallo,
ich bin eine Frau und finde, dass Sexualität einfach nur natürlich ist. Kein Extrem ist gut. Ausgeglichenheit führt zur Gesundheit. Ob Onanie oder Masturbation… Unser Körper braucht es einfach, auch um Hormone zu produzieren, um normale Funktionen aufrecht zu erhalten..ect.pp.
Abstinenz ist auch ein Extrem, wieso sollte das gut sein? Alles in Maßen ist wohl das Beste.
ich vergleiche es mit dem Fasten, manchen tut es gut, anderen nicht. Jedenfalls würde man verhungern, wenn man für ewig fasten würde. So würde man(n) dann wahrscheinlich sexuell verhungern.
Und: ist es nicht immer noch die schönste Nebensache der Welt?
Was ist mit gegenseitiger Liebe und Achtung? Zärtlichkeit und Zuneigung?
Das beinhaltet für mich der Sex mit meinem Freund. Das gibt erst Erfüllung, ob mit oder ohne Orgasmus, der ist dann nicht so wichtig, aber richtig erfüllend, wenns dann doch passiert.
In diesem Sinne…viel Spass bei der Liebe :-)

#11 |
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Gast
Gast

Erst Heilpraktiker, jetzt auch noch Esoteriker. Dies war mal ein Forum für MEDIZINER.

#10 |
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Gonca Grau
Gonca Grau

Ich kann den Konsum von erotischen Filmen, auch Hardcore , nicht problematisch finden, lediglich die fehlende Authentizität, die ein “Funktionieren ” auf Knopfdruck – und aus weiblicher Sicht sogar völlig unnützen Knopfdruck- als Realität verkauft ist schädlich. Wenn verzerrte Vorstellungen von Sexualität in Partnerschaften getragen werden, wird es mit den Erwartungen an sich und den anderen schwierig.
Alles andere ist doch der typische Puritanismus aus den USA, der leider auch bei uns hier Anhänger findet. Dass man immer seine eigenen Neurosen auf jeden anderen übertragen muss, ist doch anstrengend und unfruchtbar

#9 |
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Gast
Gast

Ich sehe das nach 60 Jahren männlicher Existenz so:
hat man eine genügend erotische Partnerin, reduziert sich alles andere auf ein Minimum.
Hat man sie nicht, muß man, um den biologischen Vorgängen im Körper gerecht zu werden, handgreiflich werden, um die natürliche Spannung abzubauen.
Das ist nichts perverses oder abnormes, die Lust ist ein gegebener Vorgang, der sich steigert bis zur Triggerung (Orgasmus), bei der sich dann schlagartig die Spannung löst. Es ist ein- ganz unerotisch gesagt- sich aufbauender chemischer Vorgang in Hirn und Nervensystem, der “von außen” wieder auf Null gesetzt werden muss. Wie, ist biologisch egal.
Bei klerikalen oder gesellschaftlichen Ächtungen für die normale Handhabung der Vorgänge entstehen bei manchen Menschen ernsthafte seelische Probleme, die dann zu den im Artikel erwähnten mehr oder weniger großen Störungen führen. Und die sind das eigentlich schlimme.

#8 |
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Gast
Gast

Ich glaube tatsächlich, dass (übermässiger) Pornokonsum abstumpft. Onanieren mit Kopfkino dagegen nicht.

#7 |
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David Grebe
David Grebe

Leider fehlt hier die wohl wichtigste Info-Quelle in der deutschen Sprache zum Thema NoFap..! Hier ist sie:
http://www.KeineMachtDemPorno.de/

Super informativ, selbst Gary Wilson empfiehlt sie auf seinem Blog für Deutsche User.. ;)
LG

#6 |
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Gast
Gast

was haben denn Heilpraktiker dazu zu sagen ???????

#5 |
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Heilpraktiker

Aber genau DAS hat zwei Jahrhunderte nach dem KI „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ immer noch volle Gültigkeit oder? Ob Kant auch mal Veganer war wissen wir nicht, die Homöopathie war ja auch noch nicht etabliert und wessen Geist er geheilt hat…
…trotzdem finde ich das Thema spannend…in einer total oversexten Gesellschaft…suchen Alle & nicht nur die Männer nach Alternativen…zum inflationären Gehechel…

#4 |
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Raphaelo
Raphaelo

…Der Herr Mann weis es nicht besser…schade für ihn!

#3 |
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……und so merwürdige Kommentare wie von Herrn Hermann

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Manfred Hermann
Manfred Hermann

Mehr als zwei Jahrhunderte nach Kant gibt es außerdem noch Veganer, Geistheiler, Homöopathen, Erdstrahlengläubige, ….

#1 |
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