Stammzellen helfen bei angeborenem Herzfehler

21. Juli 2009
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Eine Therapie mit Stammzellen aus Nabelschnurblut kann Rostocker Forschern zufolge bei einem schweren angeborenen Herzfehler die Funktion des Organs deutlich verbessern.

Bei der Studie sei die Wirkung bei Fallot’scher Tetralogie untersucht worden, berichtete die Universitätsklinik Rostock am Montag. Dieser Defekt verursache etwa zehn Prozent der jährlich rund 6000 neuen Fälle angeborener Herzfehler in Deutschland.

Bei der Untersuchung seien Schafen Stammzellen direkt in den Herzmuskel injiziert worden, berichtete die Universität über die Arbeit des Teams um Can Yerebakan. Drei Monate später hätten die Versuchstiere eine um mehr als ein Fünftel bessere Funktion der rechten Herzkammer gehabt als unbehandelte Tiere. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal «Cell Transplantation» (Bd. 18, S. 319) veröffentlicht.

Bei der Fallot’schen Tetralogie wird insbesondere die rechte Herzkammer geschädigt, hieß es weiter. Das Blut der betroffenen Kinder werde mit zu wenig Sauerstoff versorgt, oft müssten die Patienten schon im ersten Lebensjahr operiert werden. Diese Operation könne aber nicht den Klappenfehler beseitigen, der die rechte Herzkammer schlechter arbeiten lässt. Diese Beeinträchtigung könnte die Stammzellbehandlung lindern.

Im Tierversuch seien keine Nebenwirkungen der Stammzell-Therapie beobachtet worden, eine klinische Studie mit menschlichen Patienten könne nun folgen.

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1 Kommentar:

Melanie Eberlein
Melanie Eberlein

Leider wird nichts darüber geschrieben wie die rechte Kammer durch die Stammzelltransplantation profitieren kann. Die Rechtsherzhypertrophie ist meines Wissens nach auf die Pulmonalstenose zurückzuführen. Die Stenose allerdings wird ja eher nicht durch die SZ beeinflusst. Wie also soll langfristig ein Nutzen entstehen?
Verbessert sich der VSD? Wird das Lumen kleiner?
Etwas zu wenig Informtion für solch ein wichitges Thema wie ich finde.

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