2020 doppelt so viele Kinder mit Diabetes

28. Mai 2009
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Mediziner befürchten einen drastischen Anstieg von Diabetes-Erkrankungen bei Kleinkindern. Bis 2020 werden demnach doppelt so viele Kinder unter fünf Jahren am Diabetes vom Typ 1 erkrankt sein wie noch 2005, wenn der aktuelle Trend anhält.

Chris Pattersen von der Universität Belfast (Großbritannien) und Kollegen werteten für ihre Hochrechnung im Fachjournal «The Lancet» (online vorab) die Daten von mehr als 29 000 Diabetes-Patienten aus 17 europäischen Ländern im Zeitraum 1989 bis 2003 aus. Im Gegensatz zum weitaus häufigeren Typ 2, der meist mit Übergewicht in Zusammenhang steht, wird Typ 1 durch Insulinmangel verursacht und beginnt in der Regel im Kindes- und Jugendalter.

Nach Berechnung der Forscher stieg die Zahl der Diabetes-1- Neuerkrankungen im Untersuchungszeitraum jedes Jahr um 3,9 Prozent, bei Kindern unter fünf Jahren sogar um 5,4 Prozent. Über die Gründe spekulieren die Experten noch. Neben genetischen Faktoren könnten auch Wachstumsstörungen oder die zunehmende Zahl der Kaiserschnitte eine Rolle spielen. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass in Europa die Zahl der erkrankten Kinder unter 15 Jahren von 94 000 in 2005 um 70 Prozent auf 160 000 in 2020 steigen wird.

Bei Typ-1-Diabetes sind die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Betroffene müssen sich in der Regel lebenslang Insulin spritzen. Der stark zunehmende Typ 2 ist die weitaus häufigere Form und wird auch «Altersdiabetes» genannt, da er früher fast ausschließlich bei älteren Menschen auftrat. Zunehmend leiden aber auch Jüngere daran.

(Fachartikelnummer DOI: 10.1016/S0140-6736(09)60874-6)

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Allgemein

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7 Kommentare:

Als Mikrobiologe würdeich gerne mal wissen, welche Parasiten sich in der Bauchspeicheldrüse “absetzen” und Diabetes I hervorrufen…..

#7 |
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Heilpraktikerin Martina Vornholz
Heilpraktikerin Martina Vornholz

Großangelegte Studien hat es auch schon gegeben, laut Diabetesambulanz, an einer haben wir auch teilgenommen. Meine Tochter war nicht geimpft, wurde voll gestillt über ein halbes Jahr und hat vor dem ersten Lebensjahr keine Kuhmilch bekommen.Keine Schocksituationen. Alles “mögliche Ursachen” aus Sicht der Naturheilkunde.Aber: mit 5 Jahren Diabetes Typ 1.
Die Frage stellt sich für mich nach einer 7 jährigen “Diabeteskarriere” nach der Vorbelastung aus der Familie. Nicht unbedingt eine tatsächliche Diabeteserktrankung, vielmehr eine “Schwäche des Systems Leber/Pankreas”. Und das sind Schwächen die aus mindestens einer Generation vorher bei vielen sichtbar wurde (die wir bislang kennen gelernt haben).
Parasiten setzen sich auch mit Vorliebe an die Bauchspeicheldrüse (Nosoden)…..
ein weites “Feld” wie ich gemerkt habe…. :-(

#6 |
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Heilpraktiker

Ich wäre auch für eine Impf- bzw. Kaiserschnitt- Studie. Vielleicht auch im Hinblick auf eine veränderte Darmflora. Es wird einfach zuviel “Müll” gegessen.

#5 |
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Laurenz Rathke
Laurenz Rathke

Und die Ursache: Migration? Hat man darüber geforscht?

#4 |
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Heilpraktikerin Martina Vornholz
Heilpraktikerin Martina Vornholz

Für den Typ 2 dürfte dies in Frage kommen.
Nicht aber für den Typ 1, der leider immer weiter zunimmt.

#3 |
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Beate Kruzinski
Beate Kruzinski

Kann mich dem Kommentar von Frau Bettina Erichsen-Spieß nur anschließen. Die Lösungen werden dort gesucht, wo Profit gemacht werden kann … die Heilung des Patienten scheint nicht von primärem Interesse zu sein.

#2 |
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Bettina Erichsen -Spieß
Bettina Erichsen -Spieß

Langweile ,Bewegungsmangel,die typischen “Alten” man futtert damit man was zu tun hat…Welch Kind steigt noch auf einen Baum ,um die Welt von oben zu sehn? Die Kinder werden gelebt- vom T.V. mit Unterirdischen In-halten! Wer sich da wundert ist selbst schuld. Traurig dass die Lösung so einfach ist, und man mit ihr kein -Insulin, Retalin – und co, verkaufen kann! Welch Markt – wenn jeder krank ist. Die Erde ist rund!? Unser Handeln oder auch nicht Handeln -hat eben diese Folgen die wir überall täglich sehen!

#1 |
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