Bandscheiben: Züchte Dir eine

4. November 2011
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Ein Bandscheibenvorfall wird durch degenerative Veränderungen der Zwischenwirbelscheibe begünstigt, es kommt zu Einrissen des Anulus fibrosus. Die Therapieoptionen sind meist: Operieren oder konservativ behandeln. Neues kommt nun aus der regenerativen Medizin.

Vorsicht-Operation.de. Über dieses „Zweitmeinungsportal“ einer Handvoll spezialisierter Ärzte berichtete vor einigen Wochen der Spiegel. Einer der Fachleute, Jürgen Harms, ist der Überzeugung, dass man in Deutschland auf fast jede zweite Rücken-Operation verzichten könnte. Denn etwas Physio- und Verhaltenstherapie kann die zugrundeliegenden Schmerzen auch konservativ lindern. „Und dann sehe ich Leute, denen es nach einem Bandscheibenvorfall wieder gut geht – ganz ohne Operation“, zitiert ihn das Nachrichtenmagazin. Um 43 Prozent stieg die Zahl der Bandscheiben-Operationen zwischen 2004 und 2009, meldet das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus InEK.

Problematischer Scheibenwechsel

Ist die Bandscheibe nicht mehr so elastisch wie in Jugendtagen, greifen Chirurgen in Deutschland anscheinend schon einmal recht schnell zu Messer. Neben der konservativen Behandlung hat der Arzt dabei mehrere Optionen, um den Patienten wieder auf die Beine und in Bewegung zu bringen. Bei der Spondylodese versteift der Chirurg das Gelenk, der Patient verliert damit seine Beweglichkeit an dieser Stelle. Oder aber er greift zur künstlichen Bandscheibe, mit der er das abgenutzte Körperteil ersetzt. Beide Möglichkeiten bieten keine Garantie auf ein weiteres Leben ohne Rückenschmerzen. Denn oft sind es dann die Nachbarbereiche des betroffenen Gelenks, an denen sich die Abnutzung weiter fortsetzt. Auch bei der Bandscheibe aus der Werkstatt beobachten Orthopäden nicht selten mechanische Schwächen wie die Degneration des Polyethylenkerns oder eine Verschiebung des Gelenks.

In den Forschungslaboratorien sucht man daher intensiv nach neuen Lösungen für den Puffer-Ersatz. Vor etwa vier Jahren beschrieb eine chinesische Gruppe bei fünf Patienten eine erfolgreiche Transplantation von intakten eingefrorenen Spender-Bandscheiben. Noch weniger Probleme mit Passform und mechanischer Stabilität sollten biologische Stoßdämpfer haben, die auf zellbasierten Therapien aufbauen und daher nach der Operation in die Lücke einwachsen. Eine interessante Lösung probierten nun Wissenschaftler der amerikanischen Cornell-Universität aus, wenn auch bisher „nur“ im Tierversuch.

Zellen helfen beim Einwachsen und Instandhaltung

Mit Hilfe des Baukastensystems der regenerativen Medizin ersetzten sie dabei die Bandscheiben an der Basis von Rattenschwänzen. Mit Computer- und Kernspintomografie bestimmten sie zuerst die genaue Größe des notwendigen Ersatzteils. Mit Kollagen formten sie dann den Annulus fibrosus, den äußeren Bandscheibenring. Alginat diente als Füllmaterial für den inneren Kern (Nucleus pulposus). In einem zweiten Schritt besiedelten sie nun dieses Gerüst in der Gewebekultur mit Zellen, die sie aus Schaf-Bandscheiben isoliert hatten und implantierten ihr Produkt am Zielort. Nach einem halben Jahr untersuchten die Forscher die neuen Wirbelgelenke noch einmal genauer. Die Schafzellen hatten in den immunsupprimierten Tieren nicht nur überlebt, sondern produzierten auch Proteoglykan für den Bandscheibenaufbau. Die Höhe der Zwischenwirbel blieb fast vollständig erhalten und Mitautor Roger Härtl hat den Eindruck, dass die Transplantate nicht nur eingewachsen, sondern sich in ihrer Funktion sogar noch verbessert hätten.

Unterschiede zu den nativen re-implantierten „Kontroll-Bandscheiben“ bestanden in der Zusammensetzung der von den Zellen produzierten extrazellulären Matrix und der Verteilung der Kollagen-Proteine. Aber erst die geplanten Versuche an größeren Tieren werden zeigen, ob die Wirbelscheiben aus der dem Labor auch größerem Druck standhalten. Schließlich ist die Belastung am Rattenschwanz ist deutlich geringer als in der menschlichen Wirbelsäule. Ausserdem ist die Nährstoff-Versorgungslage bei den abgenutzten Wirbelgelenken eines Menschen und der Abtransport von Stoffwechselprodukten deutlich schwieriger.

Alternative: Stammzell-Injektion

Ebenso interessant wie die Experimente der amerikanischen Gruppe sind Ergebnisse spanischer Stammzell-Spezialisten. Bei Patienten mit degenerierter Bandscheibe, aber intaktem Annulus fibrosus spritzen sie mesenchymale Stammzellen aus dem Knochenmark in das Zentrum ein, um den Nucleus pulposus zu regenerieren. In der Oktober-Ausgabe von Transplantation berichten die Wissenschaftler, dass nach einem Jahr der Wassergehalt des mitgenommenen Puffers deutlich zu- und der Schmerz abnahm. Auch die Beweglichkeit verbesserte sich bis auf 70-80% des bestmöglichen Wertes.

Operation: gute Ergebnisse, aber beträchtliches Risiko

Beide Ansätze brauchen sicher noch einige Jahre, bis sie vielen schmerzgeplagten Rückenpatienten zuverlässig helfen können. Und bis dahin? Über die „Fusion“ von Wirbelkörpern im Vergleich zur Bandscheibenprothese geben die bisherigen Studien noch keine eindeutige Antwort. Ein Team in Oslo publizierte vor einigen Wochen im British Medical Journal einen Vergleich von Prothese zu Reha-Behandlung. Der „Oswestry Disability Index“ zur Funktion der Wirbelsäule spricht nach einem Follow-up von zwei Jahren für die Operation, aber die klinischen Ergebnisse sind nicht signifikant. Schließlich spielt das Risiko einer Komplikation bei der Operation oder danach bei der Entscheidung eine gewichtige Rolle: Bei einem Patienten der norwegischen Studie verrutschte bei der Nachoperation die Bandscheibe und machte eine Beinamputation notwendig.

Die überwiegende Mehrzahl der Patienten kommt nach einer Operation schnell wieder auf die Beine und ist entsprechend einer Studie aus Nizza mit dem Ergebnis zufrieden. Auch die ökonomischen Gesichtspunkte sprechen demnach nicht gegen die Chirurgie. Dennoch gibt eine epidemiologische Studie von über tausend Probanden in Hong Kong zu denken. Mehr als Dreiviertel der Stichprobe aus der Bevölkerung litt unter Rückenschmerzen. Davon wiederum haben rund 75 Prozent abgenutzte Bandscheiben. Doch von jenem Viertel ohne Rückschmerzen zeigten Kernspin-Aufnahmen bei rund 80 Prozent deformierte Zwischenwirbelelemente.

Auch wenn es berechtigte Hoffnung auf bessere Prothesen und zellbasierte „natürlichen“ Bandscheiben-Ersatz gibt: Die Entscheidung, ob Operation oder nicht, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab und kann in jedem Einzelfall anders ausfallen.

85 Wertungen (4.32 ø)

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22 Kommentare:

“26.10.11 – 08:39
Hans-Werner Steinberg
Medizininformatiker/in

Ich muss aber zugeben, dass ich kein Fachmann auf diesem Gebiet bin. Bisher ist mir so leider völlig entgangen, dass es irgendwo einen Zusammenhang gibt zwischen Religion und Homöopathie”

Bei so viel Nachholbedarf ist

http://www.pharmamafia.com

als Lektüre dringend zu empfehlen, ebenso

http://www.ariplex.com/ama/ama_home.htm

Auch die unsauberen Verkaufsmethoden Methoden der Homöopathen sollte man sich ansehen. Für Tausende verkaufter homöopathischer Mittel gibe es nicht einmal eine einzige Arzneimittelprüfung, siehe

http://www.ariplex.com/ama/ama_amp.htm

Homöopathie ist Betrug und Selbstbetrug.

#22 |
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Hans-Werner Steinberg
Hans-Werner Steinberg

@22: Selektiv recherchieren und selektiv lesen innerhalb eines Artikels gehört offenbar zusammen. Ich denke, dass ich mit meinem EINen Beispiel gegenüber den VIELen Literaturhinweisen klar gemacht habe, dass das bei weitem nicht ausreicht für eine vernünftige Statistik, zumal ich deutlich auf das Fehlen einer klaren Ursache-Wirkungs-Beziehung hingewiesen habe. Es passt dazu, dass das letztendliche Argument gegen die Homöopathie das Dogma ist: Grund ist die Eigenschaft der Homöopathie, ein reilgiöses Wahnkonstrukt zu sein, Folgerung ist die Unmöglichkeit, die Homöopathie zu beweisen. Naja.

Ich muss aber zugeben, dass ich kein Fachmann auf diesem Gebiet bin. Bisher ist mir so leider völlig entgangen, dass es irgendwo einen Zusammenhang gibt zwischen Religion und Homöopathie

#21 |
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“Hans-Werner Steinberg
Medizininformatiker/in
@Deckers, Rieth 24.10.

[…] EIN positives Beispiel gegnüberstellen, das ich selbst erfahren habe:”

Und schon wieder ein Fall, wo Nachhilfeunterricht in Statistik DRINGEND geboten ist.

Homöopathie ist noch nie beweisen worden. Homöopathie KANN auch gar nicht beweisen werden, da sie ein religiöses Wahnkonstrukt ist.

Im übrigen ist es erstaunlich, wie selbst Akademiker nicht in der Lage sind, eine Wunschvorstellung von der Realität zu trennen. Aber gerade das ist beim Thema Orthopädie besonders wichtig, erst recht bei Abnutzung/Alterung betreffenden Themen.

#20 |
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Hans-Werner Steinberg
Hans-Werner Steinberg

@Deckers, Rieth 24.10.

Obwohl ein absoluter Nebenschauplatz des ursprünglichen Themas, trotzdem noch eine Ergänzung: Ich kann Herrn Rieth nur zustimmen. Und ich möchte den VIELEN Beispielen für Schamanenzauber, die Sie, Herr Deckers, mit wohl sehr gezieltem Suchen gefunden haben, EIN positives Beispiel gegnüberstellen, das ich selbst erfahren habe: Meine zuvor jährlich entzündeten Mandeln, die eigentlich entfernt werden sollten, entzündeten sich nach einmaliger homöopathischer Behandlung 10 oder 15 Jahre gar nicht mehr, und mussten erst danach dann doch entfernt werden.

Natürlich ist dieser Einzelfall kein Beweis, vielleicht wäre das gleiche ohne jede oder mit allopathischer Behandlung bei mir auch eingetreten, aber ich glaube doch, dass man bei gezielter Suche nach homöopathischen Erfolgsmeldungen EINIGE, VIELE, SEHR VIELE oder SEHR SEHR VIELE solche Beispiele finden kann. Und unter diesen mag es Falschmeldungen geben, genauso wie es unter den Schamanenberichten Falschmeldungen geben mag.

Und zu Ihrem abschreckenden Kotbeispiel: Es gibt Aussagen – ob von Schulmedizinern oder Homöopathen sei dahingestellt – und im Bekanntenkreis Erfahrungsberichte, dass man mit Urin manche Hautprobleme bekämpfen kann. Das mögen manche auch sehr abschreckend finden. Meines Wissens ist Harnstoff sogar Bestandteil mancher Medikamente

Eine letzte Empfehlung: Suchen Sie doch mal gezielt nach positiven Homöopathie-Berichten und führen sie dann wenn’s gelingt ad absurdum. Auf jeden Fall wäre eine Gegenüberstellung von positiven und negativen Berichten mehr erhellend als eine Liste mit nur negativen Beispielen

#19 |
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Gabriele Furhan
Gabriele Furhan

Vielleicht wären hier auch die Erkenntnisse der Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht nützlich, die sich genau mit dem Thema beschäftigen, dass bei einem Menschen die ausgetretene Bandscheibe Schmerzen verursachen soll und beim anderen nicht.
Die Theorie von Liebscher und Bracht geht davon aus, dass ein Verschleiß der Bandscheiben und letztlich der Gelenke unvermeidlich ist, wenn durch Verspannung verkürzte Muskeln, die von ihrem Gegenspieler immer wieder in Dehnung gezerrt werden sollen, ohne sie vorher zu entspannen, dazu führen, dass der Druck auf die dazwischen liegenden Gelenke irgendwann das Gelenk zerstört. Man muss also zunächst dafür sorgen, dass der verspannte Muskel sich entspannt. Dies kann man z.B. durch die sogenannte Schmerzpunktpressur erreichen und danach durch Übungen die Dehnung durchführen. Auf diese Weise läßt der “Warnschmerz” nach, der den Körper vor Fehlbelastung und nachfolgender Schädigung gewarnt hat und die Wirbelsäule kann sich von der Druckbelastung erholen. (Quelle: Der Schmerzcode)

#18 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

es gibt koprophagie, nekrophagie. wenn’s den leuten bekommt, meinetwegen dürfen sie hundekot fressen, und wenn’s hilft ist doch super! herr deckers neben den von ihnen gern zitierten homöopathen, gibt es doch sicher auch ein paar schwarze schafe unter den schulmedizinisch arbeitenden kollegen, sie hätten mit sicherheit ein prima inquisitor abgegeben, wie schade dass die zeit für sie vorbei sit, wer zu spät kommt, den bestraft das leben. einen wunderschönen tag und herzliche anteilnahme

#17 |
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“24.10.11 – 11:48
Hans-Werner Steinberg
Medizininformatiker/in

Argumente oder Erfahrungsberichte wären hier gefragt oder zumindest Zitate von argumentierender Literatur.”

Argumente gibt es unter anderem in
http://www.ariplex.com/ama/ama_home.htm

Aus einem Text zitiere ich eigens für Sie auch ein Stück:

[*quote*]
—————————————-
Hundescheiße als Arzneimittel

Sehr geehrte Leser, sollte die Überschrift Ihren Geschmack verletzen, dann sollten Sie sich bitte erst einmal diese Fotographien ansehen :

http://www.asnetz.de/members/nwb/#galerie

und sich die dargestellten Haufen Hundekot als Medikament zum Einnehmen vorstellen.

Übersteigt das Ihr geistiges Fassungsvermögen ?

Hier geraten wir ohne jeden Zweifel an die Grenze der Belastbarkeit, bzw deutlich darüber hinaus: Es gibt Menschen, die tatsächlich Hundekot als Medizin anwenden: Homöopathen.

Ob Homöopathen Kot von Bullterriern, Zwergpinschern oder Echten Deutschen Schäferhunden präferieren oder in der Welt ihres Verstandes erst die Artunreinheit der Promenadenmischung die “Heilwirkung” ausmacht, wir wissen es nicht.

Was wir wissen, ist dies: Es gibt in Deutschland Homoöpathen, die sogar damit werben, ihren Patienten Hundekot zu geben, siehe
http://www.homoeopathieforschung.de/caninum.htm

Ich warne Sie: Das ist keine Satire, sondern bittere Wahrheit! Diese Dinge finden tatsächlich in Deutschland statt,
—————————————-
[*/quote*]

Das ist ein Zitat aus
http://www.ariplex.com/ama/ama_hund.htm

Was den Punkt “Erfahrungsberichte” angeht, so ist dies gerade bei der Homöopathie eines der übelsten Fälle von Betrug in der Medizin, weil dort nur selektierte Anekdoten vorgetragen werden, eine ausreichende Statistik jedoch verweigert wird. Dabei ist es doch so einfach: ALLE Globuli durch Zucker ersetzen – und schwupps haben wir genau das gleiche (nämlich BELIEBIGE) Ergebnis.

Was ich bei den Homöopathen besonders beeindruckend finde: daß sie Mittel anwenden, die es gar nicht gibt
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7197

oder daß sie sogar D0 (also die Ursubstanz) als hömopathische Potenzierung behaupten.

Und es gibt noch VIELE andere Beispiele.

Homöopathie ist keine Medizin! Homöopathie ist Schamanenzauber und vernichtet Geld und Lebenszeit der Patienten.

“Ich bin weder strikter Befürworter noch strikter Gegner der Homöopathie”

Dann ist ein Studium der Materie angesagt!

#16 |
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Hans-Werner Steinberg
Hans-Werner Steinberg

@13: Herr Deckers, es dürfte sehr vielen Leuten bekannt sein, dass es Befürworter sowie Gegner der Homöopathie gibt. Was soll also Ihre Feststellung? Argumente oder Erfahrungsberichte wären hier gefragt oder zumindest Zitate von argumentierender Literatur.

P.S. Ich bin weder strikter Befürworter noch strikter Gegner der Homöopathie

#15 |
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Als konservativ tätiger Orthopäde sehe ich die vielfältigen Entwicklungen in dem Bereich “Bandscheibe-Rückenschmerz” sehr kritisch , auch wenn solche Ansätze grundsätzlich interessant sind.
Es ist dennoch immer wieder erstaunlich, wie wenig in dem Bereich gearbeitet wird, der am Besten gesichtert ist, nämlich intensive Kräftigung, Umstellung Lebens- und Arbeitsstil, usw. Da alle aktive Maßnahmen aber nicht wirklich ernst genommen werden, müssen sowohl Laien als auch Fachleute immer wieder auf die “Wunderwaffe” hoffen, die alles von alleine löst.
Im Übrigen erstaunt es, bei allem Respekt, wie oft Kollegen in der Öffentlichkeit zitiert werden mit der Kritik bezüglich der Vermeidbarkeit von Operationen, die selbst bis vor Kurzem genau darüber entschieden haben in ihren Verantwortungsbereichen und die OP`s zumeist auch selbst durchgeführt haben

#14 |
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“23.10.11 – 13:14
Dr. Gabriele Steinmetz
Tierarzt/-ärztin

Seit über 50 Jahren gibt es die homöopathische bovinen Zellextrakte von VitOrgan, mit denen in vielen Fällen eine OP unnötig wird”

Auch wenn Declarus fiscus D30, das stärkste aller homöopathischen Mittel aller Zeiten [1], Löcher durch den Schreibtisch frißt, ist und bleibt Homöopathie ein Phantasiegebilde.

[1]
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7272

#13 |
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Dr. med. Dirk Hildebrandt
Dr. med. Dirk Hildebrandt

Die Entscheidung zur Operation fiel bei mir nach 6 Wochen Physiotherapie, als ich noch einmal versuchte, Fußball zu spielen und nur noch hinterherwatschelte. Sicher gibt es Konstellationen, die eine Physiotherapie erfolgreich erscheinen lassen, so die Protrusio, also die Vorwölbung des Nucleus pulposus durch einen zumindest teilweise noch intakten Faserring. Beim Prolaps, wo ein ausgetretenes Nucleusstück auf eine Nervenwurzel drückt, ist nach meiner Erfahrung jegliche physiotherapeutische Bemühung vergeblich. Man kann dann nur warten, bis dieses Biest vom Immunsystem abgebaut wird, oder sich eben ein Herz fassen und bei einem erfahrenen Chirurgen operieren lassen.
Der Artikel ist sehr informativ, aber etwas einseitig gegen die Operation, wenn man bedenkt, dass man nach erfolgreicher Op plötzlich ohne Schmerzen aufwacht! Danach geht’s weiter mit Physiotherapie, um die wiedergewonnene Freiheit zu erhalten.

#12 |
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Dr. Gabriele Steinmetz
Dr. Gabriele Steinmetz

Seit über 50 Jahren gibt es die homöopathische bovinen Zellextrakte von VitOrgan, mit denen in vielen Fällen eine OP unnötig wird, da die Patienten bereits nach wenigen Wochen beschwerdefrei oder deutlich gebessert sind. Obwohl es zahlreiche wissenschaftliche Studien und immerhin über 50 Jahre erfolgreiche Behandlungsbeispiele mit den sanften Zellextrakten gibt, dürfen diese nicht von den Kassen erstattet werden (Ausnahme: austherapierte Patienten!)

#11 |
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Patrycjusz Nadurski
Patrycjusz Nadurski

Sehr interessant!

#10 |
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Bandscheiben verschleißen dann, wenn im Körper ein sogenannter “Herd” ist. Wenn der HErd weiter “ruacht” haben dei patienten nach der Bandscheiben-Operation weiter ihre Beschwerden. Sei es nun die klassische Bandscheiben-Operation oder sei es einer der neuen o.a. Eingriffe. Oft verbirgt sich hinter einer Bandscheibenprotrusion und den damit verbundenen Beschwerden im Lumbalbereich ein Verdauungsproblem, Oder es können auch subklinisch verlaaufende viral bedingte Entzündungen sein, die über Auswirkungen auf den NEurotransmitterhaushalt und über die Interleukine den entzündlichen Prozeß nach außen kommen lassen, der Schmerz “äußert” sich. Wenn dann ein degenrativer Prozeß sichtbar wwird im MRT ist dies der schuldige und gehört eliminiert. Dabei sitzt der Auslöser imHintergrund. ISt ja auch viel einfacher ein MRT zu beurteilen, als den viralen Prozeß zu lokalisieren und zu therapieren. Als ich dies nicht wußte, habe ich meine Patienten zum Neurochirurgen gesandt. Als ich dann die “Herde” mit Testverfahren ( Kinesiologie / EAV ) austesten konnte und auch spezifisch behandeln konnte, ging die Zahl der Überwesungen gegen null. Nur noch in wenigen Extremfällen mußte ich den NEurochirurgen bemühen.Maurer undKlempner wurden unter dieser Therapie wieder arbeitsfähig. Leider haben die naturheilkundlichen Sparten, die HErdsucher und die Naturheilkundler, die Homöopathen in der Schulmedizin keine Lobby. Also werden wir auf die sanften Therapien weiter warten müssen und den operativ tätigen Kollegen das Feld überlassen müssen.

#9 |
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Dr. med. Karl-Eugen Mai
Dr. med. Karl-Eugen Mai

Es gibt in Berlin die Wirbelsäulenklinik von Dr. Sabarini, der grosse Erfahrung mit Bandscheiben-Behandlungen hat. Man
muß nur mal im Internet unter http://www.wirbelsäulenklinik-berlin.de nachlesen

#8 |
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Es ist zu hoffen daß die Tierexperimente bald eine effiziente Therapieoption für den Menschen ergeben.

#7 |
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Ärztin

Die Ursache der Rückenschmerzen ist doch so vielfältig! In der Schmerztherapie haben wir es täglich mit Patienten zu tun, die entweder multiple degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule haben – also nicht nur isolierte Prolapse – als auch mit Menschen, die einen Prolaps präsentieren und ein Schmerzsyndrom, das sicher nicht von diesem Bandscheibenschaden herrührt. Und an diesen Patienten ist von verschiedenen Ärzten bereits mehrmals herumoperiert worden. Leider ist zu befürchten, dass sowohl Ärzte als auch Patienten schnell auf diesen Zug aufspringen wollen und es wird sich dann sicherlich noch ein weiterer finden, der ebenfalls dieses mechanistischen Körperbild bestätigt und eine weitere Op ausführt.

Gerade bei chronifiertem Schmerz – und es ist doch anzunehmen, dass die im Srtikel erwähnte Zielgruppe nicht erst seit wenigen Wochen erkrankt sind – spielen so viele Faktoren, auch psychosozialer Natur eine Rolle, vereinfacht: es ist unwahrscheinlich, dass ein adipöser bewegungsarmer Mensch nach dieser Operation mittelfristig schmerzfrei sein wird. Leider gehen aber viele Patienten in jegliche Therapien mit dieser Erwartungshaltung heran, es soll etwas – für den Patienten passiv – repariert werden und dann ist alles wieder gut. Die Schmerzentstehung und auch Verarbeitung ist aber ein multifaktorielles Geschehen.

Bei mir wurden vo einem Jahr als Zufallsbefund via MRT 3 Bandscheibenvorfälle an der HWS mit Spinalkanaleinengung und weiteren degenerativen Veränderungen (seufz) diagnostiziert. Die vorübergehenden Beschwerden 2003 hatte ich auf das Herumschleppen meinen Kindern zurückgeführt. Aber seit 2003 bin ich ohne Ausnahme beschwerdeFREI.

#6 |
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Das unrichtige Jonglieren mit den einzelnen Bestandteilen des Wirbelsäulenbewegungssegmentes (hier Wirbelgelenk und Bandscheibe) zeigt die Schwierigkeit der Biomechanik.
Außerdem glaube ich, daß es hier wie bei der autologen Knorpeltransplantation weitergehen wird – riesige Hoffnungen bei den Patienten wecken, um dann festzustellen, daß der Einsatz letztlich auf spezielle Indikationen beschränkt bleibt !
Auch hätte ich so meine Bedenken wegen einer Immunuppression bei operativen Therapien in einem solch sensiblen Gebiet.
Die Idee ist ganz gut, aber die Natur wird mal wieder zeigen, daß ihre Denke noch ganz anders als bei Forschern funktioniert.

#5 |
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Dr. med. Michael Steinhaus
Dr. med. Michael Steinhaus

Die IGOST ist seit ihrer Gründung bemüht die Indikation für Bandscheibenoperationen sehr eng zu stellen zumal 20% der operierten nach der Operation weiter über Schmerzen klagen. In vielen Fällen genügt eine Injektion in den Wirbelkanal um die generierten Entzündungsmediatoren zu reduzieren und somit den Schmerz abzubauen. Es wird geraten vor jeder geplanten Operation einen solchen konservativen Versuch zu unternehmen.

#4 |
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Andrea Bevc
Andrea Bevc

SCHMERZHAFT ERFREULICH.

#3 |
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Medizinjournalist

Guter Artikel, … Hoffen wir mal das der neue Ansatz auch bei den Menschen funktioniert. :)

#2 |
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Falls das beim Menschen funktioniert, würde es der Wirtschaft MILLIARDEN Euro Schaden pro Jahr ersparen und den betroffenen Kranken endlich wieder ein Leben ohn Qual ermöglichen. Die Flut der Behandlungen wird gigantisch sein…

#1 |
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